Griffith Observatory und der Blick in den Kosmos
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:21 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Griffith Observatory steht auf dem Mount Hollywood in Los Angeles und verbindet ein Bauwerk des Art déco mit öffentlicher Astronomie. Kupferverkleidete Kuppeln, Ausstellungen, Planetarium und Teleskope bilden einen Ort, an dem der Blick vom Stadtgebiet bis zu Sonne, Mond und Sternen reicht.
Griffith Observatory als Bauwerk zwischen Stadt und Himmel
Die Geschichte des Griffith Observatory beginnt mit Griffith J. Griffith, einem aus Wales stammenden Unternehmer und Stifter. Am 16. Dezember 1896 übergab er der Stadt Los Angeles Land für einen öffentlichen Park. In seinem Testament von 1919 hinterließ er Mittel für ein Observatorium, eine Ausstellungshalle und ein Planetarium.
Die Planung des Gebäudes übernahmen John C. Austin und Frederick M. Ashley. Der Physiker Edward Kurth arbeitete an den Vorentwürfen und begleitete die Bauausführung, Russell W. Porter wirkte als Berater mit. Der Baubeginn erfolgte am 20. Juni 1933, die feierliche Eröffnung am 14. Mai 1935. die Eröffnung am 14. Mai 1935 markiert den Beginn seiner öffentlichen Nutzung.
Die Architektur verbindet Art déco mit klassisch geprägten Formen. Das Gebäude liegt auf einer Anhöhe des Griffith Park und besitzt eine klare, symmetrische Erscheinung. Kuppeln an den Enden, breite Terrassen und die geschwungenen Baukörper prägen die Silhouette.
Vom Foucault-Pendel bis zur Planetariumskuppel
Im Inneren führen mehrere Ausstellungsbereiche durch unterschiedliche Themen der Himmelsbeobachtung. Die Wilder Hall of the Eye zeigt Instrumente und Methoden, mit denen Menschen den Himmel untersucht haben. Die Ahmanson Hall of the Sky widmet sich Sonne, Mond und Erde.
In der W. M. Keck Foundation Central Rotunda treffen astronomische Darstellungen, mythologische Motive und die Geschichte des Observatoriums aufeinander. Die Ausstellung Cosmic Connection ordnet die Entwicklung des Universums in einer langen Zeitleiste. Im Bereich Gunther Depths of Space stehen Galaxien, andere Welten und die technischen Mittel ihrer Erforschung im Mittelpunkt.
Zum historischen Bestand gehört das Foucault-Pendel. Es veranschaulicht die Erdrotation durch die Veränderung seiner Schwingungsebene. Ein weiterer Blickfang ist das große Modell eines Mondausschnitts, das zur frühen Ausstattung des Hauses gehört.
Das Planetarium zählt zur ursprünglichen Konzeption des Gebäudes. Die Planetariumstechnik entstand in den 1920er Jahren und wurde in den Planungen an die Stelle eines zunächst vorgesehenen Wissenschaftskinos gesetzt. Das Griffith Observatory erhielt damit ein Planetarium, das bei seiner Eröffnung zu den frühen Anlagen dieser Art in den USA gehörte. die Geschichte des Observatoriums verbindet Stifter, Wissenschaftler, Architekten und öffentliche Bildung.
Öffentliche Teleskope und Terrassen über Los Angeles
Das 12-Zoll-Zeiss-Refraktorteleskop befindet sich in einer der Kuppeln des Gebäudes. Es gehört zur sichtbaren Verbindung zwischen Ausstellung und Beobachtung: Astronomie bleibt nicht bei Modellen und Diagrammen, sondern erscheint als Tätigkeit am Instrument.
In der gegenüberliegenden Kuppel stehen Sonnenteleskope. Sie zeigen die Sonne über ein optisches System im Ausstellungsbereich. Die Kupferverkleidung der Kuppeln bildet dabei ein markantes Detail der Außenansicht. die öffentlichen Teleskope gehören zu den festen Bestandteilen des Hauses.
Auf den Terrassen öffnet sich der Blick über Los Angeles, den Griffith Park und die umliegenden Landschaften. Das Hollywood Sign liegt im weiteren Sichtfeld. Bei klarer Sicht reicht der Blick außerdem bis zum Pazifischen Ozean und zum Mount Wilson.
Auch das Gelände außerhalb des Gebäudes setzt astronomische Themen fort. Ein maßstäbliches Modell des Sonnensystems liegt im Außenbereich. Das Astronomers Monument erinnert mit Skulpturen an Wissenschaftler, deren Arbeiten die Kenntnisse über den Kosmos geprägt haben.
Die Anlage verbindet dadurch mehrere Maßstäbe: Im Gebäude stehen kleine Instrumente, Modelle und Exponate; auf den Terrassen erscheint die Stadt als weiter Landschaftsraum; über den Kuppeln liegt der offene Himmel.
Griffith Observatory besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Griffith Observatory liegt am 2800 East Observatory Road auf dem Mount Hollywood in Los Angeles. Die Zufahrt erfolgt durch Griffith Park über Straßen und Wege des Stadtgebiets.
- Das Gebäude liegt auf einer Anhöhe. Innen verbinden Treppen und Ebenen die Ausstellungssäle; außen führen Terrassen und Wege über das Gelände.
- In der Umgebung liegen Griffith Park, das Hollywood Sign und die Aussichtsräume über Los Angeles. Auf den Terrassen sind außerdem der Pazifische Ozean und Mount Wilson sichtbar.
- Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in US-Dollar.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Griffith Observatory auf Social-Media-Plattformen
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Griffith Observatory: häufige Fragen
Wo liegt das Griffith Observatory?
Das Griffith Observatory liegt auf dem Mount Hollywood im Griffith Park von Los Angeles. Von den Terrassen reicht der Blick über das Stadtgebiet bis zum Pazifischen Ozean.
Was bietet ein Besuch?
Zum Angebot gehören astronomische Ausstellungen, ein Planetarium, das Foucault-Pendel, Terrassen und öffentliche Teleskope. Die Themen reichen von Sonne, Mond und Erde bis zu Galaxien und Raumfahrt.
Was kennzeichnet das Gebäude?
Das Gebäude wurde von John C. Austin und Frederick M. Ashley geplant und am 14. Mai 1935 eröffnet. Art-déco-Formen, Kupferkuppeln und die Lage über Los Angeles prägen sein Erscheinungsbild.
