FlÄmbahn in Norwegen: Warum die Flamsbana mehr ist als eine Panoramabahn
07.06.2026 - 06:58:28 | ad-hoc-news.deWenn sich die FlĂ„mbahn, lokal âFlamsbanaâ (âFlam-Bahnâ) genannt, aus dem kleinen Ort Flam in die steilen HĂ€nge des Aurlandsfjords schraubt, wirkt Norwegens Bergwelt wie eine BĂŒhne aus Fels, WasserfĂ€llen und Wolken. Das Tempo ist langsam, der Blick ununterbrochen spektakulĂ€r: eine der eindrucksvollsten Bahnstrecken Europas â und fĂŒr viele der emotionale Höhepunkt einer Reise durch Fjordnorwegen.
FlÄmbahn: Das ikonische Wahrzeichen von Flam
Die FlĂ„mbahn gilt als eine der steilsten normalspurigen Eisenbahnstrecken der Welt mit durchgehendem AdhĂ€sionsbetrieb, also ohne Zahnstange. Norwegische Tourismusorganisationen wie âNorway's Bestâ und Visit Norway heben hervor, dass der Zug zwischen dem Fjorddorf Flam und dem Bergbahnhof Myrdal rund 20 km Strecke und einen Höhenunterschied von etwa 860 m ĂŒberwindet, mit einer maximalen Steigung von ungefĂ€hr 55 â°.
Der kleine Ort Flam liegt am Ende des Aurlandsfjords, eines Seitenarms des berĂŒhmten Sognefjords in Westnorwegen. Die Umgebung gehört zu jener UNESCO-geschĂŒtzten Fjordlandschaft, zu der auch der benachbarte NĂŠrĂžyfjord zĂ€hlt. WĂ€hrend der NĂŠrĂžyfjord offiziell Weltnaturerbe ist, fungiert die FlĂ„mbahn als bequemstes âSchaufensterâ in diese dramatische Szenerie: Steile FelswĂ€nde, WasserfĂ€lle wie der Kjosfossen und verstreute Bergbauernhöfe ziehen langsam an den Fenstern vorbei.
FĂŒr Reisende aus Deutschland ist die Flamsbana besondere Attraktion und Verkehrsmittel zugleich. Sie verbindet die Bergenbahn (Bergensbanen) auf der Hochgebirgsetappe bei Myrdal mit dem Schiffverkehr auf dem Sognefjord rund um Flam. So lĂ€sst sich eine klassische Norwegen-Rundreise per Bahn und Schiff gestalten â oft als Baustein des beliebten âNorway in a nutshellâ-Konzepts, das auch von deutschen Medien wie GEO und dem ADAC-Reisemagazin als eine der schönsten Routen Skandinaviens beschrieben wird.
WĂ€hrend die steilen Zacken der Alpen vielen Leser:innen vertraut sind, wirkt die Kombination aus engen Tunneln, tosenden WasserfĂ€llen und tief eingeschnittenen Fjorden in Flam fast wie eine nordische Variante einer Alpen-Panoramabahn â nur deutlich rauer und ursprĂŒnglicher. Genau dieser Kontrast macht die FlĂ„mbahn so faszinierend.
Geschichte und Bedeutung von Flamsbana
Die Geschichte der Flamsbana ist eng mit der Entwicklung der Bergenbahn verbunden, der Eisenbahnstrecke, die Oslo mit Bergen verbindet. Nach Angaben norwegischer Bahnarchive und offizieller Informationen der Betreibergesellschaft wurde der Bau der FlÄmbahn in den 1920er-Jahren begonnen, um das abgelegene FlÄm-Tal besser an das norwegische Schienennetz und den Seeweg des Sognefjords anzubinden. Der offizielle Personenverkehr startete Anfang der 1940er-Jahre, nachdem die Strecke und die zahlreichen Tunnel fertiggestellt waren.
Die Topografie stellte die Ingenieure vor enorme Herausforderungen. Zwischen Myrdal, knapp 870 m ĂŒber dem Meer, und Flam auf Meereshöhe musste auf kurzer Distanz ein extremer Höhenunterschied ĂŒberwunden werden. Die Planer entschieden sich bewusst gegen eine Zahnstangenbahn und entwickelten stattdessen eine normalspurige Strecke mit aufwendigen Tunneln, Kehrschleifen und StĂŒtzmauern. Norwegische Eisenbahnhistoriker betonen, dass die FlĂ„mbahn schon in der Bauphase als technische Meisterleistung galt, da sie zu den weltweit steilsten Strecken dieser Art gehört.
