Bagan: Tempelstadt am Ayeyarwady in Myanmar
Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 13:00 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Bagan in Myanmar ist eine historische Tempelstadt am Ufer des Ayeyarwady, in der sich auf einer weiten Ebene tausende buddhistische Tempel, Stupas und Klöster aus der Zeit des Pagan-Königreichs erheben. Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert war Bagan die Hauptstadt dieses Reiches, dessen Herrscher große Teile des heutigen Myanmar politisch bündelten und eine bis heute sichtbare Bautradition hinterließen.
Bagan als Landschaft der Tempel
Bagan liegt in der Trockenebene Zentral-Myanmars auf einer Flussschleife des Ayeyarwady und bildet dort eine weite, relativ offene Kulturlandschaft mit einem hohen Anteil religiöser Bauwerke. Die UNESCO beschreibt Bagan als sakrale Landschaft mit einem außergewöhnlichen Spektrum buddhistischer Kunst und Architektur, das die Blüte der Bagan-Zivilisation zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert widerspiegelt.sakrale Landschaft mit buddhistischer Kunst Innerhalb des heute geschützten Gebietes sind mehrere tausend Monumente erfasst, darunter Tempelbauten, Stupas und weitere Strukturen für die buddhistische Praxis, die sich über eine große Fläche verteilen.mehrere tausend Monumente im Schutzgebiet
Die Ebene von Bagan ist überwiegend trocken und leicht gewellt, sodass viele Bauwerke frei über niedrigem Bewuchs stehen und sich deutlich gegen den Horizont abzeichnen. Die Nähe des Ayeyarwady sorgt dafür, dass sich Flussufer, Sandflächen und kultivierte Felder mit von Tempeln gesäumten Wegen abwechseln. Die religiösen Bauwerke reichen von großen, mehrstöckig wirkenden Tempeln über massiv gemauerte Stupas bis zu kleineren Ziegelstrukturen, die in dichter Folge über die Landschaft verteilt sind.
Historischer Hintergrund des Pagan-Königreichs
Im 11. Jahrhundert entwickelte sich Bagan zur Hauptstadt des Pagan-Königreichs, das als erste politische Einheit gilt, die große Teile des späteren Staatsgebiets von Myanmar in einem Herrschaftsraum zusammenfasste.Hauptstadt des Pagan-Königreichs Die Zeit zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert wird als Blütephase dieser Zivilisation beschrieben, in der sich religiöse Bautätigkeit und königliche Machtentfaltung eng verbanden.Blütephase zwischen 11. und 13. Jahrhundert Könige und hohe Würdenträger traten dabei als große Stifter buddhistischer Bauwerke auf, was eine hohe Dichte religiöser Architektur auf der Ebene von Bagan zur Folge hatte.
Zu den prägenden Herrschern dieser Epoche zählt König Anawrahta, der im 11. Jahrhundert als Begründer der politischen Größe von Pagan genannt wird und eng mit der Einführung und Förderung des Theravada-Buddhismus in seinem Reich verknüpft ist.König Anawrahta im 11. Jahrhundert Die Bautätigkeit setzte sich unter seinen Nachfolgern fort und erreichte im 13. Jahrhundert einen Höhepunkt, bevor militärische Konflikte und Machtverschiebungen dazu führten, dass Bagan seine Rolle als Hauptstadt verlor. Die Vielzahl der Bauwerke blieb jedoch als archäologische und religiöse Landschaft erhalten und prägt bis heute das Bild der Region.
Tempel und Bauformen in Bagan
Die Bauwerke Bagans decken ein breites Spektrum buddhistischer Architektur ab, von großen Tempeln mit ausgeprägten Innenräumen bis zu frühen Stupas, deren Form sich in der gesamten Region verbreitete. Ein herausragendes Beispiel ist die Shwezigon-Pagode, die im 11. Jahrhundert begonnen und zu Beginn des 12. Jahrhunderts unter den Königen Anawrahta und Kyansittha vollendet wurde; sie gilt als Vorbild für viele spätere birmanische Stupas.Shwezigon-Pagode als frühes Vorbild Daneben stehen große Tempelanlagen wie der Ananda-Tempel, dessen Bauzeit in das frühe 12. Jahrhundert datiert wird.Ananda-Tempel im frühen 12. Jahrhundert
Die meisten Bauwerke bestehen aus Ziegelmauerwerk, das teilweise verputzt und mit Reliefs oder Wandmalereien versehen wurde. In vielen Tempeln sind noch Skulpturen und Bildprogramme erhalten, die zentrale Figuren des Buddhismus sowie Szenen aus Erzählzyklen zeigen. Stupas treten häufig als massive, nach oben verjüngte Bauformen auf, während Tempelbauten eine klare Gliederung in Sockel, mehrere abgestufte Baukörper und turmartige Abschlüsse besitzen. Die Dichte und Vielfalt dieser Architektur machen Bagan zu einem der wichtigsten Zentren buddhistischer Baukunst in Südostasien.
Bagan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Bagan liegt in der zentralen Trockenebene von Myanmar am Ayeyarwady und wird über den regionalen Flughafen Nyaung U sowie Straßenverbindungen von Mandalay und Yangon aus erschlossen.
- Innerhalb der archäologischen Zone führen Wege über flaches bis leicht welliges Gelände; zwischen vielen Tempeln liegen längere Strecken, die zu Fuß oder mit einfachen Fahrzeugen zurückgelegt werden.
- In der Umgebung der Tempel herrscht ein trockenes Klima mit starker Sonneneinstrahlung, sodass weite Bereiche ohne dichten Schatten verlaufen und freiliegende Sand- und Erdflächen den Charakter der Ebene bestimmen.
- Bagan liegt in Myanmar; Amtssprache ist Burmesisch, gezahlt wird in Kyat.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Bagan auf Social-Media-Plattformen
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Bagan: häufige Fragen
Wo liegt Bagan in Myanmar?
Bagan liegt in der zentralen Trockenebene von Myanmar am Ayeyarwady-Fluss, in der heutigen Mandalay-Region.
Was bietet ein Besuch in Bagan?
Ein Besuch in Bagan führt in eine weite Ebene mit tausenden buddhistischen Tempeln, Stupas und Klöstern, die die Geschichte des Pagan-Königreichs sichtbar machen.
Was kennzeichnet Bagan besonders?
Besonders kennzeichnend für Bagan ist die Verbindung einer offenen Flusslandschaft mit einer außergewöhnlich hohen Dichte historischer buddhistischer Bauwerke aus dem 11. bis 13. Jahrhundert.
