Bagan, Myanmar

Bagan: Tempelmeer am Ayeyarwady in Myanmar

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 11:19 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Bagan in Myanmar ist eine historische Königsstadt mit Tausenden buddhistischen Bauwerken am Ayeyarwady und einer einzigartigen Tempellandschaft.

Isometrisches Diorama von Bagan-Tempel in Bagan, Myanmar in Pastell
Isometrisches Diorama von Bagan-Tempel und Umgebung in Bagan Myanmar, verspielte Low-Poly-Kulisse in Pastellfarben, Illustration mit AI erstellt.

Bagan am Ayeyarwady in Zentral-Myanmar ist eine historische Königsstadt, deren Tempelmeer sich über eine weite Ebene erstreckt und bis heute die Landschaft prägt. Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert war Bagan Hauptstadt des Pagan-Reiches und Zentrum religiöser Baukunst, deren Zeugnisse in Form von Pagoden, Stupas und Tempeln in großer Dichte erhalten sind.Hauptstadt des Pagan-Reiches

Bagan: Königsstadt am Fluss und heilige Landschaft

Bagan liegt in der zentralen Trockenzone von Myanmar auf einer weiten Ebene am Oberlauf des Ayeyarwady-Flusses, dessen Lauf sich in einem Bogen an der Tempellandschaft vorbeizieht.Bogen des Ayeyarwady-Flusses Die Ebene von Bagan ist von niedrigen Hügeln und Sandbänken umgeben, und zwischen den Heiligtümern verlaufen Pisten, Wege und Felder, die die Ausdehnung der archäologischen Zone deutlich machen. Die Kernzone mit den berühmten Tempeln umfasst ein Gebiet, in dem über Jahrhunderte religiöse Bauwerke entstanden und eine heilige Landschaft formten.heilige Landschaft

Bagan war vom 9. bis zum 13. Jahrhundert Sitz der Könige des Pagan-Reiches und entwickelte sich im 11. Jahrhundert unter König Anawrahta zur politischen und religiösen Hauptstadt eines Reiches, das große Teile des heutigen Myanmar umfasste.König Anawrahta im 11. Jahrhundert In dieser Zeit entstanden auf der Ebene von Bagan Tausende buddhistische Bauwerke, deren Dichte und Vielfalt ein Bild der religiösen Praxis und der königlichen Förderung des Theravada-Buddhismus geben.Tausende buddhistische Bauwerke

Bautätigkeit zwischen 11. und 13. Jahrhundert

Die große Bauphase in Bagan erstreckte sich vom 11. bis zum 13. Jahrhundert, als die Könige des Pagan-Reiches und wohlhabende Stifter ein Netz von Örtlichkeiten für buddhistische Praxis errichten ließen.Bauphase vom 11. bis 13. Jahrhundert In dieser Epoche entstand eine Vielzahl von Stupas, Tempeln und Klosteranlagen, die sich über die Ebene verteilen und durch ihre Silhouetten und Backsteinarchitektur auffallen. Die Bauwerke sind überwiegend aus Ziegeln errichtet, vielfach verputzt und mit Malereien sowie Skulpturen versehen, die Szenen aus dem Leben des Buddha und Jataka-Erzählungen zeigen. Manche Anlagen verbinden massive, turmartige Volumen mit mehrgeschossigen Innenräumen, in denen sich Bildnisse des Buddha an verschiedenen Stellen konzentrieren.

In der Hochphase der Bautätigkeit wurden nach überlieferten Angaben mehr als 10.000 religiöse Bauwerke geschaffen, von denen heute mehrere Tausend in unterschiedlichem Erhaltungszustand verzeichnet sind.mehr als 10.000 Bauwerke Die dokumentierten Monumente umfassen Stupas, freistehende Tempel mit begehbaren Innenräumen und kleinere Strukturen, die zusammen die hohe Dichte an sakraler Architektur erklären.verzeichnete Monumente Die erhaltenen Bauwerke bilden unterschiedliche Typen ab, darunter frei stehende Ziegelstupas mit vergoldeten Spitzen und massive Tempelkörper, deren Außenflächen durch Gesimse, Nischen und Figuren gegliedert sind.

Theravada-Buddhismus und künstlerische Details

Bagan ist eng mit dem Theravada-Buddhismus verbunden, der sich im Reich unter Anawrahta etablierte und in der Tempellandschaft der Ebene sichtbar ist.Theravada-Buddhismus in Bagan Auf den Stupas und Tempeln finden sich Darstellungen des Buddha in verschiedenen Haltungen, Reihungen von Reliefs sowie Inschriften, die religiöse Inhalte, Stifterangaben und Widmungen tragen. Innenräume sind mit Wandmalereien versehen, in denen Episoden aus der buddhistischen Überlieferung und symbolische Ornamente nebeneinander stehen. Die künstlerische Ausgestaltung reicht von einfachen Ziegelreliefs bis zu fein ausgeführten Fresken und geschnitzten Holzbestandteilen innerhalb bestimmter Anlagen.

Die Tempellandschaft von Bagan wird durch die große Zahl monumentaler Bauwerke geprägt, die mit ihren Türmen und Kuppeln über den Baumwipfeln und Feldern sichtbar sind. Einige der bedeutenden Tempel besitzen mehrere Geschosse mit umlaufenden Gängen, die in rechteckigen Grundrissen angelegt sind, während Stupas eher kompakte Baukörper darstellen, die nach oben hin schlanker werden. Das Zusammenspiel von Ziegelarchitektur, vergoldeten Spitzen, Steinreliefs und Malerei macht die Ebene von Bagan zu einem zusammenhängenden Ensemble buddhistischer Kunst, das in seiner Vielfalt den Zeitraum vom 11. bis zum 13. Jahrhundert abbildet.Ensemble buddhistischer Kunst

Bagan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Bagan liegt in der Mandalay-Region von Myanmar am Ayeyarwady-Fluss und wird über Straßen und regionale Flughäfen des Landes mit größeren Städten wie Yangon und Mandalay verbunden.
  • Die Tempel und Stupas von Bagan stehen in einer weiten Ebene, Wege verlaufen teils über sandigen Untergrund, und viele Anlagen sind nur über Treppen und Stufen zu erreichen.
  • In der Umgebung von Bagan herrscht ein ausgeprägtes Trockenklima, und die weite Ebene liegt deutlich über dem Meeresspiegel; leichte Kleidung und Sonnenschutz sind für den Aufenthalt im Freien wichtig.
  • Amtssprache ist Birmanisch, gezahlt wird in Kyat als Landeswährung von Myanmar.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Bagan: häufige Fragen

Wo liegt Bagan in Myanmar?

Bagan liegt in der zentralen Trockenzone von Myanmar in der Mandalay-Region auf einer Ebene am Ayeyarwady-Fluss.

Was bietet ein Besuch in Bagan?

Ein Besuch in Bagan führt durch eine weitläufige Tempellandschaft mit zahlreichen Stupas, Ziegeltempeln, Malereien und Buddha-Darstellungen aus der Zeit des Pagan-Reiches.

Was kennzeichnet Bagan im Vergleich zu anderen Orten?

Bagan ist durch die hohe Dichte buddhistischer Bauwerke aus dem 11. bis 13. Jahrhundert und die Lage als historische Königsstadt am Ayeyarwady-Fluss gekennzeichnet.

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