Baha'i-Gärten Haifa, Bahai Gardens

Baha'i-Gärten Haifa: Terrassentraum über der Bucht von Haifa

20.05.2026 - 18:59:30 | ad-hoc-news.de

Die Baha'i-Gärten Haifa, lokal Bahai Gardens genannt, schweben wie ein grünes Amphitheater über Haifa in Israel. Warum dieser stille Terrassentempel deutsche Reisende so berührt.

Baha'i-Gärten Haifa, Bahai Gardens, Haifa
Baha'i-Gärten Haifa, Bahai Gardens, Haifa

Wer sich den Hang des Karmel hinaufarbeitet, steht plötzlich vor einem Bild, das viele Besucher der Baha'i-Gärten Haifa nie wieder vergessen: Perfekt geschnittene Hecken, leuchtende Blumen, schimmernder weißer Kies und mittendrin das goldene Kuppelgrab – die Bahai Gardens („Gärten der Bahai“) in Haifa wirken wie ein schwebender Gartenfächer über der Bucht von Haifa in Israel.

Baha'i-Gärten Haifa: Das ikonische Wahrzeichen von Haifa

Die Baha'i-Gärten Haifa gehören zu den bekanntesten Ansichten Israels: 19 Terrassen, die sich in geometrischer Präzision den Karmelberg hinaufziehen und sich um das goldene Heiligtum des Báb gruppieren. Laut der Deutschen Zentrale für Tourismus und Reiseführern wie „Merian Israel“ zählen die Gärten zu den meistfotografierten Motiven des Landes und gelten als das moderne Wahrzeichen von Haifa.

Anders als bei vielen anderen heiligen Stätten im Nahen Osten stehen hier Ruhe, Symmetrie und Offenheit im Mittelpunkt. Die Gärten sind Teil des Weltzentrums der Baha'i-Religion und nach Angaben der offiziellen Baha'i-Verwaltung in Haifa ein Ort, der ausdrücklich allen Menschen offenstehen soll – unabhängig von Herkunft oder Glauben. Für Reisende aus Deutschland ist der Besuch kostenfrei, eintrittsfreie Führungen gehören zum Selbstverständnis der Glaubensgemeinschaft.

Die Atmosphäre überrascht viele Gäste: Während unten die Hauptverkehrsachsen und der Hafen von Haifa pulsieren, herrscht in den Bahai Gardens eine fast meditative Stille. Feine Kieswege knirschen unter den Schuhen, Wasserbecken spiegeln den Himmel, und von den Aussichtspunkten öffnet sich der Blick weit über die Bucht bis hinüber nach Akko – ein Panorama, das auch der Fernsehsender ARD in Reisereportagen immer wieder als „eine der schönsten Aussichten Israels“ hervorhebt.

Geschichte und Bedeutung von Bahai Gardens

Um die Baha'i-Gärten Haifa zu verstehen, hilft ein kurzer Blick auf die Geschichte der Baha'i-Religion. Sie entstand im 19. Jahrhundert im damaligen Persien (dem heutigen Iran). Ein religiöser Erneuerer, der Báb („Tor“ auf Arabisch), bereitete die Ankunft eines neuen Gottesboten vor. Dieser Gottesbote, Bahá'u'lláh, gilt als Stifter der Baha'i-Religion. Weil ihre Lehren in Persien auf heftigen Widerstand stießen, wurden die frühen Baha'i verfolgt, und Bahá'u'lláh selbst verbrachte viele Jahre im Exil im Osmanischen Reich.

Haifa und die Region um den Karmelberg wurden in dieser Zeit für die Baha'i von besonderer Bedeutung. Nach Angaben der Baha'i World Centre Publications und UNESCO-Unterlagen bestimmte Bahá'u'lláh den Karmelberg als künftigen Ruheort für die sterblichen Überreste des Báb. Der Báb war zuvor in Persien hingerichtet worden; seine Gebeine wurden über Jahrzehnte geheim gehalten, bevor sie Anfang des 20. Jahrhunderts nach Haifa gebracht wurden.

