Axum Stelae: Steinarchitektur zwischen Himmel und Erde
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 12:43 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Axum Stelae steht in Aksum im Norden von Athiopien. Die steinernen Monumente verbinden aufgerichtete TĂŒrme mit einem gefallenen Monolithen und machen eine antike BegrĂ€bnislandschaft rĂ€umlich lesbar.
Die Stelen als steinerne Architektur
Die Stelen von Axum sind aus einem StĂŒck gearbeitet und mit Fassadenmotiven versehen. Ihre OberflĂ€chen greifen Elemente aksumitischer GebĂ€ude auf: TĂŒren, Fenster und Stockwerke erscheinen als reliefartige Ordnung auf dem Stein.
Die gröĂte stehende Stele ragt ĂŒber 23 Meter auf. Ihre Gestaltung erinnert an ein mehrgeschossiges GebĂ€ude des Aksumitischen Reiches. Dadurch wirkt sie nicht wie ein abstrakter Pfeiler, sondern wie die aufrechte Darstellung eines Bauwerks aus Stein.
Zum Ensemble gehört auch die groĂe gefallene Stele. Sie liegt zerbrochen im GelĂ€nde und hatte eine LĂ€nge von ungefĂ€hr 33 Metern. Ihre Dimensionen zeigen, welche GröĂe die Steinmetze des antiken Aksum anstrebten.
Aksum im 3. und 4. Jahrhundert
Die erhaltenen Stelen werden in das 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. datiert. In dieser Epoche entwickelte sich Aksum zu einem bedeutenden Reich am Roten Meer, dessen politische und wirtschaftliche Beziehungen weit ĂŒber das Hochland hinausreichten.
Die Monumente gehören zu einer gröĂeren archĂ€ologischen Landschaft mit GrĂ€bern, Inschriften und Resten reprĂ€sentativer Bauten. Die Stelen markieren dabei den sichtbaren Teil einer Anlage, deren unterirdische Bereiche zur Geschichte der aksumitischen Elite gehören.
Mit dem Namen Ezana ist ein Herrscher des 4. Jahrhunderts verbunden. Die Ezana-Stele gehört zu den aufrecht erhaltenen Monumenten des Feldes. Inschriften an aksumitischen DenkmĂ€lern erschlieĂen die politische Ordnung und die religiösen VerĂ€nderungen dieser Zeit.
Das Aksumitische Reich wird auĂerdem mit frĂŒhen christlichen Traditionen in Athiopien verbunden. Die Stelen selbst sind Ă€lter als die christliche PrĂ€gung Aksums und stehen damit an einer Schnittstelle zwischen vorchristlicher Monumentalkultur und spĂ€terer Stadtgeschichte.
Gefallener Monolith und WelterbestÀtte
Das Stelenfeld gehört zur archÀologischen StÀtte Aksum, die 1980 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde. Zum Schutzbereich zÀhlen neben den Monolithen auch GrÀber, Ruinen und weitere Zeugnisse der antiken Stadt.
Die UNESCO beschreibt mehrere Stelen in Aksum als Monumente des 3. und 4. Jahrhunderts n. Chr. Die gröĂte stehende Stele erreicht mehr als 23 Meter.
Ein weiterer Monolith ist als Obelisk von Axum bekannt. Er ist etwa 24 Meter hoch und wiegt ungefĂ€hr 160 Tonnen. Seine Seiten zeigen die fĂŒr Aksum charakteristische architektonische Gliederung mit reliefierten Feldern.
Die groĂe gefallene Stele wird mit einer LĂ€nge von rund 33 Metern beschrieben. Der Monolith liegt in Teilen auf dem GelĂ€nde und bildet einen sichtbaren Gegensatz zu den aufgerichteten Stelen. Aufrecht stehender Stein und zerbrochener Stein gehören damit zur selben monumentalen Landschaft.
Axum Stelae besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Aksum liegt im Norden von Athiopien. Das Stelenfeld befindet sich im Stadtgebiet von Aksum und gehört zur archÀologischen Zone der antiken Königsstadt.
- Das GelĂ€nde umfasst aufgerichtete und gefallene Steinmonumente. Zwischen den Stelen liegen auĂerdem Bereiche mit GrĂ€bern und weiteren archĂ€ologischen Resten.
- Amtssprache ist Amharisch, gezahlt wird in Ăthiopischen Birr.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Axum Stelae auf Social-Media-Plattformen
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Axum Stelae: hÀufige Fragen
Wo liegen die Axum Stelae?
Axum Stelae liegt im Stadtgebiet von Aksum im Norden von Athiopien. Das Stelenfeld ist Teil der archÀologischen StÀtte Aksum.
Was bietet ein Besuch?
Zu sehen sind aufgerichtete Stelen, die gefallene groĂe Stele, GrĂ€ber und weitere Reste der antiken Stadt. Die SteinoberflĂ€chen zeigen reliefierte Darstellungen aksumitischer Architektur.
Was kennzeichnet die Monumente?
Die Stelen stammen aus dem 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. und bestehen aus monumentalen Monolithen, deren Fassaden an mehrgeschossige GebÀude erinnern.
