Death-Valley-Nationalpark: Magische Extreme zwischen Hitze, Salz und Sternen
20.05.2026 - 09:31:15 | ad-hoc-news.deWenn im Death-Valley-Nationalpark der Horizont flimmert und die Luft über dem weißen Salzsee tanzt, wirkt Furnace Creek wie eine kleine Oase am Rand einer anderen Welt. Der Death Valley National Park (auf Deutsch sinngemäß „Tal des Todes“-Nationalpark) in den USA zieht mit seinen Rekordtemperaturen, surrealen Landschaften und einem spektakulären Sternenhimmel Jahr für Jahr Besucher aus aller Welt in seinen Bann – auch immer mehr Reisende aus Deutschland.
Death-Valley-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Furnace Creek
Der Death-Valley-Nationalpark liegt im Osten Kaliforniens und zu einem kleineren Teil in Nevada. Das Zentrum fĂĽr Besucher ist der kleine Ort Furnace Creek, eine Art WĂĽsten-Hub mit Visitor Center, Lodge, Tankstelle und wenigen weiteren Einrichtungen. Hier beginnt fĂĽr viele Reisende die Begegnung mit einem der extremsten Nationalparks der USA.
Der Park ist vor allem für seine Hitze-Rekorde und den tiefsten Punkt Nordamerikas bekannt, doch das greift zu kurz. Nach Angaben des US National Park Service (NPS) ist der Death Valley National Park der flächengrößte Nationalpark der zusammenhängenden Vereinigten Staaten (also ohne Alaska). Dazu kommen gewaltige Sanddünen, bunt gefärbte Felsformationen, Canyons, Salzpfannen und vulkanische Krater. GEO und National Geographic Deutschland beschreiben das Tal übereinstimmend als eine „Landschaft der Superlative“, die an manchen Stellen eher an einen fremden Planeten als an die Erde erinnert.
Für Besucher aus Deutschland ist der Death-Valley-Nationalpark oft ein Baustein einer größeren USA-Rundreise durch den Südwesten, etwa auf der Achse Los Angeles – Las Vegas – Grand Canyon – San Francisco. Das Tal des Todes ist dabei ein emotionaler Höhepunkt: Kaum ein anderer Ort macht die Kraft von Hitze, Trockenheit und geologischen Kräften so unmittelbar spürbar.
Geschichte und Bedeutung von Death Valley National Park
Bevor der Death-Valley-Nationalpark zu einem Symbol für Abenteuerreisen wurde, war die Region über Jahrtausende Lebensraum indigener Gemeinschaften. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass Menschen hier seit mehreren Tausend Jahren leben. Laut National Park Service und dem naturkundlichen Reisemagazin National Geographic waren es vor allem Angehörige der Timbisha-Shoshone (früher auch Panamint-Shoshone genannt), die die lebensfeindlich wirkende Wüste mit tiefem Wissen um Wasserquellen, Jahreszeiten und Ressourcen nutzten.
Der europäisch-amerikanische Name „Death Valley“ entstand im 19. Jahrhundert während des kalifornischen Goldrausches. Eine Gruppe von Siedlern verirrte sich Berichten zufolge im Winter 1849/1850 in dem Tal. Entgegen mancher später ausgeschmückter Erzählungen starben nach Angaben des National Park Service zwar weniger Menschen als lange angenommen, das Erlebnis der Enge, Hitze und Dürre prägte jedoch den Namen „Tal des Todes“, der sich bis heute hält. Für deutsche Reisende ist wichtig zu wissen: Trotz des dramatischen Namens ist der Nationalpark bei Beachtung der Sicherheitsregeln gut zu besuchen.
Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert begann im Death Valley der Abbau von Bodenschätzen, darunter Borax – ein Mineral, das unter anderem in Waschmitteln, Glas und Keramik Verwendung findet. Die ikonischen „20-Mule-Teams“, die Borax mit Maultier-Gespannen aus dem Tal transportierten, wurden zu einem Werbesymbol und sind heute eines der historischen Motive im Park. GEO und der NPS verweisen darauf, dass diese Phase den Grundstein für erste Verkehrswege und Siedlungen legte, unter anderem rund um Furnace Creek.
