Eremitage Sankt Petersburg, Gosudarstvennyi Ermitazh

Eremitage Sankt Petersburg: Russlands Schatzkammer an der Newa

31.05.2026 - 11:38:40 | ad-hoc-news.de

Die Eremitage Sankt Petersburg, der Gosudarstvennyi Ermitazh, ist weit mehr als ein Museum: ein Palastlabyrinth aus Gold, Geschichte und Kunst – und ein SchlĂŒsselerlebnis jeder Reise nach Sankt Petersburg, Russland.

Eremitage Sankt Petersburg, Gosudarstvennyi Ermitazh, Reise
Eremitage Sankt Petersburg, Gosudarstvennyi Ermitazh, Reise

Wer die Eremitage Sankt Petersburg betritt, das legendĂ€re Museum im Winterpalast an der Newa, spĂŒrt sofort: Hier ist die BĂŒhne der russischen Geschichte, verdichtet in Gold, Marmor und Meisterwerken. Der Gosudarstvennyi Ermitazh (wörtlich etwa „Staatliche Einsiedelei“) ist kein stiller RĂŒckzugsort, sondern ein schillerndes Labyrinth aus SĂ€len, GemĂ€lden und Kronleuchtern – ein Ort, an dem Zarenmacht, Revolution und Weltkunst unmittelbar aufeinandertreffen.

Eremitage Sankt Petersburg: Das ikonische Wahrzeichen von Sankt Petersburg

Die Eremitage Sankt Petersburg gilt als eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt und als kulturelles Herz der Stadt Sankt Petersburg in Russland. Im Deutschen wird meist von der „Eremitage“ gesprochen, international und auf Russisch trĂ€gt sie den Namen Gosudarstvennyi Ermitazh. Das Museum ist im ehemaligen Winterpalast der Zaren und mehreren angrenzenden GebĂ€uden untergebracht und erstreckt sich direkt am Ufer der Newa im historischen Zentrum der Stadt.

FĂŒr Reisende aus Deutschland ist die Eremitage gleich mehrfach faszinierend: Sie vereint die Pracht eines kaiserlichen Residenzschlosses mit der Dichte eines Weltmuseums, das in einer Reihe mit dem Louvre in Paris oder dem Prado in Madrid genannt wird. Die staatliche russische Museumsverwaltung betont, dass die Sammlung mehrere Millionen Objekte umfasst, von GemĂ€lden und Skulpturen ĂŒber Kunsthandwerk bis hin zu archĂ€ologischen Funden und MĂŒnzen. SchĂ€tzungen zufolge wird oft hervorgehoben, dass nur ein Teil der BestĂ€nde ĂŒberhaupt dauerhaft ausgestellt werden kann – das GebĂ€udeensemble selbst wird damit zu einer Art sichtbarer Spitze eines kulturellen Eisbergs.

Auch atmosphĂ€risch ist die Eremitage einzigartig: barocke Fassaden in einem charakteristischen GrĂŒn mit weißen und goldenen Ornamenten, prunkvolle TreppenhĂ€user, SĂ€le mit Spiegeln und Blattgold und dazwischen immer wieder der Blick auf die breite Newa. FĂŒr viele Besucherinnen und Besucher ist der Moment unvergesslich, wenn sich das große Treppenhaus des Winterpalastes öffnet und man sich in einen Kosmos aus KristalllĂŒstern und Stuck versetzt fĂŒhlt – ein deutlicher Kontrast zu eher nĂŒchternen Museumsbauten in Mitteleuropa.

Geschichte und Bedeutung von Gosudarstvennyi Ermitazh

Die Geschichte des Gosudarstvennyi Ermitazh beginnt im 18. Jahrhundert mit der Zarin Katharina II., im Deutschen meist Katharina die Große genannt. Sie erwarb zunĂ€chst fĂŒr ihre private Sammlung bedeutende GemĂ€lde westeuropĂ€ischer Meister. Die Bezeichnung „Eremitage“ deutete ursprĂŒnglich auf einen eher privaten, zurĂŒckgezogenen Ort hin, an dem die Zarin Kunst fern vom offiziellen Hofzeremoniell genießen wollte. Im Laufe der Zeit wuchs die Sammlung so stark, dass weitere GebĂ€ude hinzukamen und sich das Ganze in ein öffentliches Museum verwandelte.

