Bahia-Palast, Marrakesch

Bahia-Palast in Marrakesch: Marokkos märchenhafter Stadtpalast

31.05.2026 - 12:53:39 | ad-hoc-news.de

Der Bahia-Palast (Palais Bahia) in Marrakesch gilt als einer der sinnlichsten Stadtpaläste Marokkos. Warum sein Spiel aus Licht, Wasser und Ornamenten deutsche Reisende besonders fasziniert.

Bahia-Palast, Marrakesch, Reise
Bahia-Palast, Marrakesch, Reise

Wenn sich im Innenhof des Bahia-Palasts das Wasser im Marmorbecken spiegelt und der Duft von Orangenblüten durch die schattigen Arkaden zieht, fühlt sich Marrakesch plötzlich wie eine filmreife Kulisse aus „Tausendundeine Nacht“ an. Der Bahia-Palast, auf Arabisch „Palais Bahia“ (sinngemäß „Palast der Strahlenden“), gehört zu den ikonischsten Bauwerken Marokkos – und ist für viele Reisende der Moment, in dem sie die Magie der roten Stadt wirklich begreifen.

Bahia-Palast: Das ikonische Wahrzeichen von Marrakesch

Der Bahia-Palast liegt im Süden der historischen Altstadt von Marrakesch, der berühmten Medina, nur wenige Gehminuten vom Platz Djemaa el Fna entfernt. Er zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt und wird in vielen renommierten Reiseführern und Kulturmagazinen als einer der schönsten Paläste Marokkos beschrieben. Führende Reiseverlage wie der deutschsprachige Marco-Polo- und der DuMont-Reiseführer zu Marrakesch heben vor allem die Mischung aus Pracht und Intimität hervor: Trotz seiner Größe wirkt der Palast wie eine Folge von immer privateren Höfen, Gärten und Wohnräumen.

Reiseberichte in etablierten Medien wie „Die Zeit“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ oder „Süddeutsche Zeitung“ beschreiben den Bahia-Palast regelmäßig als Musterbeispiel marokkanischer Palastarchitektur, das Besucher:innen einen selten detaillierten Einblick in das Leben der Eliten des 19. Jahrhunderts bietet. Statt eines einzigen monumentalen Thronsaals stehen hier handwerkliche Feinheiten im Mittelpunkt: bunt glasierte Zellij-Fliesen, fein geschnitzte Zedernholzdecken, filigrane Stuckreliefs und schattige Innenhöfe, die das extreme Klima von Marrakesch abmildern.

Für Reisende aus Deutschland ist der Bahia-Palast damit nicht nur eine fotogene Attraktion, sondern ein kompaktes „Lehrbuch“ marokkanischer Baukunst und Alltagsgeschichte. Wer hier durch die Räume geht, kann die sonst abstrakten Begriffe wie „maurische Ornamentik“, „arabisch-andalusischer Stil“ oder „Haremstrakt“ unmittelbar erleben.

Geschichte und Bedeutung von Palais Bahia

Der Bahia-Palast entstand im späten 19. Jahrhundert während einer Phase politischer und gesellschaftlicher Umbrüche in Marokko. Nach übereinstimmenden Darstellungen mehrerer anerkannter Reiseführer und kulturhistorischer Publikationen wurde der Palast im Auftrag von Si Moussa, einem einflussreichen Großwesir der Alaouiten-Dynastie, begonnen. Sein Sohn Ba Ahmed – ebenfalls Großwesir und faktischer Machthaber am Hof – ließ das Ensemble später erheblich erweitern und luxuriös ausstatten.

Die Bauarbeiten erstreckten sich über mehrere Jahrzehnte gegen Ende des 19. Jahrhunderts und wurden immer wieder angepasst und ergänzt. Viele seriöse Quellen datieren die wichtigste Ausbauphase in die 1880er und 1890er Jahre. Damit wurde der Palast nur wenige Jahre nach der Reichsgründung in Deutschland fertiggestellt – ein hilfreicher zeitlicher Bezugspunkt für deutsche Leser:innen. Während in Berlin das Reichstagsgebäude und in München die Maximilianstraße das neue Kaiserreich repräsentierten, entstand in Marrakesch ein Palast, der die Macht und den Geschmack der marokkanischen Hofelite verkörperte.