Schon früh erkannten Naturschützer und Geologen den besonderen Wert der Landschaft. 1933 wurde die Region zunächst als „Death Valley National Monument“ unter Schutz gestellt. Erst 1994 erhielt sie im Rahmen des „California Desert Protection Act“ den Status eines vollwertigen Nationalparks und wurde deutlich erweitert. Dadurch wurde der Death Valley National Park zu einem der größten Nationalparks der USA außerhalb Alaskas. Der Schutzstatus soll die geologische Einzigartigkeit, die extreme Wüstenökologie und das kulturelle Erbe der indigenen Bevölkerung bewahren.
International ist das Death Valley Teil des sogenannten Mojave- und Colorado-Wüstenökosystems, das auch andere berühmte Schutzgebiete wie den Joshua-Tree-Nationalpark umfasst. Die UNESCO führt die Region zwar nicht als eigenständiges Welterbe, verweist in Fachpublikationen jedoch auf den wissenschaftlichen Wert extrem trockener Wüsten als Referenzräume für Klimaforschung und Ökologie. Für die Klimaforschung sind Orte wie Furnace Creek wichtig, weil sie zeigen, wie Ökosysteme mit Extremtemperaturen und langfristiger Dürre umgehen.
Architektur, Naturdrama und besondere Merkmale
Architektur im klassischen Sinne – Kathedralen, Paläste, Wolkenkratzer – findet sich im Death-Valley-Nationalpark kaum. Das, was die meisten Besucher als „Baukunst“ erleben, ist das Zusammenspiel von Gestein, Erosion und Licht. Die ausschlaggebenden „Architekten“ sind Wind, Wasser und Zeit. Dennoch gibt es einige kulturelle Bauwerke und Landmarken, die die Geschichte des Tals erzählen.
Furnace Creek Visitor Center ist das Herzstück für Gäste. Das flache, funktionale Gebäude im Wüstenstil beherbergt Ausstellung, Buchladen und Ranger-Schalter. Die Architektur ist bewusst unaufdringlich und fügt sich durch sandfarbene Töne in die Landschaft ein. Laut National Park Service wurde das Zentrum in den vergangenen Jahren modernisiert, unter anderem, um die Auswirkungen des Klimawandels, Wüstenökologie und Sicherheit im Park besser zu vermitteln. Für deutsche Reisende ist dies der ideale erste Stopp: Hier gibt es aktuelle Straßenzustände, Wetterinformationen und Sicherheitshinweise aus erster Hand.
Besonders eindrucksvoll sind die natürlichen „Architekturen“ des Parks:
- Badwater Basin: Mit rund 86 m unter dem Meeresspiegel liegt dieser Salzsee laut NPS und US Geological Survey am tiefsten Punkt Nordamerikas. Die weißen Salzhexagone am Boden wirken wie eine riesige, zerbrochene Eisscholle. Im Sommer herrschen hier die höchsten Temperaturen, oft weit über 45 °C.
- Zabriskie Point: Eine der berühmtesten Aussichtspunkte des Death-Valley-Nationalparks. Hier treffen gestreifte, gelbe und braune Erosionsrücken auf weite Blicke über das Tal. GEO und zahlreiche Fotoreportagen empfehlen insbesondere Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, wenn sich die Farben laufend ändern.
- Mesquite Flat Sand Dunes: Nahe Stovepipe Wells türmen sich goldene Sanddünen auf, die an die Sahara erinnern. Die Dünen sind leicht zugänglich, und der Kontrast zum felsigen Umland macht sie zu einem der beliebtesten Fotomotive.
- Dante’s View: Ein hoch gelegener Aussichtspunkt, von dem aus sich das gesamte Death Valley mit dem Badwater Basin überblicken lässt. Laut NPS liegt Dante’s View über 1.600 m über dem Talboden – ein Temperaturunterschied, den man körperlich spürt.
- Artist’s Drive & Artist’s Palette: Eine Panoramastraße, die durch farbige Felsformationen führt. Eisen, Mangan und andere Mineralien färben die Hänge grünlich, rötlich und violett. Reiseführer wie Marco Polo und der ADAC Reiseführer USA Südwesten heben diese Strecke als „kinohaft“ und besonders fotogen hervor.
- Ubehebe Crater: Ein groĂźer vulkanischer Maar-Krater im Norden des Parks. Er entstand, als aufsteigendes Magma in Kontakt mit Grundwasser kam und es zu einer phreatomagmatischen Explosion kam. Geologen nutzen den Krater, um vulkanische Prozesse in trockenen Regionen zu studieren.