Das zentrale Heiligtum, der Schrein des Báb mit seiner goldenen Kuppel, wurde in mehreren Phasen errichtet. Nach Angaben der UNESCO und des Baha'i World Centre wurden die ursprünglichen einfachen Strukturen im frühen 20. Jahrhundert gebaut und erst Mitte des Jahrhunderts zur heutigen Form ausgebaut. Der renommierte kanadische Architekt William Sutherland Maxwell entwarf in den 1940er-Jahren die klassizistisch anmutende Rotunde und die markante goldene Kuppel, die heute das Bild der Baha'i-Gärten Haifa prägt.

Die Terrassengärten selbst sind deutlich jünger. Laut Unterlagen des Baha'i World Centre und Berichten der israelischen Tourismusbehörden entstanden die 19 Terrassen – neun oberhalb, neun unterhalb und eine auf der Ebene des Schreins – überwiegend in den 1980er- und 1990er-Jahren. Sie wurden im Jahr 2001 offiziell eingeweiht. Seit 2008 gehören die Gärten zusammen mit weiteren Baha'i-Heiligtümern in Haifa und der nahegelegenen Stadt Akko zum UNESCO-Welterbe. Die UNESCO würdigt sie als „außergewöhnliches Zeugnis“ einer jungen Weltreligion und als herausragendes Beispiel für sakrale Landschaftsgestaltung des 20. Jahrhunderts.

Für die Baha'i selbst sind die Gärten weit mehr als nur eine Sehenswürdigkeit. Sie sehen die Bahai Gardens als physische Manifestation zentraler Glaubensideen: Einheit der Menschheit, Harmonie von Religion und Wissenschaft sowie die Verantwortung des Menschen für die Schönheit und Pflege der Erde. In offiziellen Publikationen des Baha'i World Centre wird immer wieder betont, dass die Gärten nicht nur der inneren Einkehr dienen, sondern zugleich eine „Geschenk an die Stadt Haifa und ihre Besucher“ seien.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch sind die Baha'i-Gärten Haifa eine seltene Mischung aus streng geometrischer Planung und sinnlicher Gartenkunst. Wer oben an der Louis Promenade beginnt, blickt auf eine nahezu perfekt symmetrische Achse, die von der oberen Terrasse bis zum deutschen Kolonistenviertel (German Colony) am Fuß des Berges reicht. Diese Achse verläuft in Ost-West-Richtung und schafft eine Art „grünen Boulevard“, der aus der Luft betrachtet wie ein strahlendes Band wirkt.

Die 19 Terrassen sind jeweils eigenständig gestaltet, folgen aber einem übergeordneten Designprinzip. Laut dem Baha'i World Centre wurden verschiedene Elemente aus persischer, europäischer und mediterraner Gartenkunst kombiniert: Terrassenarchitektur, Wasserläufe, Springbrunnen, dekorative Beete, Zypressenreihen und Schatten spendende Bäume. Auf vielen Fotos – etwa in Reportagen von „National Geographic Deutschland“ – erinnern die Bahai Gardens mit ihren abgestuften Ebenen und ihren Wasserbecken an klassische persische Gärten, zugleich wirken sie aber sehr modern und klar.

Auffällig ist die durchgängig symmetrische Gestaltung. Wege, Beete und Treppen sind spiegelbildlich angelegt; die zentrale Treppe läuft exakt auf den Schrein des Báb zu. Die Gärten werden von internationalen Landschaftsarchitekten als Beispiel für eine „sakrale Landschaft“ zitiert, in der Form und Funktion auf eine religiöse Botschaft hin ausgerichtet sind. Die UNESCO betont in ihrer Beschreibung, dass die Gärten in Haifa und Akko bewusst so gestaltet wurden, dass sie „einen harmonischen Dialog“ mit der natürlichen Umgebung und der urbanen Landschaft eingehen.

Auch aus praktischer Sicht sind die Bahai Gardens eine Meisterleistung. Der Hang ist steil; die Terrassen überwinden über mehrere Dutzend Höhenmeter. Die israelische Tourismusbehörde und Medien wie die „Jerusalem Post“ (englischsprachig) verweisen darauf, dass ein komplexes Bewässerungssystem notwendig war, um die Gärten in dem mediterranen Klima ganzjährig grün zu halten. Dabei wird nach Angaben des Baha'i World Centre großer Wert auf effiziente Wassernutzung gelegt: Es kommen Tropfbewässerungssysteme und angepasste Bepflanzung zum Einsatz.

