Herculaneum, Ercolano

Herculaneum in Ercolano: Das besser erhaltene Pompeji am Golf von Neapel

20.05.2026 - 20:06:25 | ad-hoc-news.de

Herculaneum in Ercolano, Italien, gilt als besser konservierte Schwesterstadt Pompejis. Warum der Besuch für Reisende aus Deutschland besonders eindrucksvoll ist.

Herculaneum, Ercolano, Reise
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Wer heute durch die engen Gassen von Herculaneum in Ercolano (sinngemäß „Stadt des Herkules“) geht, läuft über Böden, auf denen vor fast 2.000 Jahren römische Händler, Handwerker und Familien unterwegs waren – abrupt gestoppt vom Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. Anders als im berühmteren Pompeji sind hier ganze Obergeschosse, Holz und farbige Fresken erstaunlich gut erhalten.

Herculaneum: Das ikonische Wahrzeichen von Ercolano

Herculaneum ist eine der eindrucksvollsten archäologischen Stätten Italiens und liegt im heutigen Ercolano, zwischen Neapel und Pompeji. Die antike Stadt wurde wie Pompeji beim verheerenden Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. verschüttet, doch Art und Geschwindigkeit der Katastrophe waren hier anders: Statt langsam fallender Asche begruben heiße pyroklastische Ströme die Stadt in kurzer Zeit unter einer bis zu mehrere Meter dicken Schicht aus Schlamm und vulkanischem Material.

Die UNESCO, die Herculaneum gemeinsam mit Pompeji und Torre Annunziata als Welterbestätte führt, betont, dass hier außergewöhnlich viele organische Materialien erhalten blieben – von Holzbalken und Türen bis zu Möbeln und Lebensmitteln. Auch das Deutsche Archäologische Institut und der britisch-italienische Herculaneum Conservation Project heben hervor, dass Herculaneum damit einen seltenen, fast intimen Blick in den Alltag einer römischen Küstenstadt bietet.

Was Besucherinnen und Besucher sofort spüren: Herculaneum ist kompakter, ruhiger und dichter erlebbar als das weitläufige Pompeji. Von der erhöht liegenden modernen Stadt Ercolano blickt man hinunter auf das antike Straßennetz, auf zweistöckige Häuser mit Balkonen, auf Tavernen, Thermen und das eindrucksvolle Bootshaus am einstigen Strand – ein Panorama, das sich gut überschauen und im eigenen Tempo erkunden lässt.

Geschichte und Bedeutung von Ercolano

Herculaneum wurde nach antiker Überlieferung bereits in vorrömischer Zeit gegründet, möglicherweise von den Oskern oder Griechen, und später von den Römern übernommen. Der Name leitet sich von Herkules ab, der der Legende nach an diesem Küstenabschnitt Station gemacht haben soll. Die Stadt lag unmittelbar am Meer am Golf von Neapel, in einer landschaftlich begünstigten Zone, die schon in der Antike für ihr mildes Klima und ihre Fruchtbarkeit geschätzt wurde – ähnlich attraktiv, wie heute der gesamte neapolitanische Raum für Urlauber aus Deutschland ist.

Im 1. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich Herculaneum zu einer Art „Vorort der Wohlhabenden“ der Region Neapel: Wohlhabende Römer ließen hier ihre Villen errichten, darunter die berühmte „Villa dei Papiri“ (Villa der Papyri), die später im Zentrum spektakulärer Funde stehen sollte. Die Stadt selbst war kleiner als Pompeji, aber wohlhabender, was sich in den großzügigen Häusern, der reichhaltigen Wandmalerei und der Infrastruktur zeigt.

Der Wendepunkt kam im Jahr 79 n. Chr., als der Vesuv ausbrach und eine der berühmtesten Naturkatastrophen der Antike auslöste. Der römische Autor Plinius der Jüngere beschrieb in Briefen an den Historiker Tacitus die Ereignisse – seine Schilderungen gelten bis heute als Schlüsselquelle. Während Pompeji vor allem unter einer dicken Bims- und Ascheschicht verschüttet wurde, traf Herculaneum eine Reihe extrem heißer pyroklastischer Ströme, die mit hoher Geschwindigkeit über die Stadt hinwegfegten. Archäologische Untersuchungen, etwa von der italienischen Denkmalbehörde und vom Herculaneum Conservation Project, zeigen, dass dadurch Gebäude statisch stabil blieben, aber abrupt „eingefroren“ wurden.