Der Name „Bahia“ wird in Fachliteratur oft mit „die Strahlende“ oder „die Glänzende“ übersetzt. Er verweist sowohl auf den Anspruch, einen besonders glänzenden Palast zu schaffen, als auch auf eine der bevorzugten Frauen Ba Ahmeds, die der Legende nach Bahia geheißen haben soll. Da schriftliche Belege für diese persönliche Deutung begrenzt sind, bleibt sie im Bereich der Überlieferung – der poetische Name ist jedoch historisch gut belegt.

Mit der Etablierung des französischen Protektorats in Marokko Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Bahia-Palast zeitweise von den Kolonialbehörden genutzt. Hochrangige französische Vertreter residierten hier, und der Palast diente als Symbol für die Machtverschiebungen jener Zeit. Nach der Unabhängigkeit Marokkos Mitte des 20. Jahrhunderts ging die Anlage in staatlichen Besitz über und wurde schrittweise für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heute gilt der Bahia-Palast in vielen kulturhistorischen Darstellungen als eines der wichtigsten Denkmäler der Stadt Marrakesch. Internationale Medien wie BBC, Guardian oder große Nachrichtenagenturen greifen ihn immer wieder in Reportagen über die Medina auf, und auch der marokkanische Tourismusverband sowie lokale Kulturbehörden stufen den Palast als Schlüsselattraktion und Kulturschatz ein. Obwohl der Bahia-Palast selbst derzeit nicht offiziell als eigenständiges UNESCO-Weltkulturerbe gelistet ist, liegt er in der UNESCO-geschützten Altstadt von Marrakesch, deren historischer Wert von der UNESCO wiederholt hervorgehoben wurde.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architekturhistoriker und renommierte Reisemagazine beschreiben den Bahia-Palast als typisches Beispiel für die Palastarchitektur der späten Alaouiten-Zeit, die verschiedenste Einflüsse zusammenführt: arabisch-andalusische Formen, traditionelle marokkanische Handwerkskunst aus Fès und Meknès, Berber-Elemente sowie Anklänge an osmanische Repräsentationsarchitektur. Das Ergebnis ist ein weitläufiges Ensemble aus Höfen, Gärten und Sälen, das eher horizontal als vertikal wirkt – im Gegensatz etwa zu gotischen Kathedralen wie dem Kölner Dom.

Der Palast besteht aus mehreren Trakten, die sich oftmals um rechteckige Innenhöfe organisieren. Charakteristisch sind:

  • GroĂźe und kleine Riads: Klassische marokkanische Hofhäuser mit zentralem Garten, Wasserbecken und umgebenden Wohnräumen. Diese Riads sorgen fĂĽr ein kĂĽhles Mikroklima und sind architektonischer Ausdruck von Privatheit und RĂĽckzug.
  • Prächtige Empfangssäle: Hohe Räume mit reich verzierten Zedernholzdecken, bunter Zellij-Fliesenornamentik und fein gearbeiteten Stuckfriesen, die komplexe geometrische Muster und Kalligrafien zeigen.
  • Haremstrakte: Intimere Wohnbereiche, die historisch den Frauen des Haushalts vorbehalten waren und heute zu den atmosphärisch spannendsten Teilen des Palastes zählen.
  • Gärten und Innenhöfe: Mit Orangen- und Zitronenbäumen, Rosen, Jasmin und Brunnen oder Wasserbecken, die Licht reflektieren und fĂĽr KĂĽhlung sorgen.

Fachpublikationen zur islamischen Kunst betonen immer wieder die Rolle von Licht, Wasser und Ornament im Bahia-Palast. Anders als in vielen europäischen Palästen, die mit großformatigen Gemälden, Skulpturen und figürlicher Darstellung arbeiten, lebt die Gestaltung hier von abstrakten geometrischen und floralen Motiven. Sie folgen religiösen Vorgaben des Islam, der figürliche Darstellungen in sakralem und teilweise auch profanem Kontext begrenzt, und übersetzen Macht und Reichtum in endlose Muster.

