Ajanta-Höhlen bei Aurangabad: Indiens verborgene Bilderwelten
20.05.2026 - 18:36:14 | ad-hoc-news.deIm Halbdunkel der Ajanta-Höhlen, den sogenannten Ajanta Caves („Ajanta-Höhlen“ auf Deutsch), leuchten Jahrhunderte alte Malereien in tiefem Blau, Ocker und Gold auf nacktem Fels. Nur wenige Orte in Indien verbinden Stille, Spiritualität und Kunst so eindrucksvoll – und doch liegt dieses Weltkulturerbe nur wenige ReiseÂstunden von der modernen Stadt Aurangabad entfernt.
Ajanta-Höhlen: Das ikonische Wahrzeichen von Aurangabad
Die Ajanta-Höhlen liegen in einer hufeisenförmigen Felswand über einer Flussbiegung, rund 100 km von Aurangabad im indischen Bundesstaat Maharashtra entfernt. Sie gelten als eine der bedeutendsten Stätten buddhistischer Kunst weltweit und sind seit 1983 als UNESCO-Welterbe eingetragen. Die UNESCO betont, dass hier einige der „best erhaltenen Beispiele frühe[r] buddhistische[r] Wandmalerei“ zu sehen sind – ein Grund, warum Kunsthistoriker die Anlage häufig mit einer „Galerie aus Stein“ vergleichen.
Wer aus Deutschland anreist, erlebt an den Ajanta-Höhlen einen starken Kontrast: Draußen tropische Hitze, Staub, das Dröhnen der Busse; drinnen kühler Fels, gedämpftes Licht und Szenen aus dem Leben Buddhas, die bis in das 2. Jahrhundert vor Christus zurückreichen. Der indische Archaeological Survey of India (ASI), zuständig für die Verwaltung der Anlage, beschreibt Ajanta als Schlüsselmoment für das Verständnis der Entwicklung buddhistischer Klosterkultur und Kunst auf dem Subkontinent.
Zusammen mit den nicht weit entfernten Ellora-Höhlen bilden die Ajanta Caves einen der wichtigsten kulturellen Höhepunkte Zentralindiens. Viele Reisende aus Europa verbinden beide Stätten in einem Aufenthalt in Aurangabad, das sich als Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Höhlen etabliert hat.
Geschichte und Bedeutung von Ajanta Caves
Die Ajanta-Höhlen entstanden in zwei großen Bauphasen, was sowohl die UNESCO als auch der ASI hervorheben. Die ersten Höhlen wurden in der Zeit zwischen etwa dem 2. Jahrhundert vor Christus und dem 1. Jahrhundert nach Christus angelegt. Diese sogenannte frühe Phase wird oft mit der Satavahana-Dynastie in Verbindung gebracht, die damals über große Teile des heutigen Maharashtra herrschte. In dieser Zeit entstanden vor allem schlichte Gebetshallen und Mönchszellen, aus dem Fels herausgeschnitten.
Eine zweite, intensivere Bauphase setzte mehrere Jahrhunderte später ein, etwa im 5. und 6. Jahrhundert nach Christus. Zu dieser Zeit stand die Region unter dem Einfluss der Vakataka-Herrscher, insbesondere König Harishena, der in historischen Inschriften mit Ajanta in Verbindung gebracht wird. Während dieser Blütezeit wurden viele der reich dekorierten Höhlen geschaffen oder umgestaltet, die Besucher heute bewundern können. Dieser Zeitraum liegt ungefähr 1.300 Jahre vor der Reichsgründung in Deutschland – ein Vergleich, der die enorme historische Tiefe der Anlage verdeutlicht.
Die Ajanta-Höhlen dienten als buddhistisches Kloster- und Pilgerzentrum. Mönche lebten hier, studierten die Lehre Buddhas und empfingen reisende Gläubige. Die Wände der Höhlen erzählen in Form von Fresken die sogenannten Jataka-Geschichten – Legenden über frühere Leben Buddhas, in denen er als Prinz, Kaufmann oder Tier auftrat. Diese Erzählungen sollten moralische Werte vermitteln, ähnlich wie biblische Bilderzyklen in europäischen Kirchen.
