Arena von Verona, Reise

Arena von Verona: Warum dieses römische Amphitheater heute noch verzaubert

01.06.2026 - 06:01:38 | ad-hoc-news.de

Die Arena von Verona, lokal Arena di Verona genannt, ist weit mehr als eine antike Ruine im Herzen von Verona, Italien – sie ist lebendiger Kulturschauplatz, Opernkulisse und architektonisches Wunder zugleich. Entdecken Sie, was den Besuch für Reisende aus Deutschland so besonders macht.

Arena von Verona, Reise, Kultur
Arena von Verona, Reise, Kultur

Wer die Arena von Verona zum ersten Mal betritt, spürt sofort diese Mischung aus römischer Geschichte, italienischer Leichtigkeit und großer Operngefühle. Die Arena di Verona (wörtlich „Arena von Verona“) ist kein stilles Denkmal, sondern ein bis heute genutztes Amphitheater, in dem antike Steine und moderne Inszenierungen miteinander verschmelzen.

Arena von Verona: Das ikonische Wahrzeichen von Verona

Die Arena von Verona gilt als das wohl berühmteste Wahrzeichen der Stadt Verona in Norditalien. Sie liegt direkt an der Piazza Bra, dem zentralen Platz der Altstadt, und ist für viele Besuchende der Moment, in dem Verona erstmals seine ganze Bühne betritt: römische Antike, mittelalterliche Gassen, Renaissancepaläste und ein pulsierender italienischer Alltag verbinden sich hier zu einem eindrucksvollen Stadtbild.

Das Amphitheater gehört zu den am besten erhaltenen römischen Arenen der Welt und fasst heute – je nach Bestuhlung und Sicherheitsbestimmungen – rund 15.000 bis 20.000 Menschen. Für deutsche Reisende ist es besonders faszinierend, dass hier seit über hundert Jahren große Opernfestspiele stattfinden: Werke wie „Aida“, „Carmen“ oder „Nabucco“ werden unter freiem Himmel und oft mit tausenden brennenden Kerzen im Publikum aufgeführt. Diese Verbindung aus antikem Bauwerk und lebendiger Gegenwartskultur macht die Arena di Verona einzigartig.

Im Vergleich zu anderen bekannten Amphitheatern, etwa dem Kolosseum in Rom, wirkt die Arena von Verona intimer und zugänglicher. Sie ist kleiner als das Kolosseum, aber deutlich besser erhalten, vor allem im Inneren. Viele Besucher berichten, dass man hier leichter erahnen kann, wie sich ein Spektakel in römischer Zeit angefühlt haben dürfte – und wie sich dieses Gefühl heute in Form von Opernaufführungen, Konzerten und Veranstaltungen fortsetzt.

Geschichte und Bedeutung von Arena di Verona

Die Arena di Verona wurde in der Römerzeit, vermutlich im 1. Jahrhundert nach Christus, errichtet. Die genaue Bauzeit ist nicht eindeutig datiert, wird aber meist in die Epoche Kaiser Augustus oder seiner Nachfolger eingeordnet. Damit ist das Amphitheater deutlich älter als viele ikonische Bauten in Mitteleuropa und entstand mehr als anderthalb Jahrtausende vor der Reichsgründung in Deutschland im Jahr 1871.

In der Antike diente die Arena als Schauplatz für Gladiatorenkämpfe, Tierhetzen und andere öffentliche Spektakel. Wie in anderen römischen Städten war das Amphitheater ein zentrales Instrument der Unterhaltung und Machtrepräsentation: Die römische Führung zeigte sich großzügig, indem sie der Bevölkerung Spiele und Inszenierungen schenkte – zugleich war die Arena ein Ort, an dem römische Ordnung und Herrschaft demonstriert wurden.

Nach dem Ende des Weströmischen Reiches veränderte sich die Nutzung des Bauwerks. Über Jahrhunderte diente die Arena von Verona als Steinbruch, Marktplatz und gelegentlich als Versammlungsort. Erdbeben, unter anderem im Mittelalter, zerstörten Teile des äußeren Rings, sodass heute nur noch ein markanter Rest der ursprünglichen Fassade sichtbar ist. Das Innere blieb jedoch weitgehend intakt, was die besondere bauliche Qualität des Amphitheaters bis heute unterstreicht.