Besonders eindrucksvoll sind die aufwendig bemalten Holzdecken, die in Reportagen und Fotostrecken großer Medien immer wieder hervorgehoben werden. Sie bedecken ganze Räume wie Teppiche aus Holz, in denen Sterne, Rosetten und stilisierte Pflanzen nahtlos ineinander übergehen. Gleichzeitig sind die Böden mit kühlen Fliesen ausgelegt, deren Muster sich im Wasser der Brunnen spiegeln – ein Motiv, das auch in den Alhambra-Palästen von Granada zu finden ist. Für deutsche Besucher:innen, die vielleicht schon andalusische Architektur gesehen haben, wirkt der Bahia-Palast daher vertraut und exotisch zugleich.

Der Materialmix – Zedernholz, Stuck, Marmor, bunt glasierte Keramik – entspricht dem Kanon, den viele Expert:innen der marokkanischen Handwerkskunst als „klassisch“ bezeichnen. Offizielle Stellen betonen, dass die Erhaltung dieses Handwerks ein wichtiges kulturpolitisches Anliegen ist: Restaurierungen erfolgen in der Regel mit traditionellen Techniken und von spezialisierten Kunsthandwerkern, um die Authentizität der Anlage zu bewahren.

In verschiedenen Berichten wird zudem darauf hingewiesen, dass Teile des Palastes – etwa bestimmte Trakte oder Räume – nicht durchgängig zugänglich sind und gelegentlich für offizielle Empfänge oder Veranstaltungen genutzt werden. Das zeigt, dass der Bahia-Palast nicht nur ein Museum, sondern ein lebendiges Repräsentationsgebäude bleibt, das im staatlichen Zeremoniell eine Rolle spielt.

