Angkor Wat, Reise

Angkor Wat: Kambodschas steinerner Sonnenaufgang bei Siem Reap

20.05.2026 - 21:22:57 | ad-hoc-news.de

Angkor Wat bei Siem Reap in Kambodscha fasziniert mit TempeltĂĽrmen, Reliefs und Dschungelstimmung. Was Reisende aus Deutschland vor dem Besuch wissen sollten.

Angkor Wat, Reise, Kultur
Angkor Wat, Reise, Kultur

Wenn sich über Angkor Wat der Himmel von tiefem Schwarz zu feurigem Orange verfärbt und sich die fünf Türme im Wasser spiegeln, wirkt der Tempelkomplex bei Siem Reap wie eine Szene aus einer anderen Welt. Angkor Wat – wörtlich „Stadt-Tempel“ – ist nicht nur das Wahrzeichen Kambodschas, sondern einer der beeindruckendsten Sakralbauten Asiens und ein Sehnsuchtsort für Reisende aus Deutschland.

Angkor Wat: Das ikonische Wahrzeichen von Siem Reap

Angkor Wat in Siem Reap ist das Herz der ehemaligen Metropole Angkor, Zentrum des historischen Khmer-Reiches. Heute gehört der Tempel zum UNESCO-Welterbe „Angkor“ und gilt laut der Deutschen Zentrale für Tourismus und zahlreichen internationalen Reiseführern als eines der wichtigsten Reiseziele in Südostasien. Der Komplex verbindet monumentale Architektur, filigrane Steinreliefs und eine Atmosphäre, die zwischen buddhistischer Gelassenheit und überwucherndem Dschungel changiert.

Für viele Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Angkor Wat der Hauptgrund, überhaupt nach Kambodscha zu reisen – ähnlich ikonisch wie der Taj Mahal in Indien oder die Pyramiden von Gizeh in Ägypten. Die Silhouette der fünf Lotus-Türme ziert die kambodschanische Flagge und symbolisiert den Stolz eines Landes, dessen Geschichte von glanzvollen Epochen und dramatischen Brüchen geprägt ist.

Besonders eindrücklich ist Angkor Wat in den frühen Morgenstunden. Die Temperatur ist noch vergleichsweise angenehm, die Dämmerung legt einen violett-goldenen Schimmer über die Sandsteinmauern, und das leise Murmeln von Mönchsgebeten mischt sich mit dem Zirpen der Zikaden. Wer früh genug kommt, erlebt den Tempel, bevor die Tageshitze und der Besucherstrom einsetzen.

Geschichte und Bedeutung von Angkor Wat

Angkor Wat wurde im 12. Jahrhundert während der Herrschaft von König Suryavarman II. erbaut. Historiker ordnen die Hauptbauzeit grob in die erste Hälfte des Jahrhunderts ein; damit entstand der Tempel mehrere Hundert Jahre bevor in Europa etwa der Kölner Dom vollendet wurde. Laut UNESCO und dem Auswärtigen Amt repräsentiert Angkor die Blütezeit des Khmer-Reiches, das große Teile des heutigen Kambodscha, Thailand, Laos und Vietnam beherrschte.

Ursprünglich war Angkor Wat ein hinduistischer Tempel, der dem Gott Vishnu geweiht war. Dieser Umstand unterscheidet ihn von vielen anderen Angkor-Tempeln, die zunächst Shiva oder später dem Buddhismus gewidmet wurden. Die Ausrichtung nach Westen – eher untypisch, da Tempel im Hinduismus häufig nach Osten orientiert sind – wird von Fachleuten des französischen Forschungsinstituts EFEO (École française d’Extrême-Orient) unter anderem mit der Verbindung Vishnus zu kosmischen Zyklen und möglicherweise mit königlichen Begräbnisritualen in Verbindung gebracht, auch wenn die genaue Deutung bis heute diskutiert wird.

Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich Angkor Wat von einem hinduistischen zu einem buddhistischen Heiligtum. Bereits ab dem 14. Jahrhundert gewannen Theravada-buddhistische Traditionen an Bedeutung. Heute dominieren Buddha-Statuen, Räucherstäbchen und Opfergaben an lokalen Schreinen das Bild, auch wenn viele der ursprünglichen hinduistischen Reliefs und Symbole erhalten geblieben sind. Dieser Religionswechsel spiegelt den tiefgreifenden kulturellen Wandel in der Region wider.

Ab dem 15. Jahrhundert verlor Angkor als politische Hauptstadt an Bedeutung, als die königliche Residenz weiter südlich – in der Region des heutigen Phnom Penh – etabliert wurde. Viele Tempel versanken teilweise im Dschungel. Angkor Wat blieb jedoch, wie Historikerinnen der UNESCO betonen, nie völlig verlassen: buddhistische Mönche und Pilger nutzten den Komplex über die Jahrhunderte weiter. Dadurch blieb die Anlage besser erhalten als andere Bauten in Angkor.

Im 19. Jahrhundert geriet Angkor Wat verstärkt in den Fokus europäischer Forschungsreisender. Französische Expeditionen, etwa jene um Henri Mouhot, trugen Berichte und Zeichnungen nach Europa, die in Zeitungen und Fachpublikationen verbreitet wurden. Auch wenn einige frühe Texte die Anlage exotisierend überhöhten, machten sie Angkor Wat zum Synonym für die verlorene Pracht eines Dschungelreiches – ein Bild, das in westlichen Köpfen bis heute nachwirkt.

1992 wurde Angkor, einschließlich Angkor Wat, von der UNESCO als Welterbe anerkannt. Gleichzeitig setzte die internationale Gemeinschaft Programme zur Konservierung und Restaurierung in Gang. Frankreich, Japan, Deutschland und weitere Staaten unterstützen Forschung, Restaurierung und Besuchermanagement. Die UNESCO betont, dass Angkor nicht nur architektonisch einzigartig sei, sondern auch ein Symbol für die kulturelle Widerstandskraft Kambodschas darstelle, insbesondere nach den Zerstörungen der Khmer-Rouge-Zeit in den 1970er-Jahren.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Angkor Wat ein Meisterwerk der Khmer-Baukunst. Die Anlage folgt einer symbolischen Geometrie: Ein rechteckiger Wassergraben umschließt das Tempelareal, das über eine lange Sandstein-Kaipel (Zugangsweg) erreicht wird. Laut UNESCO und Fachpublikationen wie „National Geographic Deutschland“ repräsentiert dieser Wassergraben den kosmischen Ozean, während die gestuften Ebenen und die fünf Zentral-Türme den heiligen Berg Meru – in der indischen und südostasiatischen Kosmologie Sitz der Götter – darstellen.

Die Mauern von Angkor Wat sind über und über mit feinen Basreliefs überzogen. Besonders berühmte Szenen sind die „Meeresquirlung“ – eine mythologische Episode, in der Götter und Dämonen gemeinsam an einer Riesenschlange ziehen, um das Elixier der Unsterblichkeit aus dem Urmeer zu gewinnen – sowie umfangreiche Darstellungen von Apsaras. Apsaras sind himmlische Tänzerinnen, die mit aufwendig gearbeiteten Frisuren, Schmuck und Gewändern dargestellt werden. Kunsthistorische Analysen, etwa aus Publikationen des Deutschen Archäologischen Instituts, heben die hohe Detailgenauigkeit und den fließenden Bewegungsduktus dieser Reliefs hervor.

Die Anlage ist in drei Haupt-Ebenen unterteilt. Jede Ebene steht für einen höheren Grad an Heiligkeit, aber auch für eine architektonische Verdichtung. Auf den unteren Terrassen dominieren lange Galerien mit Reliefs; weiter oben verdichten sich Türme, Treppenaufgänge und Innenhöfe. Die Treppen zur obersten Ebene sind extrem steil – ein bewusstes architektonisches Mittel, das, wie Forschende betonen, den mühsamen Aufstieg in den Himmel symbolisieren soll. Heute sind einige dieser Treppen gesichert oder durch modernere Zugänge ergänzt, um die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten.

