Cueva de las Manos, Perito Moreno

Cueva de las Manos: Felskunst ĂŒber dem Canyon des RĂ­o Pinturas

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 06:05 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Cueva de las Manos nahe Perito Moreno in Argentinien zeigt prĂ€historische Felsmalereien ĂŒber einem tiefen Canyon des RĂ­o Pinturas und lĂ€dt zur Spurensuche ein.

Editorial-Reisemagazinbild vom Wahrzeichen Cueva de las Manos in Perito Moreno, Argentinien
Editorialbild im Reisemagazin-Stil vom Wahrzeichen Cueva de las Manos in Perito Moreno Argentinien, ausgewogene Bildgestaltung, Illustration mit AI erstellt.

Cueva de las Manos in der Provinz Santa Cruz ist eine FelskunststĂ€tte ĂŒber dem Canyon des RĂ­o Pinturas, deren prĂ€historische Malereien zu den Ă€ltesten und markantesten Bildzeugnissen SĂŒdamerikas gehören. Die Höhle und angrenzende FelsschutzdĂ€cher liegen in einer abgelegenen Landschaft Patagoniens zwischen den Orten Perito Moreno und Bajo Caracoles und wurden als archĂ€ologischer Fundplatz und UNESCO-WelterbestĂ€tte anerkannt.

Cueva de las Manos im Canyon des RĂ­o Pinturas

Die Höhle von Cueva de las Manos befindet sich im tief eingeschnittenen Tal des RĂ­o Pinturas, einem Fluss, der die Hochebene im Nordwesten der Provinz Santa Cruz durch einen Canyon gliedert.Die Lage in Santa Cruz und im Pinturas-Canyon verbindet die archĂ€ologische StĂ€tte mit einer kargen Steppe aus FelsbĂ€ndern, GeröllhĂ€ngen und spĂ€rlicher Vegetation. Die Höhle selbst liegt am Fuß einer gestuften Felswand ĂŒber dem Flusslauf, wo mehrere ÜberhĂ€nge und natĂŒrliche SchutzdĂ€cher eine lange Folge bemalter FlĂ€chen bilden.

Entlang der FelswĂ€nde stehen mehrere FelsschutzdĂ€cher, in denen die Malereien auf senkrechten und leicht ĂŒberhĂ€ngenden FlĂ€chen angebracht wurden.Der Abschnitt des Pinturas-Canyon zwischen Perito Moreno und Bajo Caracoles macht deutlich, wie abgeschieden die StĂ€tte liegt: Die Anfahrt fĂŒhrt ĂŒber die Hochebene, ehe sich der Canyon ĂŒberraschend öffnet und die Felsgalerien ĂŒber dem Fluss sichtbar werden. Die Kombination aus steilen Felsstufen, Flussbett und weiter Steppe prĂ€gt den landschaftlichen Charakter des Ortes.

PrÀhistorische Felskunst und ihre Motive

Bekannt wurde Cueva de las Manos vor allem durch die dicht gruppierten HĂ€nde, die als negative Schablonen an die FelswĂ€nde gesetzt wurden.Mehr als 2.000 HandabdrĂŒcke in unterschiedlichen Farben verteilen sich ĂŒber die FlĂ€chen, geschaffen mit aufgesprĂŒhter Farbe, sodass die HĂ€nde als helle Silhouetten inmitten farbiger Umrahmungen erscheinen. Viele dieser HĂ€nde sind linke HĂ€nde, manche weisen Besonderheiten wie zusĂ€tzliche Finger auf; die Überlagerungen verschiedener Schichten lassen die Nutzung ĂŒber eine lange Zeitspanne erkennen.

Neben den HĂ€nden tragen die Malereien zahlreiche Tierdarstellungen und Jagdszenen. Auf den FelsflĂ€chen erscheinen Guanacos, also sĂŒdamerikanische Kameliden, sowie andere Tiere wie Laufvögel; hinzu kommen stilisierte Menschenfiguren und geometrische Muster.Die UNESCO-Beschreibungen nennen Tiere und Jagdszenen, die auf die Lebenswelt von JĂ€ger-und-Sammler-Gruppen verweisen. Die verschiedenen Farbtöne reichen von Schwarz und Weiß ĂŒber Rot und Gelb bis zu violetten Nuancen, wodurch die Wandbilder einen vielschichtigen Eindruck erzeugen.

