Federation Square Melbourne, Melbourne Australien

Federation Square Melbourne: Wie dieser Platz die Stadt neu erfand

20.05.2026 - 17:04:04 | ad-hoc-news.de

Federation Square Melbourne ist viel mehr als ein Platz: Zwischen Fluss, Kathedrale und Hochhauskulisse wurde er zu Melbournes kulturellem Wohnzimmer – und überrascht Reisende aus Deutschland mit Architektur, Kunst und Gratis-Erlebnissen.

Federation Square Melbourne, Melbourne Australien, Reise
Federation Square Melbourne, Melbourne Australien, Reise

Wer aus der Flinders Street Station tritt, steht beinahe schlagartig mitten in einer anderen Welt: Vor einem öffnet sich Federation Square Melbourne, der „Platz der Föderation“, ein kantiges Geflecht aus Sandstein, Glas und Zink, in dem sich Himmel, Trams und die Lichter der Metropole spiegeln. Hier trifft die viktorianische Eisenbahnromantik Melbournes auf futuristische Architektur, hier schaut man gleichzeitig auf gotische Kathedrale, Hochhaus-Skyline und den Fluss Yarra.

Federation Square Melbourne: Das ikonische Wahrzeichen von Melbourne

Federation Square Melbourne, vor Ort meist nur Federation Square genannt, ist heute einer der bekanntesten Treffpunkte Australiens. Der Platz liegt im Herzen von Melbourne, direkt gegenüber der historischen Flinders Street Station und neben der St-Paul’s Cathedral, mit Blick auf den Yarra River. Für viele Einheimische ist er das „Wohnzimmer der Stadt“: ein offener Raum für Konzerte, öffentliche Sportübertragungen, Festivals, Demonstrationen und spontane Begegnungen.

Der Platz wurde Anfang der 2000er-Jahre als neues kulturelles Zentrum entworfen und bündelt in einem Ensemble mehrere Institutionen: das Ian Potter Centre der National Gallery of Victoria (mit einer der wichtigsten Sammlungen australischer Kunst), das Australian Centre for the Moving Image (ACMI) sowie Veranstaltungsflächen, Cafés, Restaurants und Besucherinformation. Die Regierung des Bundesstaates Victoria beschreibt Federation Square in ihren offiziellen Informationen als einen der meistbesuchten Orte in Melbourne; Reiseverlage wie Lonely Planet und deutschsprachige Titel wie das „ADAC Reisemagazin“ führen ihn regelmäßig als zentrales Wahrzeichen der Stadt.

Im Vergleich zu klassischen Plätzen in Europa wirkt Federation Square bewusst unkonventionell: Keine symmetrische Piazza wie in Rom oder Wien, sondern eine gebrochene Topografie aus Rampen, Terrassen und Treppen, mit einem Pflaster, das aus zehntausenden kleinen Sandsteinplatten in unterschiedlichen Tönen zusammengesetzt ist. Gerade diese Andersartigkeit macht den Platz für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland besonders spannend: Er ist zugleich Bühne, Architektur-Experiment und kulturelles Schaufenster Australiens.

Geschichte und Bedeutung von Federation Square

Federation Square knüpft an einen zentralen Moment der australischen Geschichte an: die Föderation der australischen Kolonien zum Commonwealth of Australia im Jahr 1901. Der Name des Platzes erinnert an dieses politische Ereignis, das mit der Reichsgründung 1871 in Deutschland vergleichbar ist – die Entstehung eines Nationalstaats aus zuvor eigenständigen Regionen. Die Idee, dieses historische Kapitel städtebaulich sichtbar zu machen, stammt aus den 1990er-Jahren, als die Regierung des Bundesstaats Victoria das Areal zwischen Bahnhof und Yarra River neu ordnen wollte.

