US-FlughÀfen Nordosten: Massive Glasfaser-Störung behoben, Flugbetrieb lÀuft wieder an
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 01:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nach einer massiven technischen Störung an mehreren FlughÀfen im Nordosten der USA ist der Flugbetrieb wieder aufgenommen worden.
Leitung repariert, Betrieb fÀhrt hoch
Die beschĂ€digte Glasfaserleitung sei inzwischen repariert, sĂ€mtliche FlughĂ€fen im Nordosten nĂ€hmen den Betrieb wieder auf, teilte US-Verkehrsminister Sean Duffy auf der Plattform X mit. Gleichzeitig warnte er, dass es einige Zeit dauern werde, bis die angesammelten VerspĂ€tungen abgearbeitet sind, und empfahl FluggĂ€sten, sich direkt bei ihren Fluggesellschaften ĂŒber den Status ihrer Verbindungen zu informieren.
Zuvor war der Flugverkehr an mehreren wichtigen Drehkreuzen der Region weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Störung traf damit eine der verkehrsreichsten Luftfahrtsregionen der USA.
Glasfaserkabel bei Bauarbeiten durchtrennt
Auslöser war nach Behördenangaben eine versehentlich durchtrenntes Glasfaserkabel in New Jersey. Bauarbeiter des US-Bahnunternehmens Amtrak hatten die Verbindung bei Arbeiten beschĂ€digt. In der Folge fielen zentrale Systeme aus, ĂŒber die Flugbewegungen gesteuert und ĂŒberwacht werden.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA reagierte mit Flugstopps an mehreren FlughĂ€fen im Nordosten, um die Sicherheit im Luftraum zu gewĂ€hrleisten. Dies fĂŒhrte innerhalb kurzer Zeit zu zahlreichen Verzögerungen und AusfĂ€llen im Linienverkehr.
Mehrere groĂe Airports betroffen
Als erstes war am Morgen ein Flugstopp fĂŒr den Flughafen Newark nahe New York verhĂ€ngt worden. Auf der Webseite der FAA war von ausgesetzten AbflĂŒgen wegen eines GerĂ€teausfalls die Rede. Im Tagesverlauf kamen weitere Airports hinzu, darunter die New Yorker FlughĂ€fen LaGuardia und John F. Kennedy (JFK), der Logan International Airport in Boston sowie der Internationale Flughafen Philadelphia.
Die Störung erregte auch deshalb breite Aufmerksamkeit, weil in dieser Woche zur UN-Generalversammlung in New York zahlreiche Diplomaten und Regierungschefs erwartet werden und der Luftverkehr Richtung Metropole besonders stark ist.
Technische Infrastruktur als Achillesferse des Luftverkehrs
Die Störung im Nordosten der USA zeigt, wie abhĂ€ngig der moderne Luftverkehr von wenigen zentralen Datenleitungen ist. Ein durchtrenntes Glasfaserkabel reichte aus, um mehrere groĂe Airports an der OstkĂŒste zeitweise weitgehend lahmzulegen. Betroffen waren neben Newark zunĂ€chst unter anderem die New Yorker FlughĂ€fen LaGuardia und JFK sowie Logan in Boston und Philadelphia. Die US-Luftfahrtbehörde verhĂ€ngte aus SicherheitsgrĂŒnden Startstopps, weil zentrale Systeme zur LuftraumĂŒberwachung nicht verfĂŒgbar waren.
Solche VorfĂ€lle sind selten, knĂŒpfen aber an frĂŒhere IT-Probleme bei der US-Luftfahrt an: In der Vergangenheit hatten Softwarefehler oder SystemausfĂ€lle der FAA bereits zu landesweiten EinschrĂ€nkungen gefĂŒhrt. Nun steht nicht eine Behörden-IT, sondern die physische Anbindung im Fokus. Der Vorfall unterstreicht, dass auch Bauarbeiten externer Infrastrukturbetreiber kritische Kettenreaktionen auslösen können â vom Radarkontrollsystem bis zum Flugplanmanagement.
Zeitsensible Lage kurz vor der UN-Generalversammlung
Besondere Brisanz erhĂ€lt die Störung durch den Zeitpunkt: In New York werden in dieser Woche zahlreiche Staats- und Regierungschefs zur UN-Generalversammlung erwartet, der Flugverkehr in die Metropole ist entsprechend verdichtet. Die Unterbrechung kam damit in einer Phase, in der ohnehin viele SonderflĂŒge und Sicherheitsanforderungen den Betrieb zusĂ€tzlich belasten. Auch wenn die Leitungen inzwischen repariert sind und der Verkehr schrittweise wieder anlĂ€uft, bleibt die Lage angespannt, bis RĂŒckstĂ€nde und Verschiebungen abgebaut sind.
FĂŒr Reisende verdeutlicht der Vorfall die Notwendigkeit, sich bei gröĂeren Störungen direkt bei der Fluggesellschaft zu informieren und mit lĂ€ngeren Wartezeiten zu rechnen. FĂŒr Betreiber und Aufsichtsbehörden stellt sich die Frage, wie Glasfasernetze und zentrale Kontrollzentren robuster gemacht und besser gegen externe Eingriffe geschĂŒtzt werden können â sei es durch redundante Leitungen, prĂ€zise BauĂŒberwachung oder alternative Datenwege fĂŒr sensible Kontrollsysteme.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv.de: âDer Tag auf ntv.de am Montag, den 21. September 2026â (21.09.2026)
Der Beitrag schildere, dass der Flugverkehr an mehreren groĂen Airports an der US-OstkĂŒste wegen einer technischen Störung zeitweise komplett zum Stillstand gekommen sei. Hervorgehoben werde, dass die FAA zunĂ€chst fĂŒr Newark ein Flugverbot verhĂ€ngt habe und spĂ€ter auch die New Yorker FlughĂ€fen JFK und LaGuardia, Logan in Boston, Philadelphia sowie weitere RegionalflughĂ€fen betroffen gewesen seien. Der Bericht betone die Bedeutung der Terminal-Radar-Kontrollsysteme, deren Ausfall dazu gefĂŒhrt habe, dass Starts und Landungen aus SicherheitsgrĂŒnden gestoppt werden mussten, und ordne das Geschehen als gravierende, aber zeitlich begrenzte BeeintrĂ€chtigung ein.
MedienĂŒbergreifend werde damit bestĂ€tigt, dass eine zentrale technische Störung zu breiten EinschrĂ€nkungen im Luftverkehr an der US-OstkĂŒste gefĂŒhrt habe, wĂ€hrend sich die dpa-Meldung stĂ€rker auf die Ursache â die durchtrennten Glasfaserkabel â und die inzwischen eingeleitete Wiederaufnahme des Betriebs konzentriere. Offen bleibe, in welcher Tiefe die Systeme kĂŒnftig gegen vergleichbare AusfĂ€lle abgesichert werden sollen.
