Bagan-Tempel, Myanmar Reise

Bagan-Tempel in Myanmar: Magische Pagodenstadt zwischen Nebel und Geschichte

20.05.2026 - 15:55:25 | ad-hoc-news.de

Zwischen Morgennebel und goldenen Pagoden entfaltet der Bagan-Tempel in Bagan, Myanmar, eine der eindrucksvollsten Sakrallandschaften Asiens. Was macht diesen Ort fĂĽr Reisende aus Deutschland so einzigartig?

Bagan-Tempel, Myanmar Reise, UNESCO-Welterbe
Bagan-Tempel, Myanmar Reise, UNESCO-Welterbe

Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Morgennebel über der Ebene von Bagan durchbrechen, tauchen Hunderte von Pagoden und Stupas aus dem Dunst auf – eine surreale Silhouette, die viele Reisende ein Leben lang nicht vergessen. Die Bagan-Tempel in Bagan, Myanmar, bilden eine der dichtesten Ansammlungen buddhistischer Sakralbauten der Welt und erzählen fast tausend Jahre Geschichte von Königen, Mönchen und Pilgern.

Bagan-Tempel: Das ikonische Wahrzeichen von Bagan

Bagan (sinngemäß „ebene, trockene Landschaft“ in der lokalen Sprache) im Landesinneren von Myanmar ist keine Stadt im klassischen Sinne, sondern eine weitläufige historische Zone. Auf einer Fläche von rund 26 Quadratkilometern erstreckt sich ein Teppich aus Tempeln, Pagoden und Klöstern, der sich entlang des Irrawaddy-Flusses (lokal Ayeyarwady) zieht. Wenn in Reiseführern vom „Bagan-Tempel“ die Rede ist, ist meist nicht ein einzelnes Bauwerk gemeint, sondern die gesamte Tempelstadt Bagan.

Die UNESCO bezeichnet Bagan als „herausragendes Zeugnis der buddhistischen Kultur in Myanmar“ und hat das Areal 2019 als Weltkulturerbe anerkannt. Internationale Medien wie die BBC und National Geographic sprechen von einer der beeindruckendsten historischen Landschaften Asiens – ein Rang, den nur wenige Stätten erreichen. Im Vergleich zu europäischen Wahrzeichen lässt sich Bagan vielleicht am ehesten mit einer Kombination aus Rom (dichte historische Schichten) und dem Kölner Dom (sakrale Strahlkraft) denken – nur, dass hier nicht eine Kathedrale steht, sondern Tausende.

Für Reisende aus Deutschland ist der Besuch der Bagan-Tempel ein tiefer Einstieg in den Theravada-Buddhismus, in die Geschichte Südostasiens und in eine Landschaft, die besonders beim Sonnenauf- und -untergang eine beinahe filmische Atmosphäre entfaltet. Statt glatter Museumsinszenierung trifft man auf aktive Andachtsorte, an denen Mönche meditieren, Pilger Kerzen anzünden und Kinder Fußball zwischen jahrhundertealten Ziegelmauern spielen.

Geschichte und Bedeutung von Bagan

Historiker datieren die Blütezeit von Bagan in die Periode vom 11. bis zum 13. Jahrhundert. Laut der UNESCO und der Deutschen Welle entwickelte sich die Stadt im 11. Jahrhundert unter König Anawrahta zum Zentrum des ersten vereinten birmanischen Königreichs. Anawrahta machte den Theravada-Buddhismus zur Staatsreligion, was einen regelrechten Bauboom buddhistischer Tempel auslöste.

In nur etwa 250 Jahren entstanden nach Angaben der UNESCO mehrere Tausend Sakralbauten – Schätzungen sprechen ursprünglich von über 4.000 Tempeln, Pagoden und Klöstern. Heute sind noch gut 2.000 Strukturen erhalten, die britische Enzyklopädie Encyclopaedia Britannica und Berichte von GEO bestätigen diese Größenordnung. Viele der Bagan-Tempel bestehen aus gebrannten Ziegelsteinen, teilweise verputzt und ehemals mit Stuck und Fresken versehen.

