Antelope Canyon, Reise

Antelope Canyon bei Page: Geheimnisvolle Lichtsäulen im roten Fels

31.05.2026 - 14:34:49 | ad-hoc-news.de

Der Antelope Canyon bei Page, USA, ist einer der fotogensten Slot Canyons der Welt. Was deutsche Reisende wissen sollten, bevor sie in dieses natĂĽrliche Lichttheater hinabsteigen.

Antelope Canyon, Reise, Wahrzeichen
Antelope Canyon, Reise, Wahrzeichen

Wenn mittags ein schmaler Lichtstrahl durch den schmalen Spalt im roten Fels fällt, wirkt der Antelope Canyon (sinngemäß „Antilopen-Schlucht“) bei Page in den USA wie eine Kathedrale aus Sandstein. Die geschwungenen Wände, die warmen Farbtöne von tiefem Rot bis weichem Orange und die dramatischen Schatten machen diesen Slot Canyon zu einem der ikonischsten Naturwahrzeichen des amerikanischen Südwestens – und zu einem Sehnsuchtsort für Reisende aus Deutschland.

Antelope Canyon: Das ikonische Wahrzeichen von Page

Der Antelope Canyon liegt im Norden von Arizona, unweit der kleinen Stadt Page und des Lake Powell, mitten im Navajo-Reservat. Er gilt als einer der bekanntesten Slot Canyons der Welt, also als besonders schmale und tief eingeschnittene Schluchten, die durch Erosion in weichen Gesteinsschichten entstehen. Seine filigranen Felsformen und das Spiel aus Licht und Schatten haben ihn zu einem globalen Social-Media-Phänomen gemacht – kaum ein anderer Canyon wird so häufig fotografiert.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland gehört der Antelope Canyon oft zu den Höhepunkten einer Rundreise durch den Südwesten der USA, zusammen mit Grand Canyon, Monument Valley und Bryce Canyon. Anders als der Grand Canyon ist er kein weiter, offener Abgrund, sondern ein enger, beinahe intim wirkender Schlitz, durch den man zu Fuß geführt wird. Der Reiz liegt in der unmittelbaren Nähe zum Gestein, in der Stille und in der nahezu vollständig abgeschirmten Welt aus Sandstein, in die nur schmale Lichtkegel dringen.

Das Gebiet ist Teil des Navajo Nation Tribal Parks, also eines von der Navajo Nation verwalteten Schutzgebiets. Der Canyon ist in zwei Hauptbereiche unterteilt, die meist als Upper Antelope Canyon und Lower Antelope Canyon bezeichnet werden. Beide Abschnitte können ausschließlich im Rahmen geführter Touren betreten werden. Das schützt dieses empfindliche Naturdenkmal und sorgt zugleich dafür, dass Besuchsströme kontrolliert werden.

Geschichte und Bedeutung von Antelope Canyon

Geologisch betrachtet ist der Antelope Canyon ein Produkt von Millionen Jahren Erosion. In dieser Region Nordarizonas lagerten sich über lange Zeiträume mächtige Schichten aus Sand und Sedimenten ab. Unter Druck verfestigten sie sich zu Sandstein, der vergleichsweise weich ist und durch Wasser sehr leicht geformt werden kann. Über unzählige Jahre hinweg schnitten sich Sturzfluten – plötzliche, sehr starke Wasserläufe nach heftigen Regenfällen – in diesen Sandstein ein und schufen die heute sichtbaren, eng gewundenen Schluchten.

Der Canyon liegt auf dem Land der Navajo, eines der bekanntesten indigenen Völker des Südwestens der USA. In der Navajo-Sprache wird der Upper Antelope Canyon häufig mit einem Ausdruck bezeichnet, der sinngemäß „Ort, an dem das Wasser durch die Felsen fließt“ bedeutet. Diese Bezeichnung verdeutlicht, wie eng die Entstehungsgeschichte des Canyons mit der Kraft des Wassers verbunden ist. Die Schlucht war über lange Zeit kein touristischer Ort, sondern Teil der alltäglichen Landschaft der Navajo, die das Gebiet mit traditionellem Wissen und spirituellen Bedeutungen verbinden.

