Beben, Istanbul

Immer wieder Beben - Istanbul kommt nicht zur Ruhe

Veröffentlicht am: 24.04.2025 um 09:41 Uhr | dpa.de

Viele Menschen verbringen die Nacht im Freien oder in ihren Autos, stĂ€ndig erschĂŒttern teils starke ErdstĂ¶ĂŸe die Millionenmetropole. Kommt das Mega-Beben?

  • WĂ€hrend der Erdbebenserie in Istanbul suchen Menschen im Freien Sicherheit.  - Bild: Khalil Hamra/AP/dpa
    WĂ€hrend der Erdbebenserie in Istanbul suchen Menschen im Freien Sicherheit. - Bild: Khalil Hamra/AP/dpa
  • Viele Menschen verbrachten aus Angst die Nacht im Freien. - Bild: Khalil Hamra/AP/dpa
    Viele Menschen verbrachten aus Angst die Nacht im Freien. - Bild: Khalil Hamra/AP/dpa
  • FĂŒr jene, die nicht zurĂŒck in ihre HĂ€user wollen, hat der TĂŒrkische Rote Halbmond damit begonnen, Lebensmittel in SammelunterkĂŒnften bereitzustellen, berichtete der Staatssender TRT Haber.  - Bild: Omer Yildiz/DIA Photo via AP/dpa
    FĂŒr jene, die nicht zurĂŒck in ihre HĂ€user wollen, hat der TĂŒrkische Rote Halbmond damit begonnen, Lebensmittel in SammelunterkĂŒnften bereitzustellen, berichtete der Staatssender TRT Haber. - Bild: Omer Yildiz/DIA Photo via AP/dpa
  • Menschen trauen sich weiterhin nicht zurĂŒck in ihre GebĂ€ude - Bild: Khalil Hamra/AP/dpa
    Menschen trauen sich weiterhin nicht zurĂŒck in ihre GebĂ€ude - Bild: Khalil Hamra/AP/dpa
WĂ€hrend der Erdbebenserie in Istanbul suchen Menschen im Freien Sicherheit.  - Bild: Khalil Hamra/AP/dpa Viele Menschen verbrachten aus Angst die Nacht im Freien. - Bild: Khalil Hamra/AP/dpa FĂŒr jene, die nicht zurĂŒck in ihre HĂ€user wollen, hat der TĂŒrkische Rote Halbmond damit begonnen, Lebensmittel in SammelunterkĂŒnften bereitzustellen, berichtete der Staatssender TRT Haber.  - Bild: Omer Yildiz/DIA Photo via AP/dpa Menschen trauen sich weiterhin nicht zurĂŒck in ihre GebĂ€ude - Bild: Khalil Hamra/AP/dpa

Die Erdbebenserie in der tĂŒrkischen Metropole Istanbul reißt nicht ab. Der Katastrophendienst Afad meldete am Morgen zahlreiche weitere Nachbeben, darunter eines der StĂ€rke 4,6. Insgesamt verzeichnete Afad nach dem schweren Erdstoß am Mittwoch mit der StĂ€rke 6,2 bislang gut 300 weitere Beben - alle entlang der tektonischen GrĂ€ben im Marmarameer.

Etliche Menschen haben die Stadt aus Angst vor einem großen Beben verlassen, viele jedoch die Nacht auch im Freien oder in ihren Autos verbracht, darunter viele Familien mit Kindern.

Experten: Großes Beben steht noch aus

Nach Angaben von Gesundheitsminister Kemal Memi?o?l auf der Plattform X gab es insgesamt 236 Verletzte - davon 173 in Istanbul, die ĂŒbrigen in anderen Provinzen. Ihm zufolge wurden 15 Menschen noch in KrankenhĂ€usern behandelt. Manche der Betroffenen hĂ€tten sich bei dem Versuch verletzt, sich mit SprĂŒngen aus GebĂ€uden in Sicherheit zu bringen. Laut StĂ€dtebauminister Murat Kurum (AKP) wurden zwölf GebĂ€ude vorsorglich evakuiert.

Seismologen und Geologen, die in tĂŒrkischen Medien zu Wort kommen, gehen in der Mehrzahl davon aus, dass ein großes Beben noch bevorsteht. Wann das der Fall sein könnte, kann niemand sagen - doch die StĂ€rke könnte 7,4 betragen, manche Fachleute rechnen sogar mit einer Magnitude von 7,7.

 

Geologe: Langfristig gesehen sei «Zeitpunkt erreicht, Istanbul zu verlassen»

Über die Frage, was mit Blick auf ein weiter drohendes grĂ¶ĂŸeres Erdbeben zu tun sei, sagte Geologe Celal Sengör von der Technischen UniversitĂ€t Istanbul in einem Interview, es sei zunĂ€chst bedenkenlos möglich, in HĂ€user ohne offensichtliche SchĂ€den zurĂŒckzukehren. Langfristig gesehen aber sei nun «der Zeitpunkt erreicht, Istanbul zu verlassen». Sengör zog mit dieser Aussage umgehend Kritik von der regierenden AKP auf sich. Ein Chefberater von PrĂ€sident Recep Tayyip Erdogan nannte Sengör nach dessen Aussage in einem Beitrag auf X einen «Idioten».

Die TĂŒrkei liegt in einer der seismisch aktivsten Gegenden der Welt. Mehr als eine Million GebĂ€ude in Istanbul gelten als nicht erdbebensicher. Afad warnt vor dem Betreten gefĂ€hrdeter GebĂ€ude. «Aufgrund der Nachbeben ist es wahrscheinlich, dass Erdbeben bis zu einer bestimmten StĂ€rke fĂŒr eine gewisse Zeit auftreten werden», hieß es.

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