Burg Himeji in Japan: Der „Weiße Reiher“ der Samurai
20.05.2026 - 23:37:17 | ad-hoc-news.deWer sich Burg Himeji nähert, sieht zunächst ein schimmerndes Weiß, das über den Dächern von Himeji in den Himmel ragt: Himeji-jo, die „Burg des Weißen Reihers“, thront auf einem Hügel und wirkt, als würde sie jeden Moment abheben. Zwischen verschachtelten Dächern, massiven Mauern und stillen Gärten öffnet sich ein seltenes Fenster in das Japan der Samurai – so vollständig und authentisch, wie es kaum ein anderes Bauwerk des Landes vermag.
Burg Himeji: Das ikonische Wahrzeichen von Himeji
Burg Himeji (japanisch Himeji-jo, sinngemäß „Burg von Himeji“) gilt als eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten Japans. Sie dominiert die Stadt Himeji in der Präfektur Hyogo, etwa 90 km westlich von Osaka. Schon aus der Ferne wirkt das Ensemble wie eine filigrane Fantasie, doch bei näherem Hinsehen zeigt sich eine hochkomplexe Verteidigungsanlage, die militärische Raffinesse mit ästhetischer Eleganz verbindet.
Die UNESCO bezeichnet Himeji-jo als „das herausragendste erhaltene Beispiel japanischer Burgarchitektur des 17. Jahrhunderts“. Gemeinsam mit dem buddhistischen Heiligtum Enryaku-ji auf dem Berg Hiei war die Burg 1993 eine der ersten Stätten Japans, die in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden. Viele japanische und internationale Reiseführer – von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) über National Geographic Deutschland bis hin zu Merian – führen Burg Himeji deshalb regelmäßig unter den Top-Zielen für Kulturreisen nach Japan.
Für Besucher aus Deutschland ist Himeji-jo besonders reizvoll, weil hier ein komplettes, weitgehend unzerstörtes Burgensemble erlebt werden kann: Anders als viele Schlösser in Europa ist Himeji-jo keine romantische Nachschöpfung, sondern authentische Militärarchitektur der frühen Neuzeit. Zugleich erinnert die schneeweiße Silhouette mit ihren steilen Dächern fast an ein märchenhaftes Schloss – eine Verbindung, die an der Schnittstelle von japanischer Tradition und europäischer Fantasie eine starke emotionale Wirkung entfaltet.
Geschichte und Bedeutung von Himeji-jo
Die Anfänge der Burg Himeji reichen bis in das 14. Jahrhundert zurück, in die Zeit der Muromachi-Periode. Historische Quellen der Stadt Himeji und der Präfektur Hyogo verweisen darauf, dass bereits um 1333 eine erste Festungsanlage auf dem Hügel Himeyama entstand. Die heutige Form erhielt Himeji-jo jedoch erst im frühen 17. Jahrhundert während der Edo-Zeit, also jener Epoche, in der die Tokugawa-Shogune Japan beherrschten und das Land nach jahrhundertelangen Bürgerkriegen befriedeten.
Der entscheidende Ausbau erfolgte zwischen 1601 und 1609. Unter dem Daimyo Ikeda Terumasa, einem mächtigen Fürsten, wurde die Burg in eine gewaltige, mehrstufige Festungsanlage mit einem fünfstöckigen Hauptturm (Tenshu) und mehreren Nebentürmen (Kotenshu) transformiert. Laut offiziellen Informationen der Burgverwaltung und der japanischen Kulturbehörden entstanden in dieser Phase die meisten der heute noch erhaltenen Gebäude, Tore und Mauern. In diesem Zeitraum wurde Himeji-jo zu einem Symbol für die neue Ordnung im Land – sowohl militärisch als auch repräsentativ.
Bemerkenswert ist, dass Burg Himeji trotz zahlreicher Gefahren nahezu unversehrt geblieben ist. Weder die inneren Konflikte der späten Edo-Zeit noch die Meiji-Restauration im 19. Jahrhundert, als viele Burgen als Symbole des Feudalismus abgebrochen wurden, führten zu ihrer Zerstörung. Auch im Zweiten Weltkrieg hatte Himeji großes Glück: Luftangriffe verwüsteten weite Teile der Stadt, doch die Burg überstand die Bombardierungen. Zeitzeugenberichte und historische Dokumente, auf die unter anderem japanische Museen und Forschungsinstitute verweisen, schildern, wie die weiße Silhouette nach den Angriffen fast unversehrt über den Ruinen der Stadt stand – ein Bild, das bis heute tief im kollektiven Gedächtnis verankert ist.
