Wolfsangriff bei Baruth: Polizei ermittelt gegen Mitarbeiterin
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 11:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSErmittlungen nach Angriff im Gehege
- Die Polizei ermittelt gegen eine Mitarbeiterin wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.
- Der Angriff ereignete sich am Mittwochmorgen in einem Wildpark bei Baruth/Mark südlich von Berlin.
- Der Landkreis Teltow-Fläming kündigte Überprüfungen des Wildparks und seiner Abläufe an.
Polizei prüft Verantwortung nach Wolfsangriff
Nach dem Angriff eines Wolfs auf ein achtjähriges Mädchen in einem Wildpark im brandenburgischen Baruth/Mark ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Die Ermittlungen richten sich gegen eine Mitarbeiterin, die mit den Kindern im Gehege gewesen sein soll.
Mädchen per Rettungshubschrauber in Klinik gebracht
Der Wolf attackierte das Kind am Mittwochmorgen in dem Wildpark südlich von Berlin. Die Achtjährige wurde schwer verletzt und per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.
Nach Angaben der Polizei befand sie sich mit zwei weiteren Kindern und der Mitarbeiterin in einem Gehege. Dort sei sie von mindestens einem Wolf angegriffen worden.
Polizei befragt Zeugen
Wie der Vorfall genau ablief, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei teilte dazu zunächst keine weiteren Einzelheiten mit.
Der Polizeieinsatz im Wildpark wurde am Mittwoch beendet. Einsatzkräfte befragten unter anderem Zeugen.
Landkreis kündigt Überprüfungen an
Der Landkreis Teltow-Fläming kündigte Überprüfungen des Wildparks südlich von Berlin an. Dabei geht es um die Umstände des Angriffs und die Abläufe in der Anlage.
Der Angriff ereignete sich während eines gebuchten Kinderprogramms vor der regulären Öffnung des Wildparks. Nach Angaben des Landkreises wurden die Tiere in der Polarwolfanlage versorgt. Die Ermittlungen müssen nun klären, wie die Kinder und die Mitarbeiterin in das Gehege gelangten und welche Sicherheitsvorgaben dabei galten.
Für den Wildpark stehen damit neben der strafrechtlichen Prüfung auch behördliche Kontrollen an. Der Landkreis kündigte eine Überprüfung der Sicherheitsvorgaben, der betrieblichen Abläufe und der Tierhaltung an. Die Anlage soll erst nach Freigabe durch die zuständige Behörde wieder öffnen.
Kontrollen und offene Fragen
Nach früheren Kontrollen waren sicherheitsrelevante Mängel an Zäunen und Einfriedungen nicht festgestellt worden. Das Veterinäramt will nun den Gesundheitszustand und das Verhalten des Wolfs beziehungsweise möglicher weiterer beteiligter Wölfe prüfen. Für Besucher und Betreiber ist entscheidend, ob der Angriff auf einen Fehler im Ablauf, eine unzureichende Trennung oder ein anderes bislang ungeklärtes Zusammenspiel zurückgeht.
Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Mitarbeiterin laufen unabhängig von den aufsichtsrechtlichen Prüfungen. Erst die Rekonstruktion des Geschehens kann zeigen, ob und in welchem Umfang eine Pflichtverletzung vorlag. Bis dahin bleibt der Wildpark geschlossen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
stern: „Raubtier in Wildgehege: Behörden wollen Wolfsangriff im Wildpark aufarbeiten“ (29.10.2026)
Der Artikel hebt die angekündigte Aufarbeitung, die Kontrollen und die vorläufige Schließung des Wildparks hervor. Zusätzlich wird der Angriff in den Zusammenhang eines Kinderprogramms und der Versorgung der Tiere gestellt.
stern: „Tier in Wildgehege greift an: Wolf attackiert Achtjährige im Wildpark“ (28.10.2026)
Der frühere Bericht beschreibt den Angriff, den Rettungshubschrauber-Einsatz und die polizeilichen Ermittlungen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Schließung, die geplante tierschutzrechtliche Kontrolle und die Frage, wie die Kinder in das Gehege gelangten.
Beide Beiträge bestätigen den Angriff und die angekündigten Prüfungen. Der jüngere Beitrag konzentriert sich stärker auf die behördliche Aufarbeitung, während der frühere Bericht zusätzliche Angaben zum Programm, zum Wildpark und zu den offenen Sicherheitsfragen enthält.
