Casa Mila Barcelona, Reise

Casa Mila Barcelona: Warum GaudĂ­s Wohnhaus bis heute fasziniert

20.05.2026 - 12:02:17 | ad-hoc-news.de

Casa Mila Barcelona, auf Katalanisch „La Pedrera“, ist Gaudís radikalstes Wohnhaus in Barcelona, Spanien. Was macht Casa Mila so anders – und wie erleben Reisende aus Deutschland dieses steinerne Wellenmeer heute?

Casa Mila Barcelona, Reise, Architektur
Casa Mila Barcelona, Reise, Architektur

Wer zum ersten Mal vor der Casa Mila Barcelona steht, spürt sofort: Dieses Haus spielt nach eigenen Regeln. Die Casa Mila, auf Katalanisch oft „La Pedrera“ („der Steinbruch“) genannt, wirkt wie eine in Stein erstarrte Meeresbrandung – ganz ohne gerade Linien, dafür mit geschwungenen Balkonen und geheimnisvollen Schornsteinen auf dem Dach.

Casa Mila Barcelona: Das ikonische Wahrzeichen von Barcelona

Die Casa Mila Barcelona gehört zu den auffälligsten Wahrzeichen der katalanischen Metropole. Das Wohn- und Geschäftshaus wurde von Antoni Gaudí, dem berühmtesten Architekten des katalanischen Modernisme (vergleichbar mit dem deutschen Jugendstil), zwischen 1906 und 1912 entworfen und nach dem Auftraggeber, dem Industriellen Pere Mila, benannt. Anders als viele historische Monumente ist dieses Gebäude aber bis heute ein lebendiger Ort: Es ist gleichzeitig Museum, Event-Location und teilweise noch bewohntes Wohnhaus.

UNESCO hat die Casa Mila zusammen mit mehreren weiteren Werken Gaudís als Weltkulturerbe eingestuft. In den offiziellen Unterlagen des Welterbe-Komitees wird das Gebäude als Meilenstein der Architektur beschrieben, weil es mit seiner freien Grundrissgestaltung, der selbsttragenden Natursteinfassade und dem spektakulären Dach früh Funktionen vorwegnimmt, die erst Jahrzehnte später in der modernen Architektur selbstverständlich wurden. Für deutsche Reisende ist die Casa Mila damit nicht nur eine Fotokulisse, sondern ein Schlüssel, um Gaudís Denken und die Geschichte Barcelonas zu verstehen.

Atmosphärisch ist der Besuch in der Casa Mila ein Kontrastprogramm zu klassischen europäischen Stadthäusern. Statt rechteckiger Fenster und strenger Symmetrie erwarten Besucher geschwungene Wände, organische Formen, schmiedeeiserne Balkone, die an Meeresalgen erinnern, und ein Dach voller skulpturaler Kamine, die in vielen Reiseführern als „Stein-Soldaten“ beschrieben werden. Besonders in den Abendstunden, wenn die Fassade warm angestrahlt wird, entsteht eine fast filmische Stimmung.

Geschichte und Bedeutung von Casa Mila

Die Geschichte der Casa Mila beginnt im frühen 20. Jahrhundert, einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen in Spanien. Barcelona wuchs rasant, der neue Stadtteil Eixample („Ausdehnung“) mit seinem schachbrettartigen Straßennetz entwickelte sich zum Schauplatz prestigeträchtiger Bauprojekte. Wohlhabende Familien ließen sich von Stararchitekten auffällige Stadthäuser rund um den Passeig de Gràcia errichten – eine der nobelsten Adressen Barcelonas.

Der Unternehmer Pere Mila und seine Frau Roser Segimon beauftragten Antoni Gaudí im Jahr 1906 mit dem Entwurf eines Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Passeig de Gràcia / Carrer de Provença. Laut Unterlagen der offiziellen Verwaltung „La Pedrera – Casa Mila“ und Darstellungen in Werken über Gaudí, etwa in Publikationen von „GEO Saison“ und „National Geographic“, sollte das Gebäude einerseits die gesellschaftliche Stellung der Familie unterstreichen, andererseits durch die Vermietung einzelner Wohnungen Einnahmen sichern. Gaudí nutzte diese Gelegenheit, um viele seiner radikalsten Ideen umzusetzen.