Bagan war nicht nur religiöses, sondern auch politisches und wirtschaftliches Zentrum. Die Lage am Irrawaddy-Fluss machte die Stadt zu einem Knotenpunkt für Handel und Pilgerreisen. Händler aus Indien, Sri Lanka und dem heutigen Thailand brachten nicht nur Waren, sondern auch Ideen, Kunststile und Schriftkulturen mit. Kunsthistoriker betonen, dass Bagan damit eine Art „Schmelztiegel“ verschiedener buddhistischer Traditionen wurde.

Im späten 13. Jahrhundert schwächte sich die Macht Bagans deutlich ab. Mongolische Invasionen, innere Konflikte und eine schleichende Verlagerung politischer Zentren führten zum Niedergang der Hauptstadtfunktion. Die religiöse Bedeutung der Bagan-Tempel blieb jedoch bestehen: Noch Jahrhunderte später kamen Pilger aus dem gesamten birmanischen Raum, um hier Verdienste zu sammeln und zu meditieren.

Koloniale Quellen des 19. Jahrhunderts, auf die sich heutige Forschung etwa in Berichten der BBC und von National Geographic stützt, beschreiben Bagan als „Geisterstadt aus Pagoden“, weitgehend von der Natur zurückerobert. Erst im 20. Jahrhundert setzten systematische Restaurierungen und archäologische Arbeiten ein. Heute wird Bagan von der birmanischen Denkmalbehörde in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie der UNESCO betreut.

Für ein deutsches Publikum ist interessant: Bagan ist deutlich älter als viele ikonische Bauwerke im deutschsprachigen Raum. Die Hauptbauphase fällt deutlich vor die Gründung des Deutschen Reichs (1871) und sogar vor viele mittelalterliche Stadtkirchen. Damit bietet die Tempelstadt einen Blick in eine Epoche, in der in Mitteleuropa noch romanische Klosterkirchen entstanden.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Architektur der Bagan-Tempel ist äußerst vielfältig, folgt aber einigen charakteristischen Typen. Die UNESCO unterscheidet vor allem zwischen massiven Stupas (Pagoden) und begehbaren Tempelbauten mit inneren Andachtsräumen. Stupas dienen traditionell als Reliquienschreine und meditative Objekte; Tempel hingegen beherbergen große Buddha-Statuen und Wandmalereien.

Typisch für Bagan sind die ziegelroten, oft pyramidenförmigen Tempel, deren Silhouette sich wie Stufen in den Himmel hebt. Einige der bedeutendsten Einzelbauten, die in Reiseführern wie Marco Polo und dem ADAC-Reisemagazin immer wieder hervorgehoben werden, sind etwa:

  • Ananda-Tempel: Ein besonders gut erhaltener GroĂźtempel aus dem späten 11. oder frĂĽhen 12. Jahrhundert, oft als „architektonisches Meisterwerk Bagans“ bezeichnet. Er kombiniert EinflĂĽsse indischer und birmanischer Baukunst, beherbergt vier monumentale Buddha-Statuen und ist bis heute ein aktiver Pilgerort.
  • Shwezigon-Pagode: Eine vergoldete Stupa nordöstlich des Altstadtbereichs, die zu den wichtigsten Schreinen fĂĽr Theravada-Buddhisten in Myanmar zählt. Medien wie Deutsche Welle verweisen darauf, dass sie als Vorbild fĂĽr spätere Pagoden wie die Shwedagon-Pagode in Yangon diente.
  • Dhammayangyi-Tempel: Der massivste Backsteinbau Bagans mit eindrucksvoll dicken Mauern. Er gilt als einer der mysteriösesten Tempel, da sein Innenraum teilweise verschlossen ist. ReisefĂĽhrer beschreiben ihn wegen seiner wuchtigen Form manchmal als „angkorähnlich“.
  • Thatbyinnyu-Tempel: Mit etwa 60 m einer der höchsten Tempel der Ebene, dessen Name sinngemäß „Allwissenheit“ bedeutet. Er verdeutlicht den vertikalen Anspruch der Bagan-Architektur und ist aus der Ferne gut zu erkennen.