Für die Navajo hat die Natur einen hohen spirituellen Stellenwert. Viele Orte gelten als heilig oder als kraftvolle Landschaften, die in Mythen und Erzählungen vorkommen. Der Antelope Canyon wird häufig als ein solcher besonders kraftvoller Ort beschrieben. Besucherinnen und Besucher werden daher gebeten, respektvoll aufzutreten – ähnlich wie in einer Kirche oder an einem anderen religiös geprägten Ort. Das bedeutet, keine Stein- oder Sandproben mitzunehmen, nichts an den Wänden zu ritzen und die Anweisungen der Guides zu respektieren.

Touristisch wurde der Antelope Canyon erst im 20. Jahrhundert nach und nach erschlossen, als Page – ursprünglich als Wohnort für die Arbeiter des Glen Canyon Dam gegründet – sich zu einem Ausgangspunkt für den Besuch der umliegenden Naturattraktionen entwickelte. Mit dem Aufkommen der Farbfotografie und später der digitalen Fotografie wurde der Canyon weltweit bekannt. Reiseverlage und Naturmagazine zeigen ihn seit Jahren regelmäßig auf ihren Titelseiten, und längst ist er zu einem Symbol der Slot Canyons im Südwesten geworden.

Während der Canyon früher nur einem kleineren Kreis an Reisenden bekannt war, ist er heute fester Bestandteil vieler Rundreiseangebote durch die USA. Deutsche Reiseveranstalter führen den Antelope Canyon häufig explizit in ihren Katalogen auf, und Reiseberichte in deutschsprachigen Medien betonen immer wieder die intensive, fast meditative Atmosphäre in der Schlucht. Viele Reiseexpertinnen und -experten empfehlen, Besuche langfristig zu planen, da die Nachfrage die begrenzten Kapazitäten der Touren oft übersteigt.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Der Antelope Canyon ist kein Bauwerk im klassischen Sinne, wirkt aber dennoch architektonisch – wie eine von der Natur geschaffene Skulptur. Die Wände des Canyons sind in fließenden Linien geformt, die an Wellen erinnern. Die Schlucht ist an manchen Stellen nur knapp breit genug, um hindurchzugehen, an anderen Stellen öffnet sie sich zu etwas größeren Kammern. Die Höhe der Wände kann dabei deutlich über zehn Meter erreichen, sodass man sich in einem schmalen, hohen Raum bewegt, dessen „Decke“ nur ein wenige Zentimeter breiter Spalt zum Himmel ist.

Besonders eindrucksvoll ist das Farbspektrum des Sandsteins. Je nach Tageszeit und Lichteinfall wirken die Felsen rot, orange, violett oder sogar leicht blau. Das liegt daran, dass das Sonnenlicht mehrfach von den Wänden reflektiert wird, bevor es das Innere der Schlucht erreicht. Früh am Morgen oder am späten Nachmittag dominieren eher weiche, diffuse Lichtstimmungen, während um die Mittagszeit – vor allem in den Sommermonaten – direkte Lichtstrahlen von oben in den Canyon fallen können. Diese „Lichtsäulen“ sind eines der bekanntesten Motive und werden oft mit langen Belichtungszeiten fotografiert.

Upper und Lower Antelope Canyon unterscheiden sich in Charakter und Atmosphäre. Der Upper Antelope Canyon ist breiter und am Boden eben, sodass er relativ einfach begehbar ist. Die berühmten Lichtstrahlen treten vor allem hier regelmäßig auf. Der Lower Antelope Canyon ist enger, hat teils steilere Abschnitte und Treppen, und wirkt dadurch etwas abenteuerlicher. Er wird oft als verwinkelter und spielerischer beschrieben, während der Upper Canyon eher an einen sakralen Raum erinnert.

Fotografisch stellt der Antelope Canyon eine Herausforderung dar. Das starke Hell-Dunkel-Gefälle, die engen Räume und die teilweise bewegten Besuchergruppen machen es schwierig, die Stimmung einzufangen. Viele Guides geben Hinweise für Bildkompositionen und empfehlen, die Belichtungszeit eher etwas länger zu wählen und nicht zu sehr auf den Himmel zu belichten, um die Farben der Wände zu erhalten. Professionelle Fotografietouren werden deutlich restriktiver vergeben als früher und sind teils eingeschränkt worden, um die Besucherdichte zu steuern und die Sicherheit zu gewährleisten.

