Centro Historico de Lima: koloniales Stadtgefüge zwischen Plaza Mayor und Rímac
Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 12:39 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Centro Historico de Lima ist der historische Stadtkern der peruanischen Hauptstadt Lima und bewahrt das koloniale Stadtgefüge zwischen der Plaza Mayor und dem Fluss Rímac mit zahlreichen Kirchen, Palästen und Bürgerhäusern aus mehreren Jahrhunderten Stadtgeschichte.Der historische Stadtkern von Lima gehört zu den von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten Altstädten und konzentriert einen großen Bestand an kolonialen und republikanischen Monumenten im ehemaligen Zentrum des spanischen Vizekönigreichs Peru.Das Welterbegebiet im Zentrum von Lima
Centro Historico de Lima: koloniales Herz der Ciudad de los Reyes
Der Centro Historico de Lima geht auf die Stadtgründung durch den spanischen Eroberer Francisco Pizarro im Jahr 1535 zurück, als Lima im Rimac-Tal als „Ciudad de los Reyes“ angelegt wurde.Die Gründung Limas durch Francisco Pizarro im Jahr 1535 bildet den Ausgangspunkt für das regelmäßige Straßennetz, das im zentralen Bereich als Damero de Pizarro bezeichnet wird und bis heute die Struktur des historischen Zentrums prägt.Das als Damero de Pizarro bekannte Raster der Altstadt
Der peruanische Staat erkannte den besonderen historischen Wert der Altstadt im Jahr 1972, als er den Kernbereich als Monumentalzone definierte und damit eine Grundlage für den späteren internationalen Schutz schuf.Die Monumentalzone im historischen Zentrum Wenige Jahre später wurde der Bereich als UNESCO-Welterbe anerkannt, wobei zunächst der Konventkomplex von San Francisco de Lima hervorgehoben und Anfang der 1990er Jahre die Anerkennung auf den gesamten Centro Historico de Lima ausgeweitet wurde.Der Centro Historico de Lima als Kulturerbe der Menschheit
Plaza Mayor, Paläste und Kirchen: Räume der Macht im Altstadtkern
Ein zentrales Element im Centro Historico de Lima ist die Plaza Mayor, auch Plaza de Armas genannt, die als Hauptplatz der Stadt seit der Gründungszeit im 16. Jahrhundert fungiert und von wichtigen Regierungs- und Kirchenbauten gerahmt wird.Die Plaza Mayor als Hauptplatz des historischen Zentrums An ihren Rändern stehen der Regierungspalast des Präsidenten von Peru, der erzbischöfliche Palast und die Kathedrale von Lima, die zusammen ein dichtes Ensemble repräsentativer Architektur bilden.
Die Kathedrale von Lima an der Ostseite der Plaza Mayor und der benachbarte erzbischöfliche Palast zeigen die Entwicklung des kirchlichen Bauens von der Kolonialzeit bis zur Republik, während der Regierungspalast an der Nordseite als Sitz der Exekutive des Landes dient.Die Kathedrale und der Regierungspalast an der Plaza Mayor In Fußweite nördlich der Plaza Mayor erreicht man den Fluss Rímac und die Brückenverbindungen zum gegenüberliegenden Stadtteil Rímac, sodass die Altstadt unmittelbar mit dem Flussraum verknüpft ist.
Holzbalkone, Klöster und republikanische Straßenräume
Abseits der großen Plätze prägen zahlreiche Häuser mit verzierten Holzbalkonen in den Obergeschossen und geschlossenen Arkaden im Erdgeschoss das Straßenbild des Centro Historico de Lima, eine charakteristische Bauweise der kolonialen und frühen republikanischen Zeit.Die Straßenräume mit kolonialen und republikanischen Fassaden Viele dieser Häuser und Sakralbauten tragen an ihren Eingängen Plaketten mit dem schwarz-weißen UNESCO-Symbol, das ihren Status als Teil des geschützten Bestandes markiert.
Ein bedeutender Bestandteil des Centro Historico de Lima ist der Konventkomplex San Francisco de Lima mit Kirche, Kreuzgängen und unterirdischen Anlagen, der als eines der vollständigsten erhaltenen Klosterensembles der Kolonialzeit in Lateinamerika gilt.Der Konvent San Francisco de Lima als Teil des Welterbes Zusammen mit weiteren Kirchen, Verwaltungsgebäuden und Bürgerhäusern entsteht ein dichtes Gefüge aus kolonialen und republikanischen Bauformen, das den Charakter der Altstadt bis in die Gegenwart prägt.
Centro Historico de Lima besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der Centro Historico de Lima liegt im zentralen Stadtgebiet von Lima beiderseits des Flusses Rímac und ist mit städtischen Buslinien sowie mit Taxis aus anderen Stadtteilen erreichbar.
- Viele Straßen der Altstadt verlaufen in einem rechtwinkligen Raster, Teile sind für den motorisierten Verkehr gesperrt, und einige Wege führen über gepflasterte Flächen mit Kantensteinen, sodass für einen Rundgang ein sicheres Schuhwerk hilfreich ist.
- Zwischen Plaza Mayor und Fluss Rímac liegen mehrere Brückenverbindungen, bei denen der Zugang über Treppen und Rampen erfolgt, die unterschiedliche Steigungen und Stufenformen im historischen Straßenraum aufweisen.
- Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Peruanischen Sol.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Centro Historico de Lima auf Social-Media-Plattformen
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Centro Historico de Lima: häufige Fragen
Wo liegt der Centro Historico de Lima innerhalb der Stadt Lima?
Der Centro Historico de Lima liegt im zentralen Bereich der Stadt Lima im Rimac-Tal und umfasst Teile der Bezirke Lima und Rímac entlang des Flusses Rímac.
Was bietet ein Besuch im Centro Historico de Lima?
Ein Besuch im Centro Historico de Lima führt durch ein dichtes Ensemble von Plätzen, Kirchen, Klöstern, Palästen und Bürgerhäusern aus der Kolonial- und Republikzeit mit typischen Holzbalkonen und repräsentativen Fassaden.
Was kennzeichnet den Centro Historico de Lima im Vergleich zu anderen Stadtteilen?
Der Centro Historico de Lima ist durch das regelmäßige Straßennetz des Damero de Pizarro, die Konzentration historischer Monumente und seine Einstufung als UNESCO-Welterbe gekennzeichnet.
