Dieseldiebstahl, Saarland

Dieseldiebstahl: Vier Verdächtige nach 25.000 Litern in Haft

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 15:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Vier Verdächtige sitzen wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls in Untersuchungshaft. Die Ermittler ordnen ihnen Tankstellen-Diebstähle in Saarland, Hessen und Baden-Württemberg zu.

Ermittlungen erstrecken sich über drei Bundesländer

  • Die Polizei nahm am 5. Oktober drei Männer nahe Karlsruhe unmittelbar nach einer Tat fest.
  • Eine 34-jährige Frau wurde im Raum Saarbrücken wegen mutmaßlicher Beteiligung an der Logistik festgenommen.
  • Bei Durchsuchungen stellten die Ermittler rund 14.000 Liter Diesel sicher.
Insgesamt soll die Bande über 25.000 Liter Kraftstoff entwendet haben. (Symbolbild) - Bild: Soeren Stache/dpa
Insgesamt soll die Bande über 25.000 Liter Kraftstoff entwendet haben. (Symbolbild) - Bild: Soeren Stache/dpa

Vier Verdächtige nach Diesel-Diebstählen in Haft

Wegen des Verdachts des bandenmäßigen Diebstahls von mehr als 25.000 Litern Dieselkraftstoff sitzen vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Eine Gruppierung aus dem Saarland soll mehrere Tankstellen in drei Bundesländern gezielt manipuliert und bestohlen haben.

Diesel in Transportbehälter abgeleitet

Nach den Ermittlungen mieteten die Verdächtigen Kleintransporter und fuhren Tankstellen in Saarwellingen im Saarland, in Heppenheim in Hessen sowie in Waghäusel-Wiesental in Baden-Württemberg an. Dort sollen sie Einrichtungen zum Einfüllen des Kraftstoffs manipuliert haben.

Über mitgeführte Pumpen sei der Diesel direkt in Transportbehälter auf den Ladeflächen geleitet worden. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls.

Drei Männer nahe Karlsruhe festgenommen

Am 5. Oktober nahm die Polizei mit Unterstützung von Einsatzkräften aus Baden-Württemberg unmittelbar nach einer Tat drei Männer im Alter von 36 und 44 Jahren nahe Karlsruhe fest. Einer der 36-Jährigen sei derzeit ohne festen Wohnsitz.

Im Zuge der Ermittlungen wurde den Angaben zufolge zudem eine 34-jährige Frau im Raum Saarbrücken festgenommen. Sie soll mutmaßlich an der Logistik beteiligt gewesen sein.

14.000 Liter Diesel sichergestellt

Bei anschließenden Durchsuchungen stellte die Polizei rund 14.000 Liter des gestohlenen Dieselkraftstoffs sicher. Ein Ermittlungsrichter erließ gegen alle vier Beschuldigten Haftbefehl.

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an.

Der Fall steht für eine Form des Kraftstoffdiebstahls, bei der nicht einzelne Kanister, sondern die technische Infrastruktur von Tankstellen und größere Transportkapazitäten genutzt werden. Die mutmaßliche Verwendung gemieteter Kleintransporter und eigener Pumpen deutet auf ein arbeitsteiliges Vorgehen hin: Fahrzeuge, Abzapftechnik und Logistik mussten aufeinander abgestimmt werden.

Betroffen sind Tankstellen in drei Bundesländern. Dadurch erstrecken sich die Ermittlungen über mehrere Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften, während die Festnahmen im Raum Karlsruhe und Saarbrücken zentrale mutmaßliche Beteiligte der Gruppe erfassen sollen. Der gesicherte Kraftstoff kann für die Ermittler zugleich als Beweismittel und als Ansatzpunkt für die Zuordnung einzelner Taten dienen.

Schaden und weitere Ermittlungen

Die Differenz zwischen mehr als 25.000 mutmaßlich entwendeten Litern und rund 14.000 Litern sichergestelltem Diesel macht deutlich, dass die Ermittler den Tatkomplex noch nicht abgeschlossen haben. Neben der Rekonstruktion der einzelnen Tankstellenbesuche dürfte es darum gehen, Abnehmer, weitere Unterstützer und die Verwendung der Transportfahrzeuge zu klären.

Für die betroffenen Tankstellen bedeutet der Vorgang, dass Manipulationen an den Einfüll- und Abgabesystemen nicht nur kurzfristige Verluste verursachen können. Die Untersuchungshaft soll den strafprozessualen Zugriff auf die vier Beschuldigten sichern; über ihre Schuld entscheidet erst das weitere Verfahren.

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