Ab dem späten 7. Jahrhundert verlor Ajanta allmählich an Bedeutung, als sich politische und religiöse Zentren verlagerten und sich in Indien neue religiöse Strömungen etablierten. Die Höhlen gerieten in Vergessenheit und wurden nach und nach von Dschungelvegetation überwuchert. Die britische Kolonialverwaltung berichtet, dass der Ort im 19. Jahrhundert durch Zufall von einem britischen Offizier wiederentdeckt wurde, der beim Jagen auf die Felswand mit den Höhlenöffnungen stieß. Von da an rückte Ajanta in den Fokus westlicher Forscher, Zeichner und später Fotografen.
Im 20. Jahrhundert wurden die Ajanta-Höhlen zunehmend restauriert und unter Schutz gestellt. Der ASI überwacht heute konservatorische Maßnahmen, die UNESCO unterstützt langfristige Schutzprogramme. Beide Institutionen betonen, dass die Bewahrung der empfindlichen Malereien eine große Herausforderung darstellt, da Feuchtigkeit, Temperaturwechsel und Besucheraufkommen die Farben und Putzschichten belasten können.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch lassen sich die Ajanta Caves grob in zwei Typen einteilen, worauf der ASI und Reiseführer wie das ADAC Reisemagazin hinweisen: sogenannte Chaitya-Hallen (Gebetshallen) und Vihara-Höhlen (Wohn- und Versammlungsräume für Mönche). Insgesamt umfasst die Anlage rund 30 nummerierte Höhlen, von denen viele zugänglich sind. Die Zahl schwankt in der Literatur leicht, weil einige kleinere Höhlennischen diskutiert werden; der Begriff „komplex“ für die Gesamtanlage ist daher angemessen.
Die Chaitya-Hallen sind lang gestreckte Räume mit einem tonnenförmigen Gewölbe, das den Eindruck eines Holzbaus imitiert – obwohl alles monolithisch aus dem Fels gehauen wurde. Am Ende des Raumes steht meist ein Stupa, ein halbkugelförmiges Symbol für Buddha und seine Lehre. Die Besucherwege führen an Säulenreihen entlang auf diesen zentralen Stupa zu, ähnlich einem Prozessionsweg im Kirchenschiff. Kunsthistoriker betonen, dass diese Architektur eine eindrucksvolle Synthese aus Funktion, Ritual und Raumwirkung darstellt.
Vihara-Höhlen hingegen sind eher quadratische oder rechteckige Räume mit umlaufenden Zellen. In diesen Zellen lebten und meditierten die Mönche. Viele Viharas verfügen über eine zentrale Halle mit einer Buddha-Statue an der Rückwand, eingefasst von fein ausgearbeiteten Säulen und Reliefs. Die UNESCO hebt hervor, dass sich in den Skulpturen und Grundrissen von Ajanta frühe Formen entwickeln, die später in anderen indischen Höhlen und Tempeln weitergeführt wurden.
Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal der Ajanta-Höhlen sind jedoch die Wand- und Deckenmalereien. In satt aufgetragenen Naturfarben zeigen sie unter anderem:
- Szenen aus dem Leben des historischen Buddha Siddhartha Gautama,
- Jataka-Erzählungen mit Prinzen, Händlern, Tieren und Götterwesen,
- Detailreiche Darstellungen höfischen Lebens mit Musik, Tanz und feinen Gewändern,
- Filigrane Ornamentik aus BlĂĽten, Ranken und geometrischen Mustern.
National Geographic Deutschland beschreibt Ajanta als „Schlüssel zur indischen Maltradition“, weil die Fresken einen seltenen Einblick in Farbgebung, Perspektive und Komposition der damaligen Zeit geben. Im Gegensatz zu vielen europäischen Fresken sind die Figuren nicht stark stilisiert, sondern wirken ausgesprochen lebendig: Augen, Schmuck, Faltenwürfe der Kleidung – vieles erscheint erstaunlich modern.