Im 19. Jahrhundert begann eine neue Phase: Das historische Bewusstsein wuchs, und in vielen europäischen Ländern setzte sich der Gedanke durch, antike Monumente zu bewahren statt als Steinlieferanten zu nutzen. In Verona führte dies zu ersten Restaurierungen und zu der Idee, die Arena wieder als Veranstaltungsort zu nutzen. Anfang des 20. Jahrhunderts fand dann eine entscheidende Wendung statt: 1913 wurde anlässlich des 100. Geburtstags von Giuseppe Verdi eine spektakuläre Aufführung seiner Oper „Aida“ in der Arena veranstaltet. Dies gilt als Beginn der modernen Operntradition in der Arena di Verona.

Seitdem haben die Festspiele – die „Arena di Verona Opera Festival“ – das Amphitheater international berühmt gemacht. Sie fanden, mit Unterbrechungen während der Weltkriege und in Krisenzeiten, fast jedes Jahr statt und zogen regelmäßig Besucherinnen und Besucher aus ganz Europa und darüber hinaus an. Für viele Opernfans in Deutschland ist ein Abend in der Arena von Verona ein lang gehegter Traum, der Opernerlebnis, Sommernacht und Architekturgeschichte verbindet.

Politisch und kulturell ist die Arena von Verona heute ein Symbol für die Kontinuität europäischer Geschichte: Von der römischen Kaiserzeit über Mittelalter, Renaissance und Moderne bis in die Gegenwart bleibt das Bauwerk Mittelpunkt des städtischen Lebens. Lokale Behörden, das italienische Kulturministerium und die Verantwortlichen der Festspiele arbeiten regelmäßig an Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen, um die Arena auch für kommende Generationen zu sichern.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Arena von Verona ein klassisches römisches Amphitheater mit elliptischem Grundriss. Die Längsachse misst rund 138 m, die Querachse etwa 110 m, die Höhe der ursprünglichen Außenfassade lag bei etwa 30 m. Damit ist die Arena etwas kleiner als das Kolosseum, aber immer noch ein monumentaler Bau, der die städtische Umgebung dominiert.

Die römischen Baumeister errichteten das Amphitheater aus lokalem Kalkstein. Die äußere Fassade bestand ursprünglich aus drei übereinander angeordneten Arkadenreihen. Heute ist davon nur noch ein Teil an der Nordseite erhalten, der sogenannte „Ala“-Bogen („Ala“ im Sinne von „Flügel“). Dieser Rest der Fassade ist eines der meistfotografierten Motive in Verona und vermittelt einen Eindruck von der einstigen Pracht des gesamten Bauwerks.

Im Inneren zeigt sich die typische Struktur eines Amphitheaters: eine zentrale Arena, umgeben von konzentrisch ansteigenden Sitzreihen. In römischer Zeit bot die Arena vermutlich Platz für 20.000 bis 30.000 Zuschauer. Die Sitzordnung folgte der sozialen Hierarchie: die Elite nahe der Arena, einfaches Volk auf den oberen Rängen. Heute sind große Teile der Steinsitzreihen noch erhalten und werden bei Aufführungen je nach Bereich mit Stühlen, nummerierten Plätzen oder Kissen ergänzt.

Besonders beeindruckend ist das ausgeklügelte System von Gängen, Treppen und Zugängen unter und hinter den Rängen. Diese sogenannten „Vomitorien“ ermöglichten es, dass Tausende Menschen in kurzer Zeit hinein- und hinausgelangen konnten – ein architektonischer Vorläufer moderner Stadionkonzepte. Bis heute nutzen die Organisatoren von Opern und Konzerten diese Struktur, um Besucherströme zu lenken und Bühnenbilder auf- und abzubauen.

