Ursache, Explosion

Ursache fĂŒr Explosion auf RĂŒgen geklĂ€rt

Veröffentlicht am: 19.10.2023 um 11:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Ermittlungen nach einer Explosion mit Millionenschaden in Putgarten auf RĂŒgen gehen dem Ende zu. Nun steht die Ursache fest. Ein Monteur soll sich verantworten.

Blick auf die UnglĂŒcksstelle: Im Norden der Insel RĂŒgen kam es zu einer Gasexplosion. - Bild: Stefan Sauer/dpa
Blick auf die UnglĂŒcksstelle: Im Norden der Insel RĂŒgen kam es zu einer Gasexplosion. - Bild: Stefan Sauer/dpa

Knapp fĂŒnf Monate nach einer schweren Gasexplosion in Putgarten auf der Insel RĂŒgen ist die Ursache geklĂ€rt. Ein Arbeiter habe bei der Montage eines GaszĂ€hlers in dem explodierten Ferienhaus einen Fehler gemacht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund, Martin Cloppenburg. Das habe das technische Gutachten ergeben.

Es bestehe der Verdacht der HerbeifĂŒhrung einer Sprengstoffexplosion. Mit einer Anklage rechnet Cloppenburg bis Anfang 2024. Zuvor hatte der Rundfunksender Ostseewelle MV berichtet.

Am 26. Mai war ein Ferienhaus in der Feriensiedlung in Putgarten kurz vor dem Kap Arkona explodiert. TrĂŒmmerteile flogen mehrere Hundert Meter weit und beschĂ€digten mindestens 13 NachbarhĂ€user und mehrere Autos. Danach brach ein Feuer aus, das auch ein mit Schilf gedecktes Nachbarhaus erfasste. Verletzt wurde niemand. Die Polizei schĂ€tzte den Gesamtschaden auf mehr als eine Million Euro.

Es drohen eine Geld- oder Freiheitsstrafe

Der TatverdĂ€chtige soll den ZĂ€hler ein paar Tage vorher eingebaut haben. Er mĂŒsse noch dazu Stellung nehmen und sei bisher zu dem Vorwurf noch nicht angehört worden, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Der Besitzer des explodierten Ferienhauses, ein Mann aus Leipzig, wollte der Polizei zufolge kurz nach dem Vorfall gerade nach Putgarten kommen.

Wegen des Einbaufehlers sei wohl Gas ausgeströmt und als sich die Heizung vor der Ankunft von GĂ€sten automatisch eingeschaltet habe, sei es zur Explosion gekommen. «Was fĂŒr ein GlĂŒck, dass da noch niemand in den HĂ€usern war», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Auf den Tatvorwurf stehen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. FĂŒr die zivilrechtliche KlĂ€rung des Schadenersatzes sei in der Regel die Firma des Monteurs zustĂ€ndig.

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