Furnace Creek selbst ist ein Kontrastprogramm zur kargen Umgebung. Palmen, eine Golfanlage und künstliche Grünflächen lassen den Ort fast surreal wirken. Unterkünfte wie das „The Inn at Death Valley“ (ein historisches Resort, das bereits in den 1920er-Jahren entstand) und das „The Ranch at Death Valley“ sind im Stil klassischer Wüstenlodges gehalten – mit flachen Dächern, viel Naturstein und bewusst erdigen Farbtönen. Medien wie die „Los Angeles Times“ und Reiseportale mit redaktionellem Schwerpunkt beschreiben das Resort immer wieder als Oase, die den Geist des alten „Wüstenluxus“ transportiert.
Ein weiterer, oft unterschätzter Aspekt ist der Himmel. Wegen der extrem geringeren Lichtverschmutzung ist das Death Valley einer der besten Orte in den USA zur Sternenbeobachtung. Der Park wurde von der International Dark-Sky Association als „Gold Tier Dark Sky Park“ ausgezeichnet. Deutsche Astronomiezeitschriften und GEO Sonderhefte empfehlen den Winter und das Frühjahr für Sternenbeobachtung, wenn die Nächte länger und die Temperaturen milder sind. Der Blick auf die Milchstraße, die sich wie ein leuchtendes Band über das Tal spannt, gehört zu den eindrücklichsten Erlebnissen, die Reisende aus Deutschland hier haben können.
Death-Valley-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise ab Deutschland
Der Death-Valley-Nationalpark liegt im Südwesten der USA, östlich der Sierra Nevada, etwa zwischen Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) und der Region rund um Los Angeles (Kalifornien). Direktflüge aus Deutschland gehen in der Regel nach Los Angeles (LAX), San Francisco (SFO) oder manchmal nach Las Vegas (LAS), etwa von Frankfurt/Main oder München. Die reine Flugzeit aus Deutschland beträgt – je nach Route – ungefähr 11 bis 13 Stunden nach Kalifornien. Von Las Vegas sind es mit dem Mietwagen typischerweise etwa 2 bis 3 Stunden (rund 200 bis 230 km) bis Furnace Creek. Von Los Angeles aus sollten Besucher mit 5 bis 6 Stunden Fahrzeit rechnen, je nach Route und Verkehr. Eine sinnvolle Alternative ist, den Park als Teil einer Mietwagen-Rundreise zu besuchen. Öffentliche Verkehrsmittel in den Death-Valley-Nationalpark sind praktisch nicht vorhanden; Fernbusse und Linienbusse fahren nur in die größeren Städte der Region, nicht in den Park selbst. - Öffnungszeiten und Zugänglichkeit
Der Death-Valley-Nationalpark ist grundsätzlich ganzjährig geöffnet, wie der National Park Service betont. Einzelne Straßen, Trails oder Bereiche können jedoch saisonal oder kurzfristig wegen Hitze, Überschwemmungen nach seltenen Regenfällen oder Wartungsarbeiten gesperrt sein. Ein extremes Beispiel waren wetterbedingte Straßenschäden nach Starkregenereignissen in den letzten Jahren, über die unter anderem ARD, ZDF und große US-Medien berichtet haben. Reisende sollten daher kurz vor der Anreise die offiziellen Hinweise des National Park Service und insbesondere die Seite des Death Valley National Park prüfen. Öffnungszeiten und Angebote des Furnace Creek Visitor Center können je nach Saison variieren; im Sommer werden mitunter Öffnungszeiten angepasst, im Winter können kürzere Tage die Besuchszeiten beeinflussen. - Eintrittsgebühren
Für den Death-Valley-Nationalpark wird vom National Park Service eine Eintrittsgebühr erhoben. Sie wird pro Fahrzeug oder pro Person (bei Motorrad, Fahrrad oder zu Fuß) erhoben und gilt für mehrere Tage. Die exakten Beträge werden regelmäßig angepasst. Deutsche Besucher sollten daher vorab auf der offiziellen Website des Death Valley National Park nachsehen, welche Gebühren aktuell gelten. Die Zahlung ist an Automaten, im Visitor Center oder mitunter auch online möglich; Kreditkarte wird weitgehend akzeptiert. Bei grober Orientierung liegt der Betrag im Bereich anderer großer US-Nationalparks, sodass sich auch der amerikanische „Annual Pass“ für mehrere Parks lohnen kann, wenn eine längere Rundreise geplant ist. - Beste Reisezeit aus deutscher Sicht
