Altstadt Havanna: Warum Habana Vieja Reisende aus Deutschland fesselt
20.05.2026 - 19:30:52 | ad-hoc-news.deZwischen bröckelnden Barockfassaden, hellblauen Holzbalustraden und dem Duft von Kaffee beginnt die Altstadt Havannas zu vibrieren, sobald die Sonne ĂŒber dem Hafen auftaucht. Habana Vieja (sinngemÀà âAlte Havannaâ) ist das historische Herz von Havanna und einer der eindrucksvollsten AltstadtrĂ€ume der Karibik â ein dichtes Mosaik aus Geschichte, Musik und Menschen.
Wer hier durch die schmalen Gassen schlendert, spĂŒrt schnell, warum Habana Vieja von der UNESCO als Welterbe geschĂŒtzt wird: Zwischen Kathedrale, Plazas und Meer erzĂ€hlen die Mauern von ĂŒber 500 Jahren kolonialer, revolutionĂ€rer und kultureller Geschichte â ein Kontrastprogramm zu vertrauten mitteleuropĂ€ischen AltstĂ€dten wie LĂŒbeck oder Bamberg.
Altstadt Havanna: Das ikonische Wahrzeichen von Havanna
Die Altstadt Havannas, international meist schlicht Altstadt Havanna und lokal Habana Vieja genannt, gilt als das bekannteste historische Viertel Kubas. Sie umfasst den Ă€ltesten Teil der Hauptstadt direkt an der Bucht von Havanna. Die UNESCO bezeichnet Habana Vieja und ihr Festungssystem seit den 1980er-Jahren als Kulturerbe von âauĂergewöhnlichem universellem Wertâ, weil hier eine der am besten erhaltenen kolonialspanischen Stadtanlagen Amerikas ĂŒberlebt hat.
Das Viertel ist ein dichtes Geflecht aus PlĂ€tzen, Kirchen, BĂŒrgerhĂ€usern und ehemaligen Handelssitzen. Von den reprĂ€sentativen PalĂ€sten rund um den Plaza de la Catedral bis zu den bunten, manchmal sichtbar sanierungsbedĂŒrftigen WohnhĂ€usern in den SeitenstraĂen spannt sich ein einzigartiger Bogen. ReisefĂŒhrer wie âMerian Kubaâ und das âADAC Reisemagazinâ heben hervor, dass sich in kaum einer anderen Altstadt der Karibik koloniale PrĂ€gung und gelebter Alltag so unmittelbar begegnen.
FĂŒr Reisende aus Deutschland ist Habana Vieja damit mehr als nur eine SehenswĂŒrdigkeit: Es ist das Sinnbild fĂŒr Havanna selbst â Ă€hnlich wie die Altstadt von Dubrovnik fĂŒr Kroatien oder der historische Kern von Florenz fĂŒr Italien. Wer Havanna sagt, denkt an die Bilder dieser Altstadt: Oldtimer vor pastellfarbenen HauseingĂ€ngen, Musik aus offenen Fenstern, Kinder, die auf den PlĂ€tzen spielen, und die Kubaner:innen, die auf den Stufen ihrer HĂ€user sitzen und den Tag kommentieren.
Geschichte und Bedeutung von Habana Vieja
Die Geschichte der Altstadt Havannas reicht bis ins frĂŒhe 16. Jahrhundert zurĂŒck. Spanische Kolonialtruppen grĂŒndeten Havanna zunĂ€chst an anderer Stelle, bevor sich der Standort an der heutigen Bucht durchsetzte. In der Folge wurde Habana Vieja zum wichtigen Umschlagplatz fĂŒr Silber und andere Waren aus Spanisch-Amerika, die nach Europa verschifft wurden. Historiker betonen, dass der Hafen von Havanna ĂŒber Jahrhunderte eine SchlĂŒsselfunktion im transatlantischen Handel besaĂ.