Katharina die Große positionierte Russland mit dieser Sammlung bewusst als Teil der europĂ€ischen Hochkultur. FĂŒr heutige deutsche Leserinnen und Leser ist es interessant, dass viele der damals erworbenen Werke von französischen, niederlĂ€ndischen, deutschen und italienischen KĂŒnstlern stammen. Die Eremitage ist damit auch ein Spiegel europĂ€ischer Kunstgeschichte – mit einem starken Fokus auf die großen Schulen des 17. bis 19. Jahrhunderts.

Im 19. Jahrhundert wurde der Winterpalast zum zentralen Symbol der Zarenherrschaft. Gleichzeitig wurde die Eremitage zunehmend als öffentliches Museum etabliert, das auch auslĂ€ndischen GĂ€sten die KunstschĂ€tze des russischen Imperiums zeigte. In dieser Zeit wurden Sammlungen gezielt erweitert, etwa durch den Ankauf bedeutender Privatsammlungen. Die Rolle des Museums war dadurch doppelt: ReprĂ€sentation der Macht nach innen und kulturelle Visitenkarte nach außen.

Eine entscheidende ZĂ€sur markierte die Russische Revolution von 1917. Der Winterpalast war Schauplatz politischer UmbrĂŒche; anschließend wurde die Eremitage verstaatlicht. Zahlreiche Kunstwerke aus adligen und bĂŒrgerlichen Sammlungen gingen in Staatsbesitz ĂŒber und wurden in das Museumsnetz eingebracht. FĂŒr die Geschichte der Sammlungen ist diese Zeit komplex: Einerseits wurde das Museum demokratisiert, indem es fĂŒr breite Bevölkerungsschichten geöffnet wurde. Andererseits waren Beschlagnahmungen und Umverteilungen Teil der revolutionĂ€ren Prozesse.

WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs und der Belagerung von Leningrad (so hieß Sankt Petersburg in der Sowjetzeit) spielte die Eremitage eine dramatische Rolle. Ein Großteil der BestĂ€nde wurde rechtzeitig in das Hinterland ausgelagert, um ihn vor Bombardierungen zu schĂŒtzen. Die GebĂ€ude selbst wurden schwer beschĂ€digt, doch die Museumsmitarbeiter bewachten teils leere Rahmen und Vitrinen, um die KontinuitĂ€t des Hauses zu symbolisieren. Nach Kriegsende begannen umfangreiche Restaurierungen, und die Kunstwerke kehrten nach und nach zurĂŒck.

In der Nachkriegszeit und insbesondere seit dem spĂ€ten 20. Jahrhundert entwickelte sich die Eremitage zu einem der meistbesuchten Museen Europas. Die Institution arbeitet mit internationalen Partnern zusammen, organisiert Wanderausstellungen und pflegt wissenschaftliche Kooperationen mit Museen etwa in Deutschland, Frankreich und den USA. Trotz politischer Spannungen bleibt die Eremitage fĂŒr die internationale Kunstgeschichte von zentraler Bedeutung.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist der Winterpalast, der Kernbau der Eremitage Sankt Petersburg, ein Meisterwerk des russischen Barock. Er wurde im 18. Jahrhundert maßgeblich von dem in Italien geborenen Architekten Bartolomeo Rastrelli gestaltet, der auch andere prunkvolle Bauten in Sankt Petersburg entwarf. Die charakteristische Farbgebung in GrĂŒn und Weiß mit vergoldeten Elementen, die reich strukturierten Fassaden und die Vielzahl an Pilastern, SĂ€ulen und Statuen machen den Palast zum Blickfang an der Newa. FĂŒr viele Besucher erinnert die FĂŒlle der Ornamente an sĂŒddeutsche Barock- und Rokokokirchen, allerdings im Maßstab eines gesamten Stadtpalastes.