Auch akustisch ist die Arena di Verona bemerkenswert. Durch die elliptische Form und die steilen Ränge entsteht eine natürliche Verstärkung, die es ermöglicht, Stimmen weitgehend ohne elektronische Verstärkung hörbar zu machen – eine wichtige Grundlage für die Opernfestspiele. Zwar werden bei modernen Produktionen oft Mikrofone und Lautsprecher eingesetzt, doch viele Besucher berichten immer noch von einem sehr unmittelbaren Klangerlebnis.

Die Kunst spielt vor allem in Form der Operninszenierungen eine zentrale Rolle. Seit 1913 haben einige der bekanntesten Sängerinnen und Sänger der Welt hier aufgetreten, und Bühnenbilder reichen von klassisch historisierend bis hin zu modernen, minimalistischen Interpretationen. Bei den Abendvorstellungen zünden viele Besucher auf den Steinstufen kleine Kerzen oder nutzen die vom Veranstalter verteilten Lichter – ein Ritual, das die Arena in warmes Licht taucht und die Atmosphäre fast magisch wirken lässt.

Für deutsche Besucherinnen und Besucher, die an Denkmalschutz interessiert sind, ist auch spannend, wie sensibel in Verona mit dem Spannungsfeld zwischen Erhalt und Nutzung umgegangen wird. Bei Restaurierungen wird darauf geachtet, moderne Eingriffe möglichst dezent auszuführen und die Substanz der römischen Steine zu sichern. Zugleich müssen aktuelle Sicherheitsstandards für große Veranstaltungen berücksichtigt werden, etwa Evakuierungswege, Brandschutz und strukturelle Stabilität.

Arena von Verona besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Die Arena von Verona ist für Reisende aus Deutschland relativ leicht zu erreichen und lässt sich hervorragend in eine Norditalien-Reise integrieren, etwa in Kombination mit dem Gardasee, Mailand oder Venedig.

  • Lage und Anreise (inkl. Flug/Bahn/Auto):

    Die Arena di Verona befindet sich mitten im historischen Zentrum von Verona, direkt an der großzügigen Piazza Bra. Vom Hauptbahnhof Verona Porta Nuova sind es zu Fuß rund 1,5 km, also etwa 15 bis 20 Minuten durch die Stadt; alternativ fahren Busse ins Zentrum.

    Von Deutschland aus ist Verona mit dem Flugzeug, mit der Bahn oder mit dem Auto erreichbar. Ab Frankfurt am Main, München oder Berlin werden regelmäßig Flüge nach Verona oder in nahegelegene Städte wie Mailand angeboten, von wo aus man in rund 1,5 bis 2,5 Stunden per Zug nach Verona gelangt. Die Flugzeit von Süddeutschland nach Norditalien liegt meist bei etwa 1 bis 1,5 Stunden, je nach Verbindung.

    Mit der Bahn ist Verona ein klassisches Ziel für umstiegsarme Verbindungen aus dem süddeutschen Raum. Es bestehen je nach Fahrplan saisonale Direkt- oder Umsteigeverbindungen, zum Beispiel über München, Innsbruck und den Brenner. Nightjet-Zugverbindungen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bedienen teils Norditalien, wodurch eine bequeme Nachtanreise möglich sein kann. Die genauen Verbindungen ändern sich regelmäßig, daher empfiehlt sich ein aktueller Blick in die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn.

    Mit dem Auto führt der Weg aus Süddeutschland meist über die Inntalautobahn, den Brennerpass und die italienische Autobahn A22 Richtung Verona. In Italien sind Autobahnen in der Regel mautpflichtig. In der Innenstadt von Verona gelten teilweise Zufahrtsbeschränkungen (ZTL-Zonen), daher ist es sinnvoll, außerhalb der Altstadt zu parken und zu Fuß zur Arena zu gehen.

  • Öffnungszeiten:

    Die Arena von Verona ist tagsüber als archäologisches Monument zu besichtigen und abends bei Veranstaltungen zugänglich. Die Öffnungszeiten können je nach Saison und Veranstaltungskalender variieren. Häufig ist das Amphitheater vormittags bis in den späten Nachmittag geöffnet, wird aber an Tagen mit großen Aufführungen früher für Besucher geschlossen, um die Bühne vorzubereiten.

    Da sich Öffnungszeiten und Besuchsmodalitäten ändern können, sollten Reisende vor dem Besuch die Informationen direkt bei der Arena von Verona oder der offiziellen Tourismusinformation von Verona prüfen.

  • Eintritt:

    Der Eintritt zur Arena ist für die Tagesbesichtigung kostenpflichtig; es gibt meist unterschiedliche Tarife für Erwachsene, ermäßigte Besucher und Kinder. Für Opern- und Konzertabende gelten gesonderte Ticketpreise, die stark nach Kategorie, Aufführung und Nachfrage variieren. Bei großen Opernproduktionen können die Preise von vergleichsweise günstigen Plätzen auf den oberen Steinstufen bis zu deutlich höheren Beträgen für nummerierte Sitzplätze im Innenbereich reichen.

    Aktuelle Ticketpreise und mögliche Kombitickets (z.?B. in Verbindung mit anderen Sehenswürdigkeiten in Verona) sollten direkt auf der offiziellen Website der Arena di Verona oder über die Veranstalter der Opernfestspiele geprüft werden. Wechselkurse zwischen Euro und anderen Währungen sind für Besucher aus Deutschland innerhalb der Eurozone nicht relevant, da in Italien ebenfalls mit Euro bezahlt wird.

  • Beste Reisezeit und Tageszeit:

    Verona ist grundsätzlich das ganze Jahr über ein attraktives Reiseziel. Für einen Besuch der Arena von Verona sind Frühling und Herbst besonders angenehm, da die Temperaturen milder sind und das Besucheraufkommen etwas geringer sein kann als in den Hochsommermonaten. In den Sommermonaten von Juni bis August finden traditionell die Opernfestspiele statt, was die Arena zu einem Magneten für Kulturreisende macht – allerdings steigen dann auch Temperaturen und Andrang.

    Wer die Arena tagsüber besichtigen möchte, erlebt morgens häufig ruhigeres Ambiente und weicheres Licht für Fotos. Mittags kann es in den Sommermonaten sehr heiß werden, die Steinstufen speichern die Wärme. Für Abendaufführungen empfiehlt sich ein möglichst früher Einlass, um in Ruhe den Platz zu finden und die Atmosphäre beim Einsetzen der Dämmerung zu genießen.

  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren:

    In Verona wird Italienisch gesprochen. Im touristisch geprägten Umfeld der Arena di Verona sind Englischkenntnisse sehr verbreitet, in Hotels, Restaurants und bei den Organisatoren der Veranstaltungen oft auch. Deutsch wird gelegentlich verstanden, ist aber deutlich weniger präsent als Englisch. Ein paar italienische Höflichkeitsfloskeln werden sehr geschätzt.

    Zahlungen sind in Verona sowohl bar als auch mit Karte möglich. In vielen Hotels, Restaurants und Geschäften werden gängige Kreditkarten akzeptiert. Girocards (Debitkarten) funktionieren häufig, insbesondere wenn sie als internationale Debitkarten (z.?B. mit „V-Pay“ oder „Maestro“) ausgegeben sind. Mobile Payment über Apple Pay oder Google Pay setzt die Akzeptanz entsprechender Kartensysteme voraus und ist vor allem in größeren Betrieben verbreitet.

    In Italien ist Trinkgeld offiziell keine Pflicht, aber im Dienstleistungsbereich üblich. In Restaurants runden viele Gäste den Betrag auf oder geben etwa 5–10?% als Anerkennung guter Leistung. Bei kleinen Bestellungen an der Bar ist Trinkgeld eher die Ausnahme. Bei Führungen oder Guidings werden ein paar Euro Trinkgeld pro Person häufig erwartet, wenn man zufrieden war.