Um die wertvollen Flotten zu schĂŒtzen, entstand ein System von Festungen, darunter Castillo de la Real Fuerza, Castillo de los Tres Reyes del Morro und San Carlos de la Cabaña. Diese militĂ€rischen Anlagen rahmen bis heute den historischen Kern der Altstadt. Laut UNESCO war dieses Festungssystem eines der komplexesten Verteidigungssysteme der Kolonialzeit in der Karibik. Die Altstadt selbst wurde in einem recht regelmĂ€Ăigen Raster von StraĂen und PlĂ€tzen angelegt, typisch fĂŒr spanische KolonialstĂ€dte der frĂŒhen Neuzeit.
Im 18. und 19. Jahrhundert blĂŒhte Habana Vieja als Handels- und Verwaltungszentrum erneut auf. Reiche Kaufleute und Kolonialbeamte lieĂen reprĂ€sentative StadthĂ€user mit Innenhöfen, Arkaden und Balkonen bauen. Einige dieser PalĂ€ste sind heute Museen oder kulturelle Einrichtungen. WĂ€hrend des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Kuba zu einem der wichtigsten Zuckerexporteure der Welt, und Havanna profitierte wirtschaftlich stark â Spuren dieses Wohlstands sind an vielen Fassaden ablesbar.
Nach der UnabhĂ€ngigkeit Kubas Anfang des 20. Jahrhunderts und besonders nach der Revolution von 1959 verlagerte sich das wirtschaftliche Zentrum Havannas teilweise in andere Stadtteile. Habana Vieja blieb jedoch Verwaltungs- und Wohnviertel, wĂ€hrend der Erhalt der historischen Bausubstanz zunĂ€chst nicht im Vordergrund stand. Viele GebĂ€ude verfielen ĂŒber Jahrzehnte aufgrund begrenzter Ressourcen und politischer PrioritĂ€ten.
Ab den 1990er-Jahren setzte eine systematische Restaurierung ein, die international Aufmerksamkeit erregte. Die offizielle Stadtentwicklungsbehörde fĂŒr die Altstadt, das âOficina del Historiador de la Ciudad de La Habanaâ, koordinierte umfassende Sanierungsprogramme. Medien wie âDeutsche Welleâ und âNational Geographic Deutschlandâ berichten seit Jahren darĂŒber, wie durch diese Programme zentrale PlĂ€tze, Kirchen und StraĂenzĂŒge Schritt fĂŒr Schritt restauriert wurden, ohne den alltĂ€glichen Charakter vollstĂ€ndig zu verdrĂ€ngen.
Die UNESCO fĂŒhrt seitdem regelmĂ€Ăig Monitoring-Missionen durch und hebt in ihren Berichten hervor, dass Habana Vieja ein Beispiel dafĂŒr ist, wie Denkmalschutz, Tourismus und sozialer Wohnraum in einem historischen Zentrum in Balance gebracht werden sollen. Trotzdem bleiben Herausforderungen: Nicht alle GebĂ€ude sind gesichert, und die Balance zwischen authentischem Leben und touristischer Vermarktung wird immer wieder neu ausgehandelt.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Die Architektur der Altstadt Havannas ist ein Spiegel der kolonialen und postkolonialen Geschichte Kubas. Kunsthistoriker beschreiben Habana Vieja als ein âlebendiges Lehrbuchâ der spanischen und karibischen Stadtbaukunst: Von schlichten, frĂŒhen HĂ€usern ĂŒber barocke Kirchen bis zu neoklassizistischen PalĂ€sten reicht das Spektrum.
Besonders sichtbar ist der kubanische Barock, etwa an der Kathedrale von Havanna am Plaza de la Catedral. Ihre unregelmĂ€Ăige Fassade mit den geschwungenen TĂŒrmen und dem korallensteinernen Mauerwerk gilt als eines der markantesten Beispiele dieses Stils in der Karibik. Reiseberichte in QualitĂ€tsmedien und Fachpublikationen verweisen auf die starke plastische Wirkung der Fassade, die im warmen Licht des SpĂ€tnachmittags besonders eindrucksvoll erscheint.
