Bulguksa, Gyeongju

Bulguksa: steinerne Pagoden und Holzhallen in Gyeongju

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 10:41 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Bulguksa bei Gyeongju in Südkorea verbindet kunstvoll gesetzte Steinterrassen mit eleganten Holzhallen und markanten Pagoden – ein buddhistischer Tempelkomplex mit vielen Details.

Fotorealistische Ansicht von Bulguksa Gyeongju in Gyeongju, Südkorea im Abendlicht
Fotorealistische Panoramaaufnahme von Bulguksa Gyeongju in Gyeongju Südkorea, warmes Abendlicht auf Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.

Bulguksa ist ein buddhistischer Tempelkomplex am Berg Tohamsan bei Gyeongju in Südkorea und gehört zu den bekanntesten historischen Stätten des Landes.Der Tempel liegt an den bewaldeten Hängen von Tohamsan nahe der ehemaligen Hauptstadt des Silla-Reichs und ist Teil eines UNESCO-Welterbes zusammen mit der Seokguram-Grotte.Seokguram-Grotte und Bulguksa-Tempel stehen seit 1995 gemeinsam auf der UNESCO-Welterbeliste

Bulguksa als Tempel des „Buddha-Landes“

Bulguksa geht auf die Zeit des Silla-Reichs zurück und wurde im 8. Jahrhundert als großer Tempel an den Hängen des Tohamsan ausgebaut.Die Anlage wurde in der Regierungszeit von König Beopheung begonnen und im 8. Jahrhundert unter Minister Kim Dae-seong in großer Form neu errichtet Der Name Bulguksa wird als „Tempel des Buddha-Landes“ verstanden und verweist auf die Vorstellung eines idealen buddhistischen Reiches, das sich in Architektur und Anordnung des Komplexes spiegeln soll.

Als Tempel gehört Bulguksa zum Jogye-Orden des koreanischen Buddhismus, der die Zen-Tradition des Landes repräsentiert.Bulguksa ist Haupttempel eines Bezirks des Jogye-Ordens und prägt die buddhistische Landschaft von Gyeongju Über die Jahrhunderte wurde die Anlage wiederholt beschädigt, verändert und restauriert; die heutigen Gebäude stehen auf zum Teil alten Steinterrassen, wurden jedoch im 20. Jahrhundert umfassend rekonstruiert, um den historischen Zustand möglichst genau zu zeigen.

Steinterrassen, Pagoden und Brücken

Der Charakter von Bulguksa ergibt sich aus der Verbindung von massiven Steinterrassen mit leichten Holzgebäuden und fein gestalteten Steinpagoden. Der Tempelkomplex besteht aus mehreren Höfen, in denen sich Hallen, Pagoden und kleinere Nebenbauten um erhöhte Plattformen gruppieren. Ein markantes Merkmal sind die zwei berühmten Steinpagoden Dabotap und Seokgatap, die vor der großen Haupthalle stehen und zu den Nationalschätzen Südkoreas zählen.Dabotap und Seokgatap sind zwei unterschiedlich gestaltete Steinpagoden im Hauptinnenhof von Bulguksa

Zu den Steinwerken gehört auch die Cheongun-gyo, die „Blauwolken-Brücke“, eine Treppen- und Brückenkombination, die von der unteren Terrasse in den zentralen Hof führt.Die Anlage umfasst Steinbrücken wie Cheongun-gyo und mehrere erhöhte Plattformen mit Holzgebäuden Die Brücke wirkt wie ein symbolischer Übergang in den Bereich der Haupthallen und ist selbst Teil des geschützten Steinkomplexes. Auf den Plattformen darüber stehen Holzhallen mit geschwungenen Dächern, reich bemalten Sparrenlagen und geöffneten Vorhallen, die den Blick auf Buddha-Statuen im Inneren freigeben.

Hallen und Räume im Tempelkomplex

Die Bebauung von Bulguksa ist in mehrere Bereiche gegliedert, die jeweils eine Haupthalle und einen eigenständigen Hof besitzen. Zu den zentralen Gebäuden gehören die Daeungjeon, die große Haupthalle des historischen Buddha Shakyamuni, die Birojeon für den kosmischen Buddha Vairocana und die Geungnakjeon, die Halle des „Höchsten Glücks“, die mit der westlichen Paradiesvorstellung des Amida-Buddha verbunden ist.Die Tempelbereiche Birojeon, Daeungjeon und Geungnakjeon gliedern die Anlage in mehrere Höfe

In den Hallen stehen vergoldete Bronzestatuen und bemalte Holzfiguren, flankiert von Wandmalereien und dekorierten Deckenbalken. Die Innenräume sind auf wenigen Achsen aufgebaut, mit Podesten, Altartischen und Reihen von Opfergefäßen, während die Fassaden mit geschnitzten Türen, bemalten Pfosten und Balken die Gestaltung der Silla-Zeit weiterführen. Neben den großen Hallen gibt es weitere Gebäude wie Gwaneumjeon und Museoljeon, kleinere Schreine und Glockentürme, die den Eindruck eines weitläufigen, aber klar gegliederten Klosterkomplexes vermitteln.

Bulguksa besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Bulguksa liegt südöstlich des Stadtzentrums von Gyeongju am Berg Tohamsan und ist über Straßenverbindungen von Gyeongju aus mit Bussen und Taxis erreichbar.
  • Der Weg vom Parkplatzbereich zum Tempel führt über ansteigende Wege und Treppen, die durch bewaldetes Gelände und über steinerne Stufenanlagen zur Haupterhebung der Terrassen führen.
  • In der Umgebung des Tempels liegt die Seokguram-Grotte weiter oben am Hang des Tohamsan, die zusammen mit Bulguksa Teil des UNESCO-Welterbes ist und sich als weiterer Besuchsort anbietet.
  • Amtssprache ist Koreanisch, gezahlt wird in Won.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Bulguksa auf Social-Media-Plattformen

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Bulguksa: häufige Fragen

Wo liegt der Tempel Bulguksa genau?

Bulguksa liegt in Jinheon-dong am Berg Tohamsan südöstlich von Gyeongju in der Provinz Gyeongsangbuk-do in Südkorea.

Was bietet ein Besuch von Bulguksa?

Ein Besuch von Bulguksa führt durch Höfe mit Steinpagoden und Brücken zu farbig gestalteten Holzhallen mit historischen Buddha-Statuen.

Was kennzeichnet Bulguksa besonders?

Bulguksa ist Teil eines UNESCO-Welterbes und verbindet Steinarchitektur, Holzbau und buddhistische Bildwerke zu einer vielschichtigen Tempelanlage.

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