Ein weiteres wichtiges Merkmal sind die Flash Floods, plötzliche Sturzfluten, die weiterhin auftreten können. Bei starken Regenfällen – teilweise auch in größerer Entfernung, wenn das Wasser durch Seitentäler in die Region geleitet wird – kann sich der Canyon sehr schnell mit Wasser füllen. Aus Sicherheitsgründen werden Touren bei ungünstiger Wetterlage kurzfristig abgesagt oder verschoben. Dieses Risiko ist ein Grund dafür, dass der Zugang nur geführt möglich ist und dass die Veranstalter eng mit meteorologischen Diensten zusammenarbeiten.

Antelope Canyon besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Antelope Canyon befindet sich wenige Kilometer östlich der Stadt Page im Norden des US-Bundesstaates Arizona, nahe der Grenze zu Utah. Für Reisende aus Deutschland führen typische Flugrouten über große internationale Drehkreuze wie Phoenix, Las Vegas, Los Angeles oder Denver. Von Frankfurt, München oder Berlin aus sind – je nach Verbindung und Umstieg – Gesamtflugzeiten von rund 14 bis 18 Stunden realistisch, inklusive Umsteigezeit. Von Las Vegas nach Page beträgt die Fahrstrecke etwa 450 km, was je nach Route und Pausen ungefähr fünf Stunden Fahrzeit mit dem Auto bedeutet. Von Phoenix sind es rund 450 bis 480 km, ebenfalls gut fünf Stunden mit dem Mietwagen.
  • Anreise mit dem Auto
    Die meisten Besucherinnen und Besucher erreichen Page und den Antelope Canyon mit einem Mietwagen. Die Straßen im Umfeld sind gut ausgebaut, und Page liegt an wichtigen Routen des Südwestens. Im Vergleich zu Deutschland gibt es in den USA ein weit verzweigtes Highway-System, jedoch ist der öffentliche Nahverkehr außerhalb größerer Städte weniger dicht. Wer eine Rundreise plant, sollte also den Mietwagen fest einplanen. In Page selbst sind Parkplätze an den Tour-Treffpunkten vorgesehen, wobei die genaue Parkregelung je nach Anbieter variieren kann.
  • Ă–ffnungszeiten und Touren
    Der Antelope Canyon kann ausschließlich im Rahmen geführter Touren besucht werden, die in der Regel tagsüber stattfinden. Konkrete Öffnungszeiten unterscheiden sich je nach Touranbieter, Saison und Abschnitt (Upper oder Lower Antelope Canyon) und können sich ändern. Es empfiehlt sich daher, die jeweils aktuellen Angaben direkt bei den offiziellen Tourveranstaltern oder Tourismusinformationen zu prüfen. Kurzfristige Anpassungen sind insbesondere bei ungünstigen Wetterlagen möglich.
  • Eintritt und Tourpreise
    Besuchende zahlen für geführte Touren in der Regel einen Preis, der sowohl den Eintritt in das Navajo-Gebiet als auch die Führung umfasst. Die Preise variieren je nach Anbieter, Dauer der Tour, Tageszeit und Nachfrage. Zusätzlich zur Grundgebühr kann eine Navajo-Parkgebühr anfallen. Da sich Tarife und Umrechnungskurse verändern, lassen sich feste Preise nur bedingt dauerhaft angeben. Als Orientierung kann man davon ausgehen, dass ein Besuch im Antelope Canyon im Vergleich zu anderen Naturattraktionen im Südwesten eher im oberen Preissegment angesiedelt ist. Die Bezahlung erfolgt in der Regel in US-Dollar, häufig per Kreditkarte; der Umrechnungskurs zu Euro schwankt.
  • Beste Reisezeit
    Der Antelope Canyon kann grundsätzlich ganzjährig besucht werden, wobei die Bedingungen je nach Jahreszeit unterschiedlich sind. Besonders gefragt sind die Monate im späten Frühling und im Sommer, da dann die Wahrscheinlichkeit für direkte Lichtstrahlen im Upper Antelope Canyon zur Mittagszeit größer ist. In diesen Zeiten ist der Andrang entsprechend hoch. Frühling und Herbst bieten angenehme Temperaturen und etwas weniger Besucher. Im Winter kann es kühler sein, und die Lichtverhältnisse sind anders, dafür ist der Canyon meist weniger überlaufen. Für deutsche Reisende ist auch zu bedenken, dass Schulferienzeiten in Deutschland und in den USA zu stärkerer Nachfrage führen können.
  • Klima und Kleidung