Die Farben entstanden aus natürlichen Pigmenten wie Lapislazuli, Ocker, Ruß und Pflanzenfarbstoffen. Sie wurden auf einen feuchten Putz aufgetragen, ähnlich der Fresko-Technik im Mittelmeerraum. Kunsthistorische Studien, auf die etwa die Deutsche Welle verweist, zeigen, dass manche Farbschichten extrem dünn sind und aufwendige Vorzeichnungen zugrunde liegen. In einigen Höhlen sind mehrere Malphasen erkennbar, die sich über Jahrhunderte erstrecken.
Auch die Bildinhalte haben eine besondere Bedeutung: Viele Szenen zeigen idealisierte Figuren mit sanften Gesichtszügen und ruhiger Körperhaltung. Der Kunsthistoriker Benjamin Rowland, dessen Arbeiten in verschiedenen Standardwerken zur buddhistischen Kunst zitiert werden, interpretiert diese Darstellungsweise als bewussten Ausdruck innerer Ausgeglichenheit und Mitgefühl – zentrale Werte des Buddhismus.
Hinzu kommen epigraphische Funde: Inschriften in den Ajanta-Höhlen verweisen auf Stifter aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten. Kaufleute, Adlige und wohlhabende Gläubige scheinen gemeinsam zum Ausbau der Anlage beigetragen zu haben. Damit werden die Höhlen zu einem Spiegel der damaligen Gesellschaft zwischen höfischer Kultur und religiöser Praxis.
Ajanta-Höhlen besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise (inkl. Flug/Bahn/Auto-Optionen ab Deutschland, soweit sinnvoll)
Die Ajanta-Höhlen befinden sich im Bundesstaat Maharashtra im Westen Indiens, etwa 100 km nordöstlich von Aurangabad und rund 430 km von Mumbai entfernt. Für Reisende aus Deutschland führt der bequemste Weg in der Regel über einen internationalen Flug nach Mumbai oder Delhi, mit anschließender Inlandverbindung nach Aurangabad (heute teils auch als Chhatrapati Sambhajinagar bezeichnet). Große deutsche Flughäfen wie Frankfurt, München oder Berlin sind über internationale Drehkreuze mit Mumbai und Delhi verbunden; die reine Flugzeit liegt – je nach Route – meist zwischen 8 und 10 Stunden plus Umsteigezeiten.
Von Aurangabad aus werden die Ajanta Caves häufig im Rahmen von Tagesausflügen besucht. Lokale Reiseanbieter, Hotels und Fahrer organisieren Touren mit Auto oder Minibus; die Fahrzeit liegt – je nach Verkehr – bei rund 2 bis 3 Stunden. Öffentliche Busse verkehren ebenfalls, sind aber oft weniger komfortabel und benötigen mehr Zeit. Das letzte Stück vom Parkplatz zum Eingang der Höhlen wird meist mit Shuttle-Bussen zurückgelegt, um die Umwelt zu schonen; die Organisation kann sich jedoch ändern, weshalb ein Blick auf die aktuellen Hinweise vor Ort empfehlenswert ist.
Bahnreisende können Aurangabad über regionale Zugverbindungen erreichen, etwa aus Mumbai oder Pune. Internationale Anbieter wie die Deutsche Bahn weisen in ihren Reiseinformationen darauf hin, dass Fahrpläne in Indien kurzfristig geändert werden können; daher ist es sinnvoll, vor Ort oder über indische Bahnportale den aktuellen Stand zu prüfen.
- Öffnungszeiten (mit Hinweis: „Öffnungszeiten können variieren — direkt bei Ajanta-Höhlen prüfen.”)
Offizielle Stellen wie der Archaeological Survey of India kommunizieren für viele indische Denkmäler tägliche Öffnungszeiten tagsüber mit einem Ruhetag pro Woche. Für Ajanta werden in Reiseführern häufig Öffnungszeiten von etwa Vormittag bis spätem Nachmittag genannt. Da sich konkrete Zeiten ändern können – etwa durch saisonale Anpassungen, Feiertage oder besondere Schutzmaßnahmen – sollten Besucher kurz vor der Reise die aktuellen Öffnungszeiten direkt über den ASI oder lokale Tourismusbüros prüfen. Ein zeitlicher Puffer hilft, unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
- Eintritt (nur bei Doppel-Verifikation; sonst zeitlos; Euro zuerst, Lokalwährung in Klammern)
Der Eintritt zu den Ajanta-Höhlen ist kostenpflichtig; die Gebühren unterscheiden häufig zwischen inländischen und ausländischen Besuchern. Da sich die genauen Beträge und Zahlungsmodalitäten in jüngerer Zeit mehrfach geändert haben und Quellen nicht immer übereinstimmen, empfiehlt es sich, mit einem zweistelligen Eurobetrag pro Person zu kalkulieren und sich kurz vor dem Besuch beim ASI oder bei offiziellen Tourismusstellen über die aktuellen Tarife zu informieren. Üblicherweise werden Eintrittskarten an einem zentralen Schalter nahe dem Parkplatz verkauft, teils ergänzt durch kleinere zusätzliche Gebühren, etwa für Kameranutzung.