Zur Eremitage gehören mehrere GebĂ€ude: der Winterpalast, die Kleine Eremitage, die Alte und Neue Eremitage sowie das Eremitage-Theater. ZusĂ€tzlich existieren Dependance-GebĂ€ude, etwa der Generalstabsbau am Schlossplatz, in dem heute vor allem Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts prĂ€sentiert wird. Das gesamte Ensemble erstreckt sich ĂŒber ein betrĂ€chtliches Areal und umfasst Hunderte von SĂ€len. Wer alles sehen möchte, mĂŒsste rein rechnerisch viele Tage einplanen, selbst wenn man nur kurz vor jedem Exponat verweilt.

Die Kunstsammlung der Eremitage deckt nahezu alle Epochen von der Antike bis zur Moderne ab. Besonders berĂŒhmt ist das Museum fĂŒr seine BestĂ€nde an westeuropĂ€ischer Malerei. Dazu zĂ€hlen Werke von Rembrandt, Rubens, Tizian, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Raffael und vielen anderen. Die Zahl der GemĂ€lde großer Meister wird oft als eine der weltweit umfangreichsten beschrieben. Kunsthistoriker betonen immer wieder, dass die Dichte von Spitzenwerken, insbesondere aus der niederlĂ€ndischen, italienischen und französischen Schule, im europĂ€ischen Vergleich herausragend ist.

Ein weiterer Schwerpunkt sind antike Skulpturen und Objekte aus dem Mittelmeerraum sowie Kunst aus Ägypten, Mesopotamien und anderen frĂŒhen Hochkulturen. Hinzu kommen bedeutende Sammlungen islamischer Kunst, ostasiatischer Kunst und russischer Kunst des 19. Jahrhunderts. Im GeneralstabsgebĂ€ude werden Werke der Moderne und Avantgarde gezeigt – darunter Bilder von Matisse, Picasso und anderen Vertreterinnen und Vertretern der Klassischen Moderne.

Neben der Kunst ist auch das Interieur des Palastes selbst ein Hauptattraktion. SĂ€le wie der Georgssaal, der Malachitsaals oder der Jordanstiege sind kunsthistorische Monumente und werden in ReisefĂŒhrern oft mit den prunkvollsten RĂ€umen europĂ€ischer Königsschlösser verglichen. Anders als in vielen deutschen Museen, die bewusst zurĂŒckhaltende Ausstellungsarchitektur wĂ€hlen, ist hier das Museum selbst ein Exponat. Deckenmalereien, Intarsienböden, vergoldete Stuckrahmen und monumentale Kronleuchter sorgen fĂŒr ein Gesamterlebnis, das Kunst und Architektur verschmelzen lĂ€sst.

Besondere Aufmerksamkeit erhalten auch die SchĂ€tze des sogenannten Gold- und Diamantfonds, in denen Schmuck, Juwelen und kostbare Objekte der Zarenzeit gezeigt werden. Diese Bereiche sind oft mit gesonderten Zugangsregeln verbunden und veranschaulichen eindrucksvoll den materiellen Reichtum des russischen Kaiserhofes. FĂŒr deutsche Besucherinnen und Besucher lĂ€sst sich die Pracht mit den Schatzkammern der MĂŒnchner Residenz oder der Wiener Hofburg vergleichen, allerdings in noch grĂ¶ĂŸerem Maßstab.

