Bibi-Xonim masjidi: Timuridische Freitagsmoschee mit gewaltigen Kuppeln
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 10:11 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Bibi-Xonim masjidi in Samarkand ist eine monumentale Freitagsmoschee der Timuridenzeit, deren gewaltige Kuppeln und Portale den Maßstab für islamische Architektur in Usbekistan setzen. Die Anlage geht auf den Herrscher Timur zurück, der sie zwischen 1399 und den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts als Hauptmoschee seiner Residenzstadt errichten ließ und damit ein Schlüsselwerk der sogenannten Timuridischen Renaissance schuf.
Bibi-Xonim masjidi im historischen Zentrum von Samarkand
Die Freitagsmoschee Bibi-Xonim liegt im alten Stadtgebiet von Samarkand und gehört zum historischen Zentrum, das als UNESCO-Welterbe eingetragen ist. Der Name der Moschee erinnert an Saray Mulk Khanym, eine Ehefrau Timurs, deren Beiname „Bibi Khanym“ mit „ältere Prinzessin“ übersetzt wird und in mehreren Sprachen als Bezeichnung für die Anlage verwendet wird.eine der wichtigsten Monumente Die Moschee steht in unmittelbarer Nähe traditioneller Basarbereiche und ist Teil eines Ensembles aus Sakralbauten und Plätzen, das Samarkand als ehemalige Hauptstadt des timuridischen Reiches prägt.
Bibi-Xonim masjidi wurde als große Freitagsmoschee konzipiert, also als zentraler Ort des gemeinsamen Gebets am Freitag. In der Epoche der Timuriden war sie eines der größten Sakralbauten der islamischen Welt, und ihr Innenhof bot Raum für eine sehr große Zahl von Gläubigen.Freitagsmoschee der Residenzstadt Der Charakter als städtische Hauptmoschee ist im heutigen Stadtbild weiterhin erkennbar, weil das gewaltige Bauvolumen und die hohen Portale weit über die umgebende Bebauung ragen.
Baugeschichte und timuridische Architektur
Die Erbauung von Bibi-Xonim masjidi begann 1399 nach Timurs Feldzug in Indien, und wesentliche Teile des Bauwerks waren um 1404 fertiggestellt.zwischen 1399 und 1404 errichtet Damit gehört die Moschee zu den frühen Großprojekten der Timuridischen Renaissance, in der Samarkand mit monumentalen Sakral- und Ausbildungsbauten überformt wurde. Timur ließ für dieses Projekt Baumeister und Handwerker aus verschiedenen Teilen seines Herrschaftsgebietes und aus Regionen wie Iran und Indien heranziehen, um die Anlage in kurzer Zeit in einer damals außergewöhnlichen Größe zu verwirklichen.
Die Architektur von Bibi-Xonim masjidi folgt einem typischen timuridischen Hofschema: Ein großer rechteckiger Innenhof ist von hohen Portalen und Baukörpern gerahmt, deren Kuppeln und Gewölbe über der Hoffläche aufragen. Die Hauptmoschee mit ihrer großen Kuppel steht an einer Seite des Hofes, flankiert von weiteren Bauteilen, die mit kleineren Kuppeln und Iwanen abgeschlossen sind.ein weiträumiger Hof mit Kuppeln Das Bauwerk gilt als wegweisendes Beispiel der timuridischen Baukunst, weil es die Kombination aus monumentalen Proportionen, komplexen Raumfolgen und reicher Oberflächengestaltung besonders ausgeprägt zeigt.
Kuppeln, Portale und Dekoration
Charakteristisch für Bibi-Xonim masjidi sind die gewaltigen Kuppeln, die über den Hauptbaukörpern und über einem Teil der Hofanlagen aufsteigen. Die hauptsächlichen Kuppeln sind mit blau und türkis gefassten Fliesen verkleidet, in denen geometrische Muster und Schriftbänder kombiniert sind.gewaltige Kuppeln und Portale Zusammen mit den hohen Portalen, deren Innenflächen und Außenseiten mit Mosaiken und Inschriften bedeckt sind, entsteht ein Bild aus Flächen, Linien und Farben, das typisch für monumentale Bauten der Timuridenzeit ist.
Die Portalanlagen von Bibi-Xonim masjidi öffnen sich zum Hof und zur Stadt und werden von Minaretten flankiert, die mit keramischen Dekorelementen überzogen sind. Besonders prägend ist das Hauptportal, dessen Höhe und Breite die Innenhofanlage dominieren und das mit großflächigen Schriftfeldern aus Versen des Korans geschmückt ist.eine der bemerkenswerten Moscheen der Timuridzeit Im Inneren des Hofes befinden sich weitere architektonische Elemente wie eine monumentale steinerne Koranständer-Platte, die auf einem Podest steht und die liturgische Funktion des Ortes betont.
Bibi-Xonim masjidi besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Bibi-Xonim masjidi liegt im historischen Zentrum von Samarkand in Usbekistan, in der Nähe traditioneller Marktbereiche und weiterer bedeutender Bauwerke der Timuridenzeit.
- Das Gelände der Moschee umfasst einen großen Hof mit mehrfach abgestuften Portalen, und der Zugang zu den oberen Bereichen führt über Treppen mit zahlreichen Stufen.
- In der Umgebung von Bibi-Xonim masjidi liegen weitere bekannte Orte wie Registan-Platz und Nekropole Schah-i-Zinda, die gemeinsam ein dichtes Ensemble historischer Architektur bilden.
- Die Amtssprache in Usbekistan ist Usbekisch, gezahlt wird in Usbekischen Sum.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Bibi-Xonim masjidi: häufige Fragen
Wo liegt Bibi-Xonim masjidi in Samarkand?
Die Moschee liegt im historischen Zentrum von Samarkand in Usbekistan, nahe traditionellen Basaren und weiteren timuridischen Bauwerken.
Was bietet ein Besuch von Bibi-Xonim masjidi?
Ein Besuch führt in eine großräumige Hofmoschee mit hohen Portalen, gewaltigen Kuppeln und timuridischer Dekoration aus Fliesen und Schriftbändern.
Was kennzeichnet Bibi-Xonim masjidi besonders?
Besonders kennzeichnend sind die Größe der Freitagsmoschee, ihre Stellung als Hauptmoschee der timuridischen Residenzstadt und die Widmung an Saray Mulk Khanym.