Bis zur Fertigstellung um 1912 sorgte das Projekt für Kontroversen. Die Wellenfassade war so ungewöhnlich, dass Zeitungen und Teile der Öffentlichkeit das Haus abwertend „La Pedrera“ nannten – ein Spitzname, den das Gebäude später mit Stolz übernahm. Es gab Konflikte mit den Behörden wegen der Höhe und der Auskragungen der Balkone, und selbst die Bauherren sollen laut Berichten des Hauses und katalanischer Medien gelegentlich über Gaudís kompromisslosen Stil irritiert gewesen sein.

Nach Gaudís Tod 1926 geriet die Casa Mila, wie viele seiner Werke, zeitweise in den Schatten. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Teile des Innenraums umgebaut, in den 1960er- und 1970er-Jahren gab es sogar Pläne, einzelne Bereiche stark zu verändern oder gewerblich zu überformen. Erst mit der Wiederentdeckung Gaudís in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte ein Umdenken ein. In den 1980er- und 1990er-Jahren begannen umfangreiche Restaurierungen, die den ursprünglichen Charakter des Hauses Schritt für Schritt freilegten.

1992 – im Jahr, als Barcelona die Olympischen Spiele ausrichtete – rückte die Stadt international in den Fokus und mit ihr Gaudís Architektur. 1984 wurden zunächst andere Werke Gaudís in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen, die Casa Mila folgte 1984 in einem ersten Paket und wurde später im Rahmen der Sammelstätte „Werke von Antoni Gaudí“ ausführlicher gewürdigt. Quellen wie UNESCO und das katalanische Kulturministerium betonen, dass die Casa Mila als radikalste Weiterentwicklung des Stadthaustyps gilt.

Heute ist das Gebäude im Besitz einer Stiftung, die sich laut eigenen Angaben der Erhaltung, Forschung und kulturellen Nutzung widmet. Für die Stadt Barcelona ist die Casa Mila ein wichtiges kulturelles Aushängeschild und eine zentrale Station auf jeder „Modernisme“-Route – ähnlich bedeutsam wie das Brandenburger Tor für Berlin oder die Frauenkirche für Dresden, nur in ganz anderer, organischer Formensprache.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architekturführer wie der ADAC Reiseführer Barcelona, Merian und die offizielle Website der Casa Mila heben übereinstimmend drei Elemente hervor: die Fassade, das Dach und die innovative Struktur im Inneren. Zusammen ergeben sie ein Gesamtkunstwerk, das sich kaum mit herkömmlichen Wohnhäusern vergleichen lässt.

Die Fassade: Stein gewordene Wellen

Die Fassade der Casa Mila besteht aus großen, unregelmäßig geformten Natursteinblöcken. Statt klarer Linien formte Gaudí eine bewegte Oberfläche, die an Wellen oder Dünen erinnert. Dieses Motiv des „lebendigen Steins“ ist typisch für seinen Stil. In vielen seriösen Publikationen wird auf Gaudís Naturbezug verwiesen: Formen, die aus der Natur abgeleitet sind, sollten die Architektur organisch wirken lassen.

Die Balkone und Fensteröffnungen werden von schmiedeeisernen Geländern eingefasst, die von Gaudís Mitarbeiter Josep Maria Jujol aus wiederverwerteten Metallteilen gestaltet wurden. Die verschnörkelten Formen erinnern an Algen, Pflanzen oder Meeresbewuchs – die Assoziation mit einem „Steinmeer“ drängt sich auf. Für Besucher:innen aus Deutschland, die häufig mit klar strukturierten Fassaden wie in Berliner Gründerzeitvierteln vertraut sind, wirkt die Casa Mila dadurch besonders expressiv und frei.

