Niederlande, Spanien

Deutsche «Hondius»-Passagiere auf dem Weg nach Frankfurt

10.05.2026 - 23:31:45 | dpa.de

Vier deutsche Passagiere der «Hondius» werden nach dem Hantavirus-Ausbruch per Sondertransport nach Frankfurt gebracht. Dort folgt die Weiterreise in die QuarantÀne.

  • Von Eindhoven aus werden vier deutsche Passagiere der «Hondius» nach Frankfurt gebracht. - Foto: Christoph Reichwein/dpa
    Von Eindhoven aus werden vier deutsche Passagiere der «Hondius» nach Frankfurt gebracht. - Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Am Flughafen in Eindhoven warteten bereits Rettungswagen auf die deutschen Passagiere. - Foto: Christoph Reichwein/dpa
    Am Flughafen in Eindhoven warteten bereits Rettungswagen auf die deutschen Passagiere. - Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Unvorhergesehenes Ende einer Kreuzfahrt: Per Rettungswagen ging es fĂŒr die deutschen Passagiere der «Hondius» nach Frankfurt. - Foto: Christoph Reichwein/dpa
    Unvorhergesehenes Ende einer Kreuzfahrt: Per Rettungswagen ging es fĂŒr die deutschen Passagiere der «Hondius» nach Frankfurt. - Foto: Christoph Reichwein/dpa
Von Eindhoven aus werden vier deutsche Passagiere der «Hondius» nach Frankfurt gebracht. - Foto: Christoph Reichwein/dpa Am Flughafen in Eindhoven warteten bereits Rettungswagen auf die deutschen Passagiere. - Foto: Christoph Reichwein/dpa Unvorhergesehenes Ende einer Kreuzfahrt: Per Rettungswagen ging es fĂŒr die deutschen Passagiere der «Hondius» nach Frankfurt. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

Die vier in die Niederlande ausgeflogenen deutschen Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs sind auf dem Weg nach Frankfurt. Mehrere Rettungswagen brachen am spĂ€ten Abend vom militĂ€rischen Teil des Flughafen Eindhoven aus Richtung Deutschland auf. FĂŒr den Transport wurden EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr Essen und der Feuerwehr Frankfurt angefordert, ein weiterer Rettungswagen kam aus Dortmund.

Der sogenannte Sonderisoliertransport bringt die Passagiere nach Frankfurt. Von dort werden sie anschließend zur QuarantĂ€ne in die jeweiligen BundeslĂ€nder gebracht. Über die Maßnahmen entscheiden die zustĂ€ndigen GesundheitsĂ€mter.

Mit einem von der Kanaren-Insel Teneriffa kommenden Flugzeug waren insgesamt 26 Passagiere und Crewmitglieder der «Hondius» eineinhalb Stunden zuvor in Eindhoven gelandet. Neben den vier Deutschen sowie NiederlÀndern befanden sich auch Belgier und Griechen an Bord, alle ohne Symptome, wie das spanische Gesundheitsministerium vor dem Abflug mitteilte.

Gesundheitscheck fĂŒr Evakuierte nach Landung

Am Flughafen in Eindhoven warteten Spezialisten auf die Evakuierten, um sie medizinisch zu untersuchen. Die niederlĂ€ndischen Passagiere wurden anschließend nach Hause gebracht, wo sie sich sechs Wochen lang in hĂ€usliche QuarantĂ€ne begeben mĂŒssen. 

Einer der deutschen Passagiere soll spĂ€ter in die Berliner CharitĂ© gebracht werden. Nach Angaben der zustĂ€ndigen Berliner Senatsverwaltung fĂŒr Gesundheit zeigt die Person bisher keine Symptome und kommt «aus der Region Berlin-Brandenburg». Eine symptomfreie deutsche Kontaktperson von der «Hondius» soll in Baden-WĂŒrttemberg in hĂ€usliche QuarantĂ€ne gehen. Das teilte das Sozial- und Gesundheitsministerium in Stuttgart am Abend mit.

Mehrere EvakuierungsflĂŒge

Noch vor dem Abflug der Maschine nach Eindhoven waren im Rahmen der Evakuierungsaktion auf der spanischen Urlaubsinsel drei Flugzeuge jeweils mit Spaniern, Franzosen und Kanadiern gestartet. Weitere Maschinen aus Großbritannien, Irland, der TĂŒrkei und den USA folgten. Am Montag sollen eine weitere Maschine aus den Niederlanden sowie ein Flugzeug aus Australien zum Einsatz kommen.

Die «Hondius» war am frĂŒhen Sonntagvormittag in den Hafen von Granadilla auf Teneriffa eingefahren. Auf dem Kreuzfahrtschiff waren zuletzt insgesamt 140 bis 150 ReisegĂ€ste, Besatzungsmitglieder und begleitende Experten aus 23 LĂ€ndern. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums war darunter eine mittlere einstellige Zahl von deutschen Staatsangehörigen. Nach Angaben des Schiffsbetreibers Oceanwide waren insgesamt sechs Deutsche an Bord.

Laut den jĂŒngsten Angaben der WHO gibt es sechs bestĂ€tigte Hantavirus-FĂ€lle und zwei VerdachtsfĂ€lle. Drei dieser acht Personen sind gestorben. Bei ihnen handelt es sich um ein Ă€lteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland. Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem niederlĂ€ndischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien noch an Land angesteckt haben könnte.

«Hondius» fÀhrt weiter nach Rotterdam

Sobald die Menschen von Bord sind, soll die «Hondius» ihre Fahrt mit einem Teil der Crew sofort fortsetzen und Richtung Niederlande steuern, unter deren Flagge sie fĂ€hrt. Erst nach der Ankunft im Hafen Rotterdam soll der Leichnam der an Bord gestorbenen Deutschen vom Schiff gebracht werden. Auch die Desinfektion des Schiffes wird in den Niederlanden vorgenommen. Bis nach Rotterdam ist die «Hondius» rund fĂŒnf Tage unterwegs. Wann sie dort ankommen soll, ist noch nicht bekannt.

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