Das Gelände war zuvor vor allem von Bahnanlagen und dem sogenannten „Gas & Fuel“-Gebäudekomplex geprägt, einem in den 1960er-Jahren errichteten Büroensemble, das in vielen Zeitungsberichten als architektonisch wenig attraktiv beschrieben wurde. Die Regierung ließ die Gebäude abreißen und schrieb einen internationalen Wettbewerb für ein neues, öffentlich zugängliches Kulturquartier aus. Den Zuschlag erhielten das Architekturbüro Lab Architecture Studio (mit Sitz in London) zusammen mit Bates Smart, einem der ältesten und renommiertesten Architekturbüros Australiens. Diese Zusammenarbeit wird sowohl in Unterlagen der Regierung von Victoria als auch in Architekturpublikationen wie der britischen „Architectural Review“ hervorgehoben.

Der Bau von Federation Square begann Ende der 1990er-Jahre, die offizielle Eröffnung fand 2002 statt und fiel damit in eine Phase, in der Melbourne sein Profil als Kultur- und Designmetropole schärfte. Kritiken in Medien wie „The Age“ (Melbourne) oder internationalen Feuilletons beschrieben den Platz zunächst als polarisierend: Viele lobten die mutige Architektursprache, andere kritisierten die Komplexität der Formen. Ähnlich wie beim Berliner Potsdamer Platz brauchte es einige Jahre, bis sich eine emotionale Bindung zwischen Stadtgesellschaft und neuem Raum herausbildete. Heute gilt Federation Square jedoch als wichtiger identitätsstiftender Ort – sowohl für Melbourne als auch für das moderne Australien.

Seine Bedeutung zeigt sich besonders bei großen nationalen Ereignissen: Wenn Australien bei Weltmeisterschaften spielt, wenn der Nationalfeiertag Australia Day begangen wird oder bedeutende kulturelle Festivals stattfinden, wird Federation Square regelmäßig zur Bühne. Großformatige LED-Screens machen den Platz zu einer Art Freiluft-Wohnzimmer; Medienberichte von ABC und BBC International greifen genau diese Bilder gerne auf, wenn sie von „typisch Melbourne“ sprechen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Federation Square ist nicht nur ein öffentlicher Platz, sondern ein eigenständiges architektonisches Statement. Lab Architecture Studio und Bates Smart setzten auf eine „dekonstruierte“ Formensprache: Fassaden aus Glas, Metall und Sandstein greifen in verschieden großen Dreiecken ineinander – ein so genanntes „Fraktal-Muster“. Architekturzeitschriften erklären, dass sich dieses Muster aus drei Basiselementen ableitet, die immer wieder variiert werden. Dadurch wirken die Gebäude gleichzeitig geordnet und gebrochen.

Eine der markantesten Komponenten ist der Glaskubus, der im offiziellen Planerjargon „The Atrium“ genannt wird: eine transparente Halle, durchzogen von Stahlträgern, die an ein abstraktes Gewächshaus erinnert. Hier verbinden sich die verschiedenen Nutzungen und Ebenen; im Inneren finden regelmäßig Ausstellungen, Designmärkte und Veranstaltungen statt. Die offizielle Website von Federation Square beschreibt das Atrium als „urbanes Innere“, das die umliegenden Museen und Restaurants vernetzt.

Der Bodenbelag des Platzes besteht aus Sandsteinplatten unterschiedlicher Farbnuancen, die eine komplexe, aber harmonische Fläche bilden. Nach Angaben der Planer wurden verschiedene australische Gesteine verwendet, was dem Ort eine subtile landschaftliche Referenz verleiht: Die Farbpalette von Ocker bis Grau erinnert an Wüsten, Buschland und Küsten. Architekturkritiker betonen, dass damit die geografische Vielfalt des Kontinents symbolisch in die Stadt hineingeholt wird.

Kunst spielt in Federation Square eine zentrale Rolle. Das Ian Potter Centre: NGV Australia ist nach Angaben der National Gallery of Victoria das weltweit erste große Museum, das sich ausschließlich der australischen Kunst widmet. Die Sammlung umfasst Werke von der kolonialen Malerei des 19. Jahrhunderts über berühmte Künstler der Moderne bis hin zu zeitgenössischer Kunst und indigener Kunst der First Nations. Für Reisende aus Deutschland bietet das Museum eine der konzentriertesten Möglichkeiten, sich in kurzer Zeit einen Überblick über die australische Kunstgeschichte zu verschaffen.

