Waldbrand in Kalifornien legt HĂ€user in Schutt und Asche
Veröffentlicht am: 09.11.2024 um 03:05 Uhr | dpa.deAbgebrannte StraĂenzĂŒge, verkohlte Fahrzeuge - viel mehr finden einige Anwohner in SĂŒdkalifornien, die in die Brandgebiete zurĂŒckkehren, nicht vor. Das sogenannte «Mountain Fire» nahe der Stadt Camarillo nordwestlich von Los Angeles zerstörte mindestens 132 HĂ€user sowie andere GebĂ€ude und beschĂ€digte 88 weitere. Das AusmaĂ der SchĂ€den dĂŒrfte noch steigen. Nach Angaben der Behörden dauert die Begutachtung der ausgebrannten Gebiete an.Â
Flammen erst zu sieben Prozent unter Kontrolle
Die Flammen hatten sich durch heftige Winde schnell auf eine FlĂ€che von mehr als 82 Quadratkilometern ausgebreitet. Anfangs waren die Windböen so stark, dass keine Löschflugzeuge eingesetzt werden konnten. Am Freitag entspannte sich die Lage leicht, der Wetterdienst hob die Windwarnung auf. Knapp 2.500 Feuerwehrleute und Helfer waren im Einsatz. Sie konnten die schnelle Verbreitung der Flammen in den Wohngebieten leicht eindĂ€mmen.Â
Die BrĂ€nde wĂŒrden jetzt in steilen, unzugĂ€nglichen und trockenen Gebieten toben. Dort sei die BekĂ€mpfung schwierig, teilten die Feuerwehr im Bezirk Ventura County mit. Am Rande der Stadt Camarillo legte das «Mountain Fire» ganze StraĂenzĂŒge in Schutt und Asche. Tausende Anwohner hatten die betroffenen Gebiete rasch rĂ€umen mĂŒssen, oft nur mit wenigen Habseligkeiten.Â
«Riesiger Schock» - Anwohner vor den Ruinen
«Es ist ein riesiger Schock, wie ein schlechter Traum», sagte Brittanie Bibby der «Los Angeles Times». Sie war mit ihrer Familie erst kĂŒrzlich von Arizona nach Kalifornien zurĂŒck in ihr Elternhaus gezogen. Nun sei alles verbrannt - «alle Erinnerungen an die Familie, alle unsere BesitztĂŒmer».Â
Wie das SheriffbĂŒro mitteilte, erlitten zehn Menschen Rauchvergiftungen. Berichte ĂŒber mögliche Todesopfer gab es zunĂ€chst nicht. Die Ursache fĂŒr das Feuer werde noch untersucht, hieĂ es.Â
Tiere gerettet
Zahlreiche Tiere konnten aus den Brandgebieten in Sicherheit gebracht werden, darunter 80 Enten. Ein Tierheim postete ein Video von der geglĂŒckten Rettungsaktion.Â
WaldbrĂ€nde verursachen jedes Jahr in Kalifornien groĂe Zerstörung an WĂ€ldern und auch Wohngebieten. Angesichts des Klimawandels warnen Experten, dass Feuer hĂ€ufiger auftreten und mehr Zerstörungskraft entfalten. Angefacht wurden die Flammen zudem von starken Santa-Ana-Winden, die vor allem im Herbst und Winter auftreten. Insgesamt sind derzeit in dem WestkĂŒstenstaat laut Calfire rund ein Dutzend gröĂere BrĂ€nde aktiv.