Die wohl wichtigste Frage für Reisende aus Deutschland ist: Wann ist es zum Aushalten? Laut National Park Service, ADAC und renommierten Reisemedien ist die beste Reisezeit für den Death-Valley-Nationalpark von Herbst bis Frühling – also etwa von November bis März oder April. In diesen Monaten sind die Tagestemperaturen oft zwischen 15 und 25 °C, nachts kann es sogar kühl werden. Im Hochsommer dagegen sind Temperaturen von über 45 °C im Schatten keine Seltenheit; 56,7 °C wurden bereits bei Furnace Creek gemessen und in Fachkreisen als eine der höchsten jemals verlässlich gemessenen Lufttemperaturen diskutiert. Für deutsche Reisende ist ein Besuch im Juli oder August nur mit großer Vorsicht und guter Vorbereitung zu empfehlen. Wer doch im Sommer kommt, sollte Wanderungen auf sehr frühe Morgen- oder späte Abendstunden beschränken, viel Wasser mitführen und sich strikt an die Warnungen des National Park Service halten. - Gesundheit und Sicherheit
Das Death Valley ist keine gefährliche Todesfalle, aber eine Umgebung, die Respekt erfordert. Der National Park Service warnt in seinem deutschsprachig abrufbaren Informationsmaterial (über internationale Seiten) immer wieder vor Dehydrierung, Hitzschlag und der Fehleinschätzung von Strecken. Reisende sollten pro Person mindestens 3 bis 4 Liter Wasser pro Tag einplanen, bei Wanderungen entsprechend mehr. Klimaanlage im Auto, Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, langärmelige, leichte Kleidung), Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und geschlossene Schuhe sind Pflicht. Deutsche Reisemedien wie der ADAC raten zudem dazu, den Tank in Las Vegas oder entlang der Route frühzeitig zu füllen, da Tankstellen im Park selten und teurer sind. Mobilfunkempfang ist teilweise eingeschränkt; Offline-Karten oder klassisches Kartenmaterial sind sinnvoll. - Sprache und Verständigung
Die Amtssprache ist Englisch. Deutsch wird nur vereinzelt von Beschäftigten im Tourismus gesprochen. In Furnace Creek und im Visitor Center sprechen die meisten Ranger und Servicekräfte gutes Englisch, oftmals auch Spanisch. Wer aus Deutschland anreist, sollte sich auf Englisch einstellen; grundlegende Sprachkenntnisse reichen meist aus, um Hinweise zu verstehen und Fragen zu stellen. Viele Infotafeln, Broschüren und Apps sind ausschließlich in Englisch; einige wichtige Sicherheitshinweise werden bei großem Besucherandrang gelegentlich auch in anderen Sprachen angeboten. - Zahlung, Währung und Trinkgeld
Im Death-Valley-Nationalpark wird in US-Dollar (USD) bezahlt. Für Besucher aus Deutschland empfiehlt sich eine Kombination aus Kreditkarte (Visa, Mastercard, teilweise auch andere) und einem kleinen Bargeldbetrag. In Furnace Creek akzeptieren Hotels, Restaurants und Tankstellen in der Regel Kreditkarten; im Park selbst gibt es aber keine flächendeckende Zahlungsmöglichkeit, sodass vorab getankt und eingekauft werden sollte. Trinkgeld („Tip“) ist in den USA üblich: In Restaurants sind 15 bis 20 % des Rechnungsbetrags Standard, bei einfachen Dienstleistungen (Gepäckservice, Shuttle) sind 1 bis 2 USD angemessen. In Schnellrestaurants und bei Selbstbedienung ist Trinkgeld weniger strikt, aber kleine Beträge in der Tipbox sind üblich. - Einreisebestimmungen und Versicherung
Der Death-Valley-Nationalpark liegt in den USA. Deutsche Staatsbürger benötigen für touristische Kurzaufenthalte in der Regel eine elektronische Reisegenehmigung (ESTA) oder ein Visum, abhängig von Reisedauer und individueller Situation. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Zusätzlich empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Behandlungskosten in den USA in der Regel nicht abdeckt. Die medizinische Versorgung in den USA ist qualitativ hoch, aber teuer. Im Park selbst gibt es nur eine sehr begrenzte medizinische Infrastruktur; für Notfälle stehen Rettungsdienste in Kooperation mit umliegenden Counties zur Verfügung. - Zeitverschiebung
Der Death-Valley-Nationalpark liegt in der Pazifischen Zeitzone (Pacific Time). Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt normalerweise –9 Stunden (während der deutschen Winterzeit), während der europäischen Sommerzeit –9 oder –8 Stunden, je nach Zeitpunkt der Umstellung. Reisende sollten die aktuelle Zeitdifferenz vor Abflug prüfen, um Jetlag und Tagesplanung – etwa Ankunftszeit in Furnace Creek – besser einschätzen zu können. - Kleiderordnung und Fotografieregeln
Es gibt im Death-Valley-Nationalpark keine formelle Kleiderordnung. Funktionale Wüstenkleidung ist sinnvoll: luftige, lange Kleidung zum Schutz vor Sonne, feste Schuhe, Sonnenschutz. Für Fotos gelten die üblichen Regeln in US-Nationalparks: Privatfotografie ist erlaubt, Drohnen sind in der Regel ohne Sondergenehmigung verboten. Für kommerzielle Foto- und Filmaufnahmen können Genehmigungen erforderlich sein. Der National Park Service erläutert die Details auf seiner Website.
Warum Death Valley National Park auf jede Furnace-Creek-Reise gehört
Wer eine Reise durch den Südwesten der USA plant, steht vor einer Fülle spektakulärer Ziele: Grand Canyon, Yosemite, Bryce Canyon, Zion, San Francisco, Los Angeles, Las Vegas. In dieser starken Konkurrenz gelingt es dem Death-Valley-Nationalpark dennoch, einen ganz eigenen Akzent zu setzen. Während andere Parks mit Wasserfällen, Wäldern oder Schluchten beeindrucken, setzt das Death Valley auf Minimalismus – und gerade das macht die Wirkung so stark.
Viele deutsche Reisende beschreiben den Moment am Badwater Basin als eine Art erdende Erfahrung: kein Schatten, keine Bäume, nur die endlose weiße Fläche, umgeben von dunklen Bergen. Die Stille ist außergewöhnlich, unterbrochen höchstens vom Knirschen der Schuhe im Salz. Wer frühmorgens am Zabriskie Point steht, erlebt, wie sich die ersten Sonnenstrahlen langsam über die gefalteten Hänge schieben und die Landschaft von Grau zu Gold und Ocker verwandeln. Das ist ein Farbspiel, das auf Fotos nur bedingt eingefangen werden kann.
Hinzu kommt die Vielfalt auf vergleichsweise engem Raum. Wer von Furnace Creek aus startet, kann in einem Tag mehrere völlig unterschiedliche Landschaftstypen erleben: Salzpfannen, farbige Felsen, Sanddünen, Canyonlandschaften. Reisejournalisten und Magazine wie Merian und ADAC Reisemagazin weisen darauf hin, dass das Death Valley auch im Kontext des globalen Klimawandels eine besondere Rolle spielt: Der Park zeigt, wie fragile und gleichzeitig anpassungsfähige Wüstenökosysteme funktionieren – und wie sensibel sie auf Veränderungen reagieren.
Ein weiterer Grund, warum der Death-Valley-Nationalpark gerade für Reisende aus der dicht besiedelten Mitte Europas so faszinierend ist, ist die Dimension von Weite und Dunkelheit. In Deutschland gibt es nur wenige Orte, an denen die Nacht so dunkel wird, dass die Milchstraße klar sichtbar ist. Im Death Valley dagegen können Besucher, soweit es sicher möglich ist, abseits der hellen Bereiche um Furnace Creek stehen und einen der klarsten Sternenhimmel Nordamerikas sehen. Astro-Fotografen aus Deutschland berichten in Fachmagazinen von Belichtungszeiten und Sternendichten, die im heimischen Schwarzwald oder in den Alpen kaum zu erreichen sind.
Praktisch gesehen lässt sich das Death Valley gut in eine Reise einbinden, etwa auf einer Route von Las Vegas über Furnace Creek weiter in Richtung Sierra Nevada und Yosemite Nationalpark oder umgekehrt. Für Mietwagenreisende ist wichtig, die Entfernungen und die wenigen Infrastrukturpunkte im Auge zu behalten – doch gerade dieses „Dazwischen“ macht den Reiz aus: lange Straßen, kaum Verkehr, Radiostille, dahingleitende Berge am Horizont.
Auch kulturell bietet der Park Anknüpfungspunkte. Im Furnace Creek Visitor Center werden Ausstellungen zur Geschichte der Timbisha-Shoshone, zur Borax-Ära und zu den Lebensbedingungen in der Wüste präsentiert. Wer sich Zeit nimmt, erfährt, dass das Death Valley nie ein „leerer“ Raum war, sondern immer durch menschliche Nutzung und Präsenz geprägt wurde – nur eben in ganz anderer Weise als die dicht bebauten Landschaften Deutschlands.
Death-Valley-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke
In sozialen Medien ist das Death Valley längst ein visuelles Phänomen: Der Kontrast aus gleißendem Licht, minimalistischem Horizont und intensiven Sternenhimmeln macht den Nationalpark zu einem Lieblingsmotiv von Fotografie- und Reise-Communities – auch aus dem deutschsprachigen Raum.
Death-Valley-Nationalpark — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Death-Valley-Nationalpark
Wo liegt der Death-Valley-Nationalpark genau?
Der Death-Valley-Nationalpark liegt im Westen der USA, überwiegend im Bundesstaat Kalifornien, mit einem kleineren Teil in Nevada. Der Hauptbesucherbereich rund um Furnace Creek befindet sich etwa auf halbem Weg zwischen Las Vegas und der Sierra Nevada. Der Park ist nur mit dem Auto oder organisierten Touren erreichbar; es gibt keine Bahnverbindung und kaum öffentlichen Linienverkehr in den Park.
Wie extrem sind die Temperaturen im Death Valley wirklich?
Das Death Valley ist eine der heißesten Regionen der Erde. Im Sommer werden hier regelmäßig über 45 °C im Schatten gemessen, in Ausnahmefällen sogar deutlich darüber. Zu den Spitzenwerten zählt eine Temperatur von 56,7 °C, die in der Nähe von Furnace Creek aufgezeichnet wurde und von Meteorologen als eine der höchsten verlässlich dokumentierten Lufttemperaturen der Welt diskutiert wird. In den Wintermonaten hingegen können die Temperaturen angenehm mild sein, nachts sogar deutlich abkühlen.
Kann man den Death-Valley-Nationalpark sicher auf eigene Faust besuchen?
Ja, der Park kann mit Mietwagen oder Motorrad auf eigene Faust besucht werden, sofern grundlegende Sicherheitsregeln beachtet werden. Dazu gehören ausreichend Wasser, ein technisch einwandfreies Fahrzeug, guter Sonnenschutz, das Meiden von anstrengenden Wanderungen in der Hitze des Tages und das regelmäßige Prüfen von Wetter- und Straßenzustandsmeldungen des National Park Service. Wer unsicher ist, kann auf geführte Tagestouren ab Las Vegas zurückgreifen.
Wie viel Zeit sollte man fĂĽr den Death-Valley-Nationalpark einplanen?
Für einen ersten Eindruck reichen theoretisch ein Tag oder sogar ein halber Tag aus, etwa für Badwater Basin, Zabriskie Point und Artist’s Drive. Empfehlenswert ist jedoch mindestens eine Übernachtung in Furnace Creek oder Stovepipe Wells, um sowohl Sonnenaufgang als auch Sonnenuntergang zu erleben und gegebenenfalls nachts den Sternenhimmel zu beobachten. Wer auch entlegenere Regionen wie die Ubehebe Crater oder die nördlichen Täler erkunden möchte, sollte zwei Tage oder mehr einplanen.
Welche Rolle spielt das Death Valley im Kontext einer SĂĽdwest-USA-Rundreise?
Der Death-Valley-Nationalpark ist ein markanter Baustein vieler Rundreisen durch den Südwesten der USA. Er lässt sich gut zwischen Las Vegas und der Sierra Nevada oder zwischen dem Großraum Los Angeles und Las Vegas einbinden. Im Vergleich zu anderen Parks setzt das Death Valley einen besonderen Kontrast: Statt Wälder oder Canyons stehen hier Hitze, Salz und Wüstenweiten im Mittelpunkt – ein Erlebnis, das viele Reisende aus Deutschland als einen der intensivsten Momente ihrer Reise beschreiben.
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