Über viele Jahrhunderte war Herculaneum verschüttet und vergessen. Erst im 18. Jahrhundert, unter den neapolitanischen Bourbonen, begannen systematische Grabungen. 1709 stieß man bei Brunnenarbeiten in Resina (dem damaligen Namen des heutigen Ercolano) auf Teile eines antiken Theaters. Im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts wurden Stollen in den Untergrund getrieben, um Kunstwerke zu bergen, darunter zahlreiche Statuen und die berühmten Papyrusrollen aus der Villa dei Papiri. Deutsche und internationale Medien wie die „Süddeutsche Zeitung“ und die „FAZ“ haben mehrfach darüber berichtet, dass diese frühen Grabungen zugleich spektakulär und zerstörerisch waren: Man holte Kunst ans Licht, dokumentierte aber viele Fundzusammenhänge kaum.

Erst im 20. Jahrhundert setzte eine systematischere Ausgrabung und konservatorische Sicherung ein. Die italienische Kulturverwaltung (Ministero della Cultura) und die Soprintendenza Archeologica begannen, große Teile der antiken Stadt freizulegen. Ab den 1990er-Jahren kam mit dem Herculaneum Conservation Project – einer Kooperation italienischer Behörden mit der Packard Humanities Institute und internationalen Forschungsteams – ein moderner Ansatz hinzu, der nicht nur neue Funde, sondern vor allem den langfristigen Erhalt der bereits freigelegten Strukturen in den Mittelpunkt stellt.

Die UNESCO nahm Herculaneum 1997 als Teil der Welterbestätte „Archäologische Gebiete von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata“ in die Welterbeliste auf. In den Begründungen wird hervorgehoben, dass nirgendwo sonst das Alltagsleben einer römischen Stadt so umfassend und detailreich nachvollzogen werden kann wie hier – ein Argument, das auch in Reiseführern wie dem „Marco Polo Neapel & Amalfiküste“ aufgegriffen wird.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Ein Besuch in Herculaneum ist weniger ein klassischer Museumsrundgang als ein Spaziergang durch eine nahezu „gestoppte“ römische Stadt. Die Straßen sind gepflastert, die Gehwege leicht erhöht, und viele Hausfassaden stehen noch in ihrer ursprünglichen Höhe. Dadurch entsteht ein dreidimensionales Stadtbild, das sich deutlich von Pompeji unterscheidet, wo die meisten Gebäude nur bis zu einer Höhe von einem Stockwerk erhalten sind.

Architekturhistoriker betonen, etwa in Beiträgen von „GEO Epoche“ oder National Geographic Deutschland, dass Herculaneum einige der am besten erhaltenen Beispiele römischer Stadthäuser (domus) bietet. Dazu gehören:

  • Casa del Rilievo di Telefo (Haus des Telephos-Reliefs): Ein besonders reich ausgestattetes Haus mit aufwendigen Marmorverkleidungen und dem namensgebenden Relief, das eine Szene aus dem Mythos um den Helden Telephos zeigt. Die Qualität der Bildhauerarbeit und die Erhaltung der Oberflächen machen es zu einem Schlüsselstück römischer Wohnkultur.
  • Casa dei Cervi (Haus der Hirsche): Benannt nach Statuen von Hirschen im Garten, die von Hunden angegriffen werden. Hier beeindrucken vor allem die großzügigen Freiflächen und die Verbindung von Innenräumen mit einem Meerblick, den man sich heute vor dem Landaufschüttungsprozess vorstellen muss.
  • Thermenanlagen: Die städtischen Thermen (balnea) sind in Herculaneum besonders gut erhalten, inklusive Umkleideräume, Wasserbecken und Wanddekoration. In einigen Bereichen sind Holzregale und Türen erkennbar – eine Seltenheit in der antiken Archäologie.

Ein zentraler Unterschied zu vielen anderen römischen Stätten ist der Erhalt von organischem Material. Die UNESCO und das italienische Kulturministerium heben hervor, dass in Herculaneum Balken, Fensterrahmen, Möbelteile und sogar Essensreste gefunden wurden, karbonisiert durch die extreme Hitze. Ausstellungen in Neapel und wissenschaftliche Publikationen zeigen etwa Brotlaibe, Speisereste und Holzobjekte – Details, die das Alltagsleben greifbar machen.