Rund um den Plaza de Armas, den Àltesten Platz der Stadt, gruppieren sich ehemalige Gouverneurssitze und reprÀsentative HÀuser, die heute unter anderem das Stadtmuseum beherbergen. In den Innenhöfen finden sich ArkadengÀnge, Brunnen und tropische Bepflanzung. Der Plaza Vieja wiederum zeigt, wie unterschiedliche Bauphasen ineinander greifen: Hier stehen bunte Fassaden, rekonstruierte KolonialgebÀude und GebÀude aus spÀteren Zeitabschnitten nebeneinander. Laut EinschÀtzungen von Stadtplanern, die von Institutionen wie ICOMOS zusammengetragen werden, ist diese Vielschichtigkeit ein wesentlicher Teil des Charmes von Habana Vieja.
Typisch sind auch die hohen WohnhĂ€user mit Balkonen und schmiedeeisernen GelĂ€ndern, in denen die WĂ€sche ĂŒber der StraĂe hĂ€ngt und sich das Stadtleben auf den Gehsteig verlagert. Reisende erleben hier eine UrbanitĂ€t, die sich deutlich von europĂ€ischen AltstĂ€dten unterscheidet: dichter, lauter, aber hĂ€ufig auch unmittelbarer. Die farbigen Fassaden â von Pastellrosa ĂŒber Ocker bis TĂŒrkis â bilden zusammen mit der Patina des Verfalls ein Bild, das vielfach fotografiert und in Medien weltweit verbreitet wird.
Kulturell ist Habana Vieja ein Zentrum der Musik und der bildenden Kunst. In zahlreichen Bars und auf PlĂ€tzen erklingen Son, Salsa und andere kubanische Musikrichtungen. In restaurierten PalĂ€sten wurden kleine Galerien und kulturelle Zentren eingerichtet, die sowohl traditionelle Kunst als auch moderne kubanische Positionen zeigen. Die kubanischen Kulturbehörden und internationale Partnerorganisationen nutzen die Altstadt auch als BĂŒhne fĂŒr Festivals, Konzerte und Ausstellungen, die das kulturelle Erbe betonen.
Ein besonderes Merkmal der Altstadt ist die Kombination aus historischem Erbe und sozialem Leben. Anders als in manch anderer Welterbe-Altstadt, die stark museal wirkt, leben in Habana Vieja weiterhin viele Einheimische. Die UNESCO hebt in ihren Evaluierungen hervor, dass dieser bewohnte Charakter ein zentrales Kriterium fĂŒr die AuthentizitĂ€t des Ortes ist. Reisende sehen nicht nur restaurierte PalĂ€ste, sondern auch Schulen, kleine GeschĂ€fte und Hinterhöfe, in denen Alltag stattfindet.
Altstadt Havanna besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise: Habana Vieja liegt direkt an der Bucht von Havanna im Norden der Stadt. Von Deutschland aus fĂŒhren in der Regel internationale FlĂŒge ĂŒber groĂe Drehkreuze in Europa oder Nordamerika nach Havanna. Die reine Flugzeit von Frankfurt, MĂŒnchen oder Berlin in Richtung Havanna liegt â je nach Verbindung â im Bereich von etwa 10 bis 12 Stunden. Nach Ankunft am internationalen Flughafen von Havanna ist die Altstadt mit Taxi oder Transferfahrzeug innerhalb von meist 30 bis 45 Minuten erreichbar, abhĂ€ngig vom Verkehr.
- Orientierung im Viertel: Die wichtigsten PlĂ€tze â etwa Plaza de la Catedral, Plaza de Armas und Plaza Vieja â liegen fuĂlĂ€ufig nah beieinander. Viele Besucher erkunden Habana Vieja zu FuĂ. Gassen sind teilweise eng und uneben; bequemes Schuhwerk ist daher sinnvoll. Karten-Apps funktionieren grundsĂ€tzlich, können aber gelegentlich durch begrenzte mobile Daten beeintrĂ€chtigt sein.
- Ăffnungszeiten: Die Altstadt als Stadtviertel ist frei zugĂ€nglich und rund um die Uhr erlebbar. Einzelne Museen, Kirchen und SehenswĂŒrdigkeiten in Habana Vieja haben jeweils eigene Ăffnungszeiten, die je nach Wochentag und Saison variieren können. Daher empfiehlt es sich, gewĂŒnschte Einrichtungen direkt vorab auf den offiziellen Seiten der kubanischen Kulturbehörden oder der jeweiligen HĂ€user zu prĂŒfen. Kurzfristige Ănderungen â etwa an Feiertagen â sind möglich.
- Eintritte: FĂŒr das Betreten der meisten PlĂ€tze und StraĂen fallen keine GebĂŒhren an. Museen, historische GebĂ€ude und einzelne Kirchen erheben jedoch hĂ€ufig Eintrittsgelder. Da Preise und WĂ€hrungen auf Kuba sich Ă€ndern können und verschiedene Preiskategorien (z.?B. fĂŒr internationale Besucher) existieren, sollten Reisende aktuelle Angaben kurz vor dem Besuch direkt bei den Einrichtungen oder offiziellen Informationsstellen einholen. Als grobe Orientierung sind Eintritte fĂŒr einzelne HĂ€user im Vergleich zu europĂ€ischen GroĂstĂ€dten oft moderat, können aber fĂŒr mehrere Besuche summiert ins Gewicht fallen.
- Beste Reisezeit: Kuba hat ein tropisches Klima mit einer grundsĂ€tzlich warmen bis heiĂen Witterung. FĂŒr viele Reisende aus dem deutschsprachigen Raum gelten die Monate mit etwas geringerer Luftfeuchtigkeit und milderen Temperaturen als besonders angenehm. Die Hauptreisezeit ĂŒberschneidet sich hĂ€ufig mit dem mitteleuropĂ€ischen Winter, wenn Menschen der KĂ€lte entfliehen. In dieser Zeit ist in der Altstadt mit höherem Besucheraufkommen zu rechnen. Wer es ruhiger mag, wĂ€hlt Randzeiten der Saison. UnabhĂ€ngig davon ist der frĂŒhe Morgen oder der spĂ€te Nachmittag oft die stimmungsvollste Zeit, um durch Habana Vieja zu schlendern, wenn Licht und Temperaturen milder sind.
- Zeitverschiebung: Kuba liegt mehrere Zeitzonen westlich der MitteleuropÀischen Zeit. Je nach Jahreszeit besteht ein Unterschied von mehreren Stunden zwischen Havanna und Deutschland. Da sowohl Europa als auch Kuba zeitweise Sommerzeitregelungen anwenden, kann die genaue Differenz im Jahresverlauf variieren. Vor der Reise ist ein Blick auf aktuelle Zeitangaben hilfreich, um Ankunft, Jetlag und Absprachen vor Ort besser zu planen.
- Sprache: Amtssprache auf Kuba ist Spanisch. In den touristisch frequentierten Teilen der Altstadt sprechen viele Menschen zumindest grundlegendes Englisch, insbesondere in Hotels, Restaurants und offiziellen Einrichtungen. Deutsch wird deutlich seltener gesprochen. Ein paar spanische Höflichkeitsfloskeln erleichtern den Kontakt und werden von Einheimischen oft positiv aufgenommen.
- Zahlungsmittel und Versorgung: Das kubanische Zahlungssystem unterliegt gelegentlich VerĂ€nderungen, die auch in deutschsprachigen Medien und in Reisehinweisen thematisiert werden. Es ist ratsam, kurz vor Abreise aktuelle Hinweise von offiziellen Stellen und seriösen Reisemedien zu prĂŒfen. Im Alltag kombinieren viele Reisende Bargeld mit Kartenlösungen, soweit akzeptiert. Geldautomaten und Kartenzahlung sind vorhanden, aber nicht ĂŒberall so flĂ€chendeckend wie in Deutschland. FĂŒr kleine BetrĂ€ge in CafĂ©s, bei StraĂenstĂ€nden oder in lokalen LĂ€den ist Bargeld weiterhin wichtig.
- Trinkgeldkultur: In vielen Restaurants, Bars und bei Dienstleistungen in Havanna ist ein moderates Trinkgeld ĂŒblich, sofern es nicht bereits als ServicegebĂŒhr ausgewiesen ist. Auch Reiseleiter, Taxifahrer oder Hotelpersonal freuen sich ĂŒber eine kleine Anerkennung. Die genauen Gepflogenheiten können variieren; seriöse ReisefĂŒhrer geben dazu aktuelle Empfehlungen.
- Fotografie: Habana Vieja ist ein sehr fotogenes Viertel. Das Fotografieren von StraĂen, PlĂ€tzen und Fassaden ist in der Regel unproblematisch. Wie ĂŒberall gilt jedoch: Menschen sollten respektvoll gefragt werden, bevor sie aus allzu geringer Distanz portrĂ€tiert werden. In bestimmten Museen, Kirchen oder in militĂ€rischen Bereichen kann Fotografie eingeschrĂ€nkt oder untersagt sein. Hinweise vor Ort sind zu beachten.
- Sicherheit und Gesundheit: Reisemedien beschreiben die Altstadt Havannas tagsĂŒber ĂŒberwiegend als gut frequentiertes, touristisch geprĂ€gtes Gebiet. Wie in anderen GroĂstĂ€dten wird jedoch zu ĂŒblicher Vorsicht geraten, etwa beim Umgang mit Wertsachen. FĂŒr medizinische Fragen und Impfempfehlungen ist eine Beratung bei HausĂ€rzten oder Tropeninstituten in Deutschland sinnvoll. FĂŒr Kuba ist zudem eine gĂŒltige Auslandskrankenversicherung, die den Aufenthalt abdeckt, empfehlenswert.
- Einreisebestimmungen: FĂŒr Reisen nach Kuba gelten spezielle Einreisevorschriften, die auch Fragen wie Touristenkarte, ReisepassgĂŒltigkeit oder gegebenenfalls erforderliche Versicherungsnachweise betreffen können. Deutsche StaatsbĂŒrger sollten die aktuellen Einreisehinweise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de grĂŒndlich prĂŒfen, bevor sie eine Reise in die Altstadt Havannas planen.
Warum Habana Vieja auf jede Havanna-Reise gehört
Die Altstadt Havannas ist fĂŒr viele Besucher der emotionale Höhepunkt einer Kubareise. WĂ€hrend neuere Viertel der Stadt moderner und funktionaler wirken, bĂŒndelt Habana Vieja das Bild Havannas, das sich in der Popkultur etabliert hat: Musik auf den StraĂen, Oldtimer, koloniale Balkone und der Blick auf die Festungen am Hafeneingang. Kulturmagazine und ReisefĂŒhrer stimmen darin ĂŒberein, dass der Besuch der Altstadt ein Muss fĂŒr alle ist, die Havanna nicht nur als BadeverlĂ€ngerung, sondern als kulturelles Ziel verstehen.
Ein besonderer Reiz liegt im Kontrast: Auf den sorgfĂ€ltig restaurierten PlĂ€tzen findet man CafĂ©s mit Tischen im Freien, in denen ein Gitarrist die Klassiker des kubanischen Son spielt. Nur wenige StraĂen weiter bröckeln Fassaden, und Alltagsszenen prĂ€gen das Bild: Kinder spielen FuĂball, Nachbarn unterhalten sich lautstark ĂŒber die Fenster hinweg, und StraĂenhĂ€ndler preisen ihre Ware an. Gerade diese Gleichzeitigkeit von Glanz und Bruch macht Habana Vieja fĂŒr viele Reisende aus Deutschland so eindrucksvoll.
In der NĂ€he der Altstadt befinden sich weitere wichtige SehenswĂŒrdigkeiten Havannas, etwa die Uferpromenade MalecĂłn, die sich westlich der Bucht entlangzieht, oder das moderne Zentrum mit PlĂ€tzen und GebĂ€uden aus dem 20. Jahrhundert. Viele Besucher kombinieren einen intensiven Altstadttag mit abendlichen SpaziergĂ€ngen am Meer oder AusflĂŒgen in angrenzende Viertel. FĂŒr kulturell Interessierte bietet Habana Vieja zudem eine hohe Dichte an Museen, Kirchen und kulturellen Einrichtungen, die einen Einblick in Literatur, Musik und bildende Kunst Kubas ermöglichen.