Ein weiterer besonderer Aspekt für Besucher: Die Gärten sind nicht als Freizeitpark konzipiert. Es gibt keine Kioske oder Restaurants innerhalb der Anlage, keine Verkaufsstände und keine lauten Touristenattraktionen. Der Fokus liegt auf Stille und Kontemplation. Entsprechend werden Besucher gebeten, sich respektvoll zu verhalten, leise zu sprechen und angemessene Kleidung zu tragen – ähnlich wie in Kirchen oder Moscheen. Diese Hinweise finden sich sowohl auf den offiziellen Baha'i-Webseiten als auch in gängigen Reiseführern wie dem „ADAC Reisemagazin Israel“.

Baha'i-Gärten Haifa besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise

Die Baha'i-Gärten Haifa liegen am Nordhang des Karmelgebirges, mitten in der Stadt Haifa an Israels Mittelmeerküste. Der untere Zugang befindet sich nahe der German Colony, dem historischen deutschen Templerviertel, der obere Zugang an der Louis Promenade in der Nähe des Karmel-Hoteldistrikts.

Für Reisende aus Deutschland führt der Weg in der Regel über Tel Aviv oder gelegentlich über den kleineren Flughafen Haifa, der jedoch kaum internationale Linien bedient. Nonstop-Flüge von Frankfurt/Main (FRA), München (MUC) oder Berlin (BER) nach Tel Aviv-Ben Gurion (TLV) bewegen sich je nach Verbindung ungefähr im Bereich von 3,5 bis 4,5 Stunden. Flugverbindungen, Airlines und Flugzeiten können sich ändern; aktuelle Angebote sollten direkt bei den Airlines oder über seriöse Buchungsportale geprüft werden.

Vom Flughafen Tel Aviv nach Haifa bestehen regelmäßige Zugverbindungen. Die israelische Bahn (Israel Railways) verbindet den Flughafen mit Haifa in in der Regel rund 1,5 bis 2 Stunden, mit Umstieg in Tel Aviv. Alternativ fahren Fernbusse und private Shuttle-Dienste. Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist, nimmt meist die Küstenautobahn Richtung Norden; die Strecke vom Flughafen nach Haifa beträgt etwa 90 km und dauert je nach Verkehr circa 1 bis 1,5 Stunden. In Haifa selbst verbinden Busse und die unterirdische Standseilbahn „Carmelit“ verschiedene Stadtteile; viele Besucher nutzen Taxis oder App-basierte Fahrdienste, um zu den Eingängen der Gärten zu gelangen.

  • Ă–ffnungszeiten

Die Baha'i-Gärten Haifa sind an den meisten Tagen für Besucher geöffnet, allerdings mit unterschiedlichen Regelungen für die oberen und unteren Bereiche. Der Schrein des Báb und bestimmte Gartenbereiche können zu Gebetszeiten oder aus organisatorischen Gründen zeitweise geschlossen sein. Öffentliche Führungen werden an mehreren Tagen pro Woche angeboten; sie dauern meist etwa 45 bis 60 Minuten und führen durch ausgewählte Terrassen.

Da sich die Öffnungszeiten ändern können, empfehlen sowohl die Deutsche Zentrale für Tourismus als auch die israelische Tourismusbehörde ausdrücklich, die aktuellen Zeiten direkt auf der offiziellen Seite des Baha'i World Centre oder auf den Informationsseiten zu den Bahai Gardens zu prüfen. Besonders an Feiertagen, bei extremen Wetterlagen oder im Zuge von Wartungsarbeiten kann es zu Einschränkungen kommen.

  • Eintritt und FĂĽhrungen

Der Besuch der Baha'i-Gärten Haifa ist nach übereinstimmenden Angaben des Baha'i World Centre und der israelischen Tourismusorganisation kostenfrei. Es werden keine Eintrittsgelder erhoben; auch die geführten Rundgänge sind in der Regel kostenlos. Spendenboxen oder kommerzielle Angebote innerhalb der Gärten gibt es bewusst nicht – dies ist Teil des Selbstverständnisses der Baha'i-Religion, ihre heiligen Stätten allen Menschen offen zugänglich zu machen.

