Beethoven und BundesprÀsident - Deutscher Tag auf der Expo
20.06.2025 - 06:23:32 | dpa.de
Nationalhymne, Beethoven-KlĂ€nge, eine Diashow mit idyllischen Bildern von der Ostsee bis zu den Alpen und als Ehrengast der BundesprĂ€sident - Deutschland hat bei der Expo 2025 in Osaka seinen Nationentag gefeiert. Weltausstellungen sollten LĂ€nder, Kulturen und Ideen zusammenbringen, sagte BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier. «Sie waren und sind Schauplatz der VerstĂ€ndigung und dabei zugleich ein Schaufenster des Fortschritts. Sie laden dazu ein, gemeinsam Antworten zu suchen auf die groĂen Fragen ihrer Zeit.»Â
Auf dieser Weltausstellung werde Zukunft greifbar und vorstellbar gemacht. Sie zeige der Welt, welche VerĂ€nderungen möglich und sogar notwendig seien fĂŒr die Gesellschaft der Zukunft.
Veranstalter erwarten rund 28 Millionen Besucher
Mehr als 160 LĂ€nder, Regionen und internationale Organisationen beteiligen sich an der Expo, die das Motto «Designing Future Society for Our Lives» (Die zukĂŒnftige Gesellschaft fĂŒr unser Leben gestalten) trĂ€gt. Im Mittelpunkt stehen die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die Veranstalter erwarten bis zum 13. Oktober rund 28 Millionen Besucher. Es ist bereits die zweite Expo in Osaka. 1970 war die japanische Stadt der erste Ausrichter einer Weltausstellung in Asien.Â
Das Expo-GelĂ€nde liegt auf einer kĂŒnstlichen Insel, die den Namen Yumeshima (Trauminsel) trĂ€gt. Es ist umgeben von einer spektakulĂ€ren ringförmigen Holzkonstruktion, die bis zu 20 Meter hoch ist.
Stadt der Zukunft im deutschen Pavillon
Beim deutschen Pavillon, der aus kreisförmigen HolzgebÀuden besteht, geht es vor allem um die Kreislaufwirtschaft als Mittel zur Schonung von Ressourcen. An interaktiven Displays können die Besucher ihre Vorstellungen einer Stadt der Zukunft visualisieren und erfahren, was deutsche Firmen in Hinblick auf Nachhaltigkeit zu bieten haben. «Können Sie sich vorstellen, dass Technologie und Natur eins sind», werden die Besucher hier unter anderem gefragt.
Kreislaufwirtschaft als kluge Nutzung von Ressourcen
«In den Themenpavillons geht es um konkrete Lösungen â von grĂŒner Architektur bis zu intelligenter Energieverteilung», sagte Steinmeier. Aber es geht auch um einen Perspektivwechsel: darum, voneinander zu lernen, ĂŒber Grenzen hinweg, ĂŒber Generationen hinweg. Deutschland bringe sich in diese globale Ideenwerkstatt mit dem Thema Kreislaufwirtschaft ein. «Denn wir sind davon ĂŒberzeugt: Je klĂŒger wir Ressourcen nutzen, desto besser fĂŒr unseren Planeten â und fĂŒr uns alle, vor allem fĂŒr kĂŒnftige Generationen, fĂŒr unsere Kinder, fĂŒr unsere Enkel.»Â
Japan zeigt Verwertung von Abfall mit Mikroorganismen
Steinmeier besuchte zunĂ€chst den Pavillon des Gastgebers Japan, der unter anderem die Verwertung von Abfall mit Hilfe von Mikroorganismen behandelt. Er entlĂ€sst die Besucher mit der Frage, ob Algen die Zukunft der menschlichen ErnĂ€hrung sein könnten. Sie lernen: Algen produzieren 36-mal mehr Proteine als Sojabohnen und 14-mal mehr Ăl als Sonnenblumen, dabei binden sie 14-mal mehr CO2 als etwa eine Zeder.
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