FĂŒr Reisende aus dem deutschsprachigen Raum kann ein Besuch der Altstadt Havannas auch ein Anlass sein, sich mit den gröĂeren historischen ZusammenhĂ€ngen zu beschĂ€ftigen: mit der Kolonialgeschichte, der Rolle Kubas im globalen Handel, der Revolution und den politischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. Viele FĂŒhrungen in der Altstadt greifen diese Themen auf und stellen sie in verstĂ€ndlichen Kontext. Die UNESCO und Institutionen wie das âOficina del Historiadorâ betonen, dass die Vermittlung dieser Geschichte ein integraler Bestandteil der Erhaltung des Welterbes ist.
Wer sich auf Habana Vieja einlĂ€sst, erlebt daher nicht nur schöne Fassaden, sondern eine vielschichtige Stadtlandschaft. Die Kombination aus historischem Stadtraum, lebendiger Kultur und karibischer AtmosphĂ€re macht die Altstadt zu einem Reiseziel, das noch lange nachwirkt â gerade fĂŒr Besucherinnen und Besucher aus einem Land wie Deutschland, in dem europĂ€ische AltstĂ€dte zwar vertraut, aber tropische KolonialstĂ€dte selten sind.
Altstadt Havanna in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke
In sozialen Medien ist Habana Vieja eines der meistgezeigten Motive Kubas. Reisende teilen Fotos von bunten HĂ€usern, Oldtimern und StraĂenszenen, wĂ€hrend Videoplattformen Einblicke in den Klangteppich der Altstadt geben. Wer seine Reise plant, findet dort unzĂ€hlige Inspirationen â vom morgendlichen Spaziergang ĂŒber leere PlĂ€tze bis zur nĂ€chtlichen Live-Musik in kleinen Bars.
Altstadt Havanna â Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
HĂ€ufige Fragen zu Altstadt Havanna
Wo liegt die Altstadt Havannas genau?
Die Altstadt Havannas, Habana Vieja, liegt im Norden von Havanna an der Bucht der Stadt. Sie grenzt direkt an den Hafen und ist ĂŒber mehrere HauptstraĂen mit den ĂŒbrigen Stadtvierteln verbunden. Viele der historischen PlĂ€tze und GebĂ€ude liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.
Warum ist Habana Vieja UNESCO-Welterbe?
Habana Vieja und ihr Festungssystem wurden von der UNESCO ausgezeichnet, weil sie eine der bedeutendsten und am besten erhaltenen kolonialspanischen Stadtanlagen Amerikas darstellen. Die Kombination aus historischen PlÀtzen, Kirchen, WohnhÀusern und militÀrischen Anlagen vermittelt ein sehr anschauliches Bild der kolonialen Stadtplanung und ihrer weiteren Entwicklung.
Wie viel Zeit sollte man fĂŒr einen Besuch der Altstadt einplanen?
FĂŒr einen ersten Eindruck der Altstadt Havannas reicht ein halber Tag, um mehrere zentrale PlĂ€tze und StraĂen zu erkunden. Wer Museen, Kirchen und kulturelle Einrichtungen intensiver besuchen möchte und die AtmosphĂ€re in Ruhe aufnehmen will, sollte mindestens einen vollen Tag oder besser zwei Tage in Habana Vieja einplanen.
Ist die Altstadt Havannas gut zu FuĂ zu erkunden?
Ja, Habana Vieja lĂ€sst sich sehr gut zu FuĂ entdecken. Die Entfernungen zwischen den wichtigsten SehenswĂŒrdigkeiten sind ĂŒberschaubar, und der GroĂteil der EindrĂŒcke entsteht gerade beim Schlendern durch die Gassen. Aufgrund unebener Gehwege, Kopfsteinpflaster und gelegentlich enger StraĂen ist festes Schuhwerk empfehlenswert.
Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr einen Besuch der Altstadt Havannas?
Viele Reisende aus Deutschland schĂ€tzen die Monate, in denen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit etwas angenehmer sind als im Hochsommer. HĂ€ufig fĂ€llt die beliebte Reisezeit in die mitteleuropĂ€ischen Wintermonate, wenn der Kontrast zur heimischen Witterung besonders groĂ ist. UnabhĂ€ngig von der Jahreszeit bieten Morgen- und Abendstunden oft die angenehmste Kombination aus Lichtstimmung und Temperatur fĂŒr einen Spaziergang durch Habana Vieja.
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