Cueva de Nerja, Nerja

Cueva de Nerja – unterirdische Hallen mit steinernen SĂ€ulen

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 13:15 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Cueva de Nerja bei Nerja an der andalusischen KĂŒste fĂŒhrt in ein weit verzweigtes Höhlensystem mit riesigen Tropfsteinen und Spuren frĂŒher Bewohner.

Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Cueva de Nerja, Nerja Spanien
Extreme Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Cueva de Nerja in Nerja Spanien, taktile Struktur und, Illustration mit AI erstellt.

Die Cueva de Nerja bei Nerja an der Costa del Sol in Spanien ist ein weit verzweigtes Tropfsteinhöhlensystem mit gewaltigen Hallen, steinernen SÀulen und archÀologischen Funden aus der Vorgeschichte. Die Höhle liegt bei Maro im Gemeindegebiet von Nerja in der Provinz Målaga und wurde am 12. Januar 1959 entdeckt.

Cueva de Nerja: gewaltige RĂ€ume unter der Sierra Almijara

Die Cueva de Nerja verlĂ€uft im Inneren der Sierra Almijara und erstreckt sich ĂŒber mehrere Kilometer unter dem HĂŒgelzug oberhalb der KĂŒste. Geologisch betrachtet ist sie eine Karsthöhle, die in einem Gesteinskörper aus Marmor und Kalkstein entstanden ist, in den sich Wasser ĂŒber Millionen von Jahren hinein gearbeitet hat.Mit ĂŒber fĂŒnf Millionen Jahren zĂ€hlt die Höhle zu den alten geologischen Strukturen der Region.

Entlang ihrer Hauptachse misst die Cueva de Nerja mehrere Hundert Meter in der touristisch erschlossenen Zone, wĂ€hrend das gesamte vermessene System sich ĂŒber nahezu fĂŒnf Kilometer hinzieht.Die Höhle weist eine horizontale Entwicklung mit bedeutender LĂ€ngenausdehnung und Höhendifferenz auf, wodurch gewaltige RĂ€ume entstanden sind. Einige der SĂ€le erreichen beachtliche Höhen und Spannweiten und lassen die Besucher zwischen hohen WĂ€nden und weit gespannten Decken stehen, aus denen Tropfsteine herabhĂ€ngen.

Steinerne VorhĂ€nge, SĂ€ulen und der berĂŒhmte Riesenstalagmit

Charakteristisch fĂŒr die Cueva de Nerja sind ihre vielfĂ€ltigen Tropfsteinformen, die fachsprachlich als SpelĂ€otheme bezeichnet werden. In den Hallen finden sich Stalaktiten, die von der Decke wachsen, Stalagmiten, die vom Boden aufsteigen, und Stellen, an denen beide zusammengewachsen sind und mĂ€chtige SĂ€ulen bilden.In einigen Galerien erreicht die Höhe der RĂ€ume um 30 Meter, was den Formationen zusĂ€tzlichen Eindruck verleiht.

Besonders bekannt ist eine zentrale SĂ€ule in einem der großen SĂ€le, die aus einem zusammengewachsenen Stalaktit und Stalagmit besteht und als grĂ¶ĂŸter natĂŒrlicher Stalagmit der Welt beschrieben wird.Die SĂ€ule misst ĂŒber 30 Meter in der Höhe und steht frei im Raum, sodass sich um sie herum weitere Tropfsteinformationen gruppieren. Daneben schmĂŒcken vorhangartige Fließsteine, zarte röhrenförmige Tropfsteine und kalkige Terrassen die WĂ€nde und Böden der Höhle und bilden eine dichte Kulisse aus mineralischen Formen.

Spuren der Vorgeschichte in der unterirdischen Landschaft

Die Cueva de Nerja ist nicht nur ein NaturphĂ€nomen, sondern auch ein archĂ€ologisch bedeutsamer Ort. In verschiedenen Bereichen des Höhlensystems wurden menschliche Überreste, Keramikscherben und Werkzeuge gefunden, die auf eine Nutzung vom JungpalĂ€olithikum bis in die Bronzezeit hinweisen.Funde belegen eine Anwesenheit von Menschen ĂŒber Zehntausende von Jahren und machen die Höhle zu einem wichtigen Archiv der frĂŒhen Besiedlung der iberischen Halbinsel.

Besondere Aufmerksamkeit gelten in der Cueva de Nerja Felsmalereien, die an mehreren WĂ€nden und Deckenabschnitten identifiziert wurden. Es handelt sich um rotpigmentierte Darstellungen mit abstrakten Formen und möglichen Tiermotiven, deren Datierung in den Bereich der Altsteinzeit eingeordnet wird.Einige Malereien werden in den sehr frĂŒhen Abschnitt europĂ€ischer Höhlenkunst gestellt, was den wissenschaftlichen Wert der Anlage zusĂ€tzlich erhöht. Die Kombination aus geologischen und archĂ€ologischen Merkmalen hat die Cueva de Nerja zu einem bedeutenden Forschungsobjekt gemacht.

Cueva de Nerja besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Höhle liegt bei Maro im Gemeindegebiet von Nerja in Andalusien und ist ĂŒber die Straße von der KĂŒste aus erreichbar.
  • Im Inneren fĂŒhren Wege durch große Hallen und ĂŒber Treppen; der Untergrund besteht aus Fels und ausgebauten Wegen, stellenweise mit Stufen.
  • Die Umgebung der Höhle ist hĂŒgelig, da der Eingang im Hang der Sierra Almijara liegt und der Blick von dort Richtung Mittelmeer geht.
  • Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Euro.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Cueva de Nerja auf Social-Media-Plattformen

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Cueva de Nerja: hÀufige Fragen

Wo liegt die Cueva de Nerja?

Die Höhle liegt bei Maro im Gemeindegebiet von Nerja in der Provinz MĂĄlaga in Andalusien und befindet sich im Hang der Sierra Almijara oberhalb der MittelmeerkĂŒste.

Was bietet ein Besuch in der Cueva de Nerja?

Ein Besuch fĂŒhrt durch große Tropfsteinhallen mit Stalaktiten, Stalagmiten, mĂ€chtigen SĂ€ulen und Fließsteinen sowie an Bereichen vorbei, in denen archĂ€ologische Funde und Felsmalereien nachgewiesen sind.

Was kennzeichnet die Cueva de Nerja besonders?

PrĂ€gend sind die weiten unterirdischen RĂ€ume, der sehr große natĂŒrliche Stalagmit in einem der SĂ€le und die Kombination aus geologischen Formationen und Spuren prĂ€historischer Nutzung.

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