- Beste Reisezeit (Saison, Tageszeit, Andrang)
Das Klima in Maharashtra ist tropisch mit heißer Trockenzeit und Monsun. Reiseführer wie GEO Saison und die Deutsche Zentrale für Tourismus empfehlen für viele Indien-Reisen die Monate November bis Februar als angenehmste Reisezeit. In dieser Periode liegen die Tageshöchsttemperaturen meist unter den Extremwerten des Sommers, und die Luftfeuchtigkeit ist moderater als während des Monsuns, der etwa von Juni bis September dauert.
Für einen Besuch der Ajanta Caves bedeutet das: Wenn möglich sollte man die heißen Monate März bis Mai meiden, in denen Temperaturen deutlich über 30 °C erreichen können. Während des Monsuns wiederum sind Straßen zeitweise schlechter befahrbar, und Regen kann die Wege rutschig machen. Innerhalb eines Tages lohnt sich ein möglichst früher Start – zum einen, um dem größten Andrang zu entgehen, zum anderen, weil die Lichtverhältnisse in den Höhlen am Vormittag oft günstiger sind.
Indische Feiertage, insbesondere lange Wochenenden und regionale Festivals, führen häufig zu erhöhtem Besucheraufkommen. Wer in dieser Zeit reist, sollte Eintrittskarten und Transport so früh wie möglich organisieren und mit mehr Wartezeit rechnen.
- Praxis-Tipps: Sprache vor Ort, Zahlung (Karte vs. Bargeld, EC/Girocard, Mobile Payment), Trinkgeld-Gepflogenheiten, Kleiderordnung, Fotografieregeln
Sprache: In Aurangabad und an den Ajanta-Höhlen sind Marathi und Hindi die wichtigsten Sprachen. Englisch ist im Tourismusbereich weit verbreitet; an Ticketschaltern, in vielen Hotels und bei Reiseanbietern kann in der Regel auf Englisch kommuniziert werden. Deutsch wird vor Ort kaum gesprochen, eine englische Grundkommunikation ist daher hilfreich.
Zahlung: In Indien sind Bargeld und Kartenzahlung parallel wichtig. In Städten wie Aurangabad ist die Bezahlung mit internationalen Kreditkarten (Visa, Mastercard) in Hotels, gehobenen Restaurants und größeren Geschäften verbreitet. An ländlicheren Orten und kleineren Ständen rund um die Ajanta Caves wird jedoch häufig Bargeld bevorzugt. Mobile Payment über indische Apps ist unter Einheimischen verbreitet, für ausländische Besucher ohne indisches Konto aber oft nicht nutzbar. Die in Deutschland bekannte Girocard (ehemals EC-Karte) funktioniert im Ausland nicht überall zuverlässig; eine Kreditkarte ist die sicherere Option.
Trinkgeld: Trinkgeld gehört in Indien zur Alltagspraxis, auch im Tourismus. Kleine Beträge für Fahrer, Guides, Gepäckträger oder im Restaurant werden erwartet und machen oft einen wichtigen Teil des Einkommens aus. Viele Reiseführer empfehlen, Beträge in lokaler Währung bereit zu halten und pro Dienstleistung ein angemessenes, aber nicht übertriebenes Trinkgeld zu geben. Festgelegte Sätze gibt es nicht, das eigene Gefühl und die Servicequalität können als Orientierung dienen.
