Geirangerfjord, Reise

Geirangerfjord: Norwegens dramatischer Welterbe-Fjord

29.05.2026 - 00:30:00 | ad-hoc-news.de

Der Geirangerfjord, lokal Geirangerfjorden, gehört zu Norwegens spektakulÀrsten Landschaften. Warum dieser UNESCO-Fjord bei Geiranger Reisende aus Deutschland so fasziniert.

Geirangerfjord, Reise, Norwegen
Geirangerfjord, Reise, Norwegen

Wenn morgens der Nebel lautlos ĂŒber dem Geirangerfjord aufreißt und die ersten Sonnenstrahlen die steilen FelswĂ€nde vergolden, wirkt der Geirangerfjorden wie eine BĂŒhne fĂŒr die Natur selbst. Die WasserfĂ€lle rauschen hunderte Meter in die Tiefe, winzige Bauernhöfe klammern sich an fast senkrechte HĂ€nge – und unten gleiten lautlos FĂ€hren und Kajaks ĂŒber das tiefblaue Wasser.

Geirangerfjord: Das ikonische Wahrzeichen von Geiranger

Der Geirangerfjord, auf Norwegisch Geirangerfjorden (sinngemĂ€ĂŸ „Fjord von Geiranger“), ist einer der berĂŒhmtesten Fjorde des Landes und ein Sinnbild fĂŒr die wilde KĂŒstenlandschaft Westnorwegens. Er liegt im Nordwesten Norwegens in der Region SunnmĂžre und endet im kleinen Ort Geiranger, der in den Sommermonaten zu einem der meistbesuchten Reiseziele des Landes wird.

Offizielle Tourismusorganisationen wie Visit Norway und regionale Anbieter beschreiben den Geirangerfjord als einen der „dramatischsten und schönsten Fjorde Norwegens“ und stellen seine steilen, bis zu viele hundert Meter hohen FelswĂ€nde, seine tief eingeschnittene Form und die markanten WasserfĂ€lle in den Mittelpunkt. Fachmagazine wie GEO und Reiseverlage wie Marco Polo heben hervor, dass kaum ein anderer Fjord einen derart kompakten Mix aus spektakulĂ€rer Landschaft, leichter Erreichbarkeit und touristischer Infrastruktur bietet – ein wichtiger Punkt gerade fĂŒr Reisende aus Deutschland.

Seit 2005 steht der Geirangerfjord gemeinsam mit dem NĂŠrĂžyfjord als Teil der „Westnorwegischen Fjorde“ auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Laut UNESCO zĂ€hlt dieses Gebiet zu den weltweit bedeutendsten natĂŒrlichen Fjordlandschaften; entscheidend sind die nahezu unberĂŒhrte Natur, die geologische Geschichte der Eiszeiten und die außergewöhnliche Schönheit der Szenerie. FĂŒr viele Norwegen-Reisende ist der Geirangerfjord damit mehr als ein Ausflugsziel – er ist ein Symbol fĂŒr den „Traum von Norwegen“.

Geschichte und Bedeutung von Geirangerfjorden

Die Geschichte des Geirangerfjords beginnt lange vor menschlicher Besiedelung. Wie alle großen norwegischen Fjorde ist er ein Produkt der Eiszeiten: Über Zehntausende von Jahren haben mĂ€chtige Gletscher die Gesteinsschichten ausgeschĂŒrft und ein tiefes U-förmiges Tal geschaffen, das sich spĂ€ter mit Meerwasser fĂŒllte. Geologische Fachliteratur und UNESCO-Unterlagen sprechen von einer der eindrucksvollsten glazial geformten Landschaften der Welt; am Geirangerfjord lĂ€sst sich das Zusammenwirken von Eis, Fels und Meer besonders deutlich ablesen.