UrsprĂŒnglich war die Bahn vor allem als GĂŒter- und Postverbindung gedacht. In der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts war Flam ein abgelegenes Tal mit begrenzter StraĂenanbindung; der Sognefjord diente als natĂŒrliche âAutobahnâ Westnorwegens. Ăber Myrdal konnte man Waren zwischen Fjorddörfern und der Hauptstadt Oslo wesentlich schneller transportieren. Mit dem Aufkommen des internationalen Tourismus im spĂ€ten 20. Jahrhundert verschob sich der Schwerpunkt jedoch deutlich: Aus der reinen Versorgungsader wurde eine der bekanntesten Touristenbahnen der Welt.
Heute spricht die norwegische Tourismusbranche von Hunderttausenden FahrgĂ€sten pro Jahr. Konkrete Besucherzahlen schwanken je nach Saison und werden nicht immer einheitlich veröffentlicht, doch die FlĂ„mbahn zĂ€hlt konstant zu den meistfrequentierten touristischen Einzelattraktionen Norwegens. Internationale Medien wie BBC und National Geographic stellen sie regelmĂ€Ăig in eine Reihe mit den spektakulĂ€rsten Eisenbahnstrecken weltweit.
FĂŒr Norwegen selbst ist die Flamsbana auch identitĂ€tsstiftend. Sie symbolisiert, wie das Land seine extremen Landschaften mit moderner Ingenieurskunst erschlossen hat, ohne den Charakter der Natur zu zerstören. Gleichzeitig ist sie eine wichtige Einnahmequelle fĂŒr die Region Aurland und unterstĂŒtzt lokale Hotels, Restaurants und Ausflugsangebote â von Fjordkreuzfahrten bis hin zu Wander- und Radtouren.
Architektur, Technik und besondere Merkmale
Wer in Flam in die FlĂ„mbahn einsteigt, sieht zunĂ€chst einen unscheinbaren Bahnhof: ein niedriger Bau aus Holz und Stein, der sich bewusst zurĂŒcknimmt, um den Blick auf Fjord und Berge nicht zu verstellen. Die ZĂŒge selbst bestehen aus modernen, klimatisierten Personenwagen mit groĂen Panoramafenstern. Gleichzeitig erinnert das Innendesign mit Holz- und Messingdetails an klassische Eisenbahnreisen â ein Detail, das von Reisejournalen wie dem âMerianâ-Magazin als Teil der besonderen AtmosphĂ€re hervorgehoben wird.
Technisch ist die Strecke bemerkenswert: Laut offiziellen Angaben verlĂ€uft sie auf etwa 20 km Strecke mit einem Höhendifferenz von rund 860 m und einer Maximalsteigung von ca. 55 â°, was bedeutet, dass der Zug auf 1.000 m horizontale Strecke 55 m Höhe gewinnt. Diese Steigung zieht sich ĂŒber weite Teile der Strecke. Ein Netz aus rund 20 Tunneln, teilweise in engen Kurven, sorgt dafĂŒr, dass der Zug die steilen TalhĂ€nge ĂŒberhaupt bewĂ€ltigen kann. Mehrere dieser Tunnel wurden damals per Hand in den Fels getrieben, eine Leistung, die norwegische IngenieurverbĂ€nde bis heute als herausragend wĂŒrdigen.
Eines der ikonischen Motive der Fahrt ist der Halt am Kjosfossen, einem mĂ€chtigen Wasserfall, der im Sommer besonders eindrucksvoll ist. Hier hĂ€lt die Flamsbana fĂŒr wenige Minuten, damit Passagiere auf einem Aussichtsplatz aussteigen und fotografieren können. Der SprĂŒhnebel liegt in der Luft, die Gischt ist oft bis in die Waggons zu spĂŒren. Gerade in der Schneeschmelze oder nach starken RegenfĂ€llen zeigt sich der Kjosfossen in voller Wucht.
