Zugunglück Spanien, Iryo und Renfe

Zugunglück in Spanien: Mindestens zehn Tote bei Urda

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 10:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bei Urda in der Provinz Toledo kollidieren zwei Hochgeschwindigkeitszüge von Iryo und Renfe. Rettungskräfte versorgen zahlreiche Verletzte, während die Strecke zwischen Madrid und Andalusien gesperrt bleibt.

Unfall legt Spanien-Verbindung lahm

  • Bei Urda in der Provinz Toledo stießen zwei Hochgeschwindigkeitszüge von Iryo und Renfe zusammen.
  • Zwei Waggons des Iryo-Zuges entgleisten und stürzten einen Bahndamm hinunter.
  • Der Verkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen.
Bei dem Unglück entgleisten zwei Waggons eines Zuges des privaten Bahnunternehmens Iryo. - Bild: Juanma Jiménez/EUROPA PRESS/dpa

Hochgeschwindigkeitszüge kollidieren bei Urda

Bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge südlich von Madrid sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben einer Sprecherin der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha gibt es zahlreiche Verletzte, und die Zahl der Todesopfer könnte steigen.

Zwei Waggons stürzen Bahndamm hinunter

Das Unglück ereignete sich nahe Urda in der Provinz Toledo. Zwei Waggons eines Zuges des privaten Bahnunternehmens Iryo entgleisten und stürzten nach Informationen des spanischen Fernsehsenders RTVE einen Bahndamm hinunter.

Der zweite Zug stammt von der staatlichen Bahngesellschaft Renfe. Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen.

Ursache zunächst ungeklärt

Der Unfall ereignete sich nach Medienberichten kurz vor 9.00 Uhr. Nach Angaben aus Kreisen des spanischen Bahnnetzbetreibers Adif soll ein Hochgeschwindigkeitszug einen anderen von hinten gerammt haben; beide Züge seien in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs gewesen.

Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst unklar. Rettungs- und Ermittlungsarbeiten bestimmen nun den weiteren Ablauf auf der gesperrten Strecke.

Sánchez spricht Angehörigen sein Mitgefühl aus

Ministerpräsident Pedro Sánchez schrieb auf X, er sei über das schwere Zugunglück in Toledo bestürzt. Er sprach den Betroffenen und ihren Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Der Unfall erinnert an das schwere Zugunglück bei Adamuz in Andalusien im Januar dieses Jahres. Damals entgleiste ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug und stieß mit einem entgegenkommenden Renfe-Zug zusammen; 46 Menschen starben, mehr als 150 wurden verletzt.

Das Unglück nahe Urda trifft eine wichtige spanische Fernverkehrsachse. Die Strecke verbindet Madrid mit Andalusien und wird von Hochgeschwindigkeitszügen verschiedener Betreiber genutzt. Die Sperrung in beide Richtungen unterbricht damit eine zentrale Verbindung zwischen der Hauptstadt und dem Süden des Landes.

Besonders schwer wiegt, dass erneut Züge der privaten Gesellschaft Iryo und der staatlichen Renfe beteiligt sind. Beim Unglück von Adamuz im Januar waren nach der vorliegenden Meldung 46 Menschen gestorben und mehr als 150 verletzt worden. Der erneute Zusammenstoß dürfte deshalb auch die Debatte über Sicherheit, Zugbegegnungen und die technische sowie organisatorische Überwachung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs prägen.

Unfallursache und Folgen

Für die Bewertung des aktuellen Unglücks sind zunächst die Ermittlungen entscheidend. Die Ursache war zunächst unklar. Neben der Bergung und der Versorgung der Verletzten müssen die Behörden den Unfallhergang rekonstruieren und prüfen, wie es zur Kollision kommen konnte.

Für Reisende bedeutet die Streckensperrung kurzfristig erhebliche Einschränkungen zwischen Madrid und Andalusien. Dauer und Umfang der Ausfälle hängen davon ab, wann die Rettungsarbeiten abgeschlossen und die beschädigten Gleise wieder freigegeben werden können.

STERN: „Zugkollision in Spanien – laut Augenzeugen zahlreiche Verletzte“ (28.10.2026)

Der Bericht ordne den Unfall ebenfalls zwischen Los Yébenes und Urda in der Provinz Toledo ein und greife Berichte über zahlreiche Verletzte auf. Damit bestätige er den Ort und die Schwere des Geschehens, setze aber einen anderen Schwerpunkt auf Augenzeugenangaben.

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