Das Australian Centre for the Moving Image (ACMI), das ebenfalls in Federation Square angesiedelt ist, widmet sich Film, Fernsehen, Videospielen und digitaler Kultur. Laut offiziellen Informationen des ACMI wurde das Haus in den 2000er-Jahren als nationale Plattform für bewegte Bilder etabliert. Nach einer umfassenden Modernisierung in den 2010er-Jahren präsentiert es heute interaktive Ausstellungen, in denen Besucher zum Beispiel mit Filmtechnik experimentieren, die Geschichte des Kinos erkunden oder die Entwicklung von Computerspielen nachvollziehen können. Für Familien mit Kindern, aber auch für medienaffine Erwachsene aus der DACH-Region ist das ein besonders spannender Anlaufpunkt.

Ein weiteres Merkmal von Federation Square sind seine offenen Freiflächen und die Stadttreppen, die sich zum Yarra River hinunterziehen. Hier sitzen Melbournians in der Mittagspause mit Coffee-to-go, hier werden Food-Festivals und Night Markets veranstaltet, und je nach Programm stehen Food-Trucks oder Pop-up-Bühnen. Offizielle Tourismusinformationen von „Visit Victoria“ und der „Melbourne Convention Bureau“ betonen, dass der Platz bewusst flexibel gestaltet wurde, um unterschiedlichsten Veranstaltungen gerecht zu werden – von kleinen Straßenperformances bis zu Großevents mit Zehntausenden Menschen.

Kunsthistoriker und Stadtplaner verweisen zudem auf die symbolische Lage: Federation Square bildet eine deutliche Achse zwischen dem traditionellen Zentrum (Bahnhof, viktorianische Bauten, Kathedrale) und dem modernen Finanzdistrikt gegenüber. Gleichzeitig öffnet er sich zum Fluss, der in der Geschichte Melbournes eine viel zu lange vernachlässigte Rolle spielte. In deutschen Begriffen ließe sich sagen: Der Platz leistet für Melbourne etwas Ähnliches wie die Neugestaltung der Rheinufer in Köln oder Düsseldorf – er bringt die Stadt zurück ans Wasser.