Auf dem Weg von Flam nach Myrdal passiert der Zug kleine Stationen und einstige Haltepunkte, die teilweise nur noch fĂŒr Wandernde oder FerienhĂ€user genutzt werden. Diese einfachen Holzbauten erinnern an eine Zeit, in der die FlĂ„mbahn noch das wichtigste Verkehrsmittel fĂŒr die Talbewohner war. Viele deutsche ReisefĂŒhrer heben diesen Kontrast hervor: moderne touristische Infrastruktur einerseits, Relikte traditioneller Bahnarchitektur andererseits.
Stilistisch ist die FlĂ„mbahn keine âBauikoneâ im klassischen Sinne wie der Eiffelturm oder das Opernhaus von Sydney. Ihre Besonderheit liegt im Zusammenspiel von Ingenieurbauwerken â BrĂŒcken, Tunneln, StĂŒtzmauern â und der dramatischen Landschaft. Norwegische Ingenieurvereine verweisen in Fachpublikationen darauf, dass Sicherheit eine zentrale Rolle spielt: Die Strecke wird intensiv ĂŒberwacht, Lawinen- und Steinschlagrisiken werden permanent analysiert. Dadurch kann die Bahn ganzjĂ€hrig betrieben werden, auch wenn in Extremwintern temporĂ€re EinschrĂ€nkungen möglich sind.
Laut Angaben der Betreibergesellschaft und Berichten norwegischer Medien wurden in den letzten Jahrzehnten mehrere Modernisierungsschritte durchgefĂŒhrt: modernisierte Lokomotiven, verbesserte Bremssysteme und Komfort-Updates fĂŒr die Wagen. Gleichzeitig blieb der Charakter der Panoramabahn erhalten, sodass historische Anmutung und zeitgemĂ€Ăe Sicherheitstechnologie Hand in Hand gehen.
FlÄmbahn besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Wer aus Deutschland anreist, erlebt die FlĂ„mbahn meist als Teil einer gröĂeren Norwegenreise â ob mit dem Flugzeug nach Bergen oder Oslo, mit der FĂ€hre nach SĂŒdnorwegen oder im Rahmen einer lĂ€ngeren Skandinavienrundfahrt.
- Lage und Anreise
Flam liegt in Westnorwegen am Ende des Aurlandsfjords. Von Deutschland aus fĂŒhren die meisten Routen per Flug nach Oslo oder Bergen. Von Frankfurt (FRA), MĂŒnchen (MUC) oder Berlin (BER) bestehen in der Regel ganzjĂ€hrige Verbindungen nach Oslo und saisonale bzw. regelmĂ€Ăige Verbindungen nach Bergen ĂŒber groĂe internationale Drehkreuze. Konkrete FlugplĂ€ne und Airlines Ă€ndern sich, daher sollten Reisende aktuelle Verbindungen bei den Fluggesellschaften prĂŒfen.
Von Oslo oder Bergen aus ist Flam ideal per Bahn erreichbar. Die Bergenbahn verbindet Oslo und Bergen ĂŒber die Hochgebirgsetappe, auf der auch Myrdal liegt. Viele Reisende fahren ab Oslo oder Bergen zunĂ€chst mit der Bergenbahn nach Myrdal und steigen dort in die FlĂ„mbahn um. Offizielle Informationen von âNorway's Bestâ und norwegischen Bahnportalen empfehlen diese Kombination ausdrĂŒcklich.
Alternativ ist Flam auch mit dem Auto erreichbar. Die Strecke fĂŒhrt von Bergen aus ĂŒber gut ausgebaute StraĂen und Tunnel durch Fjordnorwegen. In Norwegen fallen auf vielen kĂŒrzeren Strecken keine klassischen Autobahnmautstationen an; es existiert aber ein System automatischer Mauterfassung (âAutoPASSâ) auf bestimmten StraĂen und Tunneln, das auch Mietwagen betrifft. Reisende sollten hier vorab die Konditionen ihres Mietwagenanbieters prĂŒfen.
