Christusstatue Rio de Janeiro, Reise

Christusstatue Rio de Janeiro: Warum Cristo Redentor so berührt

01.06.2026 - 05:30:56 | ad-hoc-news.de

Die Christusstatue Rio de Janeiro, lokal Cristo Redentor genannt, ist das berühmteste Wahrzeichen von Rio de Janeiro in Brasilien – und viel mehr als nur ein Aussichtspunkt.

Christusstatue Rio de Janeiro, Reise, Wahrzeichen
Christusstatue Rio de Janeiro, Reise, Wahrzeichen

Hoch über der Bucht von Rio de Janeiro breitet die Christusstatue Rio de Janeiro ihre Arme aus, als wolle sie die ganze Stadt umarmen. Der „Cristo Redentor“ (portugiesisch für „Christus, der Erlöser“) thront auf dem Berg Corcovado und ist längst zu einem der stärksten Bildsymbole Südamerikas geworden – für viele Reisende aus Deutschland ist dieser Moment auf dem Gipfel der emotionale Höhepunkt einer Brasilienreise.

Christusstatue Rio de Janeiro: Das ikonische Wahrzeichen von Rio de Janeiro

Die Christusstatue Rio de Janeiro ist für Brasilien, was der Eiffelturm für Paris oder das Brandenburger Tor für Berlin ist: das sofort erkennbare Wahrzeichen, das ganze Postkartenserien prägt. Hoch auf etwa 700 m Höhe auf dem Corcovado-Berg gelegen, verbindet das Monument spektakuläre Naturkulisse mit einer der berühmtesten Skulpturen der Moderne. Der weit ausgebreitete Christus mit seinen rund 30 m Höhe auf einem massiven Sockel ist von vielen Punkten der Stadt sichtbar und wurde zu einem der meistfotografierten Motive des Kontinents.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Ort gleich doppelt faszinierend: Zum einen steht hier ein religiöses Symbol mit hoher emotionaler Strahlkraft, zum anderen eröffnet die Aussichtsplattform einen der klassischsten Panoramablicke der Welt – mit Zuckerhut, Copacabana und Guanabara-Bucht im selben Blickfeld. Reisemagazine wie GEO und ADAC Reisemagazin stellen das Monument seit Jahren in eine Reihe mit globalen Ikonen wie der Freiheitsstatue in New York oder der Christusfigur auf dem Rio-Symbolbild vieler Reiseprospekte.

Die Atmosphäre oben auf dem Corcovado ist trotz des Andrangs oft überraschend ruhig: Zwischen den Besuchergruppen findet man immer wieder Momente, in denen der Blick über die Stadt und den Atlantik schweift und das Gefühl entsteht, an einem Ort zu stehen, der weit über den Alltag hinausweist. Genau dieses Zusammenspiel aus Natur, Stadtpanorama und monumentaler Statue macht Cristo Redentor für viele Reisende aus der DACH-Region zu einem lebenslangen Erinnerungspunkt.

Geschichte und Bedeutung von Cristo Redentor

Die Idee einer großen Christusfigur über Rio de Janeiro entstand bereits im späten 19. Jahrhundert – zu einer Zeit, als Brasilien noch in der Phase tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Umbrüche war. Katholische Kreise und städtische Eliten diskutierten über ein religiöses Monument, das die Stadt schützen und gleichzeitig die christliche Identität des Landes betonen sollte. Erst im frühen 20. Jahrhundert nahm das Projekt konkrete Formen an, als Spendenaktionen, Entwürfe und technische Studien aufeinander trafen.

In den 1920er-Jahren wurde schließlich entschieden, die Statue auf dem Corcovado zu errichten. Dieser Berg im Tijuca-Nationalpark war bereits damals ein beliebtes Ausflugsziel und bot eine freie Sicht auf Stadt und Meer. Der Entwurf ging auf Zusammenarbeit brasilianischer und europäischer Fachleute zurück: Ein brasilianischer Ingenieur verantwortete Statik und Ausführung, während ein französischer Künstler maßgebliche Anteile an der Gestaltung der Figur hatte. Damit ist Cristo Redentor ein Beispiel für eine frühe, global vernetzte Form von Großprojekten, bei der Know-how aus verschiedenen Ländern zusammenfloss.

Die Einweihung der Christusstatue fand im frühen 20. Jahrhundert statt, als die Moderne auch in Brasilien architektonisch und kulturell spürbar wurde. Seitdem entwickelte sich das Monument von einem primär religiösen Symbol zu einem nationalen Emblem, das auf Münzen, Briefmarken, in Filmen und Werbekampagnen auftaucht. Als Brasilien im 21. Jahrhundert zu einem global gefragten Reiseziel wurde, stieg die Bedeutung der Statue nochmals – auch als Identitätsanker einer hochdynamischen, von Vielfalt geprägten Metropole.

In der internationalen Wahrnehmung halfen ikonische Fotos und TV-Bilder, die Christusstatue als Synonym für Rio und Brasilien zu etablieren. Sportereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele verstärkten diesen Effekt: Immer wieder blendeten Kameras zwischen Spiel- oder Wettkampfszenen auf den Christus auf dem Corcovado, sodass sich das Bild weltweit einprägte. Für viele deutsche Zuschauer war und ist der Cristo Redentor damit der visuelle „Anker“, der sofort an Brasilien denken lässt.

Kulturhistorisch lässt sich die Statue auch als Ausdruck einer bestimmten Form von Moderne verstehen: Statt abstrakter avantgardistischer Architektur wählte man eine klar lesbare, figurative Darstellung, die gläubige Menschen ebenso anspricht wie säkulare Besucher, die das Monument eher als Kunstwerk und Aussichtspunkt erleben. Die UNESCO und zahlreiche Kulturinstitutionen betonen bis heute, dass der Cristo nicht nur architektonisch, sondern auch als Symbol für Toleranz und Offenheit gelesen werden kann – nicht zuletzt wegen der offenen Geste der ausgebreiteten Arme.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Christusstatue Rio de Janeiro ein Meisterwerk der Ingenieurskunst ihrer Zeit. Die Figur selbst erhebt sich etwa 30 m über den Sockel, der zusätzlich rund 8 m beisteuert. Damit ist das Monument zwar niedriger als etwa die Freiheitsstatue inklusive Sockel, aber durch seine exponierte Lage auf dem Corcovado wirkt es visuell extrem dominant. Die Armspannweite der Christusfigur beträgt ungefähr ebenso viele Meter wie ihre Höhe, was der Statue ihre charakteristische, symmetrische Silhouette verleiht.

Der innere Kern der Figur besteht aus Stahlbeton, einem für die 1920er- und 1930er-Jahre noch vergleichsweise modernen Baustoff, der große Spannweiten und komplexe Formen ermöglichte. Die Oberfläche der Statue ist mit unzähligen kleinen Plättchen verkleidet, die aus Stein beziehungsweise Keramik bestehen. Diese Mosaikstruktur ist im Detail deutlich sichtbar und verleiht dem Monument aus der Nähe eine überraschend handwerkliche, fast intime Anmutung – im Kontrast zur monumentalen Gesamtwirkung aus der Ferne.

Aus kunsthistorischer Sicht verbindet Cristo Redentor klassische christliche Ikonografie mit Elementen der damaligen Moderne. Die Figur ist stilisiert, mit klaren Linien und einem fast geometrischen Faltenwurf der Gewandform. Diese Reduktion auf wesentliche Formen entspricht dem Zeitgeist der Zwischenkriegszeit, in der viele Künstler und Architekten nach vereinfachten, klar konturierten Ausdrucksformen suchten. Besucherinnen und Besucher, die den Kölner Dom oder das monumentale Kreuz auf dem Petersberg in Deutschland kennen, erleben hier eine andere, „moderne“ Form der Sakralikonografie, die deutlich weniger ornamental ist.

Besonders eindrucksvoll ist die Statue bei wechselndem Licht: Früh am Morgen liegt der Cristo teilweise im Dunst, während sich langsam die Konturen der Stadt unter ihm abzeichnen. Tagsüber strahlt die helle Oberfläche im tropischen Sonnenlicht, und in den Abendstunden wird das Monument kunstvoll angestrahlt und scheint über den nächtlichen Lichtern Rios zu schweben. Viele Reisende aus Deutschland verbinden ihren Besuch gezielt mit Sonnenauf- oder -untergang, um diese Lichtstimmungen zu erleben.

Technisch wurde der Zugang im Laufe der Jahrzehnte deutlich modernisiert. Heute führen Treppen, Aufzüge und Rolltreppen von der Ankunftsebene der Bergbahn bzw. der Shuttlebusse hinauf zur Statue. Damit ist der Besuch im Vergleich zu früher deutlich barriereärmer, auch wenn die exponierte Lage auf einem Berg mit wechselndem Wetter bleibt. Die lokale Verwaltung investiert immer wieder in Instandhaltung und konservatorische Maßnahmen, um Witterungsschäden und Erosion zu begrenzen – ein Dauerthema bei einem Monument dieser Größe in einem feuchttropischen Klima.

Ein weiterer Aspekt, der gerade für kulturinteressierte Gäste aus der DACH-Region spannend ist: Der Cristo Redentor steht im Kontext eines ganzen Ensembles aus Natur- und Kulturerbe. Der Corcovado ist Teil des Tijuca-Nationalparks, eines der größten urbanen Regenwaldgebiete der Welt, das seinerseits unter Schutz steht. Das Zusammenspiel aus tropischer Vegetation, urbanem Panorama und religiöser Skulptur macht diesen Ort so einzigartig, dass Reiseführer wie Marco Polo und National Geographic ihn regelmäßig als „Signatur-Erlebnis“ einer Rio-Reise hervorheben.

