Große Mauer von China: Was hinter dem Welterbe wirklich steckt
20.05.2026 - 15:25:58 | ad-hoc-news.deDer Wind pfeift über die gezackten Steinriegel, während sich die Große Mauer von China – in China Wanli Changcheng, sinngemäß „Mauer der zehntausend Li“ – wie ein endloses Band über die Hügel bei Peking legt. Wer hier steht, spürt sofort: Dieses Bauwerk ist mehr als ein Fotomotiv, es ist ein Monument aus Macht, Angst, Ingenieurskunst und Mythen.
Große Mauer von China: Das ikonische Wahrzeichen von Peking
Die Große Mauer von China ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt und ein nationales Symbol Chinas. Rund um Peking befinden sich einige der meistbesuchten und am besten restaurierten Abschnitte, etwa Badaling, Mutianyu oder Jinshanling. Für viele Reisende aus Deutschland ist ein Besuch der Mauer der emotionale Höhepunkt einer China-Reise – ähnlich ikonisch wie der Blick auf das Brandenburger Tor in Berlin, nur in einem völlig anderen Maßstab.
Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) bezeichnet die Große Mauer als einzigartiges militärisches und architektonisches System, das über viele Jahrhunderte hinweg erweitert und angepasst wurde. Sie steht seit 1987 auf der UNESCO-Welterbeliste als „The Great Wall“. Laut UNESCO und der chinesischen Nationalen Verwaltung für Kulturerbe (NCHA) repräsentiert die Mauer die komplexe Geschichte der chinesischen Kaiserreiche, den Schutz vor äußeren Bedrohungen, aber auch den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen.
Für Besucherinnen und Besucher wirkt Wanli Changcheng heute gleichzeitig monumental und überraschend fragil: An touristisch erschlossenen Punkten sind die Mauerkronen restauriert, die Zinnen fotogen, die Treppen sicher. Doch nur ein paar Kilometer weiter kann die Mauer zerfallen, bewachsen, kaum zugänglich sein – ein Hinweis darauf, dass sich dieses Weltwunder in einem ständigen Spannungsfeld zwischen Erhalt, Massentourismus und Verfall befindet.
Geschichte und Bedeutung von Wanli Changcheng
Die Geschichte der Großen Mauer von China ist komplexer als das Bild einer einzigen, durchgehenden Mauer. Historikerinnen und Historiker, darunter Expertinnen der UNESCO und Forschende, die in Publikationen wie dem „National Geographic Deutschland“ oder beim Deutschen Archäologischen Institut zu Wort kommen, betonen: Die Große Mauer ist ein System aus unterschiedlichen Mauern, Wällen, Gräben und Wachtürmen, die über Jahrhunderte hinweg gebaut, umgebaut und erweitert wurden.
Frühe Vorläufer der Mauer entstanden bereits in der Zeit der „Streitenden Reiche“ (ungefähr 5.–3. Jahrhundert v. Chr.). Damals errichteten mehrere chinesische Kleinstaaten Grenzbefestigungen gegeneinander und gegen nomadische Gruppen aus dem Norden. Mit der Gründung des ersten chinesischen Kaiserreichs unter Qin Shihuangdi im Jahr 221 v. Chr. wurden diese Mauern an einigen Stellen verbunden und verstärkt. Fachliteratur und Museen vor Ort weisen darauf hin, dass gerade diese frühe Phase in westlichen Erzählungen oft überbetont wird, während die eigentliche Prägung der heute sichtbaren Mauer deutlich jünger ist.
Die für Besucherinnen und Besucher rund um Peking gut erreichbaren Abschnitte stammen maßgeblich aus der Ming-Dynastie (1368–1644). Nach der Vertreibung der mongolischen Yuan-Dynastie wollte das Ming-Kaiserhaus seine nördlichen Grenzen sichern und investierte massiv in neue Verteidigungsanlagen. Laut Angaben chinesischer Kulturbehörden, die in offiziellen Informationszentren und Publikationen zitiert werden, wurde in dieser Zeit ein großer Teil der Steinkonstruktionen errichtet, die heute als „klassische“ Große Mauer gelten.
