Bali, Lombok

Großeinsatz auf See: FĂ€hrunglĂŒck zwischen Bali und Lombok

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 08:48 Uhr | dpa.de

Wieder brennt eine FĂ€hre in Indonesien, diesmal zwischen Bali und Lombok. Es geht glimpflicher aus als vor zehn Tagen. Doch fĂŒr viele Reisende in dem Inselstaat bleibt ein mulmiges GefĂŒhl.

  • Der Brand auf der FĂ€hre war am frĂŒhen Morgen ausgebrochen.  - Bild: Uncredited/BASARNAS/AP/dpa
    Der Brand auf der FĂ€hre war am frĂŒhen Morgen ausgebrochen. - Bild: Uncredited/BASARNAS/AP/dpa
  • Viele an Bord versuchten sich in Rettungsbooten in Sicherheit zu bringen. - Bild: BASARNAS/BASARNAS/AP/dpa
    Viele an Bord versuchten sich in Rettungsbooten in Sicherheit zu bringen. - Bild: BASARNAS/BASARNAS/AP/dpa
  • Die Passagiere und Crew sind laut Behördenangaben in Sicherheit. - Bild: BASARNAS/BASARNAS/AP/dpa
    Die Passagiere und Crew sind laut Behördenangaben in Sicherheit. - Bild: BASARNAS/BASARNAS/AP/dpa
Der Brand auf der FĂ€hre war am frĂŒhen Morgen ausgebrochen.  - Bild: Uncredited/BASARNAS/AP/dpa Viele an Bord versuchten sich in Rettungsbooten in Sicherheit zu bringen. - Bild: BASARNAS/BASARNAS/AP/dpa Die Passagiere und Crew sind laut Behördenangaben in Sicherheit. - Bild: BASARNAS/BASARNAS/AP/dpa

Glimpflicher Ausgang eines FĂ€hrunglĂŒcks zwischen Bali und Lombok: Fast alle der wahrscheinlich mehr als 170 Menschen an Bord der in Brand geratenen «Putri Yasmin» sind nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht worden. Die EinsatzkrĂ€fte bestĂ€tigten aber ein Todesopfer. Den Angaben zufolge handelt es sich um eine 19-jĂ€hrige Indonesierin. Die genauen TodesumstĂ€nde waren zunĂ€chst unklar. 

Über die genaue Anzahl der Passagiere und Crewmitglieder gab es unterschiedliche Angaben. Einige Behörden und Medien sprachen von etwa 130 Menschen an Bord, die EinsatzkrĂ€fte aus Mataram auf Lombok gingen von rund 170 Menschen aus. Darunter waren nach Informationen des Senders ABC auch zwei Australier.

Derweil wachsen die Bedenken wegen mangelnder Sicherheit des indonesischen Schiffsverkehrs: Erst vor zehn Tagen war eine FĂ€hre in dem Inselstaat auf dem Weg von Java nach Sulawesi in Brand geraten. Bei dem UnglĂŒck kamen mindestens fĂŒnf Menschen ums Leben, Dutzende weitere sind im Meer verschollen. In Indonesien dauert es oft Jahre, bis die Behörden Vermisste formell fĂŒr tot erklĂ€ren.

Dichter Rauch und hohe Wellen

Die «Putri Yasmin» war am frĂŒhen Morgen auf dem Weg von der kleinen balinesischen Hafenstadt Padang Bai nach Lembar auf der Nachbarinsel, als auf der Fahrt durch die Lombokstraße plötzlich das Feuer ausbrach. Eine großangelegte Rettungsaktion lief an, mehrere Schiffe und ein Hubschrauber wurden zur UnglĂŒcksstelle geschickt, wie die Nachrichtenagentur Antara unter Berufung auf die EinsatzkrĂ€fte berichtete. 

Auch andere Schiffe und FÀhren, die sich zufÀllig in der NÀhe befanden, nahmen Kurs auf die brennende «Putri Yasmin». Starker Wind, dichter Rauch und hoher Wellengang erschwerten den Einsatz, wie beteiligte Retter berichteten.

Inseln sind beliebte Reiseziele

Ob neben den beiden Australiern noch weitere auslÀndische Touristen an Bord waren, wurde zunÀchst nicht bekannt. Beide Inseln sind wegen ihrer schönen StrÀnde, Reisterrassen, Vulkane und tollen Surfspots bei Reisenden aus aller Welt beliebt.

Was das Feuer auslöste, muss noch untersucht werden. Nach Berichten lokaler Medien könnte der Brand von einem Lastwagen an Bord ausgegangen sein. Ein Sprecher der indonesischen Marineeinheit auf Lombok erklÀrte, die FÀhre sei auf Grund gelaufen und der Strom ausgefallen.

Immer wieder schwere SchiffsunglĂŒcke

Im Inselstaat Indonesien kommt es immer wieder zu FĂ€hrunglĂŒcken, teilweise mit vielen Toten. Erst im Juli vergangenen Jahres sank eine FĂ€hre zwischen Java und Bali. Fast 20 Menschen starben, 16 weitere gelten bis heute als vermisst. Bei einem der schwersten SchiffunglĂŒcke in dem Land waren im Dezember 2006 bis zu 500 Menschen ums Leben gekommen, als die «Senopati Nusantara» zwischen Borneo und Java bei schwerem Sturm in der Javasee sank.

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