Federation Square Melbourne besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise innerhalb Melbournes: Federation Square liegt zentral im Stadtteil Melbourne CBD, direkt an der Flinders Street, gegenüber der ikonischen Bahnhofsfassade. Die Haltestelle „Flinders Street Station“ ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt. Mehrere Straßenbahnlinien, darunter solche des kostenlosen „Free Tram Zone“-Bereichs im Zentrum, halten hier. Viele Besucher aus Deutschland erreichen den Platz zu Fuß von Hotels im Zentrum aus; die Wege sind kurz und das Gebiet ist stark frequentiert.
  • Anreise aus Deutschland nach Melbourne: Von Deutschland gibt es derzeit in der Regel keine durchgehenden Nonstop-Flüge nach Melbourne; die meisten Verbindungen führen über internationale Drehkreuze wie Singapur, Dubai, Doha, Abu Dhabi oder Hongkong. Ab Frankfurt, München oder Berlin ist mit einer Gesamtflugzeit (inklusive Umstieg) von rund 22 bis 26 Stunden zu rechnen, je nach Verbindung. Da Flugpläne sich ändern können, sollten Reisende aktuelle Optionen bei den Fluggesellschaften oder Reiseportalen prüfen. Nach der Ankunft am Flughafen Melbourne Tullamarine gelangt man mit dem Airport-Bus (SkyBus) oder Taxi bzw. Ride-Sharing-Diensten ins Stadtzentrum; die Fahrtzeit liegt je nach Verkehrslage meist zwischen 25 und 45 Minuten.
  • Öffnungszeiten: Der Platz selbst ist als öffentlicher Raum grundsätzlich frei zugänglich, auch abends und nachts. Die in Federation Square angesiedelten Institutionen wie das Ian Potter Centre: NGV Australia und ACMI haben jedoch eigene Öffnungszeiten, die variieren können. Häufig orientieren sie sich an Zeitfenstern wie etwa 10:00 bis 17:00 Uhr oder erweiterten Öffnungszeiten an bestimmten Tagen. Da Angaben sich ändern können, empfiehlt die Redaktion, die jeweils aktuellen Öffnungszeiten direkt auf den offiziellen Websites von Federation Square, der National Gallery of Victoria und ACMI zu prüfen.
  • Eintritt: Der Zugang zum Platz ist kostenfrei. Viele der Dauerausstellungen im Ian Potter Centre: NGV Australia sind nach Angaben der Galerie kostenlos zugänglich, während für Sonderausstellungen oft Eintritt erhoben wird. Ähnliches gilt für das ACMI, wo ein Teil des Angebots frei, spezielle Ausstellungen aber ticketpflichtig sein können. Da Preise variieren, sollten Besucher vorab die offiziellen Informationen prüfen; zur Orientierung werden Beträge für Sonderausstellungen häufig in einer Größenordnung angegeben, die umgerechnet im Bereich von einigen wenigen bis zu rund 20 € (in australischen Dollar) liegen kann. Wechselkurse schwanken, aktuelle Umrechnungen sollten vor der Reise geprüft werden.
  • Beste Reisezeit: Melbourne liegt auf der Südhalbkugel, daher sind die Jahreszeiten gegenüber Europa vertauscht. Der Sommer dauert grob von Dezember bis Februar, der Winter von Juni bis August. Als besonders angenehm gelten für viele Reisende Frühling (September bis November) und Herbst (März bis Mai), wenn die Temperaturen meist zwischen mild und warm liegen. Im Hochsommer kann es sehr heiß werden, mit Spitzenwerten deutlich über 30 °C, während der Winter eher kühl, aber selten extrem kalt ausfällt. Da Federation Square ein offener Platz ist, eignen sich Tage mit stabilem Wetter am besten. Die größte Atmosphäre entsteht oft in den frühen Abendstunden, wenn die Lichter der Stadt angehen und Veranstaltungen beginnen.
  • Sprache vor Ort: Amtssprache ist Englisch. In Melbourne leben Menschen aus vielen Herkunftsländern, sodass auch andere Sprachen präsent sind; Deutsch wird gelegentlich verstanden, aber nicht selbstverständlich. Die Beschilderung an Federation Square und in den Museen ist überwiegend Englisch. Für deutschsprachige Besucher ist es hilfreich, zumindest grundlegende Englischkenntnisse mitzubringen. Viele Servicekräfte, Museumsmitarbeiter und Reiseinformationen sind an internationale Gäste gewöhnt und kommunizieren routiniert auf Englisch.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld: In Australien ist das Bezahlen mit Kreditkarte oder Debitkarte sehr verbreitet; Kontaktloszahlungen per Smartphone (Apple Pay, Google Pay) werden in Melbourne ebenfalls breit akzeptiert. Deutsche Girocards funktionieren nicht immer, daher ist eine Kreditkarte (z. B. Visa, Mastercard) empfehlenswert. Bargeld in australischen Dollar (AUD) wird zwar angenommen, ist aber weniger dominant als in Deutschland. Trinkgeld ist in Australien nicht so stark institutionalisiert wie etwa in den USA. In Cafés und einfachen Restaurants wird ein Trinkgeld von rund 5 bis 10 % als nette Geste geschätzt, ist aber nicht zwingend. Bei sehr gutem Service in gehobenen Restaurants sind auch höhere Beträge üblich. An vielen Orten stehen kleine Tip-Jars oder digitale Trinkgeldoptionen bereit.
  • Zeitzone: Melbourne liegt in der Zeitzone Australian Eastern Standard Time (AEST), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in der Regel 9 oder 10 Stunden voraus ist, abhängig davon, ob in Europa und/oder Australien Sommerzeit gilt. Wer von Deutschland aus anreist, sollte den Jetlag einplanen und den ersten Tag eher ruhig gestalten. Ein Spaziergang durch Federation Square direkt nach der Ankunft bietet eine gute Gelegenheit, sich an Klima, Licht und Rhythmus der Stadt zu gewöhnen.
  • Sicherheit und Verhalten: Federation Square ist ein stark frequentierter, gut überwachter öffentlicher Raum. Die Polizei und private Sicherheitsdienste sind sichtbar präsent, gerade bei Großveranstaltungen. Wie an allen touristischen Orten sollten Besucher auf ihre persönlichen Gegenstände achten, aber die allgemeine Sicherheitslage wird in internationalen Reiseinformationen als vergleichsweise gut beschrieben. Öffentliche Alkoholkonsumregeln können sich von deutschen Gepflogenheiten unterscheiden; Hinweise vor Ort sind zu beachten.
  • Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger: Für die Einreise nach Australien benötigen deutsche Staatsangehörige in der Regel ein Visum, das vorab online beantragt werden muss (z. B. elektronische Besuchervisa). Die Bedingungen können sich ändern. Die Redaktion empfiehlt ausdrücklich, die jeweils aktuellen Einreise- und Sicherheitsinformationen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den australischen Behörden zu prüfen. Zudem sollte eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Behandlungskosten in Australien in der Regel nicht abdeckt.

