Abu Simbel zeigte am 22. Oktober das Sonnenphänomen
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 12:30 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSSonnenphänomen und Tempelgeschichte
- Am 22. Oktober 2026 beleuchtete die Sonne im Großen Tempel von Abu Simbel drei Statuen.
- Der Lichtstrahl legte etwa 60 Meter bis in die innere Kammer zurück.
- Die Tempel wurden 1964 versetzt, 1968 am neuen Standort eröffnet und 1979 Welterbe.
Abu Simbel war am 22. Oktober 2026 Schauplatz des Sonnenphänomens, bei dem ein Lichtstrahl bis in die innere Kammer des Großen Tempels reichte. Das Ereignis im Süden Ägyptens lockte Hunderte Besucher an und wurde im Rahmen einer traditionellen Feier begleitet.
Sonnenlicht erreichte am 22. Oktober das Heiligtum
Bei Sonnenaufgang versammelten sich Touristen und Einheimische vor dem Tempel. Einige Besucher verbrachten die Nacht in der Nähe, um den seltenen Moment nicht zu verpassen.
Das Sonnenlicht drang am 22. Oktober in den Großen Tempel ein und beleuchtete die Statuen von Ramses II., Amun-Ra und Ra-Horakhty. Die Figur des Ptah blieb im Schatten. Nach Angaben der Associated Press dauerte das Lichtspiel etwa 20 Minuten.
Der Strahl legte dabei ungefähr 60 Meter durch die Räume des Tempels zurück. Vor dem Bauwerk traten außerdem traditionell gekleidete Künstler auf. Musik mit Trommeln und ägyptischen Blasinstrumenten begleitete die Feier.
Der Tempel bewahrt die Ausrichtung zum Sonnenlauf
Die Sonnenausrichtung wiederholt sich zweimal im Jahr, am 22. Februar und am 22. Oktober. Die beiden Termine werden mit wichtigen Stationen im Leben von Ramses II. in Verbindung gebracht, gelten in ihrer historischen Deutung aber nicht als abschließend geklärt.
Der Große Tempel wurde im 13. Jahrhundert vor Christus unter Ramses II. aus dem Fels gearbeitet. An seiner Fassade stehen vier kolossale Sitzfiguren. Im nördlichen Bereich liegt ein kleinerer Tempel, der Hathor und Nofretari gewidmet ist.
In den 1960er-Jahren wurde die Anlage wegen des steigenden Wassers infolge des Assuan-Hochdamms abgetragen und an einen höher gelegenen Standort versetzt. Die Ingenieure bewahrten dabei die Ausrichtung zum Sonnenlauf. Die ägyptische Antikenverwaltung beschreibt die Versetzung ab 1964, die Eröffnung am neuen Standort 1968 und die Aufnahme in die Welterbeliste 1979.
Damit verband der Termin am 22. Oktober eine aktuelle Besucherzeremonie mit einer Konstruktion, deren astronomische Ausrichtung auch nach der Verlegung erhalten blieb.
Abu Simbel besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Sonnenphänomen fand am 22. Oktober 2026 im Großen Tempel von Abu Simbel statt.
- Der Lichtstrahl erreichte die innere Kammer und beleuchtete drei Statuen; Ptah blieb im Schatten.
- Die Anlage liegt im Süden Ägyptens, am Nil und etwa 870 Kilometer südlich von Kairo.
- Der Ort umfasst den Großen Tempel und den kleineren Hathor-Tempel mit den Figuren von Ramses II. und Nofretari.
- Amtssprache ist Arabisch, die Landeswährung das ägyptische Pfund.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Abu Simbel auf Social-Media-Plattformen
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Abu Simbel: häufige Fragen
Was geschah am 22. Oktober 2026 in Abu Simbel?
Ein Sonnenstrahl drang in den Großen Tempel ein und beleuchtete drei Statuen im Heiligtum. Das Phänomen dauerte etwa 20 Minuten.
Was ist Abu Simbel?
Abu Simbel ist eine archäologische Tempelanlage mit dem Großen Tempel von Ramses II. und einem kleineren Hathor-Tempel.
Wo liegt Abu Simbel und wie kommt man hin?
Die Anlage liegt im Süden Ägyptens am Nil, rund 870 Kilometer südlich von Kairo. Der Ort ist über den Flughafen Abu Simbel und Verbindungen aus der Region erreichbar.