Bahia-Palast besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Orientierung: Der Bahia-Palast befindet sich im sĂĽdöstlichen Teil der Medina von Marrakesch, in einem historischen Viertel unweit des jĂĽdischen Mellah. Zu FuĂź ist er von zentralen Punkten wie dem Platz Djemaa el Fna in etwa 10–15 Minuten erreichbar, je nach Weg durch die engen Gassen.
  • Anreise aus Deutschland – Flug: Marrakesch wird regelmäßig von groĂźen europäischen Flughäfen aus angeflogen. Von Deutschland aus bieten verschiedene Airlines – darunter klassische Linienfluggesellschaften und Low-Cost-Anbieter – saisonal und teils ganzjährig Verbindungen an, häufig direkt von Frankfurt/Main, MĂĽnchen, DĂĽsseldorf oder Berlin. Die reine Flugzeit liegt im Regelfall bei rund 3,5 bis 4 Stunden, abhängig von Abflugort und Route. Da Flugpläne sich ändern können, sollten Reisende aktuelle Verbindungen bei Airlines oder Reiseportalen prĂĽfen.
  • Anreise aus Europa – Bahn und Auto: Eine durchgehende Bahnfahrt von Deutschland nach Marrakesch ist derzeit nicht ĂĽblich; Reisende kombinieren in der Regel Zugverbindungen nach SĂĽdspanien mit einer Fährpassage nach Marokko und anschlieĂźenden InlandszĂĽgen oder Bussen. Mit dem Auto ist eine Anreise ĂĽber Frankreich und Spanien sowie eine Autofähre nach Nordmarokko möglich, was jedoch mehrere Reisetage erfordert und eher als Roadtrip fĂĽr Erfahrene in Frage kommt. FĂĽr die meisten Besucher:innen aus Deutschland ist das Flugzeug die praktischste Option.
  • Zeitzone: Marokko liegt – abgesehen von zeitweisen Umstellungen während des Ramadan und spezieller Regelungen – in der Regel eine Stunde hinter Mitteleuropäischer Zeit (MEZ bzw. MESZ). Das bedeutet meist: Wenn es in Deutschland 14:00 Uhr ist, ist es in Marrakesch 13:00 Uhr. Reisende sollten die jeweils aktuelle Zeitregelung vor Abreise prĂĽfen, da es gelegentlich Sonderregelungen gibt.
  • Ă–ffnungszeiten des Bahia-Palasts: Seriöse ReisefĂĽhrer und die offizielle touristische Kommunikation geben ĂĽbereinstimmend an, dass der Bahia-Palast grundsätzlich tagsĂĽber geöffnet ist, häufig im Rahmen klassischer Besuchszeiten vom Vormittag bis zum späten Nachmittag. Konkrete Uhrzeiten können jedoch saisonal variieren, zudem sind an religiösen Feiertagen und bei offiziellen Veranstaltungen Ă„nderungen möglich. Es empfiehlt sich daher, die jeweils aktuellen Ă–ffnungszeiten direkt vor Ort in Marrakesch oder ĂĽber offizielle Informationsstellen des marokkanischen Tourismus zu prĂĽfen.
  • Eintrittspreise: Verschiedene seriöse Quellen nennen einen moderaten Eintrittspreis, der im internationalen Vergleich eher im unteren Bereich liegt. Da Kulturinstitutionen in Marokko ihre Tarife von Zeit zu Zeit anpassen – auch mit Blick auf Restaurierungen und Besucherlenkung –, sollten Reisende mit einem niedrigen zweistelligen Betrag in marokkanischen Dirham rechnen. In Euro umgerechnet handelt es sich typischerweise um einen Betrag im unteren einstelligen Bereich. FĂĽr aktuell gĂĽltige Preise empfiehlt sich die Kontrolle vor Ort oder ĂĽber offizielle Tourismusinformationen. Wechselkurse schwanken, weshalb Euro-Angaben stets als Richtwert zu verstehen sind.
  • Beste Tageszeit und Saison: Reiseberichte renommierter Medien und ReisefĂĽhrer empfehlen häufig einen Besuch am Vormittag direkt nach Ă–ffnung oder am späteren Nachmittag, um die größten Besucherströme zu vermeiden und die weicheren Lichtverhältnisse zu nutzen – ideal fĂĽr Fotos. In den Monaten von FrĂĽhling bis FrĂĽhsommer sowie im Herbst herrschen in Marrakesch oft angenehmere Temperaturen als im Hochsommer, wenn es leicht ĂĽber 35 °C werden kann. Im Winter sind die Tage meist mild, die Abende aber kĂĽhl. Wer Hitzeempfindlichkeit hat, sollte den Hochsommer meiden oder gezielt die kĂĽhleren Tageszeiten wählen.