Die Eremitage versteht sich nicht nur als Museum, sondern auch als wissenschaftliche Institution. Kunsthistorische Forschung, Restaurierung und Konservierung spielen eine zentrale Rolle. Immer wieder werden restaurierte Werke neu prĂ€sentiert oder Sonderausstellungen konzipiert, die bestimmte Epochen, KĂŒnstler oder Themen beleuchten. Auch wenn konkrete Ausstellungsdaten regelmĂ€ĂŸig wechseln, lĂ€sst sich festhalten, dass das Programm kontinuierlich erneuert wird und internationale Trends der Kunstgeschichte aufgreift.

Eremitage Sankt Petersburg besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Eremitage liegt im historischen Zentrum von Sankt Petersburg direkt an der Newa, gegenĂŒber der Peter-und-Paul-Festung und in unmittelbarer NĂ€he zum Schlossplatz. Von Deutschland aus ist Sankt Petersburg in der Regel per Flug ĂŒber internationale Drehkreuze erreichbar; direkte Verbindungen können je nach politischer Lage und Flugangebot variieren. Reisende aus Frankfurt, MĂŒnchen oder Berlin nutzen hĂ€ufig Umsteigeverbindungen ĂŒber andere europĂ€ische StĂ€dte. Bahn- und Busreisen sind grundsĂ€tzlich möglich, aber zeitintensiv und erfordern mehrere Umstiege, etwa ĂŒber das Baltikum oder Polen. Vor einer Reise ist es ratsam, die jeweils aktuelle Verkehrssituation und mögliche EinschrĂ€nkungen zu prĂŒfen.
  • Öffnungszeiten
    Die Öffnungszeiten der Eremitage können sich Ă€ndern. HĂ€ufig ist das Museum an mehreren Tagen der Woche ganztags geöffnet, mit einem Ruhetag (traditionell oft montags oder mittwochs, je nach Regelung) und verlĂ€ngerten Öffnungszeiten an ausgewĂ€hlten Tagen. Besucherinnen und Besucher sollten unbedingt die jeweils aktuellen Zeiten direkt auf der offiziellen Website der Eremitage prĂŒfen, da Feiertage, Sonderveranstaltungen oder sicherheitsrelevante GrĂŒnde zu Änderungen fĂŒhren können.
  • Eintritt
    Die Eremitage erhebt EintrittsgebĂŒhren, die nach Kategorien wie Erwachsene, Studierende oder Kinder gestaffelt sein können. In der Regel wird der Preis sowohl in der lokalen WĂ€hrung als auch fĂŒr internationale Besucher kommuniziert. FĂŒr eine grobe Orientierung können Reisende von einem Betrag im mittleren zweistelligen Bereich in Euro (umgerechnet aus der LandeswĂ€hrung) ausgehen, je nach Tickettyp und Zugangsbereichen. Da Wechselkurse und Tarife sich Ă€ndern, empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Website. Wichtig: Sonderbereiche wie Schatzkammern oder FĂŒhrungen können zusĂ€tzliche GebĂŒhren erfordern.
  • Beste Reisezeit
    Sankt Petersburg hat ein kĂŒhles, maritimes Klima mit langen Wintern. Die angenehmste Reisezeit fĂŒr viele Besucher ist zwischen spĂ€ten FrĂŒhling und frĂŒhem Herbst. Besonders beliebt sind die sogenannten „Weißen NĂ€chte“ im Juni, wenn es kaum dunkel wird und die Stadt ein besonderes Licht hat. In dieser Zeit ist die Eremitage allerdings stark besucht, und lĂ€ngere Wartezeiten sind ĂŒblich. Wer Ruhe bevorzugt, entscheidet sich eher fĂŒr die Nebensaison, etwa FrĂŒhjahr oder Herbst. Im Winter herrscht oft frostige KĂ€lte, dafĂŒr sind die SĂ€le weniger gefĂŒllt, und die schneebedeckten Fassaden an der Newa haben ihren ganz eigenen Reiz. Generell empfiehlt es sich, den Besuch frĂŒh am Tag zu starten, um den grĂ¶ĂŸten Andrang zu vermeiden.
  • Tickets und Besuchsorganisation