    Die Region um Page hat ein trockenes Wüstenklima mit heißen Sommern und relativ kühlen Nächten. In den Sommermonaten können die Temperaturen tagsüber deutlich über 30 °C steigen, während es im Winter deutlich kühler und teils frostig wird. Im Canyon selbst ist es etwas schattiger, aber dennoch warm. Leichte, atmungsaktive Kleidung, feste Schuhe mit gutem Profil und eine Kopfbedeckung für die Zeit außerhalb der Schlucht sind empfehlenswert. Ein leichter Pullover kann in den kühleren Monaten sinnvoll sein. Aufgrund des feinen Sandes sollten empfindliche Schuhe und Kleidung, die leicht Schmutz annimmt, eher gemieden werden.
  • Sprache vor Ort
    In Page und im Antelope-Canyon-Gebiet ist Englisch die dominierende Sprache, oft ergänzt durch Navajo in der Gemeinschaft der Navajo Nation. Deutsch wird im Alltag kaum gesprochen, allerdings sind Mitarbeitende im Tourismus meist an internationale Gäste gewöhnt, und viele kennen grundlegende oder touristische Begriffe in mehreren Sprachen. Englischkenntnisse sind für eine eigenständige Reiseplanung sehr hilfreich. Manche deutsche Reisegruppen sind mit deutschsprachiger Reiseleitung unterwegs, insbesondere bei geführten Rundreisen.
  • Zahlung und Trinkgeld
    In den USA ist die Zahlung per Kreditkarte weit verbreitet. Visa und Mastercard sind gängige Optionen, auch in vielen Hotels, Restaurants und bei Touranbietern in Page. Bargeld in US-Dollar wird ebenfalls akzeptiert, ist aber weniger dominant als in manchen europäischen Ländern. Trinkgeld hat in den USA eine größere Bedeutung als in Deutschland. Für Guides im Antelope Canyon sind Trinkgelder üblich; sie gelten als Ausdruck der Wertschätzung für die Führung, die Erklärungen und die fotografischen Hinweise. Übliche Richtwerte liegen oft etwas höher als in Deutschland, können aber individuell angepasst werden.
  • Sicherheit, Gesundheit und Flash Floods
    Die Sicherheit der Besuchenden hat in den Slot Canyons höchste Priorität. Wegen der Gefahr plötzlicher Sturzfluten werden Touren bei Regen oder erhöhter Gefahr abgesagt oder unterbrochen. Besucherinnen und Besucher sollten unbedingt die Anweisungen der Guides befolgen und nicht auf eigene Faust in die Schlucht gehen. Für Reisende aus Deutschland ist außerhalb Europas eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll, da die medizinische Versorgung in den USA zwar hoch entwickelt, aber sehr kostspielig ist. In Page gibt es medizinische Einrichtungen, umfassendere Versorgung findet sich in größeren Städten wie Flagstaff.
  • Fotografieregeln
    Fotografieren ist ein zentraler Teil des Besuchserlebnisses, aber mit Rücksicht auf andere Gäste verbunden. Stative sind nicht immer erlaubt oder nur auf speziellen Touren zugelassen; die Regeln haben sich im Lauf der Zeit mehrmals geändert, um den Ablauf der Touren nicht zu behindern. Blitzlicht ist in der engen Schlucht oft wenig hilfreich und kann andere stören. Es empfiehlt sich, vorab bei der Tourbuchung zu prüfen, welche Fotoausrüstung erlaubt ist, und während der Tour rücksichtsvoll zu agieren. Smartphones können beeindruckende Bilder liefern, vor allem, wenn man sie auf die spezielle Lichtstimmung einstellt.
  • Einreisebestimmungen
    Deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger benötigen für die Einreise in die USA in der Regel einen Reisepass und – abhängig vom Reisezweck und der Aufenthaltsdauer – eine elektronische Einreisegenehmigung (ESTA) oder ein Visum. Die Bedingungen können sich ändern. Es ist daher wichtig, die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de zu prüfen, bevor eine Reise geplant oder angetreten wird.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Der Antelope Canyon liegt in Arizona, das dem Mountain Time-Bereich zugeordnet ist. Arizona nimmt generell nicht an der Sommerzeit teil, während die Navajo Nation eine eigene Regelung zur Zeitumstellung befolgen kann, die sich von den umliegenden Regionen unterscheidet. Dies kann zu komplexen Konstellationen führen, insbesondere im Sommer und im Grenzgebiet zu Utah. Für Reisende aus Deutschland bedeutet dies in der Praxis, dass die Zeitverschiebung je nach Jahreszeit und konkreter Position zwischen rund 8 und 9 Stunden hinter Mitteleuropäischer Zeit (MEZ/MESZ) liegen kann. Um Missverständnisse bei Tourterminen zu vermeiden, ist es ratsam, die genaue Ortszeit vor Ort – etwa per Smartphone oder direkt bei den Veranstaltern – zu prüfen.

