WaldbrÀnde in Kalifornien: 16.000 Menschen evakuiert
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 12:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFeuerwehr schĂŒtzt Gemeinden in Orange County
- Das Norte-Feuer entstand bei San Clemente im Bezirk Orange County.
- Die Flammen wuchsen am Freitag auf rund zwei Quadratkilometer an.
- Rund 400 Feuerwehrleute kÀmpften vor Ort, weitere 400 waren unterwegs.
BrĂ€nde bedrohen Wohngebiete in SĂŒdkalifornien
Ein schnell um sich greifendes Feuer in SĂŒdkalifornien hat nach Angaben der Feuerwehr mindestens sechs HĂ€user beschĂ€digt oder zerstört. Das Norte-Feuer bei San Clemente, rund 90 Kilometer sĂŒdlich von Los Angeles, wuchs am Freitag innerhalb weniger Stunden auf eine FlĂ€che von rund zwei Quadratkilometern.
Tausende Menschen verlassen ihre HĂ€user
FĂŒr mehrere Gebiete galten Evakuierungsanordnungen. Betroffen waren rund 4.600 HĂ€user und mindestens 16.000 Menschen.
Etwa 400 Feuerwehrleute waren gegen die Flammen im Einsatz, weitere 400 sollten zu dem Brand unterwegs sein. Zwei Feuerwehrleute wurden verletzt und in nahegelegene KrankenhÀuser gebracht.
Weiterer Brand bedroht Malibu
Auch im KĂŒstenort Malibu westlich von Los Angeles bedrohte ein Brand WohnhĂ€user. Mehrere Hundert Menschen mussten ihre HĂ€user verlassen.
Das Bryson-Feuer war am Donnerstagabend ausgebrochen. Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz, mindestens einer von ihnen wurde verletzt.
Santa-Ana-Winde treiben Flammen an
Die Temperaturen in SĂŒdkalifornien stiegen stellenweise auf mehr als 30 Grad Celsius. Die Wetterbehörde sagte fĂŒr einige Regionen Santa-Ana-Winde voraus, also starke und trockene Winde, die Feuer schnell vorantreiben können.
Der Energieversorger Southern California Edison schaltete in besonders gefÀhrdeten Gebieten vorsorglich den Strom ab. Heftige Böen können Strommasten und Leitungen beschÀdigen und dadurch Funken auslösen.
Erinnerung an die BrÀnde von 2025
Im Januar 2025 hatten zwei schwere GroĂbrĂ€nde in Teilen von Los Angeles mehr als 16.000 GebĂ€ude zerstört. 31 Menschen kamen ums Leben.
Die Feuerwehr war damals wochenlang im GroĂeinsatz, um die BrĂ€nde einzudĂ€mmen. Die Flammen breiteten sich bei heftigen Santa-Ana-Winden am Westrand der Metropole bis zu den StrĂ€nden von Malibu sowie im Osten des Bezirks Los Angeles in Altadena aus.
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Die BrĂ€nde treffen SĂŒdkalifornien in einer Region, in der trockene Vegetation, hohe Temperaturen und starke Winde regelmĂ€Ăig zusammentreffen. Santa-Ana-Winde wehen aus dem Landesinneren in Richtung KĂŒste und können Feuer durch trockene Luft sowie krĂ€ftige Böen rasch ausbreiten lassen.
FĂŒr die betroffene Bevölkerung bedeutet das eine doppelte Belastung: Neben der unmittelbaren Gefahr durch die Flammen können Evakuierungen StraĂen, Schulen, Arbeitswege und die Versorgung mit Strom beeintrĂ€chtigen. Vorsorgliche Abschaltungen sollen verhindern, dass beschĂ€digte Leitungen neue BrĂ€nde auslösen, können fĂŒr Haushalte und Betriebe aber ebenfalls erhebliche Folgen haben.
Erfahrungen aus den BrÀnden 2025
Die Erinnerung an die GroĂbrĂ€nde im Januar 2025 prĂ€gt die Reaktion der Behörden. Damals wurden im Raum Los Angeles mehr als 16.000 GebĂ€ude zerstört und 31 Menschen getötet. Die aktuelle Lage zeigt erneut, wie schnell sich ein zunĂ€chst örtlich begrenztes Feuer in dicht besiedelten KĂŒstengebieten zu einer regionalen Gefahr entwickeln kann.
FĂŒr die kommenden Tage kommt es deshalb vor allem auf die Windentwicklung, die Ausweitung der Evakuierungszonen und die Fortschritte der EinsatzkrĂ€fte an. Die Zahl der bedrohten Haushalte macht deutlich, dass nicht nur einzelne GrundstĂŒcke, sondern ganze Nachbarschaften betroffen sind.