Die Nachkriegszeit brachte eine Phase intensiver Restaurierung. Bereits in den 1950er Jahren begann eine umfassende Instandsetzung des Hauptturms, die sich streng an historischen Bauweisen orientierte. Später folgten weitere groß angelegte Restaurierungsprojekte, darunter eine umfangreiche Erneuerung der Dachziegel und der weißen Putzfassaden im frühen 21. Jahrhundert. Dabei stand laut Angaben der japanischen Behörde für kulturelle Angelegenheiten die Bewahrung der Originalsubstanz im Vordergrund.
Heute ist Himeji-jo nicht nur ein nationales Kulturgut Japans, sondern auch ein weltweit anerkanntes Symbol japanischer Geschichte. Für deutsche Besucher lässt sich die Bedeutung – bei aller Vorsicht im Vergleich – in etwa mit der Rolle von Burg Neuschwanstein als ikonischer Bauform oder dem Kölner Dom als identitätsstiftendem Wahrzeichen vergleichen: ein Ort, der weit über seine Region hinaus wirkt und für viele das Bild eines ganzen Landes prägt.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Auf den ersten Blick erscheint Burg Himeji vor allem hell und leicht. Dass diese scheinbare Leichtigkeit eine ausgeklügelte Verteidigungsmaschine verbirgt, machen Fachleute der UNESCO und japanische Architekturexperten immer wieder deutlich. Die Anlage folgt dem Prinzip einer konzentrischen Burg, das heißt, mehrere Mauerringe und Gräben schützen den inneren Bereich mit dem Hauptturm. Wer die Burg stürmen wollte, musste einen labyrinthartigen Weg voller Sackgassen, Engstellen und Richtungswechsel überwinden.
Die gesamte Anlage umfasst zahlreiche Gebäude, Tore, Mauern und Wälle. Besonders markant ist der Hauptturm, der von außen fünf Stockwerke zeigt, im Inneren jedoch sechs Ebenen und einen Keller aufweist. Dieser Turm besteht – anders als viele europäische Festungen – zu einem erheblichen Teil aus Holz, das auf einem massiven Steinsockel ruht. Die Fachwerkstruktur, die in der japanischen Architektur typisch ist, ermöglicht eine gewisse Elastizität, was in einem erdbebengefährdeten Land wie Japan von großer Bedeutung ist. Restaurierungsberichte der Burgverwaltung betonen, wie sorgfältig traditionelle Handwerkstechniken bei Erneuerungen angewendet wurden, um diese statische Raffinesse zu bewahren.
Der poetische Beiname „Burg des Weißen Reihers“ (Shirasagi-jo) verweist auf das elegante Erscheinungsbild. Die Dächer sind mit dunklen Ziegeln gedeckt, während die Wände mit einem weißen Kalkputz versehen sind. Dieser Putz dient nicht nur der Ästhetik, sondern hat auch praktische Funktionen: Er wirkt witterungsbeständig, schützt das Holz und bietet einen zusätzlichen, wenn auch begrenzten, Brandschutz. Die geschwungenen Dachlinien erinnern an die Schwingen eines Vogels – eine Assoziation, die in zahlreichen Bildbänden und Fotografien von Verlagen wie GEO oder National Geographic herausgearbeitet wird.
Ein besonderes Detail sind die sogenannten „Mörderlöcher“ und Schießscharten (Sama). In den Mauern und Holzfassaden befinden sich Öffnungen in verschiedenen Formen – rund, rechteckig oder dreieckig –, durch die Verteidiger Pfeile oder später Feuerwaffen einsetzen konnten. Gleichzeitig bieten kleine Fenster Schlüssellöcherblicke auf den Burghof und die Umgebung, die heute als pittoreske Fotomotive dienen. Für Besucher ist dieser Wechsel aus idyllischen Ausblicken und klar erkennbaren Verteidigungselementen ein starker Erinnerungsmoment.