Christusstatue Rio de Janeiro besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Christusstatue Rio de Janeiro befindet sich auf dem Corcovado-Berg im Süden von Rio de Janeiro, eingebettet in den Tijuca-Nationalpark. Von den Strandvierteln Copacabana, Ipanema oder Leblon aus dauert die Anfahrt je nach Verkehr in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten. Typische Ausgangspunkte sind die Talstation der historischen Corcovado-Zahnradbahn im Stadtteil Cosme Velho oder offizielle Shuttle-Abfahrtsstellen in Stadtvierteln wie Copacabana oder Largo do Machado.
  • Anreise aus Deutschland nach Rio de Janeiro
    Von Deutschland aus gibt es immer wieder saisonale oder reguläre Nonstop-Verbindungen von Flughäfen wie Frankfurt oder München nach Rio de Janeiro, außerdem zahlreiche Umsteigeverbindungen über europäische oder südamerikanische Drehkreuze. Die reine Flugzeit von Frankfurt nach Rio liegt im Regelfall bei etwa 11 bis 12 Stunden. Aus Berlin, Düsseldorf, Hamburg oder Zürich und Wien erfolgt die Anreise meist mit Umstieg, die Gesamtflugzeit inklusive Transfer liegt dann häufig im Bereich von etwa 13 bis 16 Stunden. Da Flugpläne sich ändern können, sollten Reisende verfügbare Verbindungen und Flugzeiten vor Buchung aktuell prüfen.
  • Öffnungszeiten
    Die Anlage rund um die Christusstatue ist grundsätzlich täglich geöffnet, üblicherweise von den frühen Morgenstunden bis in den Abend. Die exakten Öffnungszeiten der Zahnradbahn sowie der offiziellen Shuttlebusse können je nach Saison, Wochentag und Feiertagen variieren. Es empfiehlt sich dringend, die aktuell gültigen Zeiten direkt bei der offiziellen Verwaltungsstelle der Corcovado-Bahn oder bei der örtlichen Tourismusinformation von Rio de Janeiro zu prüfen. Witterungsbedingungen wie starke Gewitter oder Nebel können den Betrieb vorübergehend beeinflussen.
  • Eintritt und Tickets
    Der Besuch der Christusstatue ist in der Regel nur im Zusammenhang mit einem Transportmittel wie der Zahnradbahn oder offiziellen Shuttlefahrten möglich, in deren Preis der Eintritt in das Monumentgelände enthalten ist. Die genauen Tarife hängen von Saison, Transportart und eventuellen Ermäßigungen ab und können sich ändern. Als grobe Orientierung sollten Reisende aus der DACH-Region für Transport und Eintritt zusammen einen Betrag im zweistelligen Eurobereich einplanen, also typischerweise einige Dutzend Euro pro Person, umgerechnet in brasilianische Landeswährung Real (BRL). Da Preise Wechselkurs- und Saison-Schwankungen unterliegen, ist eine zeitnahe Überprüfung kurz vor der Reise ratsam.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Rio de Janeiro liegt in den Tropen, die Temperaturen sind ganzjährig warm. Viele Reiseführer empfehlen die Monate etwa von Mai bis September als angenehmere Reisezeit, weil es etwas weniger schwül ist als im Hochsommer der Südhalbkugel. Der Besuch des Cristo Redentor lohnt sich besonders früh morgens oder am späteren Nachmittag, wenn das Licht weicher ist und die Hitze weniger drückend. Mittags ist der Andrang am größten, die Warteschlangen sind dann entsprechend länger. Zudem kann es insbesondere in den Sommermonaten zu plötzlichen Tropenschauern kommen – eine flexible Planung mit etwas Zeitpuffer ist daher sinnvoll.
  • Wetter und Sicht
    Die Sicht vom Corcovado kann stark von Wetter und Tageszeit abhängen. Auch an eigentlich sonnigen Tagen kann sich kurzfristig Nebel oder Dunst bilden, der den Blick auf Stadt und Meer einschränkt. Wer mehrere Tage in Rio verbringt, sollte den Besuchstermin möglichst flexibel halten und die kurzfristige Wetterprognose berücksichtigen. Vor Ort geben Hotels und viele lokale Anbieter Hinweise zur aktuellen Sichtlage. Ein leichtes Jäckchen kann trotz tropischer Temperaturen sinnvoll sein, da es in der Höhe und bei Wind etwas kühler sein kann als an den Stränden.
  • Sprache vor Ort
    Offizielle Landessprache in Brasilien ist Portugiesisch. In Rio de Janeiro sprechen viele Menschen in touristischen Bereichen, an Hotspots wie dem Corcovado und in Hotels zumindest grundlegendes Englisch. Deutschkenntnisse sind eher selten. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, ein paar einfache portugiesische Begriffe für Begrüßung, Dank oder Zahlen zu kennen. In vielen Fällen helfen aber auch englische Beschilderung und Piktogramme, sich zurechtzufinden.
  • Zahlung und Währung
    Die Landeswährung ist der brasilianische Real (BRL). In Rio de Janeiro sind Kreditkarten (z. B. Visa, Mastercard) weit verbreitet; Debitkarten aus Deutschland funktionieren je nach Bank oft ebenfalls, sollten aber vor Reiseantritt für Auslandseinsatz freigeschaltet werden. Bargeld ist vor allem für kleinere Ausgaben, Trinkgelder oder Märkte praktisch. Geldautomaten finden sich in Einkaufszentren, Banken und am Flughafen. Zahlungen mit rein deutscher Girocard können außerhalb Europas eingeschränkt sein, daher empfiehlt sich mindestens eine gängige Kreditkarte. Mobile Payment-Dienste wie Apple Pay oder Google Pay werden zunehmend akzeptiert, sind aber (Stand heute) nicht in allen Situationen zuverlässig nutzbar.
  • Trinkgeld
    In Brasilien ist Trinkgeld üblich, aber meist moderat. In Restaurants ist häufig bereits eine Servicegebühr von etwa 10 % auf der Rechnung ausgewiesen. Ist dies nicht der Fall, gilt es als höflich, etwa 10 % freiwillig zu geben, wenn man zufrieden war. Für kleinere Dienstleistungen – etwa Gepäckhilfe oder Fotoservice – sind ein paar Reais als Dank angebracht. Bei geführten Touren zum Corcovado freuen sich lokale Guides über ein angemessenes Trinkgeld, dessen Höhe sich nach Dauer und Qualität der Führung richten kann.
  • Sicherheit und Verhalten
    Wie in vielen Großstädten Lateinamerikas ist auch in Rio de Janeiro ein wachsamer Umgang mit Wertsachen sinnvoll. Auf dem Gelände der Christusstatue ist generell mit vielen Besuchern und sichtbarer Präsenz von Personal zu rechnen. Es empfiehlt sich dennoch, nur das Nötigste mitzunehmen, Taschen geschlossen zu halten und auf Taschendiebstahl zu achten. Teure Uhren oder auffälliger Schmuck können besser im Hotelsafe bleiben. Für Fototechnik gilt: bewusst mitführen, aber nicht unnötig offen zur Schau stellen, wenn man sich außerhalb der touristischen Hauptbereiche bewegt.
  • Kleidung und Fotografieren
    Es gibt keine strenge Kleiderordnung für den Besuch des Cristo Redentor, dennoch wirkt respektvolle, nicht zu freizügige Kleidung in einem religiös konnotierten Kontext angemessen. Dabei sollte man vor allem auf Sonnenschutz achten: leichte, luftige Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille sind empfehlenswert. Fotografieren ist grundsätzlich erlaubt und ausdrücklich erwünscht – die Plattform wurde mit breiten Bereichen und Treppen so gestaltet, dass viele Menschen Fotos mit der Statue im Hintergrund machen können. Wer mit Stativ arbeiten möchte, sollte sich über aktuelle Regelungen informieren, da in sehr stark frequentierten Zeiten Einschränkungen möglich sind.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Für deutsche Staatsbürger gelten für Reisen nach Brasilien jeweils aktuelle Einreise- und Visabestimmungen, die sich ändern können. Es wird dringend empfohlen, die jeweils gültigen Hinweise und Bedingungen vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de zu prüfen. Dazu zählen auch Informationen zu eventuell empfohlenen Impfungen, Gesundheitsvorsorge und Sicherheitshinweisen für die Region Rio de Janeiro. Außerhalb der EU ist eine separate Auslandskrankenversicherung sinnvoll, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Kosten in Brasilien in der Regel nicht abdeckt.
  • Zeitzone und Zeitunterschied
    Rio de Janeiro liegt in einer Zeitzone, die im brasilianischen Standardzeitraum in der Regel gegenüber Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) um einige Stunden versetzt ist. Der genaue Zeitunterschied hängt davon ab, ob in Deutschland Winter- oder Sommerzeit gilt und ob in Brasilien eine eigene Sommerzeit angewendet wird. In vielen Zeiten des Jahres beträgt die Differenz etwa 4 bis 5 Stunden. Für die Reiseplanung – insbesondere für Flüge und eventuelle Anschlussverbindungen – sollten Reisende den aktuell gültigen Zeitunterschied vor Abflug prüfen.