Berühmt ist Herculaneum auch durch die Entdeckung von rund 1.800 verkohlten Papyrusrollen in der Villa der Papyri, etwas außerhalb der Hauptgrabungsstätte. Viele dieser Rollen enthalten philosophische Texte, vor allem aus der epikureischen Tradition. Die Analyse dieser Papyri, unter anderem durch italienische und internationale Forscher sowie digitale Verfahren, gehört zu den faszinierendsten Projekten der Klassischen Philologie. Obwohl die Villa dei Papiri selbst nur teilweise zugänglich ist, lebt ihre Architektur in moderner Form weiter: Das Getty Villa Museum in Malibu (USA) ist als Rekonstruktion dieser antiken Luxusvilla konzipiert.

Ein besonders eindringlicher Ort in Herculaneum sind die sogenannten Bootshäuser (fornici) am ehemaligen Strand. In mehreren dieser Gewölbe wurden in den 1980er-Jahren die Skelette von Hunderten Menschen entdeckt, die offenbar in letzter Minute zum Meer geflüchtet waren. Laut Berichten der italienischen Behörden und Artikeln der BBC und anderer internationaler Medien zeigen die anthropologischen Untersuchungen, dass es sich um eine gemischte Gruppe aus Männern, Frauen und Kindern handelte – ein erschütterndes Zeugnis der Katastrophe, das den Besuch emotional intensiviert.

Stilistisch bietet Herculaneum eine Fülle an römischer Wandmalerei. Viele Häuser zeigen Fresken im sogenannten dritten und vierten pompejanischen Stil, mit filigranen Architekturillusionen, mythologischen Szenen und kräftigen Farben – Rot, Ocker, Schwarz und Tiefblau. Deutsche Kunsthistoriker, etwa in Beiträgen des Deutschen Archäologischen Instituts, betonen, dass die Farbintensität in Herculaneum teils stärker wirkt als in Pompeji, weil die Wände weniger stark verwittert sind.

Für Besucher aus Deutschland ist besonders interessant, wie eng Herculaneum mit der europäischen Archäologiegeschichte verknüpft ist. Die frühen Funde inspirierten die Kunst und Architektur des Klassizismus in ganz Europa, inklusive im deutschsprachigen Raum – von Schlossbauten bis zu Interieurs preußischer Residenzen. Viele heute als „klassisch“ wahrgenommene Dekore gehen direkt auf Entdeckungen in Herculaneum und Pompeji zurück.