Im Inneren des Hauptturms dominieren dunkle Holzböden, massive Stützpfeiler und schlichte Räume, die einst als Lager, Wohnbereiche und Verteidigungsstellungen dienten. Anders als aus europäischen Schlössern gewohnt, finden sich hier kaum prunkvolle Gemälde oder Möbel. Stattdessen vermittelt die funktionale Struktur eine unmittelbare Ahnung von der Realität der Samuraizeit. Informationstafeln und Ausstellungen – etwa zu Rüstungen, Waffen oder Burgenkarten – geben Hintergrundwissen, ohne den historischen Charakter des Gebäudes zu überdecken.
Auch die Gärten und Nebengebäude tragen zur Gesamtwirkung bei. Besonders bekannt ist der Koko-en-Garten nahe der Burg, ein Ensemble aus mehreren thematischen Gärten im Stil der Edo-Zeit. Offizielle Tourismusinformationen der Stadt Himeji empfehlen diesen Garten ausdrücklich als Ergänzung zum Burgbesuch, weil er die ästhetische Seite der damaligen Elitekultur mit Teehäusern, Wasserläufen und sorgfältig komponierten Pflanzenarrangements erlebbar macht.
Architekturhistoriker betonen, dass Himeji-jo in einer Reihe mit anderen bedeutenden japanischen Burgen steht – etwa Matsumoto-jo mit seiner schwarzen Fassade oder Kumamoto-jo auf Kyushu –, zugleich aber durch die Vollständigkeit der Anlage eine Sonderstellung einnimmt. ICOMOS, der beratende Ausschuss der UNESCO, hebt in seinen Expertengutachten besonders hervor, dass Himeji-jo nicht nur einzelne Gebäude, sondern ein komplettes historisches Burgsystem bewahrt, das Struktur, Verteidigungslogik und ästhetische Ideale einer ganzen Epoche widerspiegelt.
Burg Himeji besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Himeji liegt in der Präfektur Hyogo auf der Hauptinsel Honshu, westlich von Osaka und Kobe. Vom Bahnhof Himeji sind es zu Fuß etwa 15 bis 20 Minuten zur Burg; der Weg führt entlang einer breiten Allee, von der aus der Hauptturm wie ein Orientierungspunkt in der Ferne sichtbar ist. Alternativ fahren Busse vom Bahnhof in Richtung Burg, die Fahrzeit ist kurz.
Von Deutschland aus erfolgt die Anreise nach Himeji üblicherweise über die großen internationalen Flughäfen Japans, zum Beispiel Tokio-Haneda, Tokio-Narita oder Kansai International Airport bei Osaka. Direkte Flugverbindungen von Frankfurt am Main und gelegentlich von München nach Tokio werden von mehreren großen Fluggesellschaften angeboten. Je nach Verbindung dauert der Flug etwa 11 bis 13 Stunden. Von Tokio aus führt der Shinkansen-Schnellzug in rund 3 bis 4 Stunden nach Himeji; von Osaka oder Kyoto aus ist Himeji mit dem Shinkansen in deutlich kürzerer Zeit erreichbar.
Deutsche Reisende nutzen häufig den Japan Rail Pass oder regionale Rail-Pässe, um mehrere Städte zu kombinieren. Empfehlungen zu Streckenführungen, etwa eine Route Tokio–Kyoto–Himeji–Hiroshima, finden sich in etablierten Reiseführern von Verlagen wie Marco Polo, DuMont oder Lonely Planet (deutsche Ausgabe). Für die Planung lohnt es sich, vorab Fahrpläne und Reservierungsoptionen zu prüfen, da in stark frequentierten Reisezeiten – etwa während der Kirschblüte – Züge sehr gut ausgelastet sein können.
- Ă–ffnungszeiten
Burg Himeji ist an den meisten Tagen des Jahres tagsüber geöffnet, mit saisonal leicht variierenden Zeiten. Übliche Öffnungszeiten bewegen sich nach Angaben der offiziellen Burgverwaltung etwa im Rahmen eines späten Vormittagsbeginns bis zum Nachmittag. Letzter Einlass erfolgt meist eine gewisse Zeit vor Schließung, damit Besucher den Rundgang rechtzeitig beenden können.