Datierung, Bedeutung und Schutzstatus

ArchĂ€ologische Untersuchungen datieren die Felsmalereien von Cueva de las Manos in einen Zeitraum, der mehrere Jahrtausende umfasst.UNESCO nennt AusfĂŒhrungszeiten zwischen etwa 9.300 und 1.300 Jahren vor heute, was die StĂ€tte zu einem der frĂŒhesten großflĂ€chigen Felskunstensembles des Kontinents macht. In dieser langen Nutzungsspanne ĂŒberlagern sich verschiedene Bildphasen, deren Motive und Technik RĂŒckschlĂŒsse auf Entwicklungen innerhalb der lokalen JĂ€gergruppen zulassen.

Als archĂ€ologischer Fundplatz wurde Cueva de las Manos in Argentinien zum Nationalen Historischen Monument erklĂ€rt und anschließend in die Welterbeliste aufgenommen.Die Anerkennung als Nationales Monument 1993 und als UNESCO-Welterbe 1999 unterstreicht den außergewöhnlichen Stellenwert der StĂ€tte fĂŒr die Erforschung frĂŒher Kulturen Patagoniens. Das Welterbkomitee ordnete sie der Kategorie Kulturerbe zu und betonte den Zeugnischarakter der Felskunst fĂŒr eine lĂ€ngst vergangene JĂ€ger-und-Sammler-Tradition.

Cueva de las Manos besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Cueva de las Manos liegt im Nordwesten der Provinz Santa Cruz in Argentinien, in der NĂ€he der Kleinstadt Perito Moreno; die Anreise erfolgt in der Regel ĂŒber die Fernstraße Ruta 40 und eine Abzweigung zu den Einrichtungen am Rand des RĂ­o-Pinturas-Canyon.
  • Das GelĂ€nde am Canyon verlangt einen Fußweg ĂŒber unbefestigte Pfade und Felsstufen von den Einrichtungen oben am Rand hinunter zu den bemalten FelswĂ€nden, wobei der Weg ĂŒber Schotter und teilweise steilere Abschnitte fĂŒhrt.
  • Die Landschaft im Umfeld der Höhle liegt auf einer patagonischen Hochebene, auf der jahreszeitliche Temperaturschwankungen ausgeprĂ€gt sein können; Wind und Witterung im Canyon machen angepasste Kleidung sinnvoll.
  • In der Umgebung von Cueva de las Manos liegt der RĂ­o Pinturas als prĂ€gender Flusslauf, dessen canyonartige Einschnitte und FelswĂ€nde von verschiedenen Aussichtspunkten entlang des Zugangswegs aus einsehbar sind.
  • Die Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Argentinischen Peso; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Cueva de las Manos auf Social-Media-Plattformen

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Cueva de las Manos: hÀufige Fragen

Wo liegt Cueva de las Manos genau?

Cueva de las Manos liegt im Nordwesten der Provinz Santa Cruz in Argentinien, im Canyon des RĂ­o Pinturas zwischen den Orten Perito Moreno und Bajo Caracoles.

Was bietet ein Besuch von Cueva de las Manos?

Ein Besuch fĂŒhrt zu bemalten FelswĂ€nden mit Tausenden von HandabdrĂŒcken, Tierdarstellungen und Jagdszenen ĂŒber dem tief eingeschnittenen Flusstal des RĂ­o Pinturas.

Was kennzeichnet Cueva de las Manos besonders?

Besonders kennzeichnend sind die dicht gruppierten negativen HandabdrĂŒcke in verschiedenen Farben und die Kombination aus prĂ€historischer Felskunst und abgelegener Canyonlandschaft Patagoniens.

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