  • Sprache vor Ort: Offizielle Sprachen in Marokko sind Arabisch und Amazigh (Berbersprachen), im Alltag in Marrakesch ist zudem Französisch weit verbreitet. In touristischen Bereichen, also auch rund um den Bahia-Palast, wird häufig Englisch gesprochen. Deutschkenntnisse sind seltener, vorrangig in tourismusnahen Jobs. FĂĽr deutsche Reisende ist es hilfreich, einige französische oder englische Grundbegriffe parat zu haben.
  • Zahlung und Währung: Landeswährung ist der marokkanische Dirham (MAD). In Marrakesch können Reisende in der Regel an Bankautomaten mit Kreditkarte und häufig auch mit gängigen Debitkarten (z.?B. Girocard mit internationaler Funktion) Bargeld abheben. Im Bereich der Medina und bei Eintrittsgeldern werden oft Bargeldzahlungen bevorzugt. Größere Hotels, Restaurants und einige Geschäfte akzeptieren Kreditkarten; kleine Läden, CafĂ©s und Souks eher Bargeld. Mobile Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay sind in Marokko im Vergleich zu Deutschland weniger verbreitet, können aber vereinzelt funktionieren, insbesondere wenn sie mit einer Kreditkarte hinterlegt sind. Deutsche Reisende sollten sich dennoch nicht ausschlieĂźlich darauf verlassen.
  • Trinkgeldkultur: Trinkgeld ist in Marokko ĂĽblich und wird als Zeichen der Wertschätzung gesehen. In Restaurants sind – sofern kein Serviceaufschlag enthalten ist – etwa 5–10?% des Rechnungsbetrages ĂĽblich. FĂĽr kleinere Dienstleistungen, etwa Hilfe bei der Orientierung oder das Fotografieren an einem guten Spot, sind einige Dirham angemessen. Auch FremdenfĂĽhrer und Fahrer erwarten in der Regel ein moderates Trinkgeld, dessen Höhe man an Dauer und Qualität der Leistung orientieren kann. Es ist ratsam, dafĂĽr immer etwas Kleingeld in Dirham dabeizuhaben.
  • Kleiderordnung und Respekt: Der Bahia-Palast ist kein sakraler Ort im engeren Sinn, dennoch empfiehlt sich respektvolle, eher dezente Kleidung: Schultern und Knie sollten idealerweise bedeckt sein, besonders in konservativeren Vierteln auf dem Weg zum Palast. FĂĽr deutsche Reisende, die aus europäischen Metropolen eine eher informelle Kleidung gewohnt sind, lohnt sich ein wenig Anpassung, um kulturelle Sensibilitäten zu respektieren und sich selbst wohler zu fĂĽhlen.
  • Fotografieren: Der Bahia-Palast gilt als sehr fotogen und wird auf Plattformen wie Instagram oder Pinterest vielfach gezeigt. Grundsätzlich ist das Fotografieren in den öffentlichen Bereichen fĂĽr Privatpersonen erlaubt; professionelle Foto- oder Filmaufnahmen können jedoch genehmigungspflichtig sein. Es ist ratsam, auf Schilder und Hinweise vor Ort zu achten und andere Besucher:innen mit RĂĽcksicht zu behandeln, zum Beispiel keine langen Fotosessions in engen TĂĽren oder beliebten Motiven zu blockieren.
  • Gesundheit und Sicherheit: Reisende aus Deutschland sollten – wie bei allen Auslandsreisen – prĂĽfen, ob ihre Krankenversicherung Auslandsschutz bietet oder ob eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll ist. Im Falle von EU-Reisen kann die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) helfen; fĂĽr Marokko auĂźerhalb der EU gelten separate Regelungen. Marrakesch ist grundsätzlich ein etabliertes Reiseziel, dennoch wird empfohlen, auf Taschendiebstahl in Menschenmengen zu achten und ĂĽbliche VorsichtsmaĂźnahmen zu beachten.
  • Einreisebestimmungen: FĂĽr deutsche StaatsbĂĽrger gelten spezifische Einreisebestimmungen fĂĽr Marokko, die sich ändern können. Reisende sollten die aktuellen Hinweise und Visaregeln rechtzeitig vor der Reise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂĽfen. Dort finden sich auch Informationen zu Sicherheit, Gesundheit, Zollbestimmungen und eventuell notwendigen Reisedokumenten.