Fernbusse und regionale Buslinien verbinden unter anderem Voss und Gudvangen mit Flam. Die offizielle Plattform âNorway's Bestâ beschreibt beispielsweise eine ganzjĂ€hrige Busverbindung zwischen Voss und Gudvangen, die sich gut mit Bahn und FjordfĂ€hren kombinieren lĂ€sst. - Fahrplan und Ăffnungszeiten
Die FlĂ„mbahn verkehrt laut offiziellen Betreiberangaben ganzjĂ€hrig. Die Anzahl der tĂ€glichen Fahrten variiert jedoch saisonal: In der Sommersaison (ungefĂ€hr Mai bis September) fahren deutlich mehr ZĂŒge als im Winter. Konkrete Abfahrtszeiten Ă€ndern sich jedes Jahr, auch abhĂ€ngig von Anschlussverbindungen und Kreuzfahrtschiffen. Deshalb empfiehlt die Betreibergesellschaft, den aktuellen Fahrplan und eventuelle saisonale Anpassungen direkt auf der offiziellen FlĂ„mbahn-Webseite oder bei âNorway's Bestâ zu prĂŒfen.
Ein wichtiges Detail: Die Zugfahrt dauert pro Strecke ungefĂ€hr 50 bis 60 Minuten. Viele Reisende planen eine einfache Fahrt bergauf oder bergab und kombinieren diese mit Wanderungen oder einer RĂŒckfahrt per Zug. Andere entscheiden sich fĂŒr eine Hin- und RĂŒckfahrt am selben Tag. - Tickets und Preise
Die Ticketpreise fĂŒr die Flamsbana unterliegen saisonalen Anpassungen und können zwischen Haupt- und Nebensaison deutlich variieren. Norwegische Tourismusportale betonen, dass sich eine frĂŒhzeitige Online-Reservierung empfiehlt, insbesondere in den Sommermonaten und an Tagen mit vielen KreuzfahrtanlĂ€ufen in Flam. Konkrete EurobetrĂ€ge schwanken mit Wechselkursen und Preispolitik, daher ist eine tagesaktuelle PrĂŒfung auf der offiziellen Buchungsseite sinnvoll. GrundsĂ€tzlich können Reisende mit einem Preisniveau rechnen, das höher liegt als bei vergleichbaren Nahverkehrsstrecken in Deutschland, was fĂŒr touristische Panoramabahnen international typisch ist. - Beste Reisezeit
Die FlĂ„mbahn ist zu jeder Jahreszeit eindrucksvoll, aber das Erlebnis verĂ€ndert sich deutlich. Im spĂ€ten FrĂŒhling und Sommer sind die Tage lang, die Berge grĂŒn, und WasserfĂ€lle fĂŒhren viel Schmelzwasser. Dies ist die klassische Hochsaison: viele Kreuzfahrtschiffe, hohe Nachfrage und volles Betriebsprogramm. Der NĂŠrĂžyfjord zeigt sich dann von seiner fotogensten Seite.
Im Herbst fĂ€rben sich die HĂ€nge in Gelb- und Rottönen, die Stimmung wirkt ruhiger und weniger ĂŒberlaufen. Der Winter bietet ein ganz eigenes Erlebnis: verschneite Gipfel, tiefstehende Sonne und oft eine stille, fast mystische AtmosphĂ€re. Allerdings sind Wintertage kurz, und einzelne Ausflugsangebote (etwa bestimmte Fjordkreuzfahrten oder Wanderungen) können eingeschrĂ€nkt sein. Deutsche Reisemedien empfehlen, wer FlexibilitĂ€t hat, die Randzeiten der Saison zu nutzen â also spĂ€ten FrĂŒhling und frĂŒhen Herbst â, um gutes Licht mit moderaterem Andrang zu verbinden. - Sprache, Zahlung und Trinkgeld
In Flam und entlang der FlÄmbahn sind Englischkenntnisse sehr weit verbreitet. Viele Mitarbeitende im Tourismus sprechen zudem weitere Sprachen, teilweise auch Deutsch, insbesondere an stark frequentierten Attraktionen. Verlassen sollten sich Reisende darauf jedoch nicht; Englisch ist der sicherste gemeinsame Nenner.
Norwegen ist ein ausgesprochen kartenfreundliches Land. Fast ĂŒberall lassen sich Zahlungen mit Kreditkarte oder gĂ€ngigen Debitkarten vornehmen; Mobile-Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay sind in touristischen Bereichen verbreitet. Bargeld wird zwar akzeptiert, spielt aber im Alltag eine geringere Rolle als in vielen Regionen Deutschlands. Girokarten deutscher Banken funktionieren nicht immer zuverlĂ€ssig; eine Kreditkarte (Visa/Mastercard) ist empfehlenswert.