Eine Voranmeldung ist für die meisten Standardbesuche nicht erforderlich. Für Gruppen, für spezielle Führungen oder für bestimmte Innenbereiche können andere Regeln gelten; auch hier gilt: Aktuelle Informationen direkt bei der Verwaltung der Bahai Gardens einholen.

  • Beste Reisezeit

Haifa liegt am Mittelmeer und verfügt über ein mediterranes Klima mit heißen Sommern und milden Wintern. Für viele Reisende aus Deutschland sind Frühling (März bis Mai) und Herbst (Oktober bis November) die angenehmsten Reisezeiten: Es ist warm, aber nicht zu heiß, und die Bepflanzung der Bahai Gardens steht oft in voller Blüte. Medien wie „GEO Saison“ und „Merian“ empfehlen für Städtereisen nach Haifa ebenfalls diese Übergangszeiten, da dann auch die Luftfeuchtigkeit erträglich ist.

Im Hochsommer (Juli, August) können die Temperaturen deutlich über 30 °C steigen. Ein Besuch früh am Morgen oder zum späten Nachmittag ist dann angenehmer, zumal das Licht weicher ist und die Sicht über die Bucht besonders eindrucksvoll sein kann. Im Winter kann es gelegentlich regnen, doch die Temperaturen bleiben meist moderat.

Als Faustregel gilt: Wer während der Schulferien oder an Wochenenden kommt, muss mit mehr Andrang rechnen, vor allem in den oberen Bereichen der Bahai Gardens. Wer Ruhe sucht und Fotos ohne zu viele Menschen im Bild machen möchte, wählt möglichst einen Wochentag und frühe oder spätere Tageszeiten.

  • Zeitzone, Sprache und Verständigung

Israel liegt in der Israelischen Standardzeit, die in der Regel eine Stunde vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) bzw. Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) liegt. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr ist, ist es in Haifa meist 13:00 Uhr. Übergangszeiten bei Beginn und Ende der Sommerzeit können abweichen; vor der Reise empfiehlt sich ein aktueller Blick in eine zuverlässige Zeitzonenübersicht.

Amtssprachen in Israel sind Hebräisch und Arabisch. In Haifa, einer vergleichsweise liberalen und gemischten Stadt mit jüdischen und arabischen Einwohnern, wird im Alltag vielfach auch Englisch gesprochen. In den Baha'i-Gärten selbst sind Hinweisschilder und Informationen oft auf Englisch und weiteren Sprachen verfügbar. Deutsch wird vereinzelt verstanden, ist aber im Alltag weniger verbreitet. Reisende aus Deutschland kommen mit Englisch in aller Regel gut zurecht.

  • Zahlung, Währung und Trinkgeld

Die Landeswährung ist der Neue Israelische Schekel (ILS). Viele Preise werden auch in Reiseführern für deutsche Gäste zusätzlich in Euro angegeben; Wechselkurse schwanken, sollten also vor der Reise aktuell geprüft werden. In Haifa sind Kreditkarten und gängige Debitkarten weit verbreitet, insbesondere in Hotels, Restaurants, größeren Geschäften und an Bahnhöfen. Kleinere Lokale und Märkte akzeptieren teilweise nur Bargeld, weshalb etwas Bargeld in Schekel sinnvoll ist.

In den Baha'i-Gärten selbst fallen keine Eintrittskosten an, und es gibt keine kommerziellen Angebote, sodass sich die Frage nach Zahlung vor Ort meist auf Anfahrt und Verpflegung außerhalb der Anlage beschränkt. In Israel ist ein Trinkgeld von etwa 10 bis 15 Prozent in Restaurants üblich, wenn kein Service bereits auf der Rechnung ausgewiesen ist. Bei Taxifahrten wird meist aufgerundet. Für kostenlose Führungen in religiösen Stätten wird gelegentlich eine kleine Spende erwartet; in den Bahai Gardens gibt es jedoch keine festen Spendenregelungen innerhalb der Gärten, und offizielle Informationen legen nahe, dass der Besuch bewusst ohne finanzielle Erwartung angeboten wird.

