Wolfsangriff, Wildpark Johannismühle

Wolf verletzt Achtjährige in Wildpark bei Baruth schwer

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 15:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Ein achtjähriges Mädchen ist in einem Wildpark bei Baruth/Mark schwer verletzt worden. Die Polizei prüft, wie die Besucherin mit zwei weiteren Kindern und einer Mitarbeiterin in das Gehege gelangte.

Ermittlungen nach dem Angriff in Baruth

  • Die Polizei untersucht, wie das Mädchen am Mittwochmorgen in dem Tiergehege angegriffen werden konnte.
  • Der Rettungshubschrauber brachte die Achtjährige nach dem Vorfall in ein Krankenhaus.
  • Die anderen zwei Kinder und eine Mitarbeiterin blieben laut Polizei äußerlich unversehrt.
  • Ein Teil des Wildparks ist abgesperrt. - Bild: Carsten Koall/dpa
  • Die Polizei untersucht, wie es zu dem Angriff eines Wolf im Wildpark Johannismühle kommen konnte. - Bild: Carsten Koall/dpa
Ein Teil des Wildparks ist abgesperrt.  - Bild: Carsten Koall/dpa Die Polizei untersucht, wie es zu dem Angriff eines Wolf im Wildpark Johannismühle kommen konnte.   - Bild: Carsten Koall/dpa

Wolf greift Mädchen im Wildpark Johannismühle an

Ein Wolf hat ein achtjähriges Mädchen in einem Wildpark bei Baruth/Mark südlich von Berlin angegriffen und schwer verletzt. Das Kind wurde am Mittwochmorgen mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Polizei untersucht Zugang zum Gehege

Nach Darstellung der Polizei hielt sich das Mädchen gegen 9.30 Uhr mit zwei weiteren Kindern und einer Mitarbeiterin in einem Tiergehege auf. Die anderen Personen blieben äußerlich unversehrt.

Zunächst war von einem Angriff durch mindestens ein Wildtier die Rede, später bestätigte ein Polizeisprecher, dass es sich um einen Wolf handelte. Die Polizei untersucht, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und ob Fahrlässigkeit vorlag.

Wildpark bleibt geschlossen

Der Wildpark Johannismühle äußerte sich wegen der laufenden Verfahren nicht zum Hergang. Die Einrichtung erklärte, sie kooperiere mit den Behörden und unterstütze die betroffene Familie.

Am Eingang stand, der Wildpark sei aus technischen Gründen geschlossen. Zeugen sollen befragt werden; Seelsorger waren vor Ort.

Wölfe und weitere Raubtiere

Der private Wildpark rund 45 Kilometer südlich von Berlin hält verschiedene Wild- und Raubtiere. Zu den auf den Internetseiten der Einrichtung genannten Tieren gehören Grau- und Polarwölfe, ein Braunbär und ein Luchs.

In Brandenburg leben zudem zahlreiche Wolfsrudel in freier Wildbahn. Der aktuelle Fall betrifft jedoch ein Tier in einem Gehege.

Der Angriff ereignete sich in einem Wildpark, also in einer kontrollierten Umgebung mit Tiergehegen und nicht im freien Gelände. Für die Bewertung des Geschehens ist deshalb entscheidend, unter welchen Umständen sich die Kinder und die Mitarbeiterin im Gehege aufhielten und welche Sicherungen dort galten.

Wölfe gelten grundsätzlich als scheue Wildtiere. In Einrichtungen, in denen sie gehalten werden, gelten jedoch besondere Anforderungen an Gehege, Zugang, Betreuung und Besucherführung. Ob diese Vorgaben im Wildpark Johannismühle eingehalten wurden und wie es zum Kontakt zwischen dem Tier und dem Mädchen kam, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Folgen für Wildparks und Besucher

Der Vorfall dürfte die Aufmerksamkeit auf Sicherheitsabläufe in Tierparks lenken. Dazu gehören klare Zutrittsregeln, getrennte Arbeits- und Besucherbereiche sowie die Frage, ob Kinder in bestimmten Situationen Zugang zu einem Tiergehege erhalten dürfen.

Für Besucher bleibt bis zur Klärung des Hergangs vor allem die Bedeutung von Absperrungen und Anweisungen des Personals. Die vorübergehende Schließung des Wildparks zeigt, dass die Einrichtung den Ort des Geschehens zunächst sichern und die Ermittlungen unterstützen will.

Wolfsbestand in Brandenburg

Brandenburg gehört zu den Bundesländern mit zahlreichen freilebenden Wolfsrudeln. Ein Angriff in einem Wildpark ist davon jedoch klar zu unterscheiden: Er betrifft ein gehaltenes Tier und die konkreten Bedingungen der Anlage. Über mögliche Konsequenzen für das Tier oder den Betrieb entscheidet erst die weitere Untersuchung.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Stern: „Von Wildtier angegriffen: Polizei: Wolf greift Mädchen in Wildpark an“ (28.10.2026)

Der Artikel bestätigt den Angriff auf das achtjährige Mädchen, die schwere Verletzung und den Transport mit dem Rettungshubschrauber. Im Mittelpunkt stehen ebenfalls die Ermittlungen zu den Umständen im Gehege und die Angabe, dass die anderen Personen äußerlich unverletzt geblieben seien.

Focus: „Kind wird in Wildpark von Wolf attackiert und verletzt“ (28.10.2026)

Der Beitrag ordnet den Vorfall dem Wildpark Johannismühle in Baruth zu und berichtet über den Einsatz eines Rettungshubschraubers. Er nennt zugleich zunächst abweichende Angaben zum Alter und zur Schwere der Verletzung; diese Punkte werden durch die dpa-Meldung konkretisiert.

Übereinstimmend ist der Angriff eines Wolfs in dem brandenburgischen Wildpark. Offen bleiben der genaue Ablauf, der Zugang zum Gehege und die Frage, ob Fahrlässigkeit vorlag.

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