Warum Antelope Canyon auf jede Page-Reise gehört

Der Antelope Canyon verbindet das Erlebnis eines Naturwunders mit der Faszination für Licht und Farbe wie nur wenige Orte auf der Welt. Während viele Canyons durch ihre Weite beeindrucken, wirkt diese Schlucht fast wie ein begehbares Kunstwerk. Wer aus Deutschland anreist, legt einen langen Weg zurück – doch im Inneren des Canyons reduziert sich die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche: das Spiel aus Sandstein, Licht und Stille.

Page selbst bietet mit Sehenswürdigkeiten wie dem spektakulären Glen Canyon Dam, dem Horseshoe Bend – einer markanten Schleife des Colorado River – und dem Lake Powell weitere Attraktionen. Der Antelope Canyon fügt diesem Ensemble eine besonders intensive, fast intime Erfahrung hinzu. Viele Reisende kombinieren einen Besuch im Canyon mit einer Bootstour auf dem Lake Powell oder einer Wanderung zu Aussichtspunkten in der Umgebung. So lässt sich ein ganzer Reisetag im Umfeld von Page mit unterschiedlichen Eindrücken füllen.

Für Fotografiebegeisterte ist der Antelope Canyon beinahe ein Pflichtpunkt auf der Route. Doch auch wer eher mit dem Smartphone fotografiert, erlebt die Schlucht als hochgradig fotogen. Die formschönen Kurven der Felswände, die teilweise feinen Sandböden und die sich ständig verändernden Lichtverhältnisse sorgen dafür, dass kaum zwei Bilder gleich aussehen. Die Motive reichen von abstrakten Nahaufnahmen der Felsstrukturen bis zu klassischen Ansichten mit deutlich sichtbaren Lichtsäulen.

Darüber hinaus bietet der Besuch die Gelegenheit, einen Einblick in die Kultur und Gegenwart der Navajo Nation zu erhalten. Viele Guides stammen aus der lokalen Gemeinschaft und teilen während der Tour Geschichten, Hintergründe und Hinweise zur Bedeutung dieses Ortes. Für ein deutsches Publikum, das sich zunehmend für verantwortungsbewusstes Reisen und kulturellen Austausch interessiert, ist dies ein wichtiger Aspekt. Wer respektvoll zuhört und Fragen stellt, kann über die reine Naturerfahrung hinaus auch etwas über Geschichte, Sprache und Lebensweise der Navajo erfahren.

In der Reiseplanung lohnt es sich, dem Antelope Canyon ausreichend Zeit einzuräumen und nicht nur als kurzen Zwischenstopp zu betrachten. Durch begrenzte Tourkapazitäten, mögliche Wartezeiten und die Wetterabhängigkeit kann eine flexible Tagesplanung sinnvoll sein. Wer den Canyon am Vormittag besucht, hat den restlichen Tag für andere Aktivitäten in Page und Umgebung; umgekehrt bietet ein später Besuch die Möglichkeit, davor andere Highlights der Region zu erkunden.