Da sich Öffnungszeiten ändern können – etwa wegen Wartungsarbeiten, Feiertagen oder besonderen Veranstaltungen – sollten Reisende aus Deutschland die aktuellen Angaben direkt auf der offiziellen Website von Burg Himeji oder auf den Seiten des Tourismusbüros Himeji prüfen. Dort finden sich auch Informationen zu temporären Schließungen einzelner Bereiche, etwa bei Restaurierungsarbeiten am Dach oder in Innenräumen.
- Eintritt
Der Besuch von Burg Himeji ist kostenpflichtig. Offizielle Stellen geben regelmäßig aktualisierte Eintrittspreise in japanischen Yen an, oft mit unterschiedlichen Tarifen für Erwachsene, Kinder und Gruppen. In vielen Fällen werden kombinierte Tickets angeboten, mit denen sich Burg Himeji und der nahe gelegene Koko-en-Garten gemeinsam besuchen lassen – eine Option, die von zahlreichen Reiseautoren empfohlen wird, weil sie Architekturgeschichte und Gartenkunst ideal verbindet.
Da sich Preise in Yen und der Wechselkurs zum Euro verändern, ist es sinnvoll, den aktuellen Betrag direkt vor der Reise auf der Website der Burg oder auf Informationsportalen der Stadt Himeji zu prüfen. Als grobe Orientierung können Reisende in der Regel mit einem niedrigen zweistelligen Eurobetrag rechnen, abhängig von Ticketart und Wechselkurs. Vor Ort werden üblicherweise Bargeld in Yen und je nach Kasse auch gängige Kreditkarten akzeptiert.
- Beste Reisezeit
Viele deutsche Japan-Reisende verbinden Himeji mit der Kirschblütensaison (Sakura) im Frühling. In dieser Zeit, meist im Zeitraum Ende März bis Anfang April, umrahmen blühende Kirschbäume die weißen Mauern der Burg – ein Motiv, das in unzähligen Bildbänden und Social-Media-Posts zu sehen ist. Offizielle Tourismusinformationen weisen jedoch darauf hin, dass die genaue Blüte abhängig von Wetterbedingungen ist und von Jahr zu Jahr um einige Tage schwanken kann.
Auch der Herbst, wenn sich das Laub der Bäume im Burggelände rötlich und golden färbt, gilt als besonders stimmungsvolle Reisezeit. Die Sommermonate können in Himeji heiß und feucht sein, mit Temperaturen, die deutlich über 30 °C steigen. Wer den Besuch in diese Zeit legt, sollte ausreichend Wasser, Sonnenschutz und leichte Kleidung einplanen. Im Winter sind die Temperaturen meist milder als in vielen Regionen Deutschlands; gelegentlicher Schneefall verleiht der Burg eine eigene, stille Atmosphäre, kann aber auch einzelne Bereiche rutschig machen.
Unabhängig von der Jahreszeit lohnt es, möglichst früh am Tag zu kommen. Sowohl die Deutsche Zentrale für Tourismus als auch verschiedene deutschsprachige Reiseportale weisen darauf hin, dass besonders zur Hauptsaison Busgruppen und Schulklassen vor allem im späten Vormittag und frühen Nachmittag eintreffen. Frühaufsteher haben daher oft ruhigere Momente in den Innenräumen und auf den Aussichtsebenen des Hauptturms.
- Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
In Himeji wird wie überall in Japan Japanisch gesprochen. In der Burg selbst sind zentrale Informationen in der Regel auch auf Englisch verfügbar; gelegentlich werden zusätzlich weitere Sprachen angeboten. Wer aus Deutschland anreist, kommt mit Englisch meist gut zurecht, insbesondere bei Fragen an das Personal an Bahnhöfen oder in größeren Hotels. Für ein noch intensiveres Erlebnis lohnen sich einige Grundbegriffe auf Japanisch, etwa Begrüßungen oder Dankesformeln.