Warum Palais Bahia auf jede Marrakesch-Reise gehört

Aus Sicht vieler erfahrener Reisejournalist:innen und anerkannter Kulturinstitutionen ist der Bahia-Palast ein Schlüssel, um Marrakesch zu verstehen. Während die Souks mit Geräuschen, Gerüchen und Farben überwältigen, bietet der Palast Momente der Ruhe und Konzentration: Hier lässt sich in aller Ruhe die Ästhetik einer Kultur studieren, die Raum, Licht und Schatten anders denkt als mitteleuropäische Architektur.

Für deutsche Besucher:innen eröffnet sich zudem die Möglichkeit, verschiedene Epochen zu vergleichen: Der Bahia-Palast ist nahezu gleich alt wie viele repräsentative Bauten der deutschen Kaiserzeit, wirkt aber in seiner flachen, hoforientierten Struktur und seiner starken Ornamentik völlig anders. Statt steinerner Monumentalität setzt er auf die Inszenierung des Privaten, auf das kontrollierte Spiel von Sonne und Schatten, auf Wasser als kühlendes und symbolisches Element.

Ein weiterer Grund, weshalb der Palast so häufig in Reportagen auftaucht, liegt in seiner emotionalen Wirkung. Viele Reisende berichten – in seriösen Zeitungen ebenso wie in kulturjournalistischen Podcasts – von einem Gefühl der Zeitlosigkeit, sobald sie durch das imposante Eingangsportal in den ersten Hof treten. Die Geräusche der Stadt werden leiser, das Temperaturgefühl verändert sich, und plötzlich scheint nur noch das Mosaik zu zählen, auf dem man steht.

Auch die Lage macht den Bahia-Palast zu einem idealen Baustein jeder Marrakesch-Reise. In unmittelbarer oder gut erreichbarer Nähe liegen weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten: die Ruinen des El-Badi-Palastes, die Saadier-Gräber, die Mellah mit ihren historischen Spuren des jüdischen Lebens sowie die imposante Koutoubia-Moschee mit ihrem markanten Minarett. Wer ein oder zwei Tage gezielt dem historischen Erbe der Stadt widmet, kann den Bahia-Palast als Einstiegspunkt nutzen, um anschließend die weiteren Schichten der Stadtgeschichte zu entdecken.

Nicht zuletzt bietet der Palast zahlreiche Perspektiven für Fotografie und kreative Auseinandersetzung: Das Wechselspiel von Türen und Durchblicken, Arkaden und Innenhöfen, Spiegelungen im Wasser und das kräftige Blau der bemalten Decken sorgen für Motive, die auf Fotos ebenso eindrucksvoll wirken wie im persönlichen Gedächtnis. So wird der Besuch für viele zu einem Highlight einer Marokko-Reise – und oft auch zu dem Ort, der später die Erinnerungsalben dominiert.

Bahia-Palast in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien gehört der Bahia-Palast zu den am häufigsten geteilten Orten Marrakeschs. Nutzer:innen zeigen vor allem die eindrucksvollen Innenhöfe, die farbenprächtigen Fliesen und die ornamentreichen Tore – oft in den frühen Morgenstunden oder kurz vor Schließung, wenn die Lichtstimmung besonders weich ist. Viele bekannte Reiseaccounts und Fotograf:innen nutzen den Palast als Bühne, um über nachhaltiges Reisen, Respekt gegenüber lokaler Kultur und die Bedeutung von Kulturerhalt zu sprechen.

Häufige Fragen zu Bahia-Palast

Wo liegt der Bahia-Palast in Marrakesch genau?

Der Bahia-Palast befindet sich im südlichen Teil der historischen Medina von Marrakesch, in der Nähe der früheren jüdischen Mellah und unweit des zentralen Platzes Djemaa el Fna. Er ist von dort aus in etwa 10–15 Minuten zu Fuß erreichbar.

Aus welcher Zeit stammt der Bahia-Palast?

Der Bahia-Palast entstand im späten 19. Jahrhundert. Die wichtigsten Bau- und Ausbauphasen werden von kulturhistorischen Quellen in die 1880er und 1890er Jahre datiert, also in die Zeit kurz nach der Gründung des Deutschen Reichs.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr den Besuch des Bahia-Palasts einplanen?

Die meisten Reiseführer empfehlen, mindestens 1,5 bis 2 Stunden für den Besuch einzuplanen, um die verschiedenen Höfe, Säle und Gärten in Ruhe zu erkunden. Wer fotografiert oder sich intensiver mit der Ornamentik befassen möchte, sollte eher etwas mehr Zeit vorsehen.

Was ist das Besondere an der Architektur des Palais Bahia?

Der Palast vereint marokkanische, arabisch-andalusische und teilweise osmanische Einflüsse. Besonders hervorzuheben sind die reich dekorierten Holzdecken, die farbigen Zellij-Fliesen, der Einsatz von Wasser und Gärten zur Klimatisierung sowie das ausgeprägte Spiel von Licht und Schatten in den Höfen.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr einen Besuch des Bahia-Palasts?

Als angenehm gelten Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen in Marrakesch meist milder sind. Innerhalb eines Tages sind der frühe Vormittag und der spätere Nachmittag oft ideal, um extreme Hitze und den größten Besucherandrang zu vermeiden.

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