    Eine strenge Kleiderordnung für den Besuch der Arena gibt es tagsüber nicht; dennoch sollten Schultern und Knie bei Besuchen religiöser Stätten in der Stadt (z.?B. Kirchen) bedeckt sein. Bei Opernaufführungen variieren die Erwartungen: Im Innenraum ist gepflegte Kleidung üblich, aber der Dresscode ist meist weniger formal als etwa in großen Opernhäusern in Wien oder München. Für die Steinstufen empfiehlt es sich, ein Sitzkissen oder eine dünne Decke mitzunehmen, da die Steine hart und im Sommer sehr warm sein können.

    Fotografieren ist bei der Tagesbesichtigung der Arena in der Regel erlaubt, allerdings ohne Stativ und professionelle Ausrüstung, sofern keine gesonderten Genehmigungen vorliegen. Bei Aufführungen gelten oft restriktivere Regeln: Das Fotografieren und Filmen kann während der Vorstellung verboten oder stark eingeschränkt sein, um die Rechte der Künstler und Veranstalter zu schützen. Hinweise dazu finden sich in den Ticketbedingungen oder vor Ort.

  • Einreisebestimmungen und Gesundheitsversorgung:

    Italien ist Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise nach Italien in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass möglich. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die aktuellen Einreisehinweise und Sicherheitsinformationen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de beziehungsweise bei den zuständigen nationalen Außenministerien prüfen.

    Für EU-Bürger gilt: Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC), die meist auf der Rückseite der deutschen Krankenversicherungskarte zu finden ist, kann in Italien im Regelfall medizinische Grundversorgung in öffentlichen Einrichtungen oder bei Vertragspartnern der gesetzlichen Krankenversicherung genutzt werden. Dennoch wird insbesondere für Reisen mit höherem Kostenrisiko – etwa Opern- und Kulturreisen mit Vorabzahlungen – oft eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung empfohlen, um z.?B. Rücktransportkosten abzudecken.

  • Zeitzone:

    Verona liegt wie der größte Teil Italiens in der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ) beziehungsweise in der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Damit gibt es für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz keine Zeitverschiebung. Flüge und Zugverbindungen werden in der jeweiligen Ortszeit angegeben, was die Planung erleichtert.

Warum Arena di Verona auf jede Verona-Reise gehört

Die Arena di Verona ist mehr als „nur“ eine Sehenswürdigkeit, die man auf einer Liste abstreicht. Sie ist die Bühne, auf der sich die Geschichte Veronas, Italiens und Europas auf besonders plastische Weise beobachten lässt. Wer auf den jahrtausendealten Steinstufen Platz nimmt, sitzt dort, wo schon römische Bürger, mittelalterliche Händler, Renaissancefürsten, Reisende des 19. Jahrhunderts und moderne Opernfans ihre Blicke auf dieselbe Arena richteten.

Besonders eindrucksvoll ist der Besuch bei einer Abendaufführung im Rahmen der Opernfestspiele. Wenn die Sonne hinter den Dächern Veronas versinkt, der Himmel in Pastellfarben leuchtet und langsam das Licht in der Arena gedimmt wird, entsteht eine Atmosphäre, die viele Besucherinnen und Besucher als unvergesslich beschreiben. Die mächtigen Chorpassagen einer Verdi-Oper oder die dramatischen Szenen einer Puccini-Aufführung erhalten hier eine zusätzliche Dimension: Man erlebt klassisches Musiktheater an einem Ort, der selbst Geschichte atmet.

Wer weniger mit Oper vertraut ist, kann die Arena trotzdem genießen – etwa bei Konzerten internationaler Pop- und Rockkünstler, bei Sonderveranstaltungen oder bei einem ganz einfachen Tagesbesuch. In der Stille einer Vormittagsführung lässt sich die architektonische Struktur besonders gut studieren. Man kann die Ränge hinaufsteigen, den Blick über die Stadt schweifen lassen und gedanklich die Geräusche vergangener Jahrhunderte rekonstruieren.

