Hakone Jinja und das rote Torii am Ashi-See
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 17:46 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Hakone Jinja liegt am Ufer des Ashi-Sees in Hakone und verbindet rote Torii mit einem bewaldeten Schreinbezirk. Die Gründung wird auf das Jahr 757 datiert, als der Priester Mangan Shonin hier einen Ort für die Berggottheiten der Region errichtete.
Hakone Jinja zwischen Seeufer und Zedernwald
Der auffälligste Zugang beginnt am Wasser. Das rote Heiwa no Torii steht im Ashi-See und markiert den Übergang zwischen See, Ufer und dem Weg zum Schrein. Die Torii-Konstruktion gehört zu den vertrauten Bildern Hakones, doch der Ort besteht nicht nur aus diesem einzelnen Tor.
Vom See führt der Weg durch einen Wald aus japanischen Zedern. Rote Torii reihen sich entlang des Zugangs, während die Gebäude des Schreins höher im Gelände liegen. Die Verbindung von Wasser, dunklem Wald und zinnoberroten Bauteilen prägt das Erscheinungsbild des gesamten Bezirks.
Der Ashi-See ist dabei mehr als eine landschaftliche Kulisse. In der religiösen Überlieferung Hakones stehen die Berge und der See in enger Beziehung zu den verehrten Gottheiten. Ein Drache mit neun Köpfen gehört zur Symbolwelt des Ortes und erscheint in Darstellungen und Namen innerhalb des Schreins.
Von Mangan Shonin bis zur Kamakura-Zeit
Hakone Jinja wurde im Jahr 757 gegründet. Mangan Shonin, ein Priester in asketischer Übung, steht mit der frühen Geschichte des Heiligtums in Verbindung. Die Anlage gehört damit in die Nara-Zeit Japans, die von 710 bis 794 dauerte.
Die religiöse Verehrung der Berge reicht in der Region weiter zurück. In der überlieferten Gründungsgeschichte erscheint der Schrein als Ort für die Gottheiten der umliegenden Berge. Sein Name war lange mit Hakone Gongen verbunden, bevor die religiöse Neuordnung der Meiji-Zeit die heutige Bezeichnung Hakone Jinja prägte.
In der Kamakura-Zeit, von 1185 bis 1333, gewann der Schrein durch die Verbindung zu Minamoto no Yoritomo zusätzliches historisches Gewicht. Yoritomo suchte dort Zuflucht nach einer Niederlage gegen die Taira-Familie. Später wurde er zum Begründer des Kamakura-Shogunats.
Die Beziehung zwischen dem Heiligtum und den politischen Eliten jener Epoche prägte die weitere Geschichte. Pilger und Reisende auf der Tokaido-Straße kamen nach Hakone, um am Schrein zu beten. Der Ort lag damit an einer religiösen und verkehrsgeschichtlichen Verbindung zwischen Edo und Kyoto.
Rote Tore, Hauptgebäude und der Ashi-See
Das Heiwa no Torii wurde 1952 am Ufer des Ashi-Sees errichtet. Es erinnert an den Friedensvertrag von San Francisco, der die alliierte Besatzungszeit Japans beendete. Eine Inschrift mit dem Wort „Frieden“ gab dem Torii seinen Namen.
Das Hauptgebäude des Schreins wurde 1936 wiederaufgebaut, nachdem ein Feuer den Vorgänger zerstört hatte. Die zinnoberrote Fassade hebt sich vom Grün des Waldes ab. Im Bezirk stehen außerdem Anlagen, die mit dem Kuzuryu-Schrein verbunden sind. Kuzuryu verehrt einen neunköpfigen Drachengott, der als Schutzgottheit des Ashi-Sees gilt.
Der Weg vom See zum Hauptschrein führt über Treppen und durch den Zedernbestand. Der rote Torii im Ashi-See bildet dabei den sichtbaren Auftakt des Schreingeländes.
Auch die Umgebung des Zugangs gehört zur Geschichte Hakones. Die Zedernallee zwischen Moto-Hakone und dem Onshi-Hakone-Park ist etwa 500 Meter lang. Die Zedernallee mit 500 Metern verbindet den Schreinbereich mit der historischen Landschaft am See.
Die Entwicklung des Heiligtums lässt sich an mehreren Schichten ablesen. Das Gründungsjahr 757 verweist auf die Nara-Zeit, die Verehrung Minamoto no Yoritomos auf die Kamakura-Zeit, und das Torii von 1952 auf die Nachkriegsordnung Japans. Die Gründung im Jahr 757 gehört zum festen historischen Bezugspunkt des Ortes.
Das Heiligtum steht in Moto-Hakone am Ashi-See in der Präfektur Kanagawa. Der See, der Wald und die roten Schreingebäude bilden ein räumliches Gefüge, das den Besuch vom Seeufer bis zu den inneren Gebäuden prägt.
Hakone Jinja besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Hakone Jinja liegt in Moto-Hakone am südlichen Ufer des Ashi-Sees. Von Hakone-Yumoto führt der Hakone Tozan Bus in Richtung Hakone Port; der Ausstieg Hakone-Shishomae liegt an der Zedernallee.
- Der Zugang vom Heiwa no Torii zum Hauptschrein führt über Treppen und durch einen Waldweg. Der Weg verbindet das Seeufer mit dem höher gelegenen Hauptgebäude.
- In der Umgebung liegen der Ashi-See, die Zedernallee und der Onshi-Hakone-Park. Das Heiwa no Torii steht am Wasser und ist vom Schreingelände aus über den Zugangsweg erreichbar.
- Amtssprache ist Japanisch, gezahlt wird in Japanischen Yen.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Hakone Jinja: häufige Fragen
Wo liegt Hakone Jinja?
Hakone Jinja liegt in Moto-Hakone am Ufer des Ashi-Sees in der japanischen Präfektur Kanagawa. Der Schreinbezirk reicht vom Seeufer über Treppen und Waldwege zu den Hauptgebäuden.
Was bietet ein Besuch bei Hakone Jinja?
Der Besuch verbindet das Heiwa no Torii am See, rote Torii, eine Zedernallee und die Gebäude des Heiligtums. Hinzu kommen historische Bezüge zur Nara-Zeit, zur Kamakura-Zeit und zur Geschichte Hakones.
Was kennzeichnet Hakone Jinja?
Hakone Jinja ist durch die Verbindung aus Ashi-See, Zedernwald und roten Torii gekennzeichnet. Das Heiwa no Torii wurde 1952 errichtet, während die Gründung des Heiligtums auf 757 datiert wird.
