Schlag gegen Menschenhandel: Razzien in sechs BundeslÀndern
20.02.2025 - 13:22:22 | dpa.deMit Durchsuchungen in sechs BundeslĂ€ndern und mehreren Festnahmen hat die Polizei einen mutmaĂlichen MenschenhĂ€ndlerring zerschlagen. Nahe Bielefeld und in Hamburg seien vier mit Haftbefehl gesuchte Beschuldigte festgenommen worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Bielefeld mit. Sechs weitere Menschen seien im Zuge der Aktion am Mittwoch in NRW, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls festgenommen worden.
Nach umfangreichen Ermittlungen durchsuchten EinsatzkrĂ€fte zeitgleich 29 Objekte in den sechs BundeslĂ€ndern. Die Razzien fanden in Bad Oeynhausen, Minden, Löhne nahe Bielefeld, Enger, BĂŒnde, Hille, GĂŒtersloh, Hamburg, Bremen, OsnabrĂŒck, LĂŒneburg, GieĂen und Rostock statt.Â
Schwerwiegende VorwĂŒrfe gegen vier BeschuldigteÂ
Die vier gesuchten und nun festgenommenen Beschuldigten stehen im Verdacht, bandenmĂ€Ăig Menschenhandel, Zwangsprostitution und GeldwĂ€sche betrieben zu haben. Es handele sich um einen 57-jĂ€hrigen Deutschen und drei thailĂ€ndische Staatsangehörige im Alter von 22, 53 und 56 Jahren. Die Beamten stellten den Angaben zufolge diverse Beweismittel sicher. Bargeld in sechsstelliger Höhe wurde beschlagnahmt.Â
Bei den Durchsuchungen habe man zahlreiche Menschen angetroffen und kontrolliert. Bei mindestens 18 Menschen bestehe der Verdacht eines illegalen Aufenthalts. Unter dem Verdacht, diese Menschen beherbergt zu haben, seien fĂŒnf verdĂ€chtige Personen festgenommen worden: In Minden und BĂŒnden jeweils eine 58-JĂ€hrige, in Bremen eine 50-JĂ€hrige, in Rostock eine 48-JĂ€hrige und eine 68-JĂ€hrige. Hinzu kam noch eine weitere Festnahme aufgrund auslĂ€nderrechtlicher Bestimmungen. «Alle festgenommenen Personen werden am heutigen Tag dem Haftrichter vorgefĂŒhrt», hieĂ es.
«Mit aller HÀrte gegen kriminelle Netzwerke»
Das Leid vieler Frauen sei beendet worden, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. «Mit der Zerschlagung dieses asiatischen MenschenhĂ€ndlerrings hat die Polizei erfolgreich skrupellose TĂ€ter dingfest gemacht.»Â
Solche Aktionen könnten nur gelingen, wenn die Polizeien sich lĂ€nderĂŒbergreifend eng austauschten und es beim Zugriff «Schlag auf Schlag» gehe. «Menschenhandel und Zwangsprostitution sind abscheulich und sie zerstören das Leben der Betroffenen. Heute sind wir diesen kriminellen Netzwerken mit aller HĂ€rte entgegengetreten.»
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