  • Kleiderordnung und Verhalten

Die Baha'i-Gärten Haifa sind ein heiliger Ort, kein Freizeitpark. Entsprechend bitten die Betreiber um angemessene Kleidung: Schultern und Knie sollten möglichst bedeckt sein, vor allem beim Betreten des Schreins des Báb. Badekleidung, sehr kurze Shorts oder stark ausgeschnittene Oberteile sind unpassend. Diese Hinweise finden sich sowohl auf der offiziellen Website als auch in seriösen Reiseführern.

Rauchen, Picknicken und das Mitbringen von Haustieren sind in den meisten Bereichen nicht gestattet. Besucher werden gebeten, ruhig zu sprechen und die spirituelle Atmosphäre zu respektieren. Fotografieren ist in den Gartenbereichen in der Regel erlaubt, allerdings nicht im Inneren des Schreins und nicht für kommerzielle Zwecke ohne Genehmigung. Drohnenflüge sind aus Sicherheits- und Respektgründen üblicherweise untersagt.

  • Einreisebestimmungen und Sicherheit

Israel hat spezielle Einreisebestimmungen, die sich ändern können. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Informationen zu Visabestimmungen, empfohlenen Versicherungen und eventuellen Reisehinweisen für die Region um Haifa.

Allgemein gilt: Für Aufenthalte bis zu einer bestimmten Dauer ist für deutsche Staatsbürger in vielen Fällen kein Visum vorab nötig; stattdessen wird bei Einreise ein Einlegezettel statt eines Stempels im Pass ausgegeben. Details, etwa zum Umfang von Sicherheitskontrollen bei Ein- und Ausreise, sind beim Auswärtigen Amt und den israelischen Behörden nachzulesen. Reisende sollten zudem prüfen, ob ihre Krankenversicherung auch im Ausland gilt oder ob eine separate Auslandskrankenversicherung sinnvoll ist.

Warum Bahai Gardens auf jede Haifa-Reise gehört

Haifa wird von vielen Reisenden aus Deutschland oft nur als Durchgangsstation zwischen Tel Aviv, dem See Genezareth und Akko wahrgenommen. Doch gerade die Baha'i-Gärten Haifa geben der Stadt eine unverwechselbare Identität. Sie sind nicht nur ein fotogenes Postkartenmotiv, sondern auch ein Ort, an dem sich die Vielfalt des Landes widerspiegelt: Hier treffen jüdische, muslimische, christliche und bahai-gläubige Menschen ebenso aufeinander wie säkulare Stadtbewohner und internationale Besucher.

Die Aussicht von den oberen Terrassen gehört zu den Momenten, die viele Reisereportagen immer wieder zitieren: Die Bucht von Haifa breitet sich aus, die Hafenanlagen, die grünen Hänge des Karmel und in der Ferne die Silhouette von Akko. Im Vergleich zu klassischen Wahrzeichen wie dem Felsendom in Jerusalem oder der Klagemauer ist die Stimmung hier deutlich ruhiger und weniger von dichtem Gedränge geprägt. Für viele Gäste aus der DACH-Region ist dies ein willkommener Gegenpol zu den sehr intensiven Eindrücken in Jerusalem.

Im direkten Umfeld der Bahai Gardens lohnt sich ein Bummel durch die German Colony am Fuß des Karmel. Die restaurierten Häuser der Templersiedlung mit ihren Cafés und Restaurants bieten ein atmosphärisches Gegenstück zur feierlichen Ruhe der Gärten. Viele Reiseführer empfehlen, den Besuch der Terrassen mit einem Abendessen in diesem Viertel zu verbinden – sobald es dunkel wird, sind die Gärten und die goldene Kuppel beleuchtet und bilden einen spektakulären Hintergrund.