Herculaneum besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Herculaneum liegt in der Stadt Ercolano in der Region Kampanien, etwa 10 km südöstlich des Zentrums von Neapel. Für Reisende aus Deutschland ist Neapel der Hauptknotenpunkt. Von Frankfurt am Main, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg gibt es regelmäßig Nonstop-Flüge nach Neapel (Flugzeit in der Regel rund 2 Stunden, je nach Abflugort leicht variierend). Vom Flughafen Neapel erreicht man Ercolano per Alibus oder Taxi ins Stadtzentrum und dann mit der Vorortbahn Circumvesuviana (Station „Ercolano Scavi“). Die Haltestelle liegt nur wenige Gehminuten vom Eingang der Ausgrabung entfernt. Alternativ fahren regionale Züge der Trenitalia bis „Portici-Ercolano“ mit anschließendem kurzen Fußweg oder Bus.
  • Anreise mit Bahn und Auto
    Wer lieber mit der Bahn reist, kann von Deutschland aus mit dem ICE oder EuroCity nach Mailand, Bologna oder Rom fahren und von dort mit Hochgeschwindigkeitszügen (Frecciarossa, Italo) nach Neapel weiterreisen. Die gesamte Reisezeit liegt je nach Startbahnhof meist zwischen 11 und 15 Stunden. Mit dem Auto führt die Route in der Regel über die Alpen (Brennerautobahn oder Gotthardroute), dann über die italienischen Autobahnen A1 und A3 Richtung Neapel und weiter bis zur Ausfahrt Ercolano. In Italien sind auf vielen Autobahnen Mautgebühren fällig. In Ercolano stehen kostenpflichtige Parkplätze in der Nähe des Eingangs zur Ausgrabung zur Verfügung.
  • Öffnungszeiten
    Die offiziellen Öffnungszeiten von Herculaneum werden von der zuständigen italienischen Denkmalverwaltung festgelegt und können sich jahreszeitlich ändern. Üblich sind ein früher Vormittagsbeginn und eine Schließung am späten Nachmittag bzw. frühen Abend. Ruhetage oder Einschränkungen (etwa an bestimmten Feiertagen oder wegen laufender Restaurierungsarbeiten) sind möglich. Öffnungszeiten und eventuelle Reservierungspflichten sollten vor dem Besuch direkt auf der offiziellen Seite von „Parco Archeologico di Ercolano“ oder über die Portale des italienischen Kulturministeriums geprüft werden. Hinweis: Angaben können sich ändern – immer die aktuelle Information vor Ort oder online einholen.
  • Eintritt und Tickets
    Eintrittspreise für Herculaneum werden regelmäßig angepasst und variieren je nach Saison und möglichen Kombitickets (etwa in Verbindung mit Pompeji oder anderen Vesuv-Stätten). Für EU-Bürgerinnen und -Bürger unter 26 Jahren gibt es häufig ermäßigte Tarife; an bestimmten Tagen können ermäßigte oder kostenlose Eintritte gelten. Konkrete Preise sollten auf der offiziellen Website des Archäologieparks oder bei der italienischen Kulturverwaltung nachgeschlagen werden. Viele Reiseführer und der ADAC Reiseführer empfehlen, Tickets nach Möglichkeit im Voraus zu buchen, um Wartezeiten an stark frequentierten Tagen zu vermeiden.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima in Ercolano ist mediterran mit heißen, oft schwülen Sommern und milden Wintern. Für Besucher aus Deutschland sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis Anfang November) meist ideal: Angenehme Temperaturen, relativ stabile Wetterlage und etwas geringere Besucherdichten als im Hochsommer. Im Juli und August kann es tagsüber sehr heiß werden, mit Temperaturen deutlich über 30 °C. Wer in dieser Zeit reist, sollte Herculaneum möglichst am frühen Vormittag oder späten Nachmittag besuchen, Sonnenschutz und ausreichend Wasser einplanen. Im Winter ist das Wetter wechselhaft, aber oft gut genug für einen Besuch; einzelne Regenschauer oder temporäre Sperrungen einzelner Bereiche sind möglich.
  • Besuchsdauer und Routen
    Aufgrund der kompakteren Ausdehnung lässt sich Herculaneum in 2 bis 3 Stunden gut erkunden. Viele Reisende aus Deutschland kombinieren die Stätte mit einem Besuch in Neapel oder Pompeji. Wer tiefer in Details eintauchen möchte – etwa mit Fokus auf Wandmalerei, Thermen oder die Bootshäuser –, sollte 3 bis 4 Stunden einplanen. Vor Ort gibt es ausgeschilderte Rundwege sowie Informationsschilder in mehreren Sprachen, meist Italienisch und Englisch. Audioguides oder geführte Touren (häufig auf Englisch, vereinzelt auch auf Deutsch) können über offizielle Stellen oder seriöse lokale Anbieter gebucht werden.
  • Sprache vor Ort
    In Ercolano und im gesamten Großraum Neapel ist Italienisch die Alltagssprache. In touristisch geprägten Bereichen wie dem Archäologiepark Herculaneum sprechen viele Mitarbeitende zumindest grundlegendes Englisch, in Hotels und Restaurants in der Region oft auch gut verständliches Englisch. Deutsch wird weniger verbreitet gesprochen, ist aber in größeren Hotels oder bei touristisch orientierten Führern teilweise anzutreffen. Wer ein paar italienische Höflichkeitsfloskeln beherrscht, erlebt im Allgemeinen eine sehr freundliche Resonanz.
  • Zahlung und Trinkgeld
    In Italien sind Kreditkarten (Visa, Mastercard) weit verbreitet. In der Region Neapel kann es jedoch vorkommen, dass kleinere Bars oder Souvenirgeschäfte lieber Bargeld akzeptieren oder einen Mindestbetrag für Kartenzahlung verlangen. Für Eintrittskarten und größere Ausgaben ist Kartenzahlung in der Regel problemlos möglich. Trinkgeld ist in Italien kein Muss, wird aber als Anerkennung geschätzt: Rund 5–10 % in Restaurant oder ein kleiner Betrag, etwa 1–2 €, für guten Service sind üblich. In Cafés rundet man meist auf den nächsten Euro auf.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Herculaneum ist ein archäologischer Park, keine aktive religiöse Stätte, daher gibt es keine spezielle Dresscode-Pflicht. Empfehlenswert sind jedoch bequemes, stabiles Schuhwerk (Steinplatten, unebene Wege) und eine Kopfbedeckung bei Sonne. Das Betreten abgesperrter Bereiche, das Berühren von Fresken, Mauern oder Artefakten ist untersagt und wird von Aufsichtspersonal kontrolliert. Essen ist in der Regel nur in dafür vorgesehenen Bereichen erlaubt, Müll sollte unbedingt in die bereitgestellten Behälter entsorgt werden.
  • Fotografie
    Privatfotos für den persönlichen Gebrauch sind in Herculaneum in der Regel erlaubt, oft auch mit Smartphone oder Kamera ohne Blitz. Für kommerzielle Foto- und Filmaufnahmen können Genehmigungen notwendig sein. Drohnen sind in archäologischen Zonen meist streng reglementiert oder verboten. Details finden sich in den offiziellen Besucherregeln des Parks, die vor Ort und auf der Website publiziert werden.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Für deutsche Staatsbürger ist Italien als EU-Mitgliedstaat unkompliziert zu bereisen. Der Personalausweis oder Reisepass genügt, ein Visum ist für touristische Aufenthalte nicht erforderlich. Dennoch sollten Reisende die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, da sich Regelungen ändern können. Innerhalb der EU gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), meist auf der Rückseite der deutschen Krankenversicherungskarte zu finden. Eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung kann sinnvoll sein, insbesondere für Rücktransporte oder private Kliniken.
  • Zeitzone
    Italien liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ bzw. MESZ). Es gibt daher keine Zeitverschiebung zwischen Ercolano und deutschen Städten, was die Reiseplanung – etwa für Flüge und Zugverbindungen – erleichtert.

