Venezuela, Erdbeben

Erdbebentote in Venezuela mehr als 1.900 - 10.000 vermisst

30.06.2026 - 20:19:48 | dpa.de

In La Guaira fehlt von 10.000 Menschen jede Spur, GebĂ€ude sind zerstört. Die Hoffnung schwindet – und das Land kĂ€mpft ohnehin mit Krisen und politischem Umbruch.

  • Zahlreiche Menschen werden unter den TrĂŒmmern vermutet. - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa
    Zahlreiche Menschen werden unter den TrĂŒmmern vermutet. - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa
  • Mehr als 800 WohngebĂ€ude sind beschĂ€digt worden.  - Bild: Fernando Vergara/AP/dpa
    Mehr als 800 WohngebÀude sind beschÀdigt worden. - Bild: Fernando Vergara/AP/dpa
Zahlreiche Menschen werden unter den TrĂŒmmern vermutet. - Bild: Matias Delacroix/AP/dpa Mehr als 800 WohngebĂ€ude sind beschĂ€digt worden.  - Bild: Fernando Vergara/AP/dpa

Nach den Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten auf mindestens 1.943 gestiegen. Das teilte der PrÀsident der Nationalversammlung Jorge Rodríguez mit. Verletzt wurden demnach mehr als 10.500 Menschen. In der schwer betroffenen Region La Guaira fehlt von rund 10.000 Menschen noch jede Spur.

In nur zwei StÀdten von La Guaira - Catia La Mar und Caraballeda - hÀtten sich nach SchÀtzungen der Behörden zum Zeitpunkt der Erdbeben der StÀrke 7,2 und 7,5 am örtlichen Mittwochabend rund 30.000 Menschen befunden. Davon hÀtten sich rund 13.500 selbst in Sicherheit bringen können und rund 6.400 weitere seien in den Tagen danach von RettungskrÀften gerettet worden, sagte Rodríguez. Zu den fehlenden 10.000 Menschen machte er keine Angaben.

Kaum noch Hoffnung auf Überlebende

Knapp eine Woche nach den Beben schwindet die Hoffnung auf die Bergung von Überlebenden. Rund 855 GebĂ€ude wurden vollstĂ€ndig zerstört oder schwer beschĂ€digt. EinsatzkrĂ€fte aus Venezuela und zahlreichen anderen Staaten suchen weiter unter eingestĂŒrzten GebĂ€uden nach VerschĂŒtteten. Nach einer Modellrechnung der US-Erdbebenwarte USGS könnte die Zahl der Toten in die Zehntausende gehen.

Venezuela befand sich vor den Erdbeben ohnehin schon in einer schwierigen Lage. Seit Jahren leidet das Land unter politischen Spannungen, wirtschaftlichen Problemen und einer der grĂ¶ĂŸten Migrationskrisen der Welt. Im Januar fĂŒhrte Washington einen MilitĂ€reinsatz im Land durch, bei dem der autoritĂ€re Machthaber NicolĂĄs Maduro gefangen genommen wurde. Die derzeitige Staatschefin Delcy RodrĂ­guez war VizeprĂ€sidentin in der Maduro-Regierung.

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