Außerdem ist die Arena ein idealer Ausgangspunkt, um Verona insgesamt zu erkunden. In fußläufiger Entfernung liegen das Haus, das mit der Figur der Julia aus Shakespeares „Romeo und Julia“ in Verbindung gebracht wird, die mittelalterliche Piazza delle Erbe, die Ponte Pietra über die Etsch und zahlreiche Kirchen und Paläste. Viele Reisende kombinieren einen Arenabesuch mit einem Spaziergang durch die Altstadt und einem Abendessen in einer Trattoria oder Osteria – etwa mit Risotto all’Amarone oder Pastagerichten aus der Region Venetien.

Für Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die bereits Städte wie Rom, Florenz oder Venedig kennen, bietet Verona mit seiner Arena eine kompaktere, oft entspanntere Alternative: Die Stadt ist übersichtlich, viele Wege sind zu Fuß machbar, und doch ist die kulturelle Dichte enorm. Ein langer Wochenendausflug oder eine Kurzreise an den Gardasee lässt sich ideal mit einem oder zwei Tagen in Verona verbinden – mit der Arena von Verona als emotionalem Höhepunkt.

Arena von Verona in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist die Arena von Verona längst ein Star. Ob als dramatische Kulisse für Opernreels, als Hintergrund romantischer Verlobungsfotos oder in Reise-Stories aus Norditalien – das Amphitheater erscheint regelmäßig in Feeds und Stories, wenn es um Italienreisen und Kulturmomente geht. Viele Reisende teilen ihre Eindrücke von den Lichtern in den Abendaufführungen, den Panoramablicken von den oberen Rängen und den atmosphärischen Momenten auf der Piazza Bra vor Beginn einer Vorstellung.

Häufige Fragen zu Arena von Verona

Wo genau liegt die Arena von Verona?

Die Arena von Verona befindet sich im historischen Zentrum der Stadt Verona in der Region Venetien in Norditalien. Sie steht unmittelbar an der Piazza Bra, einem der größten Plätze der Stadt. Vom Hauptbahnhof Verona Porta Nuova ist die Arena in etwa 15 bis 20 Minuten zu Fuß erreichbar; Busverbindungen führen ebenfalls in die Nähe der Piazza.

Wie alt ist die Arena di Verona?

Die Arena di Verona stammt aus der römischen Kaiserzeit und wurde vermutlich im 1. Jahrhundert nach Christus errichtet. Sie ist damit rund 2.000 Jahre alt und gehört zu den am besten erhaltenen Amphitheatern der römischen Welt. Die genaue Bauzeit ist nicht eindeutig belegt, wird aber häufig in die Epoche um oder nach Kaiser Augustus datiert.

Was ist das Besondere an der Arena von Verona im Vergleich zu anderen Amphitheatern?

Besonders an der Arena von Verona ist ihre kontinuierliche Nutzung als Veranstaltungsort. Während viele römische Amphitheater heute vor allem archäologische Monumente sind, ist die Arena di Verona eine lebendige Bühne für Opern, Konzerte und Veranstaltungen. Die Kombination aus antiker Architektur, guter Erhaltung und der internationalen Bedeutung der Opernfestspiele macht das Bauwerk einzigartig.

Kann man die Arena auch ohne Opernaufführung besichtigen?

Ja, die Arena von Verona kann tagsüber unabhängig von Aufführungen besichtigt werden, sofern der Veranstaltungsplan dies zulässt. Besuchende können die Ränge hinaufsteigen, einen Rundgang durch das Innere machen und von den oberen Stufen den Blick über Verona genießen. An Tagen mit Aufführungen kann es sein, dass die Arena früher schließt oder bestimmte Bereiche eingeschränkt sind.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Arena für Reisende aus Deutschland?

Für Reisende aus Deutschland eignen sich besonders Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis Oktober) für einen Besuch der Arena von Verona, da das Klima dann meist angenehm ist und die Stadt weniger stark überlaufen sein kann als in den Hochsommermonaten. Wer die Opernfestspiele erleben möchte, sollte entsprechend den Spielplan im Sommer berücksichtigen und Tickets frühzeitig buchen. Für Tagesbesichtigungen bieten sich vormittags oder spätere Nachmittagsstunden an, um extreme Mittagshitze zu vermeiden.

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