    Da die Eremitage zu den meistbesuchten Museen der Welt gehört, ist mit hohen Besucherzahlen zu rechnen. Es ist sinnvoll, Tickets – sofern verfĂŒgbar – vorab online zu reservieren. Dies kann helfen, lange Warteschlangen vor den Kassen zu umgehen. Viele Reisende planen mindestens einen halben Tag ein, um die wichtigsten Bereiche zu sehen; wer sich intensiver mit der Kunst beschĂ€ftigen möchte, sollte eher einen ganzen Tag oder sogar mehrere Besuche einplanen. GefĂŒhrte Touren in kleineren Gruppen bieten Orientierung im weitlĂ€ufigen GebĂ€ude und helfen, Highlights nicht zu ĂŒbersehen.
  • Sprache vor Ort
    In Sankt Petersburg ist Russisch die dominierende Sprache. In der Eremitage selbst sind viele Beschilderungen und Informationen neben Russisch auch in Englisch verfĂŒgbar. Deutschsprachige FĂŒhrungen können je nach Angebot und Saison durch Reiseveranstalter oder externe Guides organisiert werden. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, Grundkenntnisse in Englisch zu nutzen; Russischkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld
    Die offizielle WĂ€hrung in Russland ist der Rubel. In großen Museen wie der Eremitage werden in der Regel internationale Kreditkarten akzeptiert, dennoch empfiehlt es sich, etwas Bargeld in der LandeswĂ€hrung fĂŒr kleinere Ausgaben wie Garderobe, CafĂ© oder Souvenirs bereitzuhalten. Trinkgeld ist in Russland ĂŒblich, insbesondere in Restaurants und bei Dienstleistungen. Üblich sind etwa 5–10 % der Rechnung, sofern kein Servicezuschlag ausgewiesen ist. Im Museum selbst wird fĂŒr regulĂ€re Dienstleistungen meist kein Trinkgeld erwartet, wohl aber fĂŒr private FĂŒhrungen, sofern diese separat gebucht wurden.
  • Kleiderordnung und Garderobe
    Eine strenge Kleiderordnung besteht in der Eremitage nicht, aber gepflegte Freizeitkleidung ist angemessen. In den Wintermonaten ist eine warme, winddichte Oberbekleidung wichtig – in den InnenrĂ€umen werden MĂ€ntel und Jacken meist an der Garderobe abgegeben. Große RucksĂ€cke und Taschen können ebenfalls zur Aufbewahrung abgegeben werden. Es empfiehlt sich, WertgegenstĂ€nde am Körper zu tragen und nur das Nötigste mitzunehmen.
  • Fotografieren
    Fotografieren ist in vielen Bereichen der Eremitage unter bestimmten Bedingungen gestattet, meist ohne Blitz und Stativ, um die Kunstwerke zu schĂŒtzen. In Sonderausstellungen oder Schatzkammern kann es strengere Regelungen geben, die vor Ort ausgeschildert sind. Wer Bilder fĂŒr soziale Medien aufnehmen möchte, sollte RĂŒcksicht auf andere Besucherinnen und Besucher nehmen und auf Selfie-Sticks verzichten, wenn diese untersagt sind. FĂŒr professionelle Foto- oder Filmaufnahmen gelten in der Regel separate Genehmigungspflichten.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit
    FĂŒr Reisende aus Deutschland ist Russland visumspflichtig (Stand: ohne tagesaktuelle Garantie). Die konkreten Bestimmungen, etwa zu Visumarten, Einladungen, biometrischen Daten oder maximaler Aufenthaltsdauer, können sich Ă€ndern. Deutsche StaatsbĂŒrger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen. Zudem ist eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichender Deckung sinnvoll. Politische Entwicklungen, Sanktionen und bilaterale Beziehungen können Einfluss auf Reisebedingungen haben; daher ist eine sorgfĂ€ltige Vorbereitung unerlĂ€sslich.
  • Zeitzone
    Sankt Petersburg liegt in einer Zeitzone, die gegenĂŒber der MitteleuropĂ€ischen Zeit (MEZ) in der Regel einige Stunden voraus ist. Je nach Jahreszeit und Umstellung von Sommer- und Winterzeit in Europa sollten Reisende den aktuellen Zeitunterschied vor der Abreise prĂŒfen, um FlĂŒge und Museumszeiten korrekt einzuplanen.