Für kulturhistorisch Interessierte verbindet ein Besuch der Bahai Gardens mehrere Ebenen: Man lernt eine junge Weltreligion kennen, erlebt moderne sakrale Architektur und Gartenkunst und erhält gleichzeitig Einblick in die religiöse und ethnische Vielfalt Israels. Die UNESCO hebt in ihrer Begründung für den Welterbestatus hervor, dass die Gärten in Haifa und Akko ein seltenes Beispiel dafür sind, wie eine religiöse Gemeinschaft im 20. Jahrhundert neue heilige Landschaften geschaffen hat – ein Gegenpol zu den meist sehr alten heiligen Stätten etwa in Europa oder im Nahen Osten.

Auch wer mit Kindern unterwegs ist, kann die Gärten in Haifa gut einbinden. Zwar gibt es keine Spielplätze oder familienorientierten Attraktionen innerhalb der Anlage, aber die klaren Wege, die Aussicht und die vielen Treppen machen den Besuch zu einem kleinen Abenteuer. Wichtig ist nur, darauf zu achten, dass Kinder die Ruhe respektieren und nichts beschädigen. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gibt es bestimmte Bereiche, die leichter zugänglich sind; aufgrund der vielen Stufen ist jedoch ein Teil der Terrassen nicht barrierefrei. Die offizielle Website informiert über barrierearme Zugänge und mögliche Hilfsangebote.

Baha'i-Gärten Haifa in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien sind die Baha'i-Gärten Haifa längst ein Star: Auf Instagram und TikTok tauchen die Terrassen als perfekter Hintergrund für Panoramafotos und Zeitraffer-Videos auf, Reisende teilen auf YouTube komplette Rundgänge, und Reisebloggerinnen und -blogger – insbesondere aus Europa – rücken die Gärten immer wieder als „Must-See“ auf Israels Mittelmeerküste in den Fokus. Viele Beiträge betonen, wie überraschend still und gepflegt die Anlage ist und wie stark der Kontrast zum geschäftigen Treiben im Hafenviertel wirkt.

Häufige Fragen zu Baha'i-Gärten Haifa

Wo liegen die Baha'i-Gärten Haifa genau?

Die Baha'i-Gärten Haifa liegen am Nordhang des Karmelgebirges in der Stadt Haifa an Israels Mittelmeerküste. Die Terrassen ziehen sich vom Karmel-Hochplateau nahe der Louis Promenade hinunter bis zur German Colony am Fuß des Berges und sind damit zentral in der Stadt gelegen.

Warum sind die Bahai Gardens fĂĽr die UNESCO so bedeutend?

Die UNESCO hat die heiligen Stätten der Baha'i in Haifa und Akko als Welterbe gelistet, weil sie ein einzigartiges Beispiel für eine moderne sakrale Landschaft bilden. Die Gärten und der Schrein des Báb verkörpern die spirituellen Ideen der Baha'i-Religion und zeigen zugleich eine herausragende Kombination aus Architektur, Landschaftsplanung und städtebaulicher Einbindung.

Was kostet der Eintritt in die Baha'i-Gärten Haifa?

Nach übereinstimmenden Angaben des Baha'i World Centre und der israelischen Tourismusbehörde ist der Eintritt in die Baha'i-Gärten Haifa kostenfrei. Auch geführte Touren für Einzelbesucher werden meist kostenlos angeboten. Da sich Regelungen ändern können, empfiehlt sich ein aktueller Blick auf die offizielle Website.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr den Besuch der Bahai Gardens einplanen?

Für einen kurzen Eindruck mit Panoramablick von oben reichen oft 30 bis 60 Minuten. Wer eine geführte Tour durch mehrere Terrassen machen oder die Atmosphäre in Ruhe auf sich wirken lassen möchte, sollte eher zwei bis drei Stunden einplanen. Der Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die German Colony oder einem Stadtbummel in Haifa verbinden.

Welche ist die beste Jahreszeit, um die Baha'i-Gärten Haifa zu besuchen?

Für viele Reisende aus Deutschland sind Frühling und Herbst ideal, wenn es warm, aber nicht zu heiß ist und die Vegetation besonders üppig wirkt. Im Sommer empfiehlt sich ein Besuch früh morgens oder am späten Nachmittag wegen der Hitze. Im Winter ist das Wetter oft mild, es kann aber gelegentlich regnen.

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