Ein weiterer architektonischer Reiz ist das Spiel von Licht und Schatten. Durch die offene Galerie-Architektur dringt das Tageslicht in schmalen Streifen in die Korridore, legt Reliefs partiell frei und lässt andere in Dunkelheit verschwinden. Diese ständig wechselnde Lichtstimmung trägt dazu bei, dass selbst wiederholte Besuche von Angkor Wat jedes Mal ein anderes Erlebnis bieten.

Viele Reiseführer und Institutionen wie die Deutsche Welle weisen darauf hin, dass Angkor Wat trotz seiner Größe relativ kompakt und logisch aufgebaut wirkt. Im Gegensatz zu einigen anderen Angkor-Tempeln, die stärker von Baumwurzeln überwuchert sind, erscheint Angkor Wat strukturierter und „ordentlicher“. Dennoch gibt es auch hier verwitterte Sandsteinblöcke, Moos und zarte Pflanzen, die aus Fugen wachsen – ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Dschungel jederzeit bereit ist, sich das Areal zurückzuerobern.

Besonders faszinierend für viele Besucherinnen und Besucher aus dem deutschsprachigen Raum ist die Verbindung aus Monumentalität und feinster Detailkunst. Die Türme überragen den Wald wie eine Miniatur-Skyline, während man in den Reliefs ganze Epen, Hofzeremonien und Alltagszenen entdecken kann. Es lohnt sich, bei einem Besuch zumindest einen Teil der Relief-Galerien in Ruhe zu umrunden, statt Angkor Wat nur als Kulisse für das ikonische Sonnenaufgangsfoto zu nutzen.