Trinkgeld ist in Norwegen anders verankert als in Deutschland. Serviceentgelte sind in Restaurantpreisen meist bereits enthalten, und es gibt keine Pflicht zum Trinkgeld. Bei gutem Service ist ein Aufrunden um einige Prozent jedoch ĂŒblich und wird geschĂ€tzt. Im Zug selbst ist kein Trinkgeld erforderlich. - Klima und Kleidung
Das Klima in Flam und im Hochgebirge bei Myrdal kann sich innerhalb kurzer Zeit Ă€ndern. Selbst im Sommer liegen die Temperaturen im Hochland deutlich unter denen am Fjord. Deutsche ReisefĂŒhrer empfehlen das Zwiebelprinzip: mehrere dĂŒnne Schichten, eine wind- und regenfeste Jacke sowie festes Schuhwerk, vor allem wenn Fotostopps und SpaziergĂ€nge eingeplant sind. Im Winter sind MĂŒtze, Handschuhe und rutschfeste Schuhe empfehlenswert. - Zeitzone und Tageslicht
Norwegen liegt wie Deutschland in der mitteleuropĂ€ischen Zeitzone (MEZ) und wechselt ebenfalls zur MitteleuropĂ€ischen Sommerzeit (MESZ). Ein Zeitunterschied besteht daher in der Regel nicht. Was sich jedoch stark unterscheidet, ist die Tageslichtdauer: In Westnorwegen sind die SommernĂ€chte lang, wĂ€hrend im Winter die Tage sehr kurz sein können â ein wichtiger Faktor fĂŒr die Planung von Bahnfahrten, wenn man möglichst viel Landschaft im Tageslicht sehen möchte. - Einreisebestimmungen
Norwegen gehört zum Schengenraum, ist aber nicht Mitglied der EuropĂ€ischen Union. FĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger ist die Einreise in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass möglich, wenn es sich um touristische Kurzaufenthalte handelt. Da sich Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen Ă€ndern können, sollten Reisende die aktuellen Hinweise und Detailregelungen vor der Reise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen.
Warum Flamsbana auf jede Flam-Reise gehört
FĂŒr viele Reisende aus Deutschland ist die Fahrt mit der FlĂ„mbahn der Moment, in dem Norwegens Landschaft endgĂŒltig unter die Haut geht. Anders als bei einer schnellen Autofahrt oder einem Fjordblick vom Deck eines Kreuzfahrtschiffs erleben FahrgĂ€ste die Szenerie in einem Tempo, das Zeit zum Schauen lĂ€sst. Der Zug klettert langsam, hĂ€lt an besonders beeindruckenden Punkten und bietet aus nahezu jedem Fenster freie Sicht auf TĂ€ler, FelswĂ€nde und WasserfĂ€lle.
Die Kombination aus Technikgeschichte und Naturerlebnis macht die Flamsbana einzigartig: Es ist eine Reise durch die norwegische Moderne â vom Hochgebirgsbahnhof Myrdal, eingebunden in das landesweite Schienennetz, hinunter in ein Tal, dessen steile HĂ€nge lange nur schwer erreichbar waren. ReisefĂŒhrer von HĂ€usern wie Marco Polo oder dem ADAC verweisen darauf, dass gerade diese Verbindung aus Alltags-Infrastruktur und touristischer Inszenierung den besonderen Reiz der Strecke ausmacht.
Wer Norwegen nur kurz besucht, etwa im Rahmen einer Kreuzfahrt, erlebt mit einer Fahrt auf der FlĂ„mbahn in nur wenigen Stunden eine kondensierte Version des Landes: Fjorde, Berge, WasserfĂ€lle, technische Meisterschaft, nordische Wetterstimmungen. Wer eine lĂ€ngere Reise plant, sollte Flam als Hub einbauen: Ăbernachtungen im Tal ermöglichen Wanderungen auf Höhenwegen, Fahrradtouren auf alten Bahntrassen oder Bootstouren auf dem NĂŠrĂžyfjord, der als einer der spektakulĂ€rsten Fjorde ĂŒberregional gilt.