Warum Federation Square auf jede Melbourne-Reise gehört

Für Reisende aus Deutschland ist Federation Square mehr als ein Fotomotiv: Der Platz bietet eine seltene Dichte an kulturellen Angeboten, die an einem einzigen Ort zugänglich sind. Wer nur wenige Tage in Melbourne verbringt, kann hier innerhalb kurzer Zeit zentrale Facetten der Stadt und des Landes erleben – Kunst, Design, Medienkultur, kulinarische Vielfalt und den Alltag einer australischen Großstadt.

Ein typischer Besuch könnte so aussehen: Am Vormittag ein Rundgang durch das Ian Potter Centre, um indigene Kunst und australische Malerei kennenzulernen; anschließend ein Kaffee oder Brunch in einem der Cafés mit Blick auf den Platz; am Nachmittag ein Abstecher ins ACMI mit interaktiven Stationen rund um Film und digitale Medien; und am Abend die Atmosphäre auf den Stufen zum Yarra River, vielleicht bei einer Open-Air-Übertragung eines Sportevents oder Konzerts. Damit lässt sich ein kompletter Tag gestalten, ohne weite Wege zurücklegen zu müssen.

Auch die Umgebung verstärkt den Reiz: In unmittelbarer Nähe liegen die Flinders Street Station mit ihrer markanten gelben Fassade und Kuppel, die gotische St-Paul’s Cathedral, die Gassen („lanes“) mit Street Art und Cafés sowie die Uferpromenaden des Yarra mit weiteren Bars, Restaurants und Spazierwegen. Wenige Gehminuten entfernt erreichen Besucher die National Gallery of Victoria im Stadtteil Southbank und die Royal Botanic Gardens. Federation Square fungiert damit als perfekter Ausgangspunkt für Stadtspaziergänge.

Emotionale Momente entstehen gerade dann, wenn sich die verschiedenen Ebenen dieses Ortes überlagern: Wenn etwa ein traditioneller indigener Tanz im Rahmen eines Festivals auf einer der Bühnen aufgeführt wird, während sich im Hintergrund die Glasfassaden der Hochhäuser spiegeln und auf den großen Bildschirmen australische Sportteams angefeuert werden. Medienberichte lokaler Sender wie ABC Melbourne zeigen immer wieder genau diese Bilder, wenn sie von „Melbourne’s creative heart“ sprechen. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland eröffnet sich hier eine Perspektive auf ein Australien jenseits von Klischees wie Outback, Great Barrier Reef oder Surfstränden.

Auch, wer Architektur liebt, kommt auf seine Kosten: Die bewusst unruhige Geometrie des Platzes bietet immer neue Blickachsen. Beim Blick nach oben treffen zackige Metallkanten auf blauen Himmel, während sich abends das künstliche Licht in den Glasflächen bricht. Fotografen – vom Profi bis zum Smartphone-Nutzer – schätzen die Vielzahl an Kompositionen. Anders als bei vielen historischen Plätzen in Europa ist hier ständiger Wandel Teil des Konzepts: Lichtinstallationen, temporäre Kunstwerke oder saisonale Bühnen verändern immer wieder die Atmosphäre.

