Butchart Gardens: ein ehemaliger Steinbruch als Gartenlandschaft
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 12:30 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Butchart Gardens in Brentwood Bay auf Vancouver Island in Kanada sind eine historische Gartenanlage, in der ein ehemaliger Kalksteinbruch in eine vielschichtige Gartenlandschaft mit ausgedehnten Blumenbeeten, WasserbezĂŒgen und klassischen ThemengĂ€rten verwandelt wurde. Die Anlage geht auf das Ehepaar Jennie und Robert Pim Butchart zurĂŒck und entwickelte sich seit dem frĂŒhen 20. Jahrhundert zu einem National Historic Site of Canada.
Butchart Gardens: vom Kalksteinbruch zur Gartenlandschaft
Ausgangspunkt der Butchart Gardens war ein Kalksteinbruch, den der Unternehmer Robert Pim Butchart zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Versorgung seines Zementwerks nutzte.Robert Pim Butchart betrieb hier ein Zementwerk Nach Erschöpfung der LagerstĂ€tte begann Jennie Butchart, die durch den Abbau entstandene Grube schrittweise zu bepflanzen und zu modellieren. Aus dieser Arbeit ging der Sunken Garden hervor, ein vertieft liegender Gartenteil mit Terrassen, Wegen und einem Wasserbecken, der die frĂŒhere Form des Steinbruchs noch erkennen lĂ€sst.Der Sunken Garden entstand aus dem ehemaligen Kalksteinbruch
Die Gartenanlage liegt auf der Saanich-Halbinsel westlich der Stadt Victoria und erstreckt sich ĂŒber ein weitlĂ€ufiges GelĂ€nde mit RasenflĂ€chen, Gehölzgruppen, Staudenrabatten und formalen Strukturen.Die Butchart Gardens liegen in Brentwood Bay auf der Saanich-Halbinsel Die Anlage wurde als âBenvenutoâ bezeichnet, und die Familie Butchart entwickelte den Garten ĂŒber Jahrzehnte weiter. In Anerkennung seiner historischen Bedeutung und der kontinuierlichen Gestaltung erhielt das GelĂ€nde 2004 den Status eines National Historic Site of Canada.Die Butchart Gardens sind ein National Historic Site of Canada
Japanischer, italienischer und Rosengarten: klassische Gartenthemen auf Vancouver Island
Neben dem Sunken Garden prĂ€gen mehrere klar abgegrenzte ThemengĂ€rten die Gestalt der Butchart Gardens. Ein frĂŒher Schritt war die Anlage eines japanischen Gartens, der ĂŒber Wege, WasserlĂ€ufe und BrĂŒcken an die KĂŒstenlinie fĂŒhrt und Gehölze, StrĂ€ucher und immergrĂŒne Pflanzen mit zurĂŒckhaltender Pflanzung kombiniert.Ein japanischer Garten entstand in KĂŒstennĂ€he SpĂ€ter wurden weitere Bereiche ergĂ€nzt, darunter der italienische Garten mit geometrisch gefassten Beeten, Wasserbecken und Pavillonmotiven sowie der Rosengarten mit zahlreichen Sorten und klar geordneten Beeten.
Die Themenbereiche sind ĂŒber Wege und RasenflĂ€chen miteinander verbunden und bilden eine Folge unterschiedlicher GartenrĂ€ume, die sich aus dem frĂŒheren GelĂ€nde des Steinbruchs und der angrenzenden FlĂ€chen entwickelt haben. GroĂe BĂ€ume, darunter aus Nordamerika stammende Arten, setzen hohe Akzente, wĂ€hrend Stauden, Zwiebelpflanzen und Saisonpflanzungen die Beete das Jahr ĂŒber immer wieder neu fassen.Die GartenrĂ€ume verbinden groĂe BĂ€ume mit saisonalen Blumenpflanzungen Wasser spielt in mehreren Bereichen eine sichtbare Rolle, etwa durch Brunnen, Becken und einen gröĂeren Springbrunnen im Bereich des Sunken Garden.
Familientradition und historische Einordnung
Die Geschichte der Butchart Gardens beginnt im Jahr 1904, als Jennie und Robert Pim Butchart ihre Wohnanlage und das zugehörige Zementwerk auf dem GelĂ€nde in Brentwood Bay errichteten.1904 wurde das Anwesen Benvenuto angelegt In den folgenden Jahrzehnten legte Jennie Butchart nach und nach verschiedene Gartenteile an und nutzte das GelĂ€nde des ehemaligen Steinbruchs als spektakulĂ€re Vertiefung fĂŒr den Sunken Garden. Der japanische Garten, der italienische Garten und der Rosengarten entstanden ebenfalls im frĂŒhen 20. Jahrhundert und zeigen den Einfluss der europĂ€ischen und ostasiatischen Gartentradition jener Zeit.
1939 ĂŒbergab das Ehepaar Butchart die Gartenanlage an den Enkel Robert Ian Ross, der die Entwicklung fortfĂŒhrte und zusĂ€tzliche Elemente ergĂ€nzte.1939 ging die Gartenanlage an Robert Ian Ross ĂŒber Die Butchart Gardens werden bis heute von Nachkommen der Familie als Privatgarten betrieben und stetig gepflegt. Die Einordnung als National Historic Site of Canada wĂŒrdigt die Verbindung von industrieller Vorgeschichte, landschaftlicher Umgestaltung und kontinuitĂ€tsreicher Familiengeschichte im 20. Jahrhundert.
Butchart Gardens besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Gartenanlage liegt in Brentwood Bay auf der Saanich-Halbinsel nördlich von Victoria auf Vancouver Island und ist ĂŒber die StraĂenverbindungen der Region sowie FĂ€hr- und Flugverbindungen nach Victoria erreichbar.
- Auf dem GelĂ€nde der Butchart Gardens fĂŒhren Wege durch den ehemaligen Steinbruch und ĂŒber RasenflĂ€chen, teils mit Treppen und GefĂ€llen zwischen den Gartenterrassen.
- In der Umgebung der Butchart Gardens liegen der Meeresarm Tod Inlet und weitere KĂŒstenabschnitte der Saanich-Halbinsel mit bewaldeten Ufern.
- Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in Kanadischen Dollar.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Butchart Gardens auf Social-Media-Plattformen
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Butchart Gardens: hÀufige Fragen
Wo liegen die Butchart Gardens?
Die Butchart Gardens befinden sich in Brentwood Bay auf der Saanich-Halbinsel nordwestlich von Victoria auf Vancouver Island in der Provinz British Columbia.
Was bietet ein Besuch der Butchart Gardens?
Ein Besuch fĂŒhrt durch mehrere klar abgegrenzte Gartenteile wie den Sunken Garden, den japanischen und den italienischen Garten sowie den Rosengarten, die in einem ehemaligen Kalksteinbruch und auf angrenzenden FlĂ€chen angelegt sind.
Was kennzeichnet die Butchart Gardens historisch?
PrÀgend sind der Ursprung als industrieller Kalksteinbruch, die Entwicklung seit 1904 durch Jennie und Robert Pim Butchart und die Anerkennung als National Historic Site of Canada mit kontinuierlicher Pflege durch die Familie.