Kleiderordnung: Die Ajanta-Höhlen sind zwar keine aktive Kultstätte im engeren Sinn wie ein Tempel, haben aber klar religiösen Charakter. Respektvolle Kleidung ist daher sinnvoll: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, allzu knappe oder transparente Bekleidung wirkt unpassend. Leichte, luftige Stoffe sind aufgrund des Klimas angenehmer als schwere Stoffe. Stabile Schuhe mit rutschfesten Sohlen sind empfehlenswert, da Wege und Treppen uneben oder glatt sein können.
Fotografieregeln: Die Wandmalereien in Ajanta sind empfindlich. Offizielle Stellen wie der ASI schränken deshalb das Fotografieren ein, insbesondere die Nutzung von Blitzlicht. In einigen Höhlen kann fotografiert werden, in anderen ist es aus konservatorischen Gründen untersagt oder nur eingeschränkt erlaubt. Teilweise werden separate Gebühren für Kameras erhoben. Besucher sollten stets auf Hinweisschilder achten und den Anweisungen des Aufsichtspersonals folgen, um das Welterbe zu schützen.
- Einreisebestimmungen: „Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.“
Für Indien besteht grundsätzlich Visumpflicht. Deutsche Staatsbürger benötigen vor der Einreise ein gültiges Visum, dessen Typ von Reisezweck und -dauer abhängt. Die Bedingungen und Verfahren können sich ändern, etwa bei elektronischen Visa oder Gesundheitsvorschriften. Es ist daher wichtig, die jeweils aktuellen Informationen über die offizielle Website des Auswärtigen Amts (auswaertiges-amt.de) und die indischen Auslandsvertretungen zu prüfen.
Indien liegt in der Zeitzone Indian Standard Time (IST), die in der Regel 4,5 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) und 3,5 Stunden vor Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) liegt. Diese Zeitverschiebung kann bei der Planung von Flügen, Hotels und Führungen berücksichtigt werden, insbesondere bei Ankunft in der Nacht oder am frühen Morgen.
Für Reisen nach Indien empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung, die auch einen möglichen Rücktransport abdeckt. Innerhalb der Europäischen Union genügt oft die Europäische Krankenversicherungskarte, doch für Indien gelten andere Regelungen. Gesundheitsbehörden und Reiseinformationsdienste raten dazu, vor der Reise mit einem Tropenmediziner oder reisemedizinisch erfahrenen Arzt über Impfungen und Gesundheitsvorsorge zu sprechen.
Warum Ajanta Caves auf jede Aurangabad-Reise gehört
Wer Aurangabad besucht, erlebt mit den Ajanta-Höhlen einen seltenen Moment: Die Vergangenheit wird unmittelbar erfahrbar, zugleich wirkt der Ort erstaunlich zeitlos. Viele Reisende berichten – etwa in Reportagen von ZDF oder Deutsche Welle – von einer beeindruckenden Stille in den Höhlen, die nur von gedämpften Stimmen und gelegentlichem Vogelruf durchbrochen wird. Die Bilder an den Wänden, vor Jahrhunderten von Mönchen und Künstlern geschaffen, erzählen Geschichten von Mitgefühl, Weisheit und Vergänglichkeit, die noch heute berühren.
Im Vergleich zu bekannteren Wahrzeichen wie dem Taj Mahal ist Ajanta weniger von internationalen Besucherströmen überlaufen, auch wenn der Andrang an Wochenenden deutlich spürbar sein kann. Das ermöglicht häufig intensivere Eindrücke: Zeit, um sich auf eine einzelne Szene zu konzentrieren, Details zu entdecken oder die feinen Farbübergänge in den Gesichtern der Figuren wahrzunehmen. Für kulturhistorisch Interessierte ist Ajanta oft ein Höhepunkt einer Indienreise – nicht zuletzt, weil hier Malerei, Skulptur und Architektur zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen.
In Kombination mit den Ellora-Höhlen, die hinduistische, buddhistische und jainistische Monumente umfassen, bietet sich ein tiefes Verständnis für die religiöse Vielfalt und Toleranz in Teilen der indischen Geschichte. Offizielle Tourismusorganisationen in Maharashtra werben daher gerne mit dem Begriff „Heritage Circuit“, wenn sie Ajanta, Ellora und Aurangabad gemeinsam empfehlen. Für Reisende aus Deutschland ist diese Route besonders attraktiv, weil sie in wenigen Tagen einen konzentrierten Einblick in Indiens kulturelles Erbe ermöglicht, ohne extrem lange Binnenreisen.