Das Dach: Skulpturenpark ĂĽber der Stadt

Berühmt ist die Casa Mila vor allem für ihr Dach. Hier gruppieren sich belüftete Treppenhausaufbauten, Schornsteine und Lüftungstürme zu einer Art skulpturalem Park. Viele Reiseführer sprechen von „Kriegerfiguren“ oder „Wächtern“, weil die Schornsteine mit ihren Helm-ähnlichen Formen an futuristische Soldaten erinnern. Die UNESCO beschreibt das Dach als ein Ensemble, das Architektur, Design und Skulptur verschmelzen lässt.

Zwischen den Aufbauten verläuft eine Abfolge von Ebenen, Rampen und Treppen. Gerade in den Morgen- und Abendstunden, wenn das Licht flach einfällt, entsteht ein starker Kontrast zwischen dem hellen Stein und dem Himmel über Barcelona. Fotograf:innen schätzen die Casa Mila sehr: Das Dach gilt als einer der besten Orte der Stadt, um Gaudís Formenreichtum mit einem Blick über die Dächer Barcelonas zu kombinieren.

Innenraum und Struktur: FrĂĽhmoderne Innovationen

Weniger sichtbar, aber architekturgeschichtlich entscheidend ist die Tragstruktur. Laut Fachveröffentlichungen und Unterlagen des Hauses arbeitete Gaudí mit freistehenden Säulen und einem Stahlskelett, wodurch die Innenwände nicht tragend sein mussten. So konnten flexible Grundrisse umgesetzt werden, die je nach Mieter angepasst werden konnten – ein Konzept, das an moderne Büro- und Wohnbauten erinnert.

Die beiden Innenhöfe, die sich zum Himmel öffnen, sorgen für Tageslicht im gesamten Gebäude – auch in den tiefer gelegenen Wohnungen. Das erinnert an Berliner Mietskasernen mit Hinterhöfen, allerdings mit deutlich großzügigerem, künstlerischem Anspruch: Wände sind mit floralen Motiven bemalt, die Balustraden geschwungen ausgeführt. Im heute zugänglichen „Gaudí Space“ wird anhand von Modellen, Zeichnungen und Projektionen erklärt, wie der Architekt arbeitete und wie sich sein Stil im Laufe der Zeit entwickelte.

KĂĽnstlerische Details und Symbolik

Antoni Gaudí war tief religiös, und in vielen seiner Werke sind christliche Symbole verborgen. Auch in der Casa Mila gibt es Hinweise auf diese Dimension, etwa ursprüngliche Pläne für eine große Marienstatue, die aber aus politischen und gesellschaftlichen Gründen nie umgesetzt wurde. Gleichzeitig finden sich in Ornamentik und Linienführung Motive aus der Natur – Muscheln, Blätter, Blüten – die einen spirituellen Naturbezug erkennen lassen.

Kunsthistoriker, die in deutschen Medien wie „Die Zeit“ oder „Süddeutsche Zeitung“ zu Gaudí publiziert haben, betonen, dass die Casa Mila eine Übergangsposition in seinem Werk einnimmt: weniger bunt und verspielt als der Park Güell, aber radikaler in der Raumauffassung als frühere Wohnhäuser. Für viele Fachleute ist die Casa Mila damit eines der wichtigsten Gebäude, um Gaudís Weg zur organischen Spätphase zu verstehen, deren Höhepunkt die Sagrada Família darstellt.