Die Kunst in den Bagan-Tempeln manifestiert sich vor allem in Wandmalereien (Murals) und Skulpturen. Viele Innenräume waren ursprünglich vollständig mit buddhistischen Szenen bedeckt – von Darstellungen des Lebens Buddhas bis hin zu Jataka-Geschichten (Erzählungen früherer Leben Buddhas). Die UNESCO und National Geographic betonen, dass diese Malereien wichtige Quellen für die Erforschung der regionalen Ikonographie sind.

Dennoch ist ein Großteil der ursprünglichen Farbigkeit heute nur noch fragmentarisch erhalten. Klimatische Bedingungen, Erdbeben und frühere unfachmännische Restaurierungen haben ihre Spuren hinterlassen. Moderne Konservierungsprojekte versuchen, mit zurückhaltenden Methoden zu arbeiten und Orginalsubstanz zu sichern, statt sie zu übermalen. Die UNESCO verweist ausdrücklich auf die Herausforderungen, die ein so umfangreiches Areal mit Tausenden Bauwerken für das konservatorische Management mit sich bringt.

Besonders für Besucher aus Deutschland ist die Erfahrung, dass viele Bagan-Tempel weiterhin lebendige religiöse Orte sind. Anders als in vielen europäischen Kirchen, die heute primär als historische Denkmäler wahrgenommen werden, wird in Bagan täglich praktiziert: Mönche rezitieren Sutren, Gläubige legen Blumen nieder, Räucherstäbchen brennen. Gleichzeitig sind Teile der Stätte bewusst für Touristen geöffnet, mit erklärenden Tafeln und gelegentlich einfachen Besucherzentren.

In der Vergangenheit bekannt waren auch die spektakulären Ausblicke von den oberen Terrassen mancher Tempel, die besonders bei Sonnenaufgang und -untergang beliebte Fotospots waren. Nach Angaben der UNESCO und seriöser Medien wurden allerdings viele dieser Zugänge aus Sicherheits- und Denkmalschutzgründen eingeschränkt oder geschlossen. Stattdessen gibt es inzwischen ausgewiesene Aussichtshügel und Plattformen, von denen aus sich die Tempellandschaft sicher überblicken lässt.

