Schwere HochwasserschÀden und Vermisste in der Schweiz
23.06.2024 - 12:22:28 | dpa.de
Nach schweren Unwettern und Zerstörungen ist in der Schweiz die Suche nach drei Vermissten weitergegangen. Ihre HĂ€user waren im Misoxtal im Kanton GraubĂŒnden zerstört worden. RettungskrĂ€fte setzten Drohnen, Rettungshunde und Hubschrauber ein.
«Wenn wir die VerschĂŒttungen anschauen mit den riesigen Geröllmassen, sind die Ăberlebenschancen aber relativ gering», sagte ein Polizeisprecher. Auch der Kanton Wallis war von schweren RegenfĂ€llen betroffen. In den Touristenort Zermatt am Matterhorn fuhren am Samstagabend nach mehr als 24 Stunden Unterbrechung erstmals wieder ZĂŒge. Insgesamt entspannte sich die Lage am Sonntag.
Wassermassen reiĂen AutobahnstĂŒck weg
In der Gemeinde Lostallo im Misoxtal nördlich des Comer Sees im Kanton GraubĂŒnden war die VerwĂŒstung besonders groĂ. Eine verschĂŒttete Frau war am Samstag aus dem Schuttkegel, der die HĂ€user zerstört hatte, gerettet worden.
Durch die heftigen RegenfĂ€lle wurden BĂ€che reiĂende GewĂ€sser. Neben HĂ€usern wurde auch ein rund 200 Meter langes StĂŒck der Autobahn A13 Richtung Italien zerstört. Dabei handelt es sich um eine wichtige Ausweichroute fĂŒr den Ferienverkehr ĂŒber den San-Bernardino-Pass in Richtung SĂŒden, wenn der Gotthard-Tunnel ĂŒberlastet ist. Die Route war gesperrt.
Zermatt wieder mit Zug erreichbar
Zermatt war mehr als 24 Stunden von der AuĂenwelt abgeschnitten. Sowohl die Bahnlinie als auch die ZufahrtsstraĂe wurden gesperrt. Im Dorf selbst waren die BĂ€che ĂŒber die Ufer getreten und donnerten krachend ins Tal. Alle Einwohner und FeriengĂ€ste seien aber die ganze Zeit in Sicherheit gewesen, versicherte die Gemeinde. Sie konnten nur nicht ab- oder anreisen.
Zermatt ist autofrei. Besucher mĂŒssen ihre Autos in TĂ€sch parken und die letzten fĂŒnf Kilometer mit dem Zug weiterfahren. Es gibt nur eine ZufahrtsstraĂe, die aber auch gesperrt worden war. Nach einer Bahnunterbrechung am Freitagnachmittag durften die ersten ZĂŒge am Samstagabend wieder zwischen TĂ€sch und Zermatt fahren. Die Strecke von TĂ€sch bis Visp blieb wegen UnwetterschĂ€den aber gesperrt. Dort verkehrten Busse als Ersatz.
Entspannung an der Rhone und dem Bodensee
An der Rhone drohten vor dem Eintritt in den Genfersee am Freitagabend ebenfalls gröĂere Ăberschwemmungen. Wegen der heftigen RegenfĂ€lle im Gebirge kam es an den SeitenflĂŒssen vereinzelt zu MurgĂ€ngen. Die Behörden hoben ihren Alarm aber am Sonntag nach dem Nachlassen der RegenfĂ€lle auf.
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