Cueva de Nerja: gewaltige Tropfsteinsäle unter der Costa del Sol
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 14:15 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Cueva de Nerja bei Nerja an der Costa del Sol ist eine ausgedehnte Tropfsteinhöhle in Spanien, deren gewaltige Säle und Tropfsteinformationen Besuchende tief unter die Marmorfelsen der Sierra Almijara führen. Die Höhle wurde am 12. Januar 1959 von fünf Jugendlichen aus dem Ortsteil Maro entdeckt und erschließt ein Karstsystem, das sich über mehrere Kilometer unter dem Küstengebirge erstreckt.
Cueva de Nerja: Lage im Kalkfels und Dimensionen des Höhlensystems
Die Cueva de Nerja liegt im Ortsteil Maro im Gemeindegebiet von Nerja in der Provinz Málaga, östlich der Stadt und etwas oberhalb der Mittelmeerküste im Küstengebirge der Sierra Almijara. Das Höhlensystem entwickelt sich im Bereich dolomitischer Marmore und Kalksteine, in denen Wasser über sehr lange Zeiträume ein Netz aus Galerien und Sälen geschaffen hat.Die Höhlen von Nerja liegen an der dolomitischen Marmorbasis der Sierra Almijara Die Gesamtentwicklung der Höhle umfasst nach Vermessungen rund 4.823 Meter und zählt damit zu den topografisch umfangreichen Höhlenanlagen Andalusiens.Sie besteht aus einer Reihe von Höhlengalerien, die sich über eine Länge von fast 5 km erstrecken
Der touristisch erschlossene Bereich führt über angelegte Wege und Treppen durch mehrere große Säle der Höhle, während weitere Teile als Forschungs- und Schutzbereiche abgetrennt sind. Die Anlage wurde im 20. Jahrhundert als Kulturdenkmal eingestuft und gilt seither als geschütztes Kulturgut Spaniens.Die Cueva de Nerja wurde 2006 zum geschützten Kulturgut erklärt Innerhalb der Höhle markieren Treppen und Geländer den Weg durch die Höhenunterschiede zwischen den einzelnen Höhlenräumen.
Entdeckung 1959 und prähistorische Spuren im Inneren
Die Entdeckung der Cueva de Nerja ist genau datiert: Am 12. Januar 1959 drangen fünf Jungen aus Maro durch eine schmale Öffnung in den Fels und fanden den Zugang zu den ersten Sälen der Höhle. Ihre Namen sind José Luis Barbero, die Brüder Manuel und Miguel Muñoz, Francisco Navas und José Torres, die später immer wieder im Zusammenhang mit der Höhle genannt wurden.Die Nerja Cave wurde am 12. Januar 1959 von fünf Jungen entdeckt Bereits im Jahr 1960 wurde ein eigener Eingang geschaffen, über den der Besuch der Höhle organisiert werden konnte.Nahe den natürlichen Einstiegen wurde 1960 ein Zugang für Besuchende geöffnet
Die Höhle ist nicht nur ein geologischer Raum, sondern trägt auch archäologische Spuren aus dem Oberen Paläolithikum. Funde aus diesem Zeitraum belegen, dass Menschen die Höhle lange vor ihrer Entdeckung im 20. Jahrhundert nutzten.Die Cueva de Nerja verbindet eine Tropfsteinhöhle mit Spuren aus dem Oberen Paläolithikum In der wissenschaftlichen Literatur sind Untersuchungen dokumentiert, die seit 1959 zahlreiche Fundstellen und Ablagerungen im Inneren der Höhle systematisch beschrieben haben.
Monumentale Tropfsteinsäle und markante Formationen
Das prägende Merkmal der Cueva de Nerja sind die großen Höhlensäle mit mächtigen Tropfsteinformationen, die sich aus Stalagmiten und Stalaktiten entwickelt haben. In einigen Sälen reicht der Raum über mehrere Ebenen und wird von gewachsenen Säulen aus Kalkstein getragen, deren Alter auf mehrere Millionen Jahre geschätzt wird.Auf einer Länge von über vier Kilometern liegen Hallen voller teils sehr großer Tropfsteine Eine besonders bekannte Formation ist ein riesiger Stalagmit, der im Guinness-Buch der Rekorde als außergewöhnlich dimensionierte Tropfsteinstruktur aufgeführt wurde.Die Anlage wird als eine der spektakulärsten Höhlen Spaniens mit sehr großen Tropfsteinen beschrieben
Die Wege durch die Höhle führen entlang von Geländern an diesen Formationen vorbei und geben den Blick auf unterschiedliche Formen des Kalksteins frei, von filigranen Tropfsteinvorhängen bis zu massigen Säulen. Die Räume tragen Bezeichnungen wie Sala de los Fantasmas oder andere Namen, die auf ihre Besonderheiten hinweisen, und bilden zusammen eine Abfolge von Höhlensälen, die das unterirdische Relief des Gebirges sichtbar machen.
Cueva de Nerja besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Höhle liegt im Ortsteil Maro östlich von Nerja in Andalusien und ist über die Straßenverbindungen der Costa del Sol sowie Busverbindungen zwischen Nerja und Maro erreichbar.
- Im Inneren führen angelegte Wege über zahlreiche Stufen und Treppen durch die Höhlensäle, sodass der Besuch einen sicheren Umgang mit Treppen und wechselnden Höhenlagen erfordert.
- In der Umgebung der Höhle liegen der Küstenstreifen der Costa del Sol und der Ortskern von Nerja mit weiteren Aussichtspunkten auf das Mittelmeer.
- Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Cueva de Nerja auf Social-Media-Plattformen
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Cueva de Nerja: häufige Fragen
Wo liegt die Cueva de Nerja genau?
Die Cueva de Nerja liegt im Ortsteil Maro im Gemeindegebiet von Nerja in der Provinz Málaga in Andalusien, etwas oberhalb der Küste der Costa del Sol.
Was bietet ein Besuch der Cueva de Nerja?
Ein Besuch führt durch mehrere große Höhlensäle mit ausgeprägten Tropfsteinformationen, angelegten Wegen und Treppen, die das Höhlensystem auf einem markierten Rundweg erlebbar machen.
Was kennzeichnet die Cueva de Nerja besonders?
Die Höhle ist durch ihre Länge von mehreren Kilometern, die monumentalen Tropfsteinsäle und die nachgewiesenen prähistorischen Spuren aus dem Oberen Paläolithikum gekennzeichnet.