Bagan-Tempel besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Bagan liegt im zentralen Tiefland Myanmars am Irrawaddy-Fluss, ungefähr in der Mitte des Landes zwischen Yangon im SĂĽden und Mandalay im Norden. FĂĽr Reisende aus Deutschland fĂĽhrt der Weg in der Regel zunächst ĂĽber groĂźe internationale Drehkreuze in Asien, da es keine DirektflĂĽge aus Deutschland nach Myanmar gibt. Ăśbliche Umsteigepunkte sind groĂźe Flughäfen in der Region, von denen aus Verbindungen nach Yangon oder Mandalay bestehen. Von dort gelangt man per Inlandsflug, Bus, Auto oder – je nach Saison – auch per Flusskreuzfahrt nach Bagan. Die Fahrzeit von Mandalay nach Bagan beträgt auf der StraĂźe typischerweise mehrere Stunden, die Schiffsfahrt auf dem Irrawaddy benötigt deutlich länger, gilt aber als landschaftlich reizvoll. Da sich Flugpläne und politische Rahmenbedingungen ändern können, sollten Reisende aktuelle Informationen ĂĽber seriöse Anbieter oder direkt bei Fluggesellschaften einholen.
  • Ă–ffnungszeiten: Die Bagan-Tempel sind nicht ein einzelnes, zentral kontrolliertes Museum mit festen Ă–ffnungszeiten, sondern ein weitläufiges Gebiet aus zahlreichen einzelnen Tempeln und Pagoden. Viele der Tempel sind grundsätzlich tagsĂĽber zugänglich, einige wichtige HeiligtĂĽmer öffnen traditionsgemäß bereits am frĂĽhen Morgen und schlieĂźen nach Einbruch der Dunkelheit. Da Ă–ffnungszeiten variieren und sich ändern können – etwa aus konservatorischen, sicherheitsbezogenen oder politischen GrĂĽnden –, sollten sich Reisende kurz vor dem Besuch ĂĽber die jeweils aktuellen Regelungen informieren, zum Beispiel ĂĽber lokale Tourismusinformationen oder offizielle Stellen vor Ort.
  • Eintritt: FĂĽr das archäologische Gebiet von Bagan wird ĂĽblicherweise eine Eintritts- bzw. Gebietspass-GebĂĽhr erhoben. Diese berechtigt zum Besuch der Tempelanlagen in einem bestimmten Zeitraum. Die genaue Höhe des Eintritts kann sich aufgrund von Währungsschwankungen, behördlichen Anpassungen oder Sonderregelungen ändern. Seriöse Quellen wie ReisehandbĂĽcher oder Tourismusseiten weisen darauf hin, dass sich Besucher unmittelbar vor der Reise ĂĽber die tagesaktuellen Preise informieren sollten. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass der Betrag im Vergleich zu europäischen Museums- oder Denkmaltickets moderat ausfällt; zahlbar ist er vor Ort in der lokalen Währung Kyat, teils auch in gängigen Fremdwährungen. Eine grobe Umrechnung in Euro ist aufgrund wechselnder Wechselkurse stets nur näherungsweise möglich.
  • Beste Reisezeit: FĂĽr Bagan empfehlen Institutionen wie die Deutsche Zentrale fĂĽr Tourismus (DZT) bei vergleichbaren tropischen Zielen in der Region normalerweise die trockenen und etwas kĂĽhleren Monate, typischerweise von etwa November bis Februar. In dieser Zeit liegen die Temperaturen häufig unter den Spitzenwerten der heiĂźen Jahreszeit, und es fällt weniger Regen. Bagan ist bekannt fĂĽr sein relativ trockenes Klima, dennoch kann es in den heiĂźen Monaten tagsĂĽber sehr warm werden, mit Temperaturen deutlich ĂĽber 30 Â°C. Monsunregen kann StraĂźen und Wege erschweren und die Sicht auf die Tempel beeinträchtigen. FrĂĽhmorgens und spätnachmittags sind die Temperaturen meist angenehmer, zudem bietet das Licht besonders stimmungsvolle EindrĂĽcke. Generell gilt: Wer Menschenmassen vermeiden möchte, plant seine Tempelrunden auĂźerhalb typischer StoĂźzeiten und konzentriert sich auf weniger bekannte Bauten.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren: In Myanmar ist die Landessprache Birmanisch, im touristischen Umfeld rund um Bagan wird jedoch vielerorts auch Englisch gesprochen, insbesondere in Hotels, bei Reiseagenturen und durch lizensierte Guides. Deutschsprachige FĂĽhrer sind deutlich seltener; wer Wert auf deutschsprachige Erklärungen legt, kann bereits in Deutschland entsprechende Angebote recherchieren oder Apps und Audioguides nutzen. Bei Zahlungen werden in Myanmar häufig Bargeldtransaktionen bevorzugt. In touristischen Betrieben kommen Kreditkarten immer häufiger zum Einsatz, jedoch nicht flächendeckend. Deutsche Girokarten (Debitkarten) werden nicht ĂĽberall akzeptiert; eine gängige Kreditkarte (z. B. Visa oder Mastercard) sowie ausreichend Bargeld in der lokalen Währung sind sinnvoll. Mobile Payment-Dienste sind im Vergleich zu Europa weniger verbreitet. Trinkgeld ist nicht zwingend, wird aber in touristischen Kontexten – etwa fĂĽr Guides, Fahrer oder Hotelpersonal – als Anerkennung geschätzt. Beim Besuch der Bagan-Tempel ist eine respektvolle, Schultern und Knie bedeckende Kleidung angebracht; in vielen Tempeln werden Besucher gebeten, Schuhe und Socken auszuziehen, bevor sie Innenräume oder erhöhte Plattformen betreten. Fotografieren ist an vielen Orten erlaubt, jedoch sollten Hinweise vor Ort beachtet werden; der Einsatz von Blitzlicht kann zum Schutz von Wandmalereien untersagt sein. Menschen – insbesondere Mönche – sollten nur mit deren Einverständnis fotografiert werden.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit: Myanmar befindet sich politisch in einer komplexen Situation. Deutsche StaatsbĂĽrger sollten die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise sowie Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) prĂĽfen und diese Hinweise sehr ernst nehmen. Dort sind Informationen zu Visumpflicht, zu empfohlenen oder vorgeschriebenen Reisedokumenten sowie zu Sicherheitsrisiken zu finden. Da sich die Lage ändern kann, ist eine kurzfristige PrĂĽfung kurz vor Reiseantritt unerlässlich. FĂĽr Gesundheitsvorsorge und Versicherungsschutz gilt: Bei Reisen auĂźerhalb der EU wird eine private Auslandskrankenversicherung empfohlen, die auch einen RĂĽcktransport abdeckt. Impfempfehlungen und gesundheitliche Hinweise sollten mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner abgestimmt werden.
  • Zeitzone: Myanmar verwendet eine eigene Zeitzone (Myanmar Standard Time, MMT), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um 4 Stunden 30 Minuten voraus ist. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Zeitunterschied 3 Stunden 30 Minuten. Wer von Deutschland aus anreist, sollte diesen Versatz auch in Bezug auf Ankunftszeiten, mögliche Jetlag-Effekte und Kontakt mit Zuhause berĂĽcksichtigen.