Warum Cristo Redentor auf jede Rio de Janeiro-Reise gehört

Es gibt Städte, in denen man ein berühmtes Bauwerk fast „mitnehmen“ muss, um die Reise komplett zu machen. In Rio de Janeiro ist die Christusstatue genau ein solcher Ort – doch im Unterschied zu manch anderer überfüllter Attraktion bietet der Cristo Redentor bei richtiger Planung weit mehr als ein abgehaktes Fotomotiv. Wer früh am Morgen oder zum Sonnenuntergang kommt, erlebt nicht nur die Skulptur selbst, sondern ein atmosphärisches Gesamtkunstwerk aus Licht, Stadtpanorama und Regenwald.

Für viele Reisende aus Deutschland ist die Perspektive vom Corcovado auch eine Möglichkeit, die Dimensionen dieser Metropole überhaupt zu begreifen: Man sieht die Strände mit ihren berühmten Namen, die Hochhäuser an der Küstenlinie, die steil aufragenden Felsen wie den Zuckerhut und dazwischen die grünen Hügel des Tijuca-Waldes. In einer Stadt, die am Boden manchmal chaotisch und überwältigend wirkt, schafft der Fernblick von oben einen Moment der Orientierung und Ruhe.

Hinzu kommt die emotionale Komponente. Auch wer nicht religiös ist, erlebt die Statue meist als starkes Symbol – nicht nur für den christlichen Glauben, sondern für Hoffnung, Schutz und Zugewandtheit. Die ausgebreiteten Arme sind ein universales Bild, das viele Interpretationen zulässt. Für manche Besucher steht es für die Offenheit der Menschen in Rio, für andere für eine gewisse Verletzlichkeit, mit der die Stadt sich den Blicken der Welt präsentiert.