Mit seiner Mischung aus Zugänglichkeit (freier Eintritt zum Platz, oft kostenlose Veranstaltungen) und hoher kultureller Qualität entspricht Federation Square genau dem Typ urbaner Orte, die in aktuellen Stadtplanungsdiskursen weltweit diskutiert werden. Internationale Fachinstitutionen wie die „Project for Public Spaces“ nennen solche Plätze häufig als Beispiele dafür, wie öffentliche Räume soziale Integration, kulturelle Teilhabe und wirtschaftliche Belebung fördern können. Für Städte wie Berlin, Hamburg oder München, wo immer wieder über die Zukunft der Innenstädte gestritten wird, bietet Melbourne damit zumindest indirekt Anknüpfungspunkte zur Debatte.

Federation Square Melbourne in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist Federation Square ein Dauerthema: Reisende posten Sonnenuntergänge über dem Yarra, Street-Food-Erlebnisse, Museumsbesuche und Public-Viewing-Momente, die oft innerhalb weniger Stunden tausende Interaktionen erzielen. Wer seine Reise plant, kann sich über Plattformen wie YouTube, Instagram oder TikTok schnell einen Eindruck davon verschaffen, wie lebendig und vielseitig der Platz genutzt wird.

Häufige Fragen zu Federation Square Melbourne

Wo genau liegt Federation Square in Melbourne?

Federation Square befindet sich im Central Business District (CBD) von Melbourne, direkt an der Flinders Street und gegenüber der Flinders Street Station. Der Platz grenzt an die St-Paul’s Cathedral und liegt nur wenige Schritte vom Yarra River entfernt. Er ist damit einer der am besten erreichbaren Orte der Stadt, sowohl zu Fuß als auch mit der Straßenbahn.

Warum wurde Federation Square gebaut?

Federation Square wurde in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren als neues kulturelles Zentrum Melbournes geplant. Ziel war es, das zuvor von Bahnanlagen und Bürokomplexen genutzte Areal aufzuwerten und einen repräsentativen Platz zu schaffen, der an die australische Föderation von 1901 erinnert. Gleichzeitig sollten Museen, Veranstaltungsflächen und öffentliche Räume gebündelt werden, um Kultur und Stadtleben zu verbinden.

Welche Museen und Einrichtungen gibt es am Federation Square?

Zu den wichtigsten Institutionen am Federation Square gehören das Ian Potter Centre: NGV Australia, eine Dependance der National Gallery of Victoria mit Fokus auf australische Kunst, und das Australian Centre for the Moving Image (ACMI), das sich Film, Fernsehen, Games und digitaler Kultur widmet. Außerdem befinden sich im Ensemble Veranstaltungsflächen, das Atrium, Tourist-Informationen sowie verschiedene Cafés, Bars und Restaurants.

Kostet der Besuch von Federation Square Eintritt?

Der Zugang zum Platz selbst ist kostenfrei. Viele öffentliche Veranstaltungen wie Konzerte oder Sportübertragungen können kostenlos besucht werden. Museen und Ausstellungen haben teilweise freien Eintritt (insbesondere Dauerausstellungen), während für Sonderausstellungen Eintritt verlangt wird. Da Preise sich ändern können, sollten Besucher aktuelle Informationen auf den offiziellen Websites von Federation Square, der National Gallery of Victoria und ACMI prüfen.

Wann ist die beste Zeit, um Federation Square zu besuchen?

Federation Square ist das ganze Jahr über interessant, da der Platz von morgens bis abends belebt ist. Besonders stimmungsvoll sind die frühen Abendstunden, wenn die Lichter der Stadt angehen und Veranstaltungen beginnen. Klimatisch bieten Frühling (September bis November) und Herbst (März bis Mai) meist angenehme Temperaturen. Im australischen Sommer kann es sehr heiß werden; dann lohnt sich ein Besuch in den Morgen- oder späten Abendstunden.

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