Jardin Majorelle in Marrakesch: Garten in Majorelle-Blau
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 10:24 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Jardin Majorelle in Marrakesch verbindet Pflanzen, Farbe und Architektur auf engstem Raum. Sein leuchtendes Blau prĂ€gt Mauern, GefĂ€Ăe und Bauteile; dazwischen liegen Bambus, Palmen, Kakteen und WasserflĂ€chen. Die Anlage geht auf den französischen Maler Jacques Majorelle zurĂŒck, der 1922 mit der Bepflanzung begann.
Majorelle-Blau zwischen Pflanzen und Wasser
Der Jardin Majorelle erstreckt sich ĂŒber 9.000 Quadratmeter. Wege verlaufen zwischen dicht gesetzten PflanzenbestĂ€nden und verbinden unterschiedliche GartenrĂ€ume. Mauern grenzen das GelĂ€nde nach auĂen ab, wĂ€hrend die Wege an Becken, PflanzflĂ€chen und farbigen GebĂ€uden vorbeifĂŒhren.
Die Farbe Majorelle-Blau entstand 1937 als intensiv leuchtender Ultramarinton. Jacques Majorelle verwendete sie an den GebĂ€uden und Elementen des Gartens. Im Zusammenspiel mit dem GrĂŒn von Bambus, Palmen, Yuccas, Bougainvilleen und Kakteen entsteht ein klarer Farbkontrast, der die Anlage prĂ€gt. Majorelle-Blau aus dem Jahr 1937 gehört damit zur sichtbaren Gestaltungsgeschichte des Gartens.
Jacques Majorelle und die Entstehung des Gartens
Jacques Majorelle wurde 1886 geboren und lebte ab 1919 in Marrakesch. 1923 erwarb er einen Palmenhain am Stadtrand. Auf dem GrundstĂŒck entstand zunĂ€chst die Villa Bousafsaf; 1931 beauftragte Majorelle den Architekten Paul Sinoir mit einem Atelier im Stil des Art dĂ©co.
Das Atelier verband moderne Architektur mit Formen, die im Garten von marokkanischen und maurischen EinflĂŒssen begleitet werden. Majorelle legte die Bepflanzung ĂŒber Jahrzehnte an und sammelte Pflanzen aus verschiedenen Regionen der Welt. Bambus, Wasserlilien, Jasmin, Bananen, Kokospalmen und Sukkