Bhaktapur Durbar Square, Bhaktapur

Bhaktapur Durbar Square: Palaststadt der Malla-Könige

Veröffentlicht am: 29.08.2026 um 15:18 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Bhaktapur Durbar Square in Bhaktapur in Nepal zeigt auf engem Raum die Palastwelt der Malla-Dynastie und ihre reich verzierte Tempelarchitektur.

Pop-Art-Comic von Bhaktapur Durbar Square in Bhaktapur, Nepal mit Rasterpunkten
Pop-Art-Comicillustration des Wahrzeichens Bhaktapur Durbar Square in Bhaktapur Nepal, kraeftige Konturen Rasterpunkte und satte Farben, Illustration mit AI erstellt.

Bhaktapur Durbar Square ist der historische Palastplatz der Stadt Bhaktapur im Kathmandu-Tal in Nepal und verdichtet auf engem Raum die höfische Welt der Malla-Könige mit ihren reich verzierten Tempeln und Innenhöfen. Als monumentale Anlage des Mittelalters gehört der Platz seit 1979 zum UNESCO-Welterbe und bewahrt trotz Erdbebenschäden zentrale Bauwerke der ehemaligen Königsresidenz.

Bhaktapur Durbar Square als königliches Herz der Stadt

Der Durbar-Platz von Bhaktapur war jahrhundertelang das politische und religiöse Zentrum eines eigenen Königreichs im Kathmandu-Tal. Die Stadt entwickelte sich ab dem 12. Jahrhundert zur Hauptstadt der Malla-Herrscher, deren Palastanlage sich rund um den heutigen Platz erstreckt.Die Palastanlage der Malla-Dynastie Die ersten Bauten im Bereich des heutigen Durbar Square werden dem Malla-König Jayasthiti Malla im späten 13. Jahrhundert zugeschrieben, der ein frühes Palastensemble errichten ließ, dessen ursprünglicher Name Yuthuniman Rajkula überliefert ist.Der erste Palast von Jayasthiti Malla

Zwischen dem 14. und dem späten 18. Jahrhundert entstand rund um den Platz eine dicht bebaute Königsstadt aus Palästen, Tempeln, Torbauten und Höfen, in der die Malla-Herrscher residierten und repräsentierten.Die Entwicklung vom 14. bis zum 18. Jahrhundert Während Yaksha Malla im 15. Jahrhundert den berühmten Palast mit 55 Fenstern errichten ließ, gilt die Regierungszeit von Bhupatindra Malla im 17. und frühen 18. Jahrhundert als Höhepunkt der baulichen Entwicklung mit zahlreichen Tempelbauten und dekorierten Höfen.Der 55-Fenster-Palast und die Blütezeit

Architektur zwischen Pagoden, Palästen und Steinreliefs

Bhaktapur Durbar Square ist von einer dichten Folge unterschiedlicher Bauformen und Materialien geprägt, die in der Tradition der Newar-Architektur stehen. Dominant sind mehrstöckige Pagodentempel aus Ziegel und Holz mit weit ausgreifenden Dachschirmen, die von fein geschnitzten Trägern und Balken gestützt werden. Ein herausragendes Beispiel ist der Nyatapola-Tempel, eine fünfstöckige Pagode, die Anfang des 18. Jahrhunderts zu Ehren der Göttin Siddhi Lakshmi erbaut wurde und deren Freitreppe von Steinfiguren bewacht wird.Nyatapola-Tempel als fünfstöckige Pagode

Zwischen den Pagoden stehen steinerne Schreine und Tempel in verschiedenen Typen, etwa der Vatsala-Devi-Tempel mit seinem Glockenturm oder der Shikhar-Tempel der Göttin Siddhi Lakshmi, die beide als Beispiele hinduistischer Heiligtümer im Palastbezirk gelten.Vatsala Devi und Siddhi Lakshmi Der langgestreckte Palast der 55 Fenster präsentiert sich dagegen als Ziegelbau mit einer reich gegliederten Holzfassade, deren Fensterreihen mit filigranen Schnitzereien versehen sind und den repräsentativen Charakter der ehemaligen Königsresidenz unterstreichen.Der Palast mit 55 geschnitzten Fenstern

UNESCO-Welterbe und Spuren der Erdbeben

Bhaktapur Durbar Square gehört zusammen mit weiteren historischen Zonen von Bhaktapur zum Kathmandu-Tal-Komplex, der 1979 von der UNESCO als Welterbestätte eingetragen wurde. Das Welterbe umfasst den Palastplatz, Teile der Altstadt und weitere herausragende Monumente, deren Schutz und Restaurierung durch nepalesische Behörden und internationale Partner koordiniert wird.UNESCO-Eintragung des Monumentensembles Die Aufnahme betont den außergewöhnlichen Zeugniswert der Newar-Stadtplanung, der religiösen Architektur und der höfischen Kultur der Malla-Zeit.UNESCO-Status seit 1979

Mehrere schwere Erdbeben haben den Platz und seine Bauten im Laufe der Jahrhunderte verändert. Besonders die Beben von 1833 und 1934 führten zum Einsturz zahlreicher Gebäude und zur Reduzierung der ursprünglich sehr großen Zahl von Innenhöfen, von denen heute nur ein Teil erhalten oder wiederaufgebaut ist.Erdbebenschäden im 19. und 20. Jahrhundert Trotz dieser Verluste blieb der Kern der Palaststadt mit wichtigen Tempeln, Palastflügeln und Toranlagen bestehen, und Restaurierungsprojekte des 20. und 21. Jahrhunderts orientieren sich eng an traditionellen Bauformen und Materialien.

Bhaktapur Durbar Square besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Bhaktapurs Durbar-Platz liegt im Ostteil des Kathmandu-Tals, östlich von Kathmandu, und ist von der Hauptstadt aus mit Straße und öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
  • Das Gelände des Platzes besteht aus gepflasterten Flächen und mehreren Ebenen; zwischen den Tempeln führen Treppen mit Stufen hinauf zu Terrassen und in die Höfe der Palastanlage.
  • In der unmittelbaren Umgebung des Platzes schließen sich weitere historische Quartiere der Altstadt von Bhaktapur an, darunter Bereiche um Dattatreya-Platz und Taumadhi-Platz.
  • Amtssprache ist Nepali, gezahlt wird in Nepalesischen Rupien.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Bhaktapur Durbar Square auf Social-Media-Plattformen

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Bhaktapur Durbar Square: häufige Fragen

Wo liegt Bhaktapur Durbar Square innerhalb von Nepal?

Der Durbar-Platz befindet sich in der Stadt Bhaktapur im östlichen Kathmandu-Tal und gehört zur historischen Stadtlandschaft des Großraums von Kathmandu.

Was bietet ein Besuch auf Bhaktapur Durbar Square?

Ein Besuch führt durch eine historische Palaststadt mit Pagodentempeln, Palastfassaden und Höfen, in denen sich die höfische Kultur der Malla-Zeit und die Kunst der Newar-Handwerker verdichtet.

Was kennzeichnet Bhaktapur Durbar Square besonders?

Kennzeichnend ist die Kombination aus dem Palast der 55 Fenster, bedeutenden hinduistischen Tempeln wie Nyatapola und Vatsala Devi sowie der Einordnung des Platzes als Teil des UNESCO-Welterbes im Kathmandu-Tal.

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