Warum Gosudarstvennyi Ermitazh auf jede Sankt Petersburg-Reise gehört

Gosudarstvennyi Ermitazh ist weit mehr als ein weiteres großes Museum auf der Weltkarte. Wer nach Sankt Petersburg reist, erlebt hier einen SchlĂŒssel zur russischen Geschichte und zur europĂ€ischen Kunst in einer Dichte, wie sie nur wenige Orte bieten. Die Verbindung aus zaristischem Palast, revolutionĂ€rem Erinnerungsort und modernem Weltmuseum macht die Eremitage zu einem kulturellen Knotenpunkt, an dem sich Epochen ĂŒberlagern.

FĂŒr Reisende aus Deutschland ist der Besuch auch eine Begegnung mit einem anderen VerstĂ€ndnis von ReprĂ€sentation. WĂ€hrend in vielen deutschen Museen die Architektur bewusst zurĂŒcktritt, um die Kunst in den Mittelpunkt zu stellen, tritt die Eremitage selbstbewusst als Gesamtkunstwerk auf. Die Pracht der RĂ€ume ist Teil der ErzĂ€hlung: Sie spiegelt den Anspruch der Zaren, Russland als europĂ€ische Großmacht zu positionieren, und bildet den Hintergrund fĂŒr die Sammlungen, die aus ganz Europa und darĂŒber hinaus zusammengetragen wurden.

Ein weiterer Grund, warum die Eremitage auf keiner Sankt-Petersburg-Reise fehlen sollte, ist die Lage. Wer aus den Fenstern der SĂ€le zur Newa blickt, sieht nicht nur die Peter-und-Paul-Festung und die Silhouette der Stadt, sondern versteht auch die stĂ€dtebauliche Idee hinter Sankt Petersburg: eine von Peter dem Großen geplante Residenzstadt mit breiten Flussufern, PlĂ€tzen und Sichtachsen. Der Besuch der Eremitage lĂ€sst sich ideal mit SpaziergĂ€ngen entlang der Newa, einem Abstecher zum Schlossplatz und einem Besuch der nahe gelegenen Isaakskathedrale verbinden.

Nicht zuletzt sind es die individuellen Entdeckungsmomente, die in Erinnerung bleiben: ein ĂŒberraschend stiller Raum abseits der großen Besucherströme, eine Skulptur, die im Gegenlicht der Fenster fast lebendig wirkt, ein Detail in einem GemĂ€lde, das plötzlich berĂŒhrt. Viele Besucherinnen und Besucher berichten, dass sie bei einem ersten Besuch nur einen Bruchteil des Museums sehen konnten und unbedingt zurĂŒckkehren möchten – ein deutliches Zeichen fĂŒr die magnetische Anziehungskraft dieses Ortes.

Auch fĂŒr Familien mit Kindern kann die Eremitage lohnend sein, wenn der Besuch gut geplant wird. Kinder reagieren hĂ€ufig stark auf die visuelle Pracht, die riesigen SĂ€le und die teils mĂ€rchenhaften Szenen auf den GemĂ€lden. Mit gezielten Highlights – etwa einigen besonders eindrucksvollen RĂ€umen und wenigen ausgewĂ€hlten Meisterwerken – lĂ€sst sich ein kindgerechter Rundgang gestalten, ohne dass Überforderung eintritt.