Beim Bezahlen ist Bargeld in Yen weiterhin weit verbreitet, auch wenn Kartenzahlung in Japan insgesamt zugenommen hat. In den Ticketbüros von Burg Himeji werden häufig internationale Kreditkarten akzeptiert, während kleinere Läden in der Umgebung teilweise weiterhin Bargeld bevorzugen. Girocards (ehemals EC-Karten) funktionieren nicht überall; es empfiehlt sich, für Japan eine Kreditkarte einzuplanen. Mobile Payment mit Apple Pay oder Google Pay ist im Vergleich zu Deutschland weniger flächendeckend, wird aber zunehmend angeboten, vor allem via Kreditkartenanbindung.
Trinkgeld ist in Japan unüblich und kann sogar zu Missverständnissen führen. Gute Dienstleistungen sind Teil des Selbstverständnisses, und Preise sind so kalkuliert, dass kein Trinkgeld erwartet wird. Dies gilt auch beim Besuch von Sehenswürdigkeiten wie Burg Himeji. Wer dennoch Dank ausdrücken möchte, kann dies freundlich verbal oder durch respektvolles Verhalten tun.
Was Kleidung und Verhalten betrifft, gibt es keine strenge Kleiderordnung für den Burgbesuch. Bequeme, trittfeste Schuhe sind allerdings empfehlenswert, da der Weg durch die Anlage viele Stufen, Holztreppen und teilweise unebene Böden umfasst. In den Innenräumen kann es bei starkem Besucherandrang eng werden; Rücksichtnahme, leise Gespräche und das Einhalten der markierten Wege sind wichtig. Fotografieren ist in vielen Bereichen erlaubt, Blitzlicht kann jedoch je nach Raum untersagt sein; entsprechende Hinweisschilder sollten beachtet werden.
- Einreisebestimmungen und Zeitverschiebung
Japan liegt je nach Jahreszeit mehrere Stunden vor Mitteleuropa. Während der mitteleuropäischen Winterzeit beträgt der Zeitunterschied in der Regel +8 Stunden, während der mitteleuropäischen Sommerzeit meist +7 Stunden. Wer direkt nach der Ankunft in Japan eine längere Zugfahrt und einen Burgbesuch plant, sollte den Jetlag einkalkulieren und eventuell eine Zwischenübernachtung in Osaka oder Kobe erwägen, bevor es weiter nach Himeji geht.
Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Japan grundsätzlich ein gültiges Reisedokument; je nach Aufenthaltsdauer und aktueller Rechtslage können Visafreiheit oder Visaerfordernisse gelten. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende die aktuellen Einreisehinweise und Sicherheitsempfehlungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für Besucher aus Österreich und der Schweiz gelten die jeweiligen nationalen Informationen der dortigen Außenministerien.
Eine Auslandskrankenversicherung ist für Reisen außerhalb der EU grundsätzlich empfehlenswert, da die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland Behandlungen in Japan nur eingeschränkt abdeckt. Viele Versicherer bieten spezielle Tarife für Fernreisen an, die auch Notfallrücktransport und Dolmetscherdienste umfassen können.
Warum Himeji-jo auf jede Himeji-Reise gehört
Wer nach Himeji reist, tut dies fast immer wegen der Burg – und selbst Reisende, die ursprünglich „nur“ einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Hiroshima oder Okayama einplanen, berichten später, dass Himeji-jo zu den eindrücklichsten Momenten ihrer Japan-Reise gehörte. Der Grund liegt in der besonderen Atmosphäre: Zwischen jahrhundertealten Holzbalken, steilen Treppen und Ausblicken über die moderne Stadt entsteht ein Gefühl, als würden sich Zeit und Raum überlagern. Man blickt auf Himeji im 21. Jahrhundert – und steht gleichzeitig mitten im strategischen Herz einer Samurai-Festung.
Über mehrere Ebenen führt der Rundgang im Hauptturm nach oben. Auf jeder Etage öffnen sich kleine Fenster auf unterschiedliche Richtungen, immer wieder fällt der Blick auf Dachlinien, Innenhöfe und die Stadtlandschaft. Oben auf der obersten Ebene angekommen, belohnt die Aussicht die Mühe der Stufen. An klaren Tagen lassen sich die Umrisse der umliegenden Berge erkennen, in der Ferne der Inlandsee Seto Naikai. Fotografen und Architekturfans aus Deutschland schätzen diesen Punkt besonders, da sich von hier aus die verschachtelte Struktur der Burg eindrucksvoll erfassen lässt.