Viele Reisende kombinieren die FlĂ„mbahn mit einer klassischen Rundreise: Fahrt mit der Bergenbahn von Oslo nach Myrdal, dann mit der Flamsbana nach Flam, im Anschluss eine Fjordkreuzfahrt nach Gudvangen, von dort per Bus nach Voss und schlieĂlich weiter mit der Bergenbahn nach Bergen. Diese Schleife, von norwegischen Anbietern als âNorway in a nutshellâ beworben, ist auch in deutschen Medien prĂ€sent und wird wegen ihrer Kombination aus Natur, Komfort und Vielseitigkeit als ideale Einstiegsroute fĂŒr Skandinavien-Neulinge beschrieben.
Gerade fĂŒr Familien oder Reisende, die körperlich nicht anspruchsvoll wandern möchten, ist die FlĂ„mbahn eine barrierearme Möglichkeit, tief in die norwegische Bergwelt vorzudringen. SitzplĂ€tze, Toiletten an den Bahnhöfen und eine klare Struktur aus festen FahrplĂ€nen bieten ein GefĂŒhl von Sicherheit, das in extremen Landschaften nicht selbstverstĂ€ndlich ist.
FlĂ„mbahn in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke
In den sozialen Medien ist die Flamsbana lĂ€ngst ein Lieblingsthema von Reisebloggern, Fotograf:innen und Eisenbahnfans. Besonders beliebt sind Zeitraffer-Videos der kompletten Strecke von Flam nach Myrdal, Sequenzen vom Halt am Kjosfossen und stimmungsvolle Winteraufnahmen mit verschneiten Tunneln. Viele Nutzer:innen teilen ihre Aufnahmen unter Hashtags wie #Flamsbana oder #FlamRailway, oft kombiniert mit EindrĂŒcken von Fjordkreuzfahrten und Bergen-StĂ€dtetrips.
FlĂ„mbahn â Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
HÀufige Fragen zu FlÄmbahn
Wo genau liegt die FlÄmbahn?
Die FlÄmbahn verkehrt zwischen dem Fjordort Flam am Ende des Aurlandsfjords in Westnorwegen und dem Bergbahnhof Myrdal an der Bergenbahn. Flam liegt in der Region Vestland, etwa auf halber Strecke zwischen Bergen und Oslo, wenn man den Landweg betrachtet.
Wie lange dauert eine Fahrt mit der Flamsbana?
Eine einfache Fahrt mit der Flamsbana dauert in der Regel etwa 50 bis 60 Minuten. Auf dieser relativ kurzen Zeitspanne ĂŒberwindet der Zug rund 20 km Strecke und knapp 860 Höhenmeter, inklusive Halt am Wasserfall Kjosfossen.
Ist die FlĂ„mbahn das ganze Jahr ĂŒber in Betrieb?
Nach Angaben der offiziellen Betreiber fĂ€hrt die FlĂ„mbahn grundsĂ€tzlich ganzjĂ€hrig, wobei sich Fahrplan und Frequenz je nach Saison Ă€ndern. In der Hauptsaison Sommer verkehren mehr ZĂŒge pro Tag, im Winter ist das Angebot reduziert. Konkrete Abfahrtszeiten sollten direkt beim Anbieter geprĂŒft werden.
Eignet sich die Flamsbana fĂŒr eine Reise mit Kindern?
Ja, die Fahrt mit der FlĂ„mbahn gilt als familienfreundlich. Die Zugfahrt ist vergleichsweise kurz, abwechslungsreich und bietet viele visuelle EindrĂŒcke, die auch Kinder faszinieren. Eltern sollten in der Hochsaison SitzplĂ€tze im Voraus reservieren, um entspannt reisen zu können.
Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr die FlĂ„mbahn?
Die beliebteste Reisezeit sind die Sommermonate von etwa Juni bis August, wenn Tage lang und Landschaft besonders grĂŒn sind. Wer weniger Trubel schĂ€tzt, findet im spĂ€ten FrĂŒhling und frĂŒhen Herbst einen guten Kompromiss aus angenehmem Wetter, eindrucksvollen Farben und moderaterem Andrang. Im Winter wirken Strecke und Fjordlandschaft ruhiger und atmosphĂ€risch, allerdings bei deutlich kĂŒrzeren Tagen.
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