Warum Bagan auf jede Bagan-Reise gehört

Für viele Myanmar-Reisende ist Bagan das emotionale Zentrum ihrer Reise. Während Yangon mit der Shwedagon-Pagode und Mandalay als historische Königsstadt eindrucksvolle Einzelpunkte setzen, bietet Bagan eine ganze Landschaft voller Geschichte. Die Ebene ist nicht nur ein klassisches „Fotomotiv“, sondern ein Ort, an dem man sich über Tage hinweg treiben lassen kann – auf dem Fahrrad, mit einem E-Scooter, per Pferdewagen oder mit dem Boot auf dem Irrawaddy.

Reiseführer wie Marco Polo und das ADAC-Reisemagazin heben hervor, dass Bagan ein guter Ort ist, um den Alltag in Myanmar kennenzulernen: Morgens besuchen Einheimische die Märkte, Mönche gehen auf ihren Almosengang, Kinder fahren zur Schule, während im Hintergrund die Pagoden glänzen. Die Tempelstadt ist damit nicht nur Kulisse, sondern Lebensraum. Gerade für Reisende aus Deutschland, die oft eine klare Trennung zwischen historischer Altstadt und moderner Peripherie gewohnt sind, kann diese Durchdringung von Alltag und Welterbe eine besondere Erfahrung sein.

Beliebt sind neben klassischen Tempelbesichtigungen auch Aktivitäten wie Bootstouren bei Sonnenuntergang auf dem Irrawaddy oder – sofern angeboten und sicher möglich – Fahrten mit dem Heißluftballon über der Tempellandschaft. Letztere erzeugen ikonische Bilder, die weltweit in Magazinen und sozialen Netzwerken kursieren. Wichtig ist, nur seriöse Anbieter zu wählen und ihre Sicherheitsstandards zu prüfen, da sich regulatorische Vorgaben im Land ändern können.

Bagan ist zudem ein idealer Ausgangspunkt, um die religiöse Vielfalt und Geschichte des Landes zu verstehen. In vielen Tempeln finden sich Inschriften in Pali und Birmanisch, die von Gelehrten als wichtige Quellen zur frühen Verbreitung des Buddhismus in der Region genutzt werden. Besucher bekommen so einen Eindruck davon, wie stark Religion und Königsmacht hier historisch verwoben waren.

Auch wer bereits große Tempelstätten wie Angkor in Kambodscha oder Borobudur in Indonesien gesehen hat, erlebt Bagan als eigenständig. Während Angkor mit dichten Dschungelruinen fasziniert, überzeugt Bagan durch seine offene, weite Landschaft. Die Tempel sind nicht versteckt, sondern wie Punkte auf einem riesigen, leicht welligen Feld verteilt. Diese horizontale, luftige Dimension unterscheidet die Bagan-Tempel deutlich von vielen anderen Welterbestätten.