Angkor Wat besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Angkor Wat liegt wenige Kilometer nördlich der Stadt Siem Reap im Nordwesten Kambodschas. Siem Reap verfügt über einen internationalen Flughafen, der über große Drehkreuze in Asien erreichbar ist. Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel von Frankfurt, München, Berlin oder anderen größeren Flughäfen mit Umstieg, etwa in Bangkok, Singapur, Doha oder Kuala Lumpur. Insgesamt dauern die Verbindungen häufig zwischen 14 und 20 Stunden, abhängig von Route und Aufenthaltsdauer beim Umstieg. Direktflüge aus Deutschland nach Siem Reap gibt es derzeit nicht; aktuelle Flugverbindungen sollten unmittelbar bei Airlines oder Reiseportalen geprüft werden.
  • Fortbewegung vor Ort
    Von Siem Reap aus gelangen Besucherinnen und Besucher mit Tuk-Tuk, Taxi oder organisiertem Bus zum Haupteingang von Angkor Wat. Viele Hotels kooperieren mit verlässlichen Fahrern und bieten Tagespakete für die Angkor-Tempel an. Fahrräder und E-Bikes können eine Alternative sein, besonders in der trockeneren und weniger heißen Jahreszeit, erfordern aber eine gewisse Grundfitness und Vorsicht im Verkehr.
  • Ă–ffnungszeiten
    Die offiziellen Öffnungszeiten für Angkor Wat variieren leicht, liegen jedoch in der Regel in einem Korridor von den frühen Morgenstunden bis in den späten Nachmittag. Viele Quellen nennen einen Zutritt ab etwa 5:00 Uhr für Sonnenaufgänge, während der letzte Einlass am Nachmittag erfolgt. Da sich Regelungen ändern können – etwa im Zuge von Renovierungsarbeiten, Feiertagen oder Anpassungen des Besuchermanagements – sollten aktuelle Öffnungszeiten direkt bei der zuständigen Verwaltung von Angkor oder auf offiziellen Tourismuswebseiten Kambodschas geprüft werden.
  • Eintritt und Tickets
    Angkor Wat ist Teil des größeren Angkor-Archäologieparks, für den ein zentrales Ticket gilt. Es gibt Tickets mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer (z. B. für einen Tag, mehrere Tage oder länger), sodass Besucherinnen und Besucher den Tempelkomplex in ihrem eigenen Tempo erkunden können. Die Preise werden regelmäßig angepasst und unterscheiden sich je nach Ticketkategorie. Da konkrete Beträge schwanken und von offiziellen Stellen festgelegt werden, empfiehlt es sich, vor der Reise die aktuellen Ticketpreise auf den Seiten der Angkor-Verwaltung oder der nationalen Tourismusbehörden zu prüfen. Ausgaben vor Ort werden meist in US-Dollar und der Landeswährung Riel angegeben; Reisende sollten Wechselkurs- und Preisangaben tagesaktuell kontrollieren.
  • Beste Reisezeit
    Kambodscha hat ein tropisches Klima mit einer ausgeprägten Trocken- und Regenzeit. FĂĽr Besuche von Angkor Wat empfehlen viele seriöse ReisefĂĽhrer und Institutionen den Zeitraum von etwa November bis Februar, wenn die Temperaturen etwas milder sind und die Luftfeuchtigkeit geringer ist. In den heiĂźesten Monaten rund um April kann die Hitze mit deutlich ĂĽber 30 Â°C und hoher Luftfeuchtigkeit sehr belastend sein, besonders beim Besteigen der steilen Tempeltreppen. Die Regenzeit bringt häufig nachmittägliche Schauer, kann aber durch dramatische Wolkenstimmungen und weniger Besucherinnen und Besucher auch ihren eigenen Reiz haben. Unabhängig von der Jahreszeit sind die frĂĽhen Morgenstunden und späten Nachmittage in der Regel angenehmer als die Mittagszeit.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Siem Reap liegt in der Zeitzone Indochina Time (ICT, UTC+7). Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt in der Regel +6 Stunden während der mitteleuropäischen Winterzeit (MEZ) und +5 Stunden während der Sommerzeit (MESZ). Wer aus Deutschland anreist, sollte mit deutlichem Jetlag rechnen und gegebenenfalls den Besuch von Angkor Wat nicht direkt auf den ersten Morgen legen.
  • Sprache vor Ort
    Amtssprache in Kambodscha ist Khmer. In Siem Reap und rund um Angkor Wat sprechen viele Personen im Tourismusbereich – etwa in Hotels, Restaurants und bei Tuk-Tuk-Fahrern – zumindest grundlegendes Englisch, nicht selten auch gut. Deutsch wird dagegen nur selten verstanden. Englischkenntnisse sind daher sehr hilfreich, insbesondere für individuelle Verhandlungen, etwa mit Fahrern oder Guides. Offizielle Beschilderungen im Angkor-Park sind meist zweisprachig (Khmer und Englisch).
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld
    Die Landeswährung ist der Riel. In der Praxis werden in touristischen Regionen US-Dollar weit verbreitet akzeptiert, etwa für Hotelübernachtungen, Eintrittskarten oder Restaurantrechnungen. Kreditkarten werden in vielen Hotels und größeren Restaurants akzeptiert, in kleineren Geschäften, bei Straßenständen und bei Tuk-Tuk-Fahrten ist Bargeld üblich. Für Reisende aus Deutschland ist es sinnvoll, sowohl US-Dollar in kleinen Scheinen als auch etwas Riel für kleine Einkäufe bereitzuhalten. Trinkgeld ist kein Muss, wird aber im Tourismusbereich häufig erwartet. Kleine Beträge – etwa gerundete Rechnungen oder ein zusätzliches Trinkgeld für gute Leistung – werden gerne angenommen.
  • Kleiderordnung und kultureller Respekt
    Angkor Wat ist trotz seines touristischen Charakters eine religiöse Stätte. Die Behörden und kulturelle Institutionen wie UNESCO und Auswärtiges Amt empfehlen, Schultern und Knie zu bedecken – für Frauen und Männer gleichermaßen. Trägerhemden, sehr kurze Hosen oder freizügige Oberteile sind in Tempelbereichen unangebracht und können zu Einschränkungen beim Eintritt führen. Leichte, lange Kleidung bietet zudem physischen Schutz vor Sonne und Mücken. Beim Betreten bestimmter Schreine kann es erforderlich sein, Schuhe auszuziehen. Respektvoller Umgang, leise Stimmen in Andachtsbereichen und Zurückhaltung bei Selfies vor betenden Menschen werden ausdrücklich empfohlen.
  • Fotografie und Drohnen
    Angkor Wat ist ein Paradies für Fotografie, doch es gelten Regeln. In vielen Bereichen ist das Fotografieren für den privaten Gebrauch erlaubt, solange weder religiöse Handlungen gestört noch andere Besucherinnen und Besucher rücksichtslos in Szene gesetzt werden. Für professionelle Foto- oder Videoaufnahmen können zusätzliche Genehmigungen nötig sein. Drohnen sind in weiten Teilen des Areals ohne spezielle Erlaubnis nicht gestattet. Da Regelungen sich ändern können, sollten aktuelle Bestimmungen vor Ort, auf Hinweisschildern und in offiziellen Informationsmaterialien beachtet werden.
  • Gesundheit und Sicherheit
    Aufgrund des tropischen Klimas sind ausreichender Sonnenschutz, Kopfbedeckung, leichte aber bedeckende Kleidung und genug Trinkwasser besonders wichtig. Reisende sollten nur abgefülltes Trinkwasser aus verschlossenen Flaschen nutzen und Eiswürfel in einfachen Restaurants überdenken. Für medizinische Notfälle gibt es in Siem Reap Kliniken und internationale Praxen; eine Auslandskrankenversicherung, die den Rücktransport nach Deutschland abdeckt, ist empfehlenswert. Innerhalb des Tempelareals ist auf unebenes Gelände, steile Treppen und glatte Steine nach Regen zu achten. Wertsachen sollten aus Sicherheitsgründen möglichst im Hotelsafe bleiben.
  • Einreisebestimmungen
    Für Kambodscha gelten Visumspflichten und Einreisebestimmungen, die sich ändern können. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisehinweise, Visabestimmungen und Sicherheitsempfehlungen vor der Reise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Hinweise zu gesundheitlichen Empfehlungen, etwa zu Impfungen oder Schutz vor Mückenstichen.

