Daibutsu in Kamakura: Bronze unter freiem Himmel
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 21:22 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Daibutsu in Kamakura sitzt aus Bronze gegossen im Tempelgelände von K?toku-in. Die fast elf Meter hohe Amida-Figur gehört zur Stadtgeschichte des 13. Jahrhunderts und steht seit dem Verlust ihrer Halle unter freiem Himmel.
Bronze, Haltung und die stille Präsenz der Figur
Der Daibutsu stellt Amida Buddha dar, eine zentrale Gestalt des Mahayana-Buddhismus. Die Figur sitzt mit geschlossenen Augen und ruhiger Körperhaltung auf einem Sockel. Ihre Hände liegen im Schoß, während das Gewand in breiten Falten über den Körper fällt.
Die Statue besteht aus Bronze und ist innen hohl. Ihre Höhe wird ohne Sockel mit rund 11,3 Metern angegeben; einschließlich des Sockels erreicht sie 13,35 Meter. Das Gewicht liegt bei ungefähr 121 Tonnen. Diese Maße gehören zum festen Erscheinungsbild des Daibutsu und lassen sich im Tempelhof unmittelbar mit der menschlichen Körpergröße vergleichen.
1252 und die Kamakura-Zeit
Die Arbeiten am Daibutsu begannen 1252, während der Kamakura-Zeit. Das Jahr steht in der Überlieferung des Azuma Kagami, einer Chronik des Kamakura-Shogunats aus dem späten 12. bis zum mittleren 13. Jahrhundert. Die Arbeiten begannen 1252.
Zum Tempel gehört K?toku-in, dessen Hauptbild der Daibutsu ist. Die Anlage liegt im Stadtteil Hase von Kamakura, südwestlich des historischen Stadtzentrums. Der Name Daibutsu bedeutet „großer Buddha“ und bezeichnet in Japan große Buddha-Darstellungen; in Kamakura ist damit diese sitzende Amida-Figur gemeint.
Vom Tempelgebäude in den offenen Hof
Nach seiner Herstellung stand der Daibutsu in einer hölzernen Halle. Mehrere Naturereignisse beschädigten das Gebäude, darunter Taifune und ein Tsunami im Jahr 1498. Die Halle verschwand, die Bronzestatue blieb im Tempelgelände erhalten.
Der offene Hof prägt den heutigen Anblick. Über dem Daibutsu liegt kein Dach, und hinter der Figur erscheinen die Mauern und Bäume des Tempelbezirks. Die Oberfläche zeigt dunkle und grünliche Töne der Bronze. An einzelnen Stellen sind Linien der gegossenen Konstruktion erkennbar.
Der Daibutsu ist als Nationalschatz Japans ausgewiesen. Als Nationalschatz Japans ausgewiesen verbindet er religiöse Darstellung, mittelalterliche Stadtgeschichte und Metallkunst. Der Zugang zum Inneren macht zusätzlich sichtbar, dass die Figur keine massive Bronzeform ist.
Daibutsu besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der Daibutsu steht im Tempel K?toku-in im Stadtteil Hase von Kamakura. Die Enoshima Electric Railway verbindet den Bahnhof Kamakura mit Hase.
- Der Tempelhof führt über befestigte Wege. Vor der sitzenden Figur liegt ein offener Platz, auf dem sich Sockel, Gewandfalten und die hohle Bauweise aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten lassen.
- Kamakura liegt in der Präfektur Kanagawa südlich von Tokio. In der Umgebung liegen weitere Tempel und Schreine, darunter Hasedera im Stadtteil Hase.
- Amtssprache ist Japanisch, gezahlt wird in Japanischen Yen.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Daibutsu auf Social-Media-Plattformen
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Daibutsu: häufige Fragen
Wo liegt der Daibutsu?
Der Daibutsu steht im Tempel K?toku-in im Stadtteil Hase von Kamakura in der Präfektur Kanagawa, Japan. Die Enoshima Electric Railway führt vom Bahnhof Kamakura nach Hase.
Was bietet ein Besuch?
Der Besuch verbindet den Blick auf eine sitzende Bronzefigur mit dem offenen Tempelhof und der erhaltenen Innenstruktur. Die Umgebung gehört zur historischen Tempellandschaft Kamakuras.
Was kennzeichnet den Daibutsu?
Der Daibutsu ist eine hohle Amida-Buddha-Statue aus Bronze. Die Arbeiten begannen 1252, und die Figur steht nach dem Verlust ihrer Halle unter freiem Himmel.