Wer sich fĂŒr russische Geschichte interessiert, findet in der Eremitage einen direkten Zugang zu Themen wie Zarenherrschaft, russischer Adelskultur und der Rolle der Hauptstadt im 18. und 19. Jahrhundert. Gleichzeitig ermöglichen die internationalen Sammlungen einen Vergleich mit Entwicklungen in Deutschland und anderen europĂ€ischen LĂ€ndern. So zeigt sich etwa, wie russische Sammler und Herrscher auf Strömungen in Berlin, Dresden, Paris oder Rom reagierten.

Eremitage Sankt Petersburg in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In sozialen Medien ist die Eremitage Sankt Petersburg ein Dauerbrenner: Bilder der grĂŒnen Barockfassaden, der goldglĂ€nzenden RĂ€ume und der weltbekannten GemĂ€lde verbreiten sich auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok. Reisende aus Deutschland nutzen diese KanĂ€le zunehmend, um ihren Besuch vorzubereiten, EindrĂŒcke zu teilen oder sich nachtrĂ€glich zu inspirieren. Kurze Videoclips etwa vom großen Treppenhaus, von den Weißen NĂ€chten vor dem Palast oder von Detailaufnahmen von Kunstwerken schaffen eine unmittelbare Verbindung zu diesem Ort, noch bevor man selbst dort war.

HĂ€ufige Fragen zu Eremitage Sankt Petersburg

Wo liegt die Eremitage Sankt Petersburg genau?

Die Eremitage befindet sich im historischen Zentrum von Sankt Petersburg in Russland, direkt am Ufer der Newa und am Schlossplatz. Der Haupteingang zum Winterpalast liegt nur wenige Gehminuten von zentralen SehenswĂŒrdigkeiten wie der AdmiralitĂ€t und der Isaakskathedrale entfernt.

Wie alt ist der Gosudarstvennyi Ermitazh und wer hat ihn gegrĂŒndet?

Die Wurzeln des Gosudarstvennyi Ermitazh reichen in das 18. Jahrhundert zurĂŒck. Zarin Katharina die Große begann in den 1760er-Jahren mit dem Aufbau einer privaten Kunstsammlung, aus der sich im Laufe der Zeit das öffentliche Museum entwickelte. Der Winterpalast selbst wurde in dieser Epoche im barocken Stil vollkommen neu gestaltet.

Wie viel Zeit sollte man fĂŒr einen Besuch einplanen?

Aufgrund der GrĂ¶ĂŸe der Eremitage empfiehlt es sich, mindestens einen halben Tag einzuplanen, um eine Auswahl der wichtigsten SĂ€le und Meisterwerke zu sehen. Kunstinteressierte, die sich intensiver mit den Sammlungen befassen möchten, planen eher einen ganzen Tag oder mehrere Besuche, da ein vollstĂ€ndiger Rundgang in einem einzigen Besuch kaum möglich ist.

Was sind die wichtigsten Highlights fĂŒr Erstbesucher?

Zu den Highlights fĂŒr Erstbesucher zĂ€hlen das prachtvolle Treppenhaus des Winterpalastes, die PrunksĂ€le wie der Georgssaal, die GemĂ€ldesammlungen mit Werken von Rembrandt, Tizian und anderen europĂ€ischen Meistern sowie die Schatzbereiche mit Schmuck und Kunsthandwerk der Zarenzeit. Viele Reisende besuchen zudem den Generalstabsbau, um einen Eindruck von der Moderne und Avantgarde zu gewinnen.

Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr die Eremitage aus deutscher Sicht?

FĂŒr Besucher aus Deutschland gelten spĂ€te FrĂŒhjahrs- und Sommermonate als besonders attraktiv, da das Klima in Sankt Petersburg dann milder ist und die Tage lang sind. Die Zeit der Weißen NĂ€chte im Juni bietet einzigartige Lichtstimmungen, bringt aber auch großen Andrang mit sich. Wer kleinere Besucherzahlen bevorzugt, reist eher im FrĂŒhjahr oder Herbst, muss dann aber mit kĂŒhleren Temperaturen rechnen.

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