Anders als oft angenommen, war die Mauer nie eine völlig undurchdringliche Barriere. Historiker verweisen darauf, dass sie ebenso der Kontrolle von Handelswegen, der Erhebung von Zöllen und der Regulierung von Migration diente. In vielen Epochen war sie eher ein Symbol imperialer Machtprojektion und Verwaltung als ein absoluter militärischer Schutzwall. Trotzdem blieb ihre militärische Funktion bedeutend: Wachtürme, Signaltürme und Garnisonen ermöglichten eine vergleichsweise schnelle Kommunikation über große Entfernungen.
Für ein Publikum in Deutschland ist ein Vergleich hilfreich: Wenn die Berliner Mauer die Trennung Europas im 20. Jahrhundert markiert, steht die Große Mauer von China für Jahrhunderte der Grenzziehung zwischen Ackerbau-Reichen und nomadischen Reitervölkern. Beide Bauwerke sind politische Zeichen – die eine gegen das „andere System“, die andere gegen vermeintliche äußere Bedrohungen, aber auch als Ausdruck innerer Macht.
Mit dem Ende der Kaiserzeit 1911 verlor Wanli Changcheng ihre militärische Bedeutung. Teile der Mauer verfielen, Steine wurden abgetragen. Erst im 20. Jahrhundert setzte ein Umdenken ein. Seit der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste in den 1980er-Jahren wird die Große Mauer verstärkt als Kulturerbe verstanden. In offiziellen Stellungnahmen betonen UNESCO und chinesische Denkmalbehörden gleichermaßen, dass die Mauer Teil der „gemeinsamen Geschichte der Menschheit“ sei – ein Satz, der heute häufig in Ausstellungen und Besucherzentren zitiert wird.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch beeindruckt die Große Mauer vor allem durch ihre Anpassungsfähigkeit. Sie folgt Bergkämmen, schmiegt sich an steile Hänge und durchschneidet Täler. In der Region Peking bestehen viele Abschnitte aus Steinquadern und Ziegeln, die auf massiven Fundamenten ruhen. Laut Fachartikeln im „GEO Magazin“ und Angaben der chinesischen Denkmalverwaltung wurden die Baumaterialien jeweils an die lokalen Bedingungen angepasst: In einigen Regionen dominieren gestampfter Lehm und Erde, in anderen Naturstein oder Ziegel.
Die Breite der Mauer variiert, liegt an touristisch erschlossenen Stellen oft bei mehreren Metern, sodass früher Patrouillen und sogar Pferde über den Wehrgang ziehen konnten. Die Höhe schwankt ebenfalls, je nach Gelände, nutzt aber häufig die vorhandene Topografie. In bergigen Bereichen wirkt die Mauer oft höher und spektakulärer, weil sie direkt auf steilen Graten verläuft. Ingenieurtechnisch war der Bau eine enorme Leistung, da die Materialien transportiert, bearbeitet und auf unwegsamen Strecken verbaut werden mussten – über Generationen hinweg.
Charakteristisch sind die Wachtürme und Bastionen, die sich in regelmäßigen Abständen entlang der Mauer finden. Sie dienten als Beobachtungsposten, Signalstationen und Unterkünfte für Soldaten. In offiziellen Informationsmaterialien zur Welterbestätte wird betont, dass die Signaltürme Feuersignale, Rauchzeichen oder Flaggen nutzten, um Nachrichten weiterzugeben. So konnte beispielsweise vor feindlichen Annäherungen gewarnt werden.
Künstlerisch ist die Große Mauer weniger durch opulente Verzierungen als durch ihre Landschaftsdramaturgie geprägt. Fotografien des Staatlichen Tourismusbüros Chinas und renommierter Bildagenturen zeigen, wie die Mauer in wechselnden Jahreszeiten ein völlig anderes Gesicht annimmt: Im Winter liegt Schnee auf den Zinnen, im Herbst leuchten die umliegenden Wälder in Rot- und Goldtönen, im Frühling blühen Obstbäume in den Tälern, während im Sommer dunstige Hitze die Konturen weichzeichnet. Viele Reiseführer, darunter Publikationen von Marco Polo und Merian, empfehlen ausdrücklich die Morgen- und Abendstunden, wenn das Licht die Konturen weicher zeichnet und die Besuchermassen kleiner sind.
Ein häufig zitierter Satz, der in vielen westlichen Reiseführern und Medien auftaucht, lautet: „Die Große Mauer ist das einzige von Menschenhand geschaffene Bauwerk, das man aus dem All sehen kann.“ Raumfahrtbehörden wie die NASA und auch chinesische Astronauten haben mehrfach klargestellt, dass diese Aussage so nicht stimmt: Aus dem niedrigen Erdorbit ist die Mauer ohne Hilfsmittel kaum zu erkennen und bei weitem nicht das einzige sichtbare Bauwerk. In seriösen Quellen wird dieser Mythos heute meist ausdrücklich als solcher benannt – ein gutes Beispiel dafür, wie moderne Forschung romantisierte Vorstellungen korrigiert.
Dennoch: Für Besucherinnen und Besucher vor Ort spielt diese Debatte kaum eine Rolle. Wer an einem klaren Tag auf den Wachtürmen bei Badaling oder Mutianyu steht, erlebt, wie die Ziegellinie über Hügel und Täler läuft – weiter, als das Auge fassen kann. In diesem Moment wird verständlich, warum die Große Mauer eine der „Neuen Sieben Weltwunder der Neuzeit“ geworden ist, wie etwa Initiativen und Reiseanbieter betonen, die sich auf diese Liste beziehen.
Große Mauer von China besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise ab Deutschland
Die bekanntesten und am einfachsten erreichbaren Abschnitte der Großen Mauer liegen nördlich von Peking. Badaling befindet sich ungefähr 70 km von der Innenstadt Pekings entfernt, Mutianyu rund 60–70 km, Jinshanling etwas weiter. Diese Angaben finden sich übereinstimmend in offiziellen Tourismusinformationen der Stadt Peking und gängigen Reiseführern. - Flugverbindungen
Peking ist von Deutschland aus über große internationale Flughäfen gut erreichbar. Von Frankfurt am Main, München oder Berlin gibt es je nach Saison und Airline Direkt- oder Umsteigeverbindungen nach Peking, meist mit einer Flugzeit von etwa 9–11 Stunden. Für aktuelle Routen und Flugzeiten sollten Reisende die Websites der Fluggesellschaften oder Buchungsportale prüfen, da sich Flugpläne ändern können. - Weiterreise vor Ort
Von Peking aus führen Straßen, teils Schnellstraßen, zu den wichtigsten Mauerabschnitten. Nach Badaling gibt es Bahn- und Busverbindungen sowie zahlreiche organisierte Touren. Mutianyu und Jinshanling werden häufig per Bus, Minivan oder privaten Fahrdiensten angesteuert, die über Hotels, Reiseagenturen oder Online-Plattformen organisiert werden. Seriöse Reiseführer und das Pekinger Tourismusbüro empfehlen, vor allem in der Hochsaison ausreichend Zeit für An- und Abreise einzuplanen, da Staus und Andrang häufig sind. - Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten variieren je nach Abschnitt und Saison. Viele Mauerabschnitte nahe Peking haben typischerweise tagsüber geöffnet, häufig etwa vom Morgen bis in den späten Nachmittag. Die offiziellen Betreiber weisen darauf hin, dass sich Zeiten je nach Jahreszeit, Wetter und besonderen Ereignissen ändern können. Es ist daher sinnvoll, vor dem Besuch die jeweils aktuellen Öffnungszeiten auf den offiziellen Websites der entsprechenden Mauerabschnitte oder bei lokalen Tourismusinformationen zu prüfen. - Eintrittspreise
Für die meisten erschlossenen Abschnitte der Großen Mauer wird ein Eintritt erhoben, der sich je nach Abschnitt und Saison unterscheidet. Zusätzliche Gebühren können für Seilbahnen, Shuttle-Busse oder besondere Aussichtspunkte anfallen. Da sich Preise regelmäßig ändern und von Wechselkursen abhängig sind, empfiehlt es sich, die aktuellen Tarife vor der Reise direkt bei den Betreibern oder offiziellen Tourismusstellen nachzusehen. Als grobe Orientierung liegen viele Eintrittspreise im Bereich von umgerechnet einigen Euro bis zu einem niedrigen zweistelligen Eurobetrag, zuzüglich eventueller Zusatzleistungen. - Beste Reisezeit
Viele Expertinnen und Experten sowie Reiseverlage empfehlen den Frühling (ungefähr April bis Mai) und den Herbst (ungefähr September bis Oktober) als besonders angenehme Reisezeiten für die Große Mauer. In diesen Monaten sind die Temperaturen oft moderat, die Luft tendenziell klarer und die Landschaft sehr fotogen. Im Sommer kann es bei hoher Luftfeuchtigkeit heiß werden, gleichzeitig ist dies Hauptreisezeit mit entsprechendem Andrang. Im Winter herrschen zwar oft kalte Temperaturen und mitunter eisige Winde, dafür können klare Tage mit Schnee einen besonderen Reiz ausüben. Wer Ruhe sucht, sollte Wochentage und eher frühe Vormittags- oder späte Nachmittagsstunden wählen, da laut Tourismusbehörden und Reiseführern vor allem die Mittagszeit bei Badaling und ähnlichen Abschnitten sehr voll sein kann. - Gesundheit und Kondition
Viele Abschnitte der Großen Mauer sind steil, mit ungleich hohen Stufen und teilweise rutschigen Oberflächen. Reiseführer und Gesundheitsratgeber weisen darauf hin, dass Besucher eine gewisse Grundkondition mitbringen sollten. Gutes Schuhwerk mit Profil ist wichtig, ebenso ausreichender Sonnenschutz, Wasser und, je nach Saison, Schutz vor Wind und Kälte. Menschen mit eingeschränkter Mobilität haben an stark restaurierten und etwas besser erschlossenen Teilen, etwa in Teilen von Badaling, teils erleichterten Zugang, dennoch bleiben viele Abschnitte herausfordernd. - Sprache vor Ort
In Peking und an touristischen Abschnitten der Großen Mauer wird in der Regel Hochchinesisch (Mandarin) gesprochen. Englischkenntnisse sind bei vielen Mitarbeitern in größeren Besucherzentren, bei Reiseleitern und in Hotels verbreitet, im ländlichen Umfeld jedoch weniger. Deutschsprachige Führungen werden vereinzelt von spezialisierten Agenturen angeboten; seriöse Reiseführer empfehlen, diese im Voraus zu buchen, falls gewünscht. - Zahlung, Währung, Trinkgeld
In China wird mit Renminbi (Yuan, CNY) bezahlt. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt sich, eine Mischung aus Bargeld und international akzeptierten Kreditkarten mitzunehmen. In Großstädten wie Peking sind elektronische Zahlungsformen und Apps sehr verbreitet; an touristischen Einrichtungen werden häufig auch Kreditkarten akzeptiert, im ländlicheren Umfeld eher Bargeld. Trinkgeld ist in vielen Teilen des Alltags in China nicht fest verankert, bei touristischen Dienstleistungen wie geführten Touren oder privaten Fahrdiensten wird ein moderates Trinkgeld jedoch oftmals geschätzt. Reiseführer empfehlen, dies situativ und mit Fingerspitzengefühl zu handhaben. - Zeitzone und Zeitverschiebung
China nutzt eine einheitliche Zeitzone, die als China Standard Time bezeichnet wird. Sie liegt in der Regel 7 Stunden vor der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) und 6 Stunden vor der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Bei der Reiseplanung aus Deutschland sollten Flugdauer, mögliche Jetlagsymptome und Umsteigezeiten berücksichtigt werden. - Einreise, Visa, Sicherheit
Für deutsche Staatsbürger gelten in China je nach Aufenthaltsdauer und Reisezweck unterschiedliche Visabestimmungen. Vor Reiseantritt sollten die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen, Sicherheitshinweise und eventuelle Gesundheitsauflagen beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) sorgfältig geprüft werden. Auch Reiseversicherer und seriöse Reiseveranstalter bieten hierzu ergänzende Informationen. Eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichender Deckung wird für Reisen nach China allgemein empfohlen. - Fotografie und Verhalten
An den meisten touristischen Abschnitten der Großen Mauer ist das Fotografieren für private Zwecke erlaubt. Bei der Nutzung von Drohnen gelten jedoch strenge Vorschriften, die je nach Abschnitt und Sicherheitslage variieren können und häufig Genehmigungen erfordern. Umwelt- und Denkmalschutzbehörden bitten Besucher ausdrücklich, auf den markierten Wegen zu bleiben, keinen Müll zu hinterlassen und keine Steine oder Ziegel zu entfernen. Respektvolles Verhalten gegenüber anderen Besuchern und lokalen Regelungen wird vorausgesetzt.
Warum Wanli Changcheng auf jede Peking-Reise gehört
Für Reisende aus Deutschland ist ein Besuch der Großen Mauer von China mehr als eine „Pflichtstation“. Er bietet die seltene Möglichkeit, einen Ort zu erleben, an dem architektonische Gigantomanie, historische Tragweite und eindrucksvolle Landschaft zusammenkommen. Wer aus dem dichten Verkehr Pekings in die Hügelregionen hinausfährt, merkt bald, wie sich die Atmosphäre verändert: Statt Hochhäusern dominieren bewaldete Hänge, kleine Dörfer und steile Täler. Plötzlich tauchen erste Mauerreste am Horizont auf – ein Moment, der in Reiseberichten immer wieder als Gänsehaut-Erlebnis beschrieben wird.
Badaling ist der am stärksten erschlossene Abschnitt und wirkt an Wochenenden fast wie ein Freilichtmuseum mit Massenandrang: breite Wege, Aufzüge, Seilbahnen, Souvenirshops und Gastronomie. Wer mehr Ruhe sucht, findet sie häufig an anderen Abschnitten wie Mutianyu, Jinshanling oder weiter entfernten Teilen der Mauer, die zwar touristisch entwickelt, aber weniger überlaufen sind. Verschiedene Reiseführer für den deutschsprachigen Markt empfehlen, bewusst einen Abschnitt zu wählen, der zum eigenen Interesse passt: eher komfortabel und familienfreundlich, eher wanderorientiert oder eher historisch-authentisch mit weniger Restaurierung.
Selbst kurze Wanderungen auf der Mauer vermitteln ein Gefühl für Dimension und Topografie. Auf- und Abstiege wechseln sich ab, manchmal über Dutzende von Stufen in kurzer Folge. Der Blick wandert über Täler, Hänge und immer wieder auf die Mauerlinie, die sich fortsetzt, scheinbar endlos. Viele Besucher berichten, dass sich der Eindruck während des Aufenthalts verändert: Zunächst überwiegt Staunen, dann setzt die körperliche Anstrengung ein, schließlich dringen nach und nach Gedanken zur Geschichte des Bauwerks durch – zu den Menschen, die hier im Auftrag der Herrschenden arbeiteten, oft unter harten Bedingungen.
In kultureller Hinsicht dient die Große Mauer heute auch als Projektionsfläche für unterschiedliche Narrative. Offizielle Stellen in China betonen häufig die Einheit des Landes, die Abwehr äußerer Bedrohungen und die Kontinuität der chinesischen Zivilisation. Internationale Institutionen wie die UNESCO stellen hingegen stärker den gemeinsamen Wert des Denkmals für die Menschheit, den Schutz und die Verantwortung in den Vordergrund. Für Besucher aus Deutschland bietet der Aufenthalt daher auch einen Einblick in historische Selbstbilder und Identitätsdiskurse im modernen China.
Praktisch gesehen lässt sich ein Mauerbesuch gut mit weiteren Höhepunkten Pekings kombinieren: der Verbotenen Stadt, dem Platz des Himmlischen Friedens, dem Himmelstempel oder den Hutong-Vierteln. Viele Reiseprogramme – von klassischen Rundreisen bis zu Individualtouren – integrieren einen Tagesausflug zur Mauer, manche auch Wanderprogramme über mehrere Abschnitte hinweg. Wer etwas mehr Zeit einplant, kann einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang auf weniger frequentierten Stücken der Wanli Changcheng erleben und so die Mauer in einer ruhigeren, fast meditativen Stimmung erfahren.
Große Mauer von China in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist die Große Mauer von China ein Dauerbrenner: Von Drohnenaufnahmen über Zeitraffer-Videos bis zu persönlichen Reisevlogs gibt es unzählige Perspektiven auf Wanli Changcheng. Viele Clips zeigen die extremen Kontraste zwischen dicht gedrängten Besucherströmen an Feiertagen und stillen Momenten im Morgennebel. Unter deutschsprachigen Hashtags mischen sich Staunen, praktische Tipps und zunehmend auch Reflexionen über Overtourism und Denkmalschutz. Wer seine Reise vorbereitet, kann Social-Media-Inhalte nutzen, um ein Gefühl für die verschiedenen Mauerabschnitte und Tageszeiten zu bekommen – sollte sich aber bewusst sein, dass stark bearbeitete Bilder vor allem idealisierte Ausschnitte zeigen.
Große Mauer von China — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Große Mauer von China
Wo liegt die Große Mauer von China genau?
Die Große Mauer von China erstreckt sich in mehreren Abschnitten über den Norden des Landes. Die bekanntesten und für Reisende aus Deutschland besonders gut erreichbaren Teile liegen nördlich von Peking, in den Provinzen rund um die Hauptstadt sowie in weiteren Regionen wie Hebei, Shanxi oder Gansu. In der Metropolregion Peking sind vor allem Badaling, Mutianyu und Jinshanling wichtige Zugangspunkte.
Wie alt ist Wanli Changcheng wirklich?
Die Ursprünge der Großen Mauer gehen auf Befestigungen aus der Zeit der Streitenden Reiche im 5.–3. Jahrhundert v. Chr. zurück. Der erste chinesische Kaiser Qin Shihuangdi ließ Teile verschiedener Mauern verbinden. Die meisten heute für Besucher zugänglichen Stein- und Ziegelabschnitte in der Region Peking stammen jedoch aus der Ming-Dynastie (14.–17. Jahrhundert). Man kann daher sagen, dass die Geschichte des Mauer-Systems über 2.000 Jahre umfasst, während die „klassische“ Mauer, wie sie heute oft fotografiert wird, mehrere Hundert Jahre alt ist.
Wie besucht man die Große Mauer von China am besten von Deutschland aus?
Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel nach Peking, von wo aus organisierte Touren, öffentliche Verkehrsmittel oder private Fahrdienste zu verschiedenen Abschnitten der Großen Mauer führen. Die Wahl des Abschnitts hängt von den eigenen Interessen ab: Badaling ist besonders leicht erreichbar, aber stark frequentiert; Mutianyu gilt als landschaftlich reizvoll und etwas weniger überlaufen; Jinshanling ist bei Wanderern beliebt. Es empfiehlt sich, genügend Zeit einzuplanen, solide Schuhe und wetterangepasste Kleidung zu tragen und die aktuellen Hinweise zu Öffnungszeiten und Verkehrsverbindungen zu beachten.
Was macht die Große Mauer von China so besonders?
Die Große Mauer von China ist einzigartig, weil sie über Jahrhunderte hinweg gewachsen ist und sowohl ein militärisches Verteidigungssystem als auch ein Symbol staatlicher Macht darstellt. Ihre Lage entlang markanter Landschaftslinien, ihre schiere Länge und die Vielzahl an Bauphasen machen sie zu einem der komplexesten historischen Monumente der Welt. Dazu kommt ihre starke kulturelle Aufladung: In China ist sie ein nationales Symbol, weltweit ein ikonisches Bild für historische Größe und menschliche Ingenieurskunst.
Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Großen Mauer?
Als besonders angenehm gelten Frühling und Herbst, etwa April bis Mai sowie September bis Oktober. Dann sind Temperaturen und Luftfeuchtigkeit oft moderat, und die Natur bietet eindrucksvolle Farben. Im Sommer ist mit Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit und stärkerem Besucherandrang zu rechnen, im Winter mit Kälte und möglicherweise Schnee, der der Landschaft jedoch einen besonderen Reiz verleiht. Unabhängig von der Jahreszeit sind die frühen Morgenstunden und späten Nachmittage oft ruhiger und fotogen, was viele Reiseführer ausdrücklich empfehlen.
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