Casa Mila Barcelona besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Casa Mila befindet sich am Passeig de Gràcia 92, im noblen Eixample-Viertel von Barcelona. Von der Plaça de Catalunya – dem zentralen Platz der Stadt – sind es je nach Route rund 1 bis 1,5 km zu Fuß, also etwa 15 bis 20 Minuten. Mit der Metro ist sie über die Stationen „Diagonal“ (Linien L3 und L5) oder „Passeig de Gràcia“ erreichbar; mehrere Buslinien halten in unmittelbarer Nähe.
  • Anreise ab Deutschland nach Barcelona
    Von größeren deutschen Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER), Düsseldorf (DUS) oder Hamburg (HAM) gibt es ganzjährig Nonstop-Verbindungen nach Barcelona-El Prat (BCN). Die Flugzeit liegt typischerweise zwischen etwa 2 und 2,5 Stunden, je nach Abflugort. Vom Flughafen fährt die Aerobús-Linie zur Plaça de Catalunya, von dort ist die Casa Mila per Metro, Bus oder zu Fuß erreichbar. Alternativ gibt es regelmäßige Regionalzüge vom Flughafen zum Stadtzentrum.
  • Anreise per Bahn oder Auto
    Für Reisende, die möglichst klimafreundlich unterwegs sein wollen, ist die Anreise per Bahn eine Option: Über Verbindungen mit TGV oder anderen Hochgeschwindigkeitszügen ist Barcelona von Süddeutschland (z.B. München, Stuttgart) mit Umstiegen in Frankreich erreichbar. Die Reisezeit ist jedoch deutlich länger als per Flug. Mit dem Auto führt der Weg meist über Frankreich; dort fallen auf Autobahnen Mautgebühren an. In Barcelona selbst sind Parkplätze im Zentrum rar und teuer, weshalb viele Reiseführer empfehlen, das Auto am Stadtrand oder im Hotel stehen zu lassen.
  • Ă–ffnungszeiten
    Die Casa Mila ist in der Regel an den meisten Tagen des Jahres geöffnet, meist mit längeren Öffnungszeiten in der Hauptsaison und reduzierten Zeiten im Winter. Häufig wird zwischen Tagesbesuch („La Pedrera by Day“) und Abendangeboten („La Pedrera by Night“) unterschieden. Da sich genaue Uhrzeiten saisonal ändern können, empfiehlt die offizielle Verwaltung, die aktuellen Öffnungszeiten direkt auf der Website von Casa Mila Barcelona zu prüfen.
  • Eintritt
    Der Zugang zur Casa Mila ist kostenpflichtig. Es gibt unterschiedliche Ticketkategorien, beispielsweise für die klassische Besichtigung, Kombitickets mit Führungen oder spezielle Abendveranstaltungen mit Lichtshow auf dem Dach. Preise können sich je nach Saison und Angebot ändern. Offizielle Quellen sowie etablierte Reiseführer raten, Tickets vorab online über die offizielle Website zu buchen, um lange Wartezeiten an der Kasse zu vermeiden.
  • Beste Reisezeit
    Barcelona liegt am Mittelmeer und hat ein typisches mediterranes Klima mit milden Wintern und warmen bis heißen Sommern. Für einen Besuch der Casa Mila bieten sich vor allem Frühling (April bis Juni) und Herbst (September, Oktober) an, wenn das Wetter angenehm und der Andrang oft etwas geringer ist als im Hochsommer. Wer im Juli oder August reist, sollte früh am Morgen oder später am Abend kommen, da die Temperaturen in der Mittagszeit hoch und die Besucherzahlen entsprechend groß sein können. Das Dach ist bei schönem Wetter besonders eindrucksvoll, bei starkem Regen oder Wind kann es aus Sicherheitsgründen zeitweise geschlossen werden.
  • Sprache vor Ort
    In Barcelona sind Katalanisch und Spanisch offizielle Sprachen. In der Casa Mila selbst sprechen Mitarbeiter:innen in der Regel gut Englisch, teilweise auch andere Sprachen. Deutsch ist weniger verbreitet, aber Audioguides und Informationsmaterial werden häufig in mehreren Sprachen angeboten, darunter meist auch Deutsch. Viele Beschäftigte im Tourismusbereich sind an internationale Gäste gewöhnt, sodass Reisende mit Englisch gut zurechtkommen.
  • Zahlung und Trinkgeld
    In Spanien wird mit Euro (€) bezahlt. In Barcelona sind Kartenzahlungen weit verbreitet, auch kontaktloses Bezahlen (z.B. mit Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay) ist üblich. Kleinere Beträge in bar sind dennoch sinnvoll, etwa für Cafés oder Trinkgeld. In Restaurants gelten Trinkgelder von etwa 5 bis 10 Prozent als angemessen, wenn man zufrieden ist; häufig wird auch einfach aufgerundet. Bei Museums- und Eintrittskassen ist Trinkgeld eher unüblich.
  • Kleiderordnung und Fotografieregeln
    Für den Besuch der Casa Mila gibt es keine spezielle Kleiderordnung, allerdings sollten Besucher:innen bedenken, dass das Dach teilweise nicht überdacht ist und es vor allem im Sommer sehr sonnig werden kann. Sonnenschutz und bequeme Schuhe sind sinnvoll, da viele Treppen zu bewältigen sind. Das Fotografieren für private Zwecke ist in den meisten Bereichen erlaubt; für professionelle oder kommerzielle Aufnahmen sind jedoch in der Regel gesonderte Genehmigungen erforderlich.
  • Zeitzone und Einreise
    Barcelona liegt in der gleichen Zeitzone wie Deutschland (Mitteleuropäische Zeit, im Sommer Mitteleuropäische Sommerzeit), es gibt also keine Zeitverschiebung. Spanien ist Mitglied der EU und Teil des Schengen-Raums. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende vorab die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für medizinische Notfälle gilt in Spanien die europäische Notrufnummer 112; gesetzlich Krankenversicherte sollten ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC bzw. Rückseite der Krankenversicherungskarte) mitführen. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung kann sinnvoll sein, insbesondere für Leistungen, die über den nationalen Standard hinausgehen.