Warum Angkor Wat auf jede Siem Reap-Reise gehört

Angkor Wat ist nicht nur ein Fotomotiv, sondern ein Ort, an dem sich Geschichte, Religion und Natur zu einem dichten Erlebnis verbinden. Wer aus Deutschland anreist, erlebt hier einen starken Kontrast zu europäischen Kulturlandschaften: Statt gotischen Kathedralen aus Stein sind es tropische Tempelkomplexe, die teils vom Dschungel überwuchert werden, statt Glockengeläut hört man das Rascheln der Palmen und das Klicken der Zikaden.

Ein Tag in Angkor Wat beginnt oft in absoluter Dunkelheit. Vor dem Haupteingang sammeln sich kleine Gruppen mit Stirnlampen, Händler bieten Kaffee, Tee und einfache Snacks an. Wenn sich dann die Konturen des Haupttempels im ersten Licht abzeichnen, wird verständlich, warum gerade der Sonnenaufgang zu einem Mythos geworden ist. Trotzdem lohnt es sich, nach diesem ersten magischen Moment noch länger im Areal zu bleiben, sich abseits der beliebten Fotospots zu bewegen und die ruhigen Innenhöfe, Bibliotheksgebäude und Galerien mit Reliefs zu studieren.

Viele Reisende verbinden den Besuch von Angkor Wat mit weiteren Tempeln im Angkor-Park, etwa dem Bayon mit seinen lächelnden Steingesichtern oder Ta Prohm, wo riesige Baumwurzeln über Mauern wachsen. Angkor Wat ist in diesem Netzwerk aber das zentrale Bezugssystem: als größter, ikonischster und am besten erhaltene Tempel. Wer sich einen mehrtägigen Angkor-Pass gönnt, kann Angkor Wat frühmorgens, am späten Nachmittag und vielleicht sogar bei wechselndem Wetter erleben – und so seine ganz persönliche Beziehung zu diesem Ort entwickeln.