Auch aus nachhaltiger Perspektive kann ein Besuch der Ajanta Caves sinnvoll geplant werden. Wer seine Reise mit Bahnstrecken innerhalb Indiens kombiniert, lokale Anbieter nutzt und Aufenthalte in kleineren Unterkünften einplant, unterstützt regionale Initiativen. Gleichzeitig sind Besucher gefordert, die empfindliche Umwelt zu respektieren: Abfall vermeiden, Wege nicht verlassen, Hinweise zur Lärmbelastung beachten und die konservatorischen Regeln für die Höhlen ernst nehmen.
Viele deutsche Kulturinstitute und Museen – etwa das Museum für Asiatische Kunst in Berlin – greifen buddhistische Kunst und Ikonografie in ihren Ausstellungen auf. Ein Besuch in Ajanta ergänzt solche Eindrücke ideal, indem er den authentischen Entstehungsort zeigt. Wer sich vorab mit grundlegenden Themen des Buddhismus und der indischen Geschichte beschäftigt, wird in den Höhlen viele Motive wiedererkennen und besser einordnen können.
Ajanta-Höhlen in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Medien tauchen die Ajanta Caves immer wieder als „Geheimtipp“ für Kulturreisende auf – mit spektakulären Fotos der bemalten Wände, kurzen Video-Rundgängen und persönlichen Eindrücken, die Lust machen, das Welterbe selbst zu erleben.
Ajanta-Höhlen — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Ajanta-Höhlen
Wo liegen die Ajanta-Höhlen genau?
Die Ajanta-Höhlen befinden sich im Bundesstaat Maharashtra in Zentralindien, etwa 100 km nordöstlich von Aurangabad (Chhatrapati Sambhajinagar) und rund 430 km von Mumbai entfernt. Sie liegen in einer Felswand über einer Flussschleife in ländlicher Umgebung und werden meist im Rahmen eines Tagesausflugs von Aurangabad aus besucht.
Wie alt sind die Ajanta Caves?
Die Felsgrotten von Ajanta entstanden in zwei Hauptphasen: Die frühesten Höhlen datieren in die Zeit vom 2. Jahrhundert vor Christus bis etwa zum 1. Jahrhundert nach Christus, während eine zweite Ausbauphase im 5. und 6. Jahrhundert nach Christus stattfand. Damit sind einige Teile deutlich über 2.000 Jahre alt, andere rund 1.500 Jahre.
Was ist das Besondere an den Ajanta-Höhlen?
Besonders sind die außergewöhnlich gut erhaltenen Wand- und Deckenmalereien, die buddhistische Erzählungen, höfisches Leben und religiöse Symbole in leuchtenden Naturfarben zeigen. Hinzu kommen kunstvoll aus dem Fels gehauene Gebetshallen, Mönchszellen und Buddha-Statuen. Zusammen vermitteln sie einen einzigartigen Eindruck von buddhistischer Klosterkultur und Kunst in Indien.
Wie lange sollte man fĂĽr einen Besuch einplanen?
Für einen ersten Eindruck sollten mindestens ein halber, besser ein ganzer Tag eingeplant werden, insbesondere wenn der Besuch als Tagesausflug von Aurangabad aus erfolgt. Wer sich intensiver mit Kunst, Architektur und einzelnen Höhlen beschäftigen möchte, kann auch zwei Tage einplanen und den Besuch mit einem Ausflug zu den Ellora-Höhlen kombinieren.
Wann ist die beste Reisezeit für Ajanta-Höhlen?
Als angenehmste Reisezeit gelten die Monate November bis Februar, wenn die Temperaturen moderater sind und die Luftfeuchtigkeit niedriger ist als in der Monsunzeit. Während des heißen Sommers von März bis Mai kann der Besuch körperlich anstrengend werden, während der Monsunmonate von Juni bis September erschweren starke Regenfälle mitunter die Anreise.
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