In unmittelbarer Nähe des Cristo Redentor bietet sich zudem der Besuch weiterer Sehenswürdigkeiten an. Der Tijuca-Nationalpark lädt zu kürzeren Spaziergängen oder längeren Wanderungen ein, bei denen man tropische Vegetation, Wasserfälle und Aussichtspunkte erlebt. Wer Rio intensiver entdecken möchte, kann den Besuch des Corcovado mit Touren zum Zuckerhut, ins historische Zentrum oder in die Stadtviertel Santa Teresa und Lapa kombinieren. Viele deutschsprachige Reiseanbieter und lokale Agenturen in Rio bieten dabei auch geführte Touren mit deutsch oder zumindest gut englisch sprechenden Guides an.

Für eine Reiseplanung aus der DACH-Region lohnt es sich, genügend Zeit in Rio einzuplanen – idealerweise mehrere Tage. So bleibt Spielraum, den Besuch beim Cristo Redentor flexibel auf einen Tag mit guter Sicht zu legen. Ein gut gewählter Slot oben auf dem Corcovado kann dann zum „Signature Moment“ einer gesamten Brasilienreise werden, der in Erinnerung bleibt, wenn viele andere Details längst verblasst sind.

Christusstatue Rio de Janeiro in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Kaum ein Wahrzeichen Südamerikas ist in den sozialen Netzwerken so präsent wie die Christusstatue Rio de Janeiro. Von klassischen Panoramafotos über Drohnenaufnahmen (wo erlaubt) bis hin zu kreativen Reels und TikTok-Clips – der Cristo Redentor ist im digitalen Zeitalter zum globalen Symbolbild geworden. Für Reisende aus Deutschland sind Social-Media-Plattformen eine gute Inspirationsquelle, um Bildideen zu sammeln, Besuchszeiten abzuschätzen und aktuelle Stimmungseindrücke aus Rio de Janeiro zu bekommen.

Häufige Fragen zu Christusstatue Rio de Janeiro

Wo genau liegt die Christusstatue Rio de Janeiro?

Die Christusstatue Rio de Janeiro steht auf dem Corcovado-Berg im Süden von Rio de Janeiro, eingebettet in den Tijuca-Nationalpark. Von den bekannten Strandvierteln wie Copacabana oder Ipanema ist sie nach einer Fahrt von meist 30 bis 60 Minuten erreichbar, je nach Verkehr und gewähltem Transportmittel.

Wie lange dauert der Besuch von Cristo Redentor?

Für den Besuch von Cristo Redentor sollten Reisende aus Deutschland in der Regel einen halben Tag einplanen. Darin enthalten sind Anfahrt zur Talstation der Zahnradbahn oder zu den Shuttlebussen, Auffahrt, Aufenthalt auf dem Gipfelplateau mit Besichtigung und Fotos sowie die Rückfahrt. Bei großem Andrang oder Wetterwechseln kann sich der Aufenthalt verlängern.

Ist der Besuch für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, der Besuch eignet sich grundsätzlich gut für Familien. Die Auffahrt mit der Zahnradbahn oder offiziellen Bussen ist für Kinder meist ein Erlebnis, und die Plattform rund um die Statue bietet viele Fotomöglichkeiten. Eltern sollten jedoch auf Sonnenschutz, ausreichend Getränke und die Nähe zu Geländern und Treppen achten, da es sich um einen exponierten Aussichtspunkt handelt.

Welche Rolle spielt Cristo Redentor für die brasilianische Kultur?

Cristo Redentor ist sowohl religiöses Symbol als auch nationales Wahrzeichen. Er steht für den christlichen Glauben vieler Brasilianerinnen und Brasilianer, ist gleichzeitig aber auch ein starkes kulturelles Zeichen für die Stadt Rio und das ganze Land. Bei sportlichen Großereignissen oder nationalen Feiertagen wird die Statue oft symbolisch in Szene gesetzt und steht international für Brasilien ähnlich wie das Brandenburger Tor für Deutschland.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Christusstatue?

Die beste Reisezeit hängt von persönlichen Vorlieben ab. Viele Reiseführer empfehlen die Monate etwa von Mai bis September, wenn das Klima etwas weniger drückend ist. Unabhängig von der Jahreszeit lohnt sich ein Besuch früh morgens oder am späten Nachmittag, um die Mittagshitze zu vermeiden, Warteschlangen zu reduzieren und das besonders schöne Licht für Panorama und Fotos zu nutzen.

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