Warum Ercolano auf jede Ercolano-Reise gehört

Viele Reisende aus Deutschland kennen den Namen Herculaneum nur am Rande – oft steht Pompeji ganz oben auf der Wunschliste. Wer sich jedoch Zeit für Ercolano nimmt, erlebt eine sehr direkte, beinahe intime Begegnung mit der römischen Vergangenheit. Während Pompeji mit seinen weiten Flächen und ikonischen Motiven beeindruckt, wirkt Herculaneum unmittelbarer: Die Häuser sind dichter, die Gassen schmal, manche Räume wirken, als hätten die Bewohner sie gerade erst verlassen.

Diese Nähe zum Alltag macht den Ort besonders wertvoll. Die UNESCO spricht in ihren Unterlagen zur Welterbestätte von einem „außergewöhnlichen Zeugnis einer untergegangenen Zivilisation“. Für Reisende bedeutet das: Statt abstrakter Geschichte gibt es konkrete Szenen – die Marmortheke einer Garküche, das Mosaik eines Gartens, die Umkleideräume der Thermen, die Balkongeländer aus Holz. Gerade wer sich sonst schwer tut, sich „in die Antike hineinzuversetzen“, findet hier viele Anknüpfungspunkte.

Hinzu kommt die Lage. Herculaneum lässt sich hervorragend in eine Reise rund um den Golf von Neapel integrieren. In unmittelbarer Nähe liegen:

  • Neapel: Mit seinem historischen Zentrum (ebenfalls UNESCO-Welterbe), Museen wie dem Archäologischen Nationalmuseum (mit zahlreichen Funden aus Pompeji und Herculaneum) und einer lebendigen Esskultur.
  • Vesuv: Der Vulkan, der die antiken Städte zerstörte, kann heute über markierte Wege bestiegen werden. Von den Aussichtspunkten bietet sich ein beeindruckender Blick über den Golf von Neapel.
  • Pompeji: Die größere Schwesternstadt, die sich ideal mit Herculaneum kombinieren lässt, um die Unterschiede in Stadtstruktur, Zerstörung und Erhaltungszustand zu erleben.
  • Amalfiküste und Sorrent: Beliebte Ausflugsziele mit spektakulären Küstenlandschaften, gut erreichbar von Neapel beziehungsweise direkt von Ercolano aus.

Für Familien, Schulklassen und kulturinteressierte Paare aus Deutschland bietet Herculaneum ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis: überschaubare Größe, eindrucksvolle Highlights, relativ kurze Wege und gute Anbindung an Neapel. Viele Reiseführer empfehlen, Herculaneum entweder als entspannten Einstieg in die Vesuvregion zu nutzen oder bewusst an einem ruhigeren Tag zwischen intensiveren Programmpunkten zu setzen.

Reisejournalistische Beiträge, etwa im „ADAC Reisemagazin“ oder bei National Geographic Deutschland, heben hervor, dass Herculaneum auch für wiederholte Besuche geeignet ist. Laufende Restaurierungen, neue Forschungsergebnisse und gelegentliche Sonderöffnungen kleinerer Bereiche sorgen dafür, dass selbst Kenner regelmäßig Neues entdecken. Gleichzeitig bleibt der Grundcharakter des Ortes konstant: ein stiller, etwas weniger überlaufener Blick in die Antike.

Herculaneum in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken taucht Herculaneum regelmäßig als „Hidden Gem“ neben dem bekannteren Pompeji auf. Viele Reisende aus Deutschland teilen Fotos von leeren Gassen bei frühem Morgenlicht, von leuchtenden Fresken oder vom dramatischen Blick auf den Vesuv, der bedrohlich über der Stätte aufragt. Hashtags wie #Ercolano, #Herculaneum oder #Vesuvio verbinden archäologische Faszination mit Reiselust.

Häufige Fragen zu Herculaneum

Wo liegt Herculaneum genau?

Herculaneum liegt in der heutigen Stadt Ercolano in der Region Kampanien, etwa 10 km südöstlich des Zentrums von Neapel am Golf von Neapel. Die Stätte ist gut mit der Vorortbahn Circumvesuviana (Station „Ercolano Scavi“) sowie über die Autobahn von Neapel aus erreichbar.

Was ist der Unterschied zwischen Herculaneum und Pompeji?

Beide Städte wurden beim Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. zerstört, unterscheiden sich aber in Größe und Erhaltungszustand. Pompeji ist deutlich größer und wirkt eher wie ein weitläufiger Stadtgrundriss, während Herculaneum kompakter ist und viele Gebäude noch in mehreren Stockwerken stehen. Durch die andere Art der Verschüttung sind in Herculaneum mehr organische Materialien wie Holz erhalten geblieben, was einen detaillierteren Einblick in den römischen Alltag ermöglicht.

Wie viel Zeit sollte man für Herculaneum einplanen?

Für einen ersten Besuch reichen in der Regel 2 bis 3 Stunden, um die wichtigsten Häuser, Thermen und die Bootshäuser zu sehen. Wer sich intensiver mit der römischen Wohnkultur und den Wandmalereien beschäftigen möchte, sollte 3 bis 4 Stunden einplanen und gegebenenfalls einen Audioguide oder eine Führung nutzen.

Wie erreicht man Herculaneum am besten von Deutschland aus?

Am einfachsten ist die Anreise per Flug nach Neapel von deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg. Die Flugzeit beträgt etwa 2 Stunden. Vom Flughafen fährt man mit Bus, Taxi oder Zug nach Neapel und weiter mit der Circumvesuviana oder Regionalbahn nach Ercolano. Alternativ ist die Anreise mit Fernzügen über Mailand oder Rom möglich; mit dem Auto führt der Weg über die Alpen und italienische Autobahnen bis zur Ausfahrt Ercolano.

Wann ist die beste Reisezeit für Herculaneum?

Die angenehmsten Reisezeiten für Herculaneum sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis Anfang November), wenn die Temperaturen milder sind und der Besucherandrang etwas geringer ist. Im Hochsommer kann es sehr heiß werden, sodass sich Besuche in die frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden verlagern sollten. Im Winter ist ein Besuch ebenfalls möglich, das Wetter ist jedoch wechselhafter.

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