Für Kulturinteressierte aus dem deutschsprachigen Raum bietet Angkor Wat zudem eine spannende Ergänzung zu bekannten Welterbestätten in Europa. Während etwa das römische Kolosseum oder das Forum Romanum Einblicke in die Antike des Mittelmeerraums geben, öffnet Angkor angrenzende Kulturhorizonte über Indien hinaus in den südostasiatischen Raum. Die Mischung aus hinduistischer und buddhistischer Symbolik, die spezifische Khmer-Ästhetik und die Verflechtung mit dem politischen Machtanspruch der einstigen Könige machen Angkor Wat zu einem Schlüssel, um die Kulturgeschichte Kambodschas besser zu verstehen.

Reisende, die neben klassischem Sightseeing auch Wert auf Reflexion legen, können den Besuch mit Einblicken in die jüngere Geschichte des Landes kombinieren, etwa durch den Besuch von Dokumentationszentren in Phnom Penh oder lokalen Initiativen, die sich der Aufarbeitung der Roten-Khmer-Vergangenheit widmen. So wird Angkor Wat nicht nur zu einem Postkartenmotiv, sondern zu einem Ausgangspunkt, um Kambodscha als Land mit einer komplexen, oft schmerzhaften, aber auch widerstandsfähigen Geschichte wahrzunehmen.

Angkor Wat in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

Angkor Wat gehört zu den meistfotografierten Tempelkomplexen der Welt und ist auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok allgegenwärtig. Reisende teilen Sonnenaufgangsbilder, Zeitraffer-Clips, Drohnenaufnahmen (wo erlaubt) und persönliche Eindrücke vom Tempelerlebnis. Die Bandbreite reicht von ruhigen, fast meditativ wirkenden Videos der frühen Morgenstunden bis zu „Behind-the-Scenes“-Posts, die zeigen, wie viele Menschen sich tatsächlich am Teich vor Angkor Wat versammeln, um das berühmte Spiegelungsfoto zu machen.

Häufige Fragen zu Angkor Wat

Wo liegt Angkor Wat genau?

Angkor Wat liegt wenige Kilometer nördlich der Stadt Siem Reap im Nordwesten Kambodschas. Der Tempel ist Teil des größeren Angkor-Archäologieparks, der sich über eine weite Ebene mit zahlreichen historischen Tempeln und Wasseranlagen erstreckt.

Wie alt ist Angkor Wat?

Angkor Wat wurde im 12. Jahrhundert während der Herrschaft von König Suryavarman II. errichtet. Damit ist der Tempelkomplex mehrere Jahrhunderte alt und stammt aus der Blütezeit des historischen Khmer-Reiches, lange bevor viele berühmte neuzeitliche Bauwerke Europas entstanden.

Kann man Angkor Wat an einem Tag besichtigen?

Angkor Wat lässt sich in seinen Grundzügen an einem Tag besichtigen, insbesondere wenn man sich auf den Haupttempel konzentriert. Viele Reisende aus Deutschland entscheiden sich jedoch für einen mehrtägigen Aufenthalt und nutzen einen Angkor-Pass, um neben Angkor Wat auch andere Tempel wie Bayon oder Ta Prohm zu erkunden und unterschiedliche Tageszeiten zu erleben.

Welche Kleidung ist fĂĽr den Besuch von Angkor Wat angemessen?

Da Angkor Wat eine religiöse Stätte ist, sollten Schultern und Knie bedeckt sein. Leichte, lange Hosen oder Röcke und T-Shirts mit Ärmeln sind eine gute Wahl. Trägerhemden, sehr kurze Hosen oder freizügige Kleidung gelten in den Tempelbereichen als respektlos und können zum verweigerten Zutritt einzelner Zonen führen.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr Angkor Wat?

Viele Reiseführer empfehlen die Monate von ungefähr November bis Februar, wenn die Temperaturen etwas niedriger und die Luftfeuchtigkeit weniger extrem sind. In dieser Zeit ist es tagsüber oft warm, aber erträglich. Die heißesten Monate um April können sehr anstrengend sein, während die Regenzeit zwar mehr Niederschläge bringt, dafür aber oft mit dramatischen Wolkenstimmungen und weniger Andrang einhergeht.

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