Für deutschsprachige Reisende spielt Bagan schließlich auch im Kontext nachhaltiger Reiseentscheidungen eine Rolle: In Zeiten von Flugscham und Klimadebatten gilt es, Fernreisen bewusst zu planen. Wer die lange Anreise nach Myanmar in Betracht zieht, sollte mehrere Wochen im Land einplanen, um die kulturelle Tiefe – gerade in Bagan – auszukosten und nicht nur kurz „Fotos zu sammeln“. Viele seriöse Veranstalter in Deutschland bieten Kombinationsreisen an, bei denen Bagan mit anderen Teilen Myanmars oder Nachbarländern verknüpft wird. Wer individuell reist, kann vor Ort meist auf ein Netz von Gästehäusern, Hotels und kleinen Restaurants zurückgreifen, die einen Einblick in die lokale Küche und Gastfreundschaft geben.

Bagan-Tempel in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

Bagan ist längst zu einem visuellen Symbol für Myanmar geworden und taucht regelmäßig in Bildstrecken großer Medien, auf Instagram-Feeds und in YouTube-Reisevlogs auf. Besonders die Kombination aus Tempeln im Morgennebel, Heißluftballons und dem warmen Licht der tief stehenden Sonne prägt das globale Bild des Ortes. Gleichzeitig wächst in den sozialen Medien das Bewusstsein für die Verantwortung, respektvoll mit religiösen Stätten umzugehen – etwa beim Thema Drohnenflüge, Klettern auf empfindliche Mauern oder beim Fotografieren von Gläubigen.

Häufige Fragen zu Bagan-Tempel

Wo liegen die Bagan-Tempel genau?

Die Bagan-Tempel liegen im zentralen Myanmar am östlichen Ufer des Irrawaddy-Flusses, in der Region Mandalay. Das historische Areal erstreckt sich über eine weite Ebene rund um die moderne Ortschaft Nyaung U sowie die Bereiche Alt- und Neu-Bagan.

Wie alt sind die Bagan-Tempel?

Die meisten Bagan-Tempel entstanden zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert, also vor rund 700 bis 1.000 Jahren. Einzelne Vorgängerbauten und spätere Ergänzungen weiten diesen Zeitraum aus, aber die Blütezeit der Tempelstadt fällt in die Epoche des ersten birmanischen Königreichs.

Wie besucht man Bagan am besten?

Die Anreise erfolgt in der Regel über internationale Flüge nach Myanmar mit Umstieg in asiatischen Drehkreuzen und Weiterreise per Inlandsflug, Bus oder Auto nach Bagan. Vor Ort nutzen viele Reisende Fahrräder, E-Scooter, Taxis oder organisierte Touren, um die weit verstreuten Tempel komfortabel zu erreichen. Eine sorgfältige Planung unter Berücksichtigung der Hinweise des Auswärtigen Amts ist empfehlenswert.

Was ist das Besondere an Bagan im Vergleich zu anderen Tempelstätten?

Bagan zeichnet sich durch die außergewöhnliche Dichte und Vielfalt buddhistischer Sakralbauten aus, die sich über eine offene, weite Flussebene verteilen. Im Unterschied zu vielen anderen Stätten sind die Tempel nicht isoliert, sondern Teil einer lebendigen Kulturlandschaft, in der Alltag, Landwirtschaft und religiöse Praxis ineinandergreifen.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr Bagan?

Als günstig gelten meist die trockeneren und etwas kühleren Monate von etwa November bis Februar, wenn Regenfälle seltener und die Temperaturen weniger extrem sind. Frühmorgens und spätnachmittags ist es nicht nur angenehmer, sondern das Licht setzt die Tempellandschaft besonders stimmungsvoll in Szene. Aktuelle Wetter- und Klimainformationen sollten vor Reiseantritt überprüft werden.

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