Warum Casa Mila auf jede Barcelona-Reise gehört

Aus Sicht vieler Kultur- und Architekturmagazine ist die Casa Mila eines der wenigen Bauwerke, die eine Stadtreise nach Barcelona entscheidend prägen können. Wer lediglich am Gebäude vorbeigeht, nimmt zwar die spektakuläre Fassade wahr, verpasst aber den eigentlichen Kern: das Wechselspiel aus Licht, Raum und Bewegung im Inneren und auf dem Dach. Daher empfehlen seriöse Reiseführer, genügend Zeit einzuplanen – eher zwei bis drei Stunden als einen schnellen Fotostopp.

Für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum bietet die Casa Mila zudem eine gute Möglichkeit, sich behutsam an Gaudís Werk heranzutasten. Während die Sagrada Família als Sakralbau viele religiöse und symbolische Ebenen eröffnet, zeigt die Casa Mila, wie der Architekt alltägliches Wohnen radikal neu interpretierte. Deutsche Besucher:innen, die etwa den Bauhaus-Stil mit seiner funktionalen Klarheit kennen, erleben hier einen spannenden Gegenentwurf: eine Architektur, die ebenso funktional ist, aber stark auf Emotionalität, Naturmetaphorik und Kunst setzt.

Die Casa Mila liegt außerdem strategisch günstig, um weitere Sehenswürdigkeiten zu kombinieren. Der Passeig de Gràcia ist gesäumt von weiteren Modernisme-Bauten, darunter Casa Batlló, ebenfalls ein Werk Gaudís, sowie Gebäude anderer bedeutender Architekten dieser Epoche. Wer einen Spaziergang plant, kann leicht eine Route erstellen, die mehrere dieser Häuser verbindet. In vielen Reiseberichten wird empfohlen, einen Vormittag oder Nachmittag für einen „Gaudí-Schwerpunkt“ einzuplanen und dabei Casa Mila als einen der Fixpunkte zu setzen.

Emotional hinterlässt der Besuch bei vielen Menschen einen bleibenden Eindruck. Interviews und Statements in renommierten Medien, die sich mit Barcelonas Architektur beschäftigen, zeigen, dass Gaudís Bauten oft als „poetisch“, „magisch“ oder „traumartig“ beschrieben werden. Die Casa Mila ist dabei zugänglicher als manche andere Sehenswürdigkeit: Die Ausstellung im Inneren erklärt Gaudís Methoden anschaulich, das Dach vermittelt eine Art „Wow-Effekt“, der sich auch ohne großes Vorwissen einstellt, und die originalgetreu rekonstruierte Wohnung gibt Einblick in das Leben des gehobenen Bürgertums im frühen 20. Jahrhundert.

Hinzu kommt: Die Casa Mila ist eine der meistfotografierten Attraktionen Barcelonas. Wer das Teilen von Reiseeindrücken in sozialen Netzwerken schätzt, findet hier zahlreiche markante Perspektiven – von Detailaufnahmen der Balkone bis hin zu Sonnenuntergangsbildern auf dem Dach. Gleichzeitig betonen seriöse Reisequellen, dass sich ein bewusster, vielleicht etwas langsamerer Besuch lohnt: Wer sich Zeit nimmt, etwa die Schattenspiele in den Innenhöfen oder die Linienführung im Treppenhaus zu beobachten, entdeckt die Casa Mila immer wieder neu.

Casa Mila Barcelona in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Medien taucht die Casa Mila Barcelona regelmäßig in Reise-Feeds und Architektur-Accounts auf. Besonders das Dach mit seinen skulpturalen Kaminen wird häufig geteilt, ebenso Nachtaufnahmen, bei denen die Fassade spektakulär beleuchtet ist. Viele Beiträge kombinieren Bilder von Casa Mila mit anderen Gaudí-Werken, um eine Art visuellen Rundgang durch Barcelona zu inszenieren. Auch deutsche Influencer:innen und Reiseblogger, über die in klassischen Medien berichtet wird, wählen Casa Mila oft als Fixpunkt ihrer Barcelona-Storys.

Häufige Fragen zu Casa Mila Barcelona

Wo liegt die Casa Mila in Barcelona genau?

Die Casa Mila befindet sich im Eixample-Viertel von Barcelona, an der Ecke Passeig de Gràcia 92 / Carrer de Provença. Der Passeig de Gràcia ist eine der zentralen Prachtstraßen der Stadt, etwa 15 bis 20 Gehminuten von der Plaça de Catalunya entfernt. Die Lage ist sehr gut mit Metro, Bus und zu Fuß erreichbar.

Wann wurde die Casa Mila gebaut und von wem?

Die Casa Mila wurde zwischen 1906 und 1912 errichtet. Entworfen hat sie der katalanische Architekt Antoni Gaudí im Auftrag des Industriellen Pere Mila und dessen Frau Roser Segimon. Die UNESCO führt das Gebäude als Teil der Welterbestätte „Werke von Antoni Gaudí“ und betont seine Bedeutung für die Entwicklung der modernen Architektur.

Was ist das Besondere an der Casa Mila?

Besonders an der Casa Mila sind die organische Natursteinfassade, die skulpturalen Schornsteine und Aufbauten auf dem Dach sowie die innovative Tragstruktur mit flexiblen Grundrissen im Inneren. Das Gebäude wirkt wie eine Mischung aus Kunstwerk und Wohnhaus und gilt als radikalste Umsetzung von Gaudís Ideen im Stadthausformat. Für Besucher:innen ist vor allem das begehbare Dach mit Blick über Barcelona ein Höhepunkt.

Wie viel Zeit sollte fĂĽr den Besuch der Casa Mila eingeplant werden?

Die meisten Reiseführer empfehlen, mindestens 1,5 bis 2 Stunden für den Besuch der Casa Mila einzuplanen. Wer die Ausstellung zum Werk Gaudís, die rekonstruierten Wohnräume und das Dach in Ruhe erleben möchte, sollte eher zwei bis drei Stunden kalkulieren. Längere Wartezeiten an der Kasse lassen sich durch Online-Tickets reduzieren.

Welche ist die beste Reisezeit fĂĽr Casa Mila Barcelona?

Für einen angenehmen Besuch bieten sich Frühling (April bis Juni) und Herbst (September, Oktober) an, wenn die Temperaturen milder sind und der Andrang oft etwas geringer ist als im Hochsommer. Im Juli und August kann es sehr heiß und voll werden; dann lohnt sich ein Besuch in den frühen Morgenstunden oder abends. Ganzjährig sollten Reisende beachten, dass bei schlechtem Wetter das Dach temporär geschlossen sein kann.

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