ArchĂ€ologische Funde und historische Quellen deuten darauf hin, dass die Region rund um Geirangerfjorden seit Jahrhunderten, vermutlich seit ĂŒber tausend Jahren, besiedelt ist. Der Fjord bot einerseits Zugang zum Meer und zu Handelsrouten, andererseits schĂŒtzte die umgebende Bergwelt vor harschen Wetterbedingungen des Nordatlantiks. Kleine Bauernhöfe, die sogenannten „FjordgĂ„rder“, entstanden an den HĂ€ngen; viele waren nur ĂŒber extrem steile Pfade oder Leitern erreichbar. Norwegische Museen und Lokalhistoriker erzĂ€hlen von einem Leben, das von Selbstversorgung, Viehzucht und Fischerei geprĂ€gt war – und von der permanenten Gefahr von SteinschlĂ€gen und Lawinen.

Im 19. und frĂŒhen 20. Jahrhundert begann die touristische Entdeckung des Geirangerfjords. Mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt und spĂ€ter der Kreuzschifffahrt wurde der abgelegene Ort Geiranger zunehmend erreichbar. Reiseliteratur jener Zeit, zitiert etwa von skandinavischen Kulturhistorikern, schwĂ€rmt von der „SublimitĂ€t“ der Fjordlandschaft: Die Kombination aus Enge, Höhe, WasserfĂ€llen und Lichtstimmungen galt als Inbegriff romantischer Naturerfahrung. Erste Hotels entstanden, und der Fjord wurde zu einem festen Programmpunkt fĂŒr Kreuzfahrten entlang der norwegischen KĂŒste.

Die Ernennung der „Westnorwegischen Fjorde“ – inklusive Geirangerfjord – zum UNESCO-Welterbe im Jahr 2005 markiert einen modernen Wendepunkt. Die UNESCO betont zum einen die außergewöhnliche natĂŒrliche Schönheit, zum anderen die Notwendigkeit von Schutz- und ManagementplĂ€nen, um die wachsenden Besucherzahlen mit Natur- und Kulturschutz in Einklang zu bringen. Norwegische Behörden und lokale Verwaltungen entwickelten daraufhin Konzepte fĂŒr nachhaltigen Tourismus, Verkehrslenkung und den Erhalt der teils verlassenen Höfe an den HĂ€ngen des Fjords.

Kulturell ist der Geirangerfjorden heute tief im nationalen SelbstverstĂ€ndnis Norwegens verankert. Die Fjordlandschaft ist Motiv auf Reisepostern, in TV-Dokumentationen, in Filmen und in der Tourismuswerbung des Landes. FĂŒr ein deutschsprachiges Publikum lĂ€sst sich seine Bedeutung vielleicht mit der Rolle des Rheintals zwischen Bingen und Koblenz vergleichen – nur deutlich wilder, steiler und ursprĂŒnglicher.

Architektur, Naturwunder und besondere Merkmale

Streng genommen ist der Geirangerfjord kein menschlich geschaffenes Bauwerk, sondern ein geologisches Naturmonument. Dennoch besitzt die Landschaft eine fast architektonische Struktur: SteilwĂ€nde, die wie gigantische Kathedralen wirken, natĂŒrliche „Balkone“ aus Fels, auf denen Höfe errichtet wurden, und die vertikal fallenden Linien von WasserfĂ€llen wie „Sieben Schwestern“ und „Freier“. Diese Namen sind fester Bestandteil der ErzĂ€hlungen rund um den Fjord; lokale Tourguides und offizielle Informationsschilder greifen sie auf.

Ein zentrales Merkmal sind die WasserfĂ€lle. Besonders bekannt sind die „Sieben Schwestern“ (norwegisch „De syv sĂžstrene“) – eine Gruppe paralleler WasserfĂ€lle auf der Nordseite des Fjords – und der gegenĂŒberliegende Wasserfall „Der Freier“, zu dem eine romantische Legende erzĂ€hlt wird: Der Freier habe vergeblich um die Hand der sieben Schwestern angehalten. In ReisefĂŒhrern und bei Schiffsansagen werden diese Geschichten immer wieder erzĂ€hlt und verstĂ€rken die emotionale Bindung der Besucher an den Ort.