Neben dem Hauptturm lohnt sich Zeit für die Rundwege entlang der Mauern, durch Tore und kleine Innenhöfe. Viele Bereiche sind so gestaltet, dass sie den Verteidigern einst strategische Vorteile verschafften, heute aber vor allem als malerische Kulissen wirken. Insbesondere zur Kirschblüte oder im Herbstlicht ergeben sich eindrucksvolle Motive, die Himeji-jo in zahlreichen Bildbänden, Kalendern und Social-Media-Feeds präsent machen.
Für kulturhistorisch Interessierte bietet Himeji-jo zudem einen kompakten Zugang zur Geschichte Japans zwischen Mittelalter und Moderne. In Verbindung mit anderen Orten – etwa den Tempeln von Kyoto, dem Friedenspark in Hiroshima oder modernen Stadtlandschaften wie Osaka – fügt sich Himeji zu einem Mosaik der japanischen Identität. Viele deutsche Reisejournalisten und Fachautoren empfehlen die Burg daher als „Brückenglied“ zwischen traditioneller Samurai-Kultur und dem Verständnis des modernen Japan.
Wer mehr Zeit in Himeji verbringen möchte, findet in der Stadt weitere Ziele, etwa Museen, Einkaufsmöglichkeiten und lokale Restaurants, die regionale Spezialitäten anbieten. Auch Ausflüge in die Umgebung, zum Beispiel an den Seto-Binnenmeer-Küstenstreifen, lassen sich von Himeji aus gut organisieren. Dennoch bleibt Burg Himeji der emotionale Kern: jener Ort, an den die meisten Erinnerungen zurückkehren, wenn an Himeji gedacht wird.
Burg Himeji in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke
Himeji-jo ist in den sozialen Medien stark präsent: Von Kirschblütenpanoramen über Drohnenaufnahmen der Burgdächer (wo erlaubt) bis hin zu detailverliebten Innenraumfotos entsteht ein vielfältiges digitales Bild dieses Welterbes. Reisende aus Deutschland nutzen Plattformen, um sich vorab visuell inspirieren zu lassen und später eigene Eindrücke zu teilen.
Burg Himeji — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Burg Himeji
Wo liegt Burg Himeji genau?
Burg Himeji befindet sich in der Stadt Himeji in der Präfektur Hyogo auf der japanischen Hauptinsel Honshu, westlich von Osaka und Kobe. Vom Bahnhof Himeji ist die Burg zu Fuß oder mit einem kurzen Busride gut erreichbar.
Wie alt ist Himeji-jo und wann entstand die heutige Burg?
Die Ursprünge von Himeji-jo reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Ihre heutige Gestalt als große Samurai-Festung erhielt die Burg im frühen 17. Jahrhundert während der Edo-Zeit, als sie unter dem Daimyo Ikeda Terumasa umfassend ausgebaut wurde.
Wie viel Zeit sollte man fĂĽr den Besuch von Burg Himeji einplanen?
Für einen entspannten Besuch mit Rundgang durch den Hauptturm, Spaziergang über das Burggelände und eventuell einem anschließenden Besuch des Koko-en-Gartens empfiehlt sich ein halber bis ganzer Tag. Wer intensiv fotografieren oder ausführlich historische Informationen studieren möchte, sollte eher mehr Zeit einplanen.
Was macht Burg Himeji so besonders im Vergleich zu anderen Burgen in Japan?
Himeji-jo gilt als die vollständigste und am besten erhaltene japanische Burganlage des 17. Jahrhunderts. Sie kombiniert eine komplexe, verteidigungsorientierte Struktur mit einer außergewöhnlich eleganten Erscheinung – der „Weiße Reiher“-Silhouette –, und überstand sowohl die Meiji-Zeit als auch den Zweiten Weltkrieg weitgehend unzerstört.
Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr Himeji fĂĽr Besucher aus Deutschland?
Besonders beliebt sind Frühling (Kirschblüte) und Herbst (Herbstlaub), wenn die Burg von Blüten oder farbigem Laub umgeben ist. Der Sommer kann heiß und feucht sein, der Winter eher mild; ein Besuch ist ganzjährig möglich, wobei frühe Tageszeiten meist weniger überlaufen sind.
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