Antelope Canyon in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien hat der Antelope Canyon eine besondere Präsenz. Fotos der geschwungenen Felswände und Lichtsäulen gehören zu den am häufigsten geteilten Motiven von USA-Reisen. Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube sind voll mit Eindrücken aus der Schlucht – von professionellen Aufnahmen bis zu spontanen Clips. Viele Reisende lassen sich bei der Routenplanung von diesen Bildern inspirieren und passen ihre Reisezeit an, um ähnliche Lichtverhältnisse zu erleben. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass der Ort sensibel ist und einen achtsamen Umgang erfordert. Entsprechend weisen viele Beiträge inzwischen auch auf Aspekte wie Respekt gegenüber den Navajo und Vorsicht bei extremem Wetter hin.

Häufige Fragen zu Antelope Canyon

Wo liegt der Antelope Canyon genau?

Der Antelope Canyon liegt in Nordarizona in den USA, wenige Kilometer östlich der Stadt Page und nahe der Grenze zum Bundesstaat Utah. Er befindet sich innerhalb des Gebietes der Navajo Nation, also auf dem Land eines indigenen Volkes. Die Schlucht ist Teil eines größeren Systems von Slot Canyons und wird touristisch vor allem in ihren beiden Hauptabschnitten Upper und Lower Antelope Canyon besucht.

Was ist das Besondere am Antelope Canyon?

Der Antelope Canyon ist ein enger Slot Canyon aus weichem Sandstein, dessen Wände in fließenden Linien geformt sind. Die Kombination aus schmalem Spalt zum Himmel, wechselnden Lichtverhältnissen und den warmen Farben des Felsens erzeugt eine einzigartige Atmosphäre. Berühmt sind vor allem die Lichtsäulen, die zur Mittagszeit in den Sommermonaten im Upper Antelope Canyon auftreten können. Die Schlucht gilt als einer der fotogensten Orte des amerikanischen Südwestens und ist zugleich eng mit der Kultur und Geschichte der Navajo verbunden.

Wie kann man den Antelope Canyon besuchen?

Der Zugang ist nur über geführte Touren möglich, die von zugelassenen Anbietern durchgeführt werden. Besucherinnen und Besucher buchen eine Tour für den Upper oder Lower Antelope Canyon oder für beide Abschnitte. Die Gruppen treffen sich zumeist an festgelegten Punkten in Page oder direkt am Eingang des Navajo-Gebiets. Spontane Besuche ohne Reservierung sind je nach Saison schwierig oder nicht möglich, da die Kapazitäten begrenzt und viele Touren im Voraus ausgebucht sind. Eine rechtzeitige Planung ist daher besonders für Reisende aus Deutschland empfehlenswert.

Wann ist die beste Zeit fĂĽr einen Besuch?

Die Wahl der besten Reisezeit hängt von den eigenen Prioritäten ab. Wer die berühmten Lichtsäulen im Upper Antelope Canyon sehen möchte, sollte vor allem in den späten Frühjahrs- und Sommermonaten reisen und eine Tour um die Mittagszeit buchen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit für direkte Lichtstrahlen höher, aber auch der Andrang am größten. Frühling und Herbst bieten angenehmere Temperaturen und oft etwas weniger Gäste, während im Winter eine stillere, aber lichttechnisch andere Stimmung vorherrscht. In jedem Fall ist es ratsam, vorab die saisonalen Bedingungen und Tourzeiten zu prüfen.

Wie lässt sich ein Besuch in eine USA-Rundreise integrieren?

Der Antelope Canyon wird häufig mit anderen Zielen im Südwesten der USA kombiniert, etwa dem Grand Canyon, Monument Valley, Bryce Canyon oder Zion National Park. Viele Rundreiserouten führen von Las Vegas oder Phoenix über Page und weiter nach Utah oder Colorado. Für Reisende aus Deutschland bieten sich Flüge zu großen Drehkreuzen wie Las Vegas, Phoenix, Los Angeles oder Denver an, von denen aus Page mit dem Mietwagen erreichbar ist. Wer ausreichend Zeit einplant, kann den Besuch des Antelope Canyon ideal mit anderen Naturwundern in der Region verbinden.

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