Ebenfalls markant sind die verlassenen Höfe wie SkageflĂ„ oder KnivsflĂ„, die sich an halsbrecherischen Standorten ĂŒber dem Fjord befinden. Historische Aufnahmen und Berichte norwegischer Heimatmuseen zeigen, wie Menschen hier mit minimaler FlĂ€che, aber spektakulĂ€rer Aussicht gelebt haben. Einige dieser Höfe wurden restauriert oder gesichert und sind heute im Rahmen gefĂŒhrter Wanderungen zugĂ€nglich; sie gelten als eindrucksvolle Zeugnisse lĂ€ndlichen Lebens in Norwegen vor der Motorisierung und vor modernen Verkehrswegen.

Ein weiterer architektonischer Akzent ist der Ort Geiranger selbst am Ende des Fjords. Hier mischen sich traditionelle Holzbauten mit modernen Hotels und Besucherzentren. Das norwegische Straßenbauamt hat in den letzten Jahrzehnten mehrere spektakulĂ€re Aussichtsstraßen geschaffen, die den Fjord zusĂ€tzlich in Szene setzen: Dazu gehören die Serpentinen der Straße RV63 ĂŒber den Pass Djupvasshytta sowie die beliebten Aussichtspunkte Flydalsjuvet und Ørnesvingen. Reiseverlage wie ADAC Reisemagazin und National Geographic Deutschland prĂ€sentieren diese Aussichtspunkte regelmĂ€ĂŸig als Höhepunkte einer Rundreise durch Westnorwegen.

Aus naturkundlicher Sicht sind auch Flora und Fauna bedeutsam. Die BerghĂ€nge tragen je nach Höhenlage dichte WĂ€lder, Wiesen und alpine Vegetation; in der Region leben unter anderem Adler, Robben und verschiedene Fischarten. Umweltorganisationen und norwegische Behörden verweisen darauf, dass das sensible Ökosystem des Fjords zunehmend unter Druck steht – durch Schiffsemissionen, LĂ€rm und steigende Besucherzahlen. Deswegen gehören Umweltauflagen fĂŒr Schiffe und Maßnahmen zum Schutz der WasserqualitĂ€t zu den aktuellen Schwerpunkten im Fjord-Management.

Geirangerfjord besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Geirangerfjord liegt an der WestkĂŒste Norwegens, etwa in der Mitte zwischen Bergen und Trondheim. Da es keine direkte Flugverbindung deutscher Airlines nach Geiranger gibt, erfolgt die Anreise in der Regel ĂŒber grĂ¶ĂŸere norwegische StĂ€dte. FĂŒr Reisende aus Deutschland bieten sich insbesondere Oslo, Bergen oder Ålesund als Einstiegspunkte an, die von verschiedenen europĂ€ischen Fluggesellschaften bedient werden. Von Frankfurt oder MĂŒnchen aus ist man mit einem Umstieg in der Regel in rund 4 bis 6 Stunden Flugzeit in Westnorwegen; von dort geht es mit Mietwagen, Bus oder (in der Saison) mit Schiff weiter nach Geiranger. Zeitlose Planungsempfehlung: Je nach gewĂ€hlter Route sollten fĂŒr die Anreise von Deutschland nach Geiranger mindestens ein ganzer Reisetag und teils FĂ€hrĂŒberfahrten eingeplant werden.
  • Anreise per Auto und FĂ€hre
    Viele Reisende aus Deutschland kombinieren den Besuch des Geirangerfjords mit einem Roadtrip durch Skandinavien. Mit dem Auto fĂŒhrt der Weg meist ĂŒber DĂ€nemark und eine der FĂ€hrverbindungen nach Norwegen (z.?B. Hirtshals–Kristiansand oder Kiel–Oslo, angeboten von verschiedenen Reedereien). Von Oslo oder Kristiansand aus geht es auf gut ausgebauten Hauptstraßen Richtung WestkĂŒste. In Norwegen sind einige Straßen mautpflichtig; Informationsportale zum Straßenverkehr weisen darauf hin, dass MautgebĂŒhren in der Regel elektronisch erfasst werden. Die Strecke nach Geiranger umfasst Serpentinenstraßen mit starken Steigungen und engen Kurven – insbesondere die Zufahrten von SĂŒden und Norden. Fahrerinnen und Fahrer aus Deutschland sollten dafĂŒr ausreichend Fahrzeit einplanen und gegebenenfalls Erfahrung mit Gebirgsstraßen mitbringen.
  • Anreise mit Bahn und Bus
    Direkte Bahnverbindungen bis Geiranger gibt es nicht. Eine kombinierte Anreise ist jedoch möglich: Beispielsweise per Zug von Oslo nach Åndalsnes oder DombĂ„s (Norwegische Staatsbahn), anschließend weiter mit Buslinien oder Mietwagen Richtung Geiranger. Internationale Anbieter wie Deutsche Bahn und ÖBB bieten Tickets nach Oslo oder Bergen in Kombination mit FĂ€hr- oder Flugabschnitten an; die Details Ă€ndern sich jedoch regelmĂ€ĂŸig. FĂŒr eine zeitlos gĂŒltige Planung gilt: Die Bahnfahrt durch das norwegische Binnenland ist landschaftlich sehr reizvoll, erfordert aber mehrere Umstiege, bevor der Fjord erreicht wird.
  • Öffnungszeiten
    Der Fjord selbst ist als Naturraum grundsĂ€tzlich ganzjĂ€hrig zugĂ€nglich. Viele touristische Angebote – etwa LinienfĂ€hren im Fjord, bestimmte Aussichtsstraßen, Hotels und Restaurants – konzentrieren sich allerdings auf die Saison von spĂ€ten FrĂŒhling bis frĂŒhen Herbst. StraßenpĂ€sse wie die Zufahrt zu Aussichtspunkten können in der schneereichen Jahreszeit temporĂ€r geschlossen sein. Da FahrplĂ€ne und Öffnungszeiten regelmĂ€ĂŸig angepasst werden, sollten Reisende vorab direkt bei lokalen Tourismusinformationen, Reedereien oder dem offiziellen Besucherzentrum von Geirangerfjord die aktuellen Zeiten prĂŒfen.
  • Eintritt und Kosten
    Der Zugang zu Geirangerfjorden als Naturformation ist kostenlos. Kosten entstehen in erster Linie fĂŒr Transport (FĂ€hre, Ausflugsschiffe, Busse), ParkplĂ€tze, gefĂŒhrte Touren und AktivitĂ€ten wie Kajakfahren oder gefĂŒhrte Wanderungen. Da sich Preise je nach Anbieter, Saison und Wechselkurs Ă€ndern, empfiehlt sich eine zeitnahe Recherche bei den gewĂŒnschten Dienstleistern. Generell ist das Preisniveau in Norwegen höher als in Deutschland; Reiseverlage und Verbraucherportale empfehlen ein entsprechend angepasstes Budget, insbesondere fĂŒr Verpflegung und Übernachtungen.
  • Beste Reisezeit
    FĂŒr die meisten Besucher aus Deutschland ist die beste Reisezeit fĂŒr den Geirangerfjord der Zeitraum von spĂ€tem Mai bis Anfang September. Dann sind Bergstraßen und Aussichtspunkte am zuverlĂ€ssigsten geöffnet, die Schiffsverbindungen im Fjord sind hĂ€ufig, und die Temperaturen liegen meist im angenehmen Bereich. In den Sommermonaten Juni bis August kann es jedoch sehr voll werden, insbesondere an Tagen, an denen Kreuzfahrtschiffe im Ort liegen. Wer ruhigere Momente sucht, plant Fahrten auf dem Fjord frĂŒh morgens oder am spĂ€ten Nachmittag und weicht, wenn möglich, auf Nebensaisonmonate wie Ende Mai oder September aus. Winterbesuche sind landschaftlich eindrucksvoll, aber logistisch anspruchsvoller, mit stĂ€rker eingeschrĂ€nktem Angebot.
  • Klima und Kleidung
    Das Wetter im Geirangerfjorden ist vom Atlantik beeinflusst und kann schnell wechseln. Selbst im Hochsommer können Regen, Nebel und frischer Wind auftreten; Temperaturen liegen hĂ€ufig zwischen etwa 10 und 20?°C. Erfahrene Norwegen-Reisende empfehlen das Zwiebelschalenprinzip: wasser- und winddichte Oberbekleidung, feste Schuhe mit Profil, MĂŒtze und eventuell Handschuhe fĂŒr Fahrten auf offenen Schiffdecks. FĂŒr Wanderungen sind stabile Wanderschuhe, Regenkleidung und ein Tagesrucksack mit warmer Reservekleidung sinnvoll.
  • Sprache und VerstĂ€ndigung
    Offizielle Amtssprache in Norwegen ist Norwegisch. In der Region Geiranger wird im Alltag Norwegisch gesprochen, doch gerade in touristischen Betrieben wird Englisch sehr gut verstanden. Deutsch wird vereinzelt gesprochen, insbesondere in Hotels und bei Anbietern, die traditionell viele GĂ€ste aus dem deutschsprachigen Raum betreuen. FĂŒr die grundlegende Kommunikation reichen Englischkenntnisse meist aus. Ein paar norwegische Höflichkeitsfloskeln werden jedoch sehr positiv aufgenommen.
  • Zahlung, WĂ€hrung und Trinkgeld
    In Norwegen gilt die Norwegische Krone (NOK). FĂŒr deutsche Reisende ist es ĂŒblich, Preise zunĂ€chst in Euro zu denken; grobe Umrechnungen helfen bei der Orientierung, allerdings schwanken Wechselkurse. Kreditkarte oder Debitkarte werden nahezu ĂŒberall akzeptiert – auch fĂŒr kleinere BetrĂ€ge, etwa beim Kauf eines Kaffees. Bargeld wird immer seltener genutzt; viele Norweger zahlen fast ausschließlich kontaktlos. Trinkgeld ist nicht so stark verankert wie in einigen anderen LĂ€ndern: In Restaurants ist ein Aufschlag von etwa 5 bis 10?% ĂŒblich, wenn man mit Service zufrieden war. Im Taxi wird aufgerundet. Zwingend erwartet wird Trinkgeld jedoch meist nicht, da Löhne entsprechend kalkuliert sind.
  • Zeitzone und Tageslicht
    Norwegen liegt wie Deutschland in der MitteleuropĂ€ischen Zeitzone (MEZ) und verwendet ebenfalls die Sommerzeit (MESZ). Es besteht daher normalerweise keine Zeitverschiebung. Allerdings unterscheiden sich die TageslichtverhĂ€ltnisse: In den Sommermonaten werden die Abende in Geiranger extrem lang, die Sonne geht sehr spĂ€t unter oder es bleibt dĂ€mmerig. Im Winter hingegen sind die Tage deutlich kĂŒrzer. Das kann fĂŒr AktivitĂ€ten und Fotozeiten von Bedeutung sein.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Norwegen gehört zum Schengen-Raum. Deutsche StaatsbĂŒrger können in der Regel mit gĂŒltigem Personalausweis oder Reisepass einreisen, Details können sich jedoch Ă€ndern. Deshalb sollten deutsche StaatsbĂŒrger vor der Reise die aktuellen Einreisebestimmungen und Hinweise zu Gesundheit und Sicherheit beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen. FĂŒr medizinische NotfĂ€lle ist die EuropĂ€ische Krankenversicherungskarte (EHIC) hilfreich; zusĂ€tzliche Auslandsreiseversicherungen können sinnvoll sein, insbesondere wegen möglicher RĂŒcktransportkosten.
  • Nachhaltigkeit und Verhalten vor Ort
    Angesichts der sensiblen Natur des Geirangerfjords legen lokale Behörden und Umweltorganisationen zunehmend Wert auf nachhaltiges Reisen. Dazu gehören Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen im Fjord, zur EindĂ€mmung von MĂŒll und zur Lenkung von Besucherströmen. Reisende aus Deutschland können hierzu beitragen, indem sie auf MĂŒllvermeidung achten, gekennzeichnete Wege nicht verlassen, lokale Anbieter mit nachweislich nachhaltigen Konzepten bevorzugen und bei AktivitĂ€ten auf kleine Gruppen achten. In Informationszentren vor Ort werden entsprechende Empfehlungen kommuniziert.

Warum Geirangerfjorden auf jede Geiranger-Reise gehört

Der Geirangerfjord ist nicht einfach nur ein Fotomotiv, sondern ein intensives Naturerlebnis. Auf einer Schiffsfahrt lĂ€sst sich der Fjord aus der Perspektive der Seefahrer erleben, die ĂŒber Jahrhunderte diese engen Wasserstraßen nutzten. Die steilen WĂ€nde scheinen zum Greifen nah, WasserfĂ€lle donnern direkt neben dem Schiff in die Tiefe, und kleine Berghöfe tauchen im Augenwinkel erneut auf, wenn das Schiff eine Kurve nimmt. Viele Reisende berichten, dass sie auf dem offenen Deck einfach nur staunen – und die Stille genießen, wenn der Schiffsmotor verstummt.

Auch an Land bietet der Geirangerfjorden zahlreiche Perspektiven. Vom Aussichtspunkt Flydalsjuvet etwa eröffnet sich ein ikonischer Blick ĂŒber das Dorf Geiranger, die Bucht und den Fjord, der sich in die Berge frĂ€st – ein Motiv, das in unzĂ€hligen BildbĂ€nden und Reisemagazinen zu finden ist. Am Aussichtspunkt Ørnesvingen windet sich die Straße in Serpentinen die Flanke hinauf; von oben blickt man auf eine der spektakulĂ€rsten Kurven des Fjords. Diese Aussichtspunkte sind mit ParkplĂ€tzen, Infotafeln und teilweise mit Aussichtsplattformen ausgestattet, was sie auch fĂŒr weniger geĂŒbte Wanderer zugĂ€nglich macht.

Wer die Umgebung sportlicher erkunden möchte, findet ein engmaschiges Netz an Wanderwegen verschiedener Schwierigkeitsgrade. Leichte Spazierwege fĂŒhren beispielsweise zu Aussichtspunkten direkt ĂŒber dem Ort Geiranger, anspruchsvollere Touren gehen hinauf zu alten Bergbauernhöfen oder tief in die umliegenden TĂ€ler. Lokale Anbieter und Wanderkarten informieren ĂŒber Höhenmeter, Gehzeiten und notwendige AusrĂŒstung. FĂŒr Familien aus Deutschland sind vor allem die kĂŒrzeren Touren mit klar definiertem Ziel – etwa ein Wasserfall oder ein Aussichtspunkt – attraktiv.

Ein weiterer Grund, warum der Geirangerfjord so prĂ€sent in ReiseplĂ€nen ist, liegt in der Kombination mit anderen Highlights Norwegens. Viele Rundreisen durch das Land verknĂŒpfen ihn mit der Atlantikstraße, mit dem Trollstigen-Pass, mit Bergen oder mit dem NĂŠrĂžyfjord weiter sĂŒdlich. ReisefĂŒhrer beschreiben oftmals klassische Routen, die in 10 bis 14 Tagen einen Querschnitt durch Westnorwegen bieten; der Geirangerfjord gilt dabei fast immer als einer der Höhepunkte. FĂŒr Reisende aus Deutschland, die nur begrenzt Urlaubstage haben, ist dieser „Baukasten“ ein wichtiges Planungstool.

Nicht zuletzt spielt auch die emotionale Wirkung des Geirangerfjorden eine Rolle: Viele Besucher berichten davon, dass der Fjord sie an die Kleinheit des Menschen im Vergleich zur Natur erinnert – ohne bedrohlich zu wirken. Die Kombination aus Höhe und Tiefe, Licht und Schatten, Stille und Wasserrauschen schafft eine AtmosphĂ€re, die lange im GedĂ€chtnis bleibt. In diesem Sinne ist der Geirangerfjord fĂŒr viele die Essenz des skandinavischen NaturgefĂŒhls.

Geirangerfjord in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In den sozialen Medien gehört der Geirangerfjord zu den meistgezeigten Fjorden Norwegens: Drohnenaufnahmen von Schiffen, die scheinbar winzig durch die mĂ€chtigen FelswĂ€nde navigieren, Zeitraffervideos von Nebelschwaden im Fjord und Fotos von SonnenuntergĂ€ngen ĂŒber den „Sieben Schwestern“ prĂ€gen das digitale Bild dieses Ortes. FĂŒr viele jĂŒngere Reisende ist genau dieser visuelle Eindruck der erste BerĂŒhrungspunkt mit Geirangerfjorden – und hĂ€ufig der Auslöser, die Region selbst erleben zu wollen.

HĂ€ufige Fragen zu Geirangerfjord

Wo liegt der Geirangerfjord genau?

Der Geirangerfjord liegt an der WestkĂŒste Norwegens in der Region SunnmĂžre und zieht sich von der offenen MeereskĂŒste ins Landesinnere bis zum Ort Geiranger. Er gehört zur Provinz MĂžre og Romsdal und ist Teil des UNESCO-Welterbes „Westnorwegische Fjorde“.

Warum gilt Geirangerfjorden als UNESCO-Welterbe?

Die UNESCO hat den Geirangerfjord wegen seiner außergewöhnlichen natĂŒrlichen Schönheit, seiner charakteristischen Form als glazial geprĂ€gter Fjord und seiner weitgehend unberĂŒhrten Natur gemeinsam mit dem NĂŠrĂžyfjord in die Welterbeliste aufgenommen. Besonders ausschlaggebend sind die steilen FelswĂ€nde, die zahlreichen WasserfĂ€lle und die geologischen Spuren der Eiszeiten.

Wie reist man am besten von Deutschland zum Geirangerfjord?

Typischerweise erfolgt die Anreise per Flug nach Oslo, Bergen oder Ålesund und anschließend weiter mit Mietwagen, Bus oder in der Saison per Schiff nach Geiranger. Alternativ ist eine Anreise mit Auto und FĂ€hre ĂŒber DĂ€nemark oder eine kombinierte Bahn-, FĂ€hr- und Autofahrt möglich. Je nach Route sollte mindestens ein ganzer Reisetag eingeplant werden.

Was ist die beste Reisezeit fĂŒr einen Besuch des Geirangerfjorden?

FĂŒr die meisten Reisenden aus Deutschland ist die Zeit von spĂ€ten Mai bis Anfang September am attraktivsten, da dann die meisten touristischen Angebote verfĂŒgbar sind und BergpĂ€sse sowie Aussichtspunkte in der Regel geöffnet sind. Wer weniger Andrang bevorzugt, wĂ€hlt Randmonate wie Ende Mai oder September und besucht den Fjord möglichst morgens oder spĂ€t nachmittags.

Ist ein Besuch des Geirangerfjords auch fĂŒr Familien geeignet?

Ja, der Geirangerfjord eignet sich gut fĂŒr Familien. Schiffstouren im Fjord, leicht zugĂ€ngliche Aussichtspunkte und kurze Wanderwege mit klaren Zielen machen die Region auch fĂŒr Kinder interessant. Bei der Planung sollten jedoch die teilweise langen Anfahrtswege, wechselhafte Wetterbedingungen und höhere Preise im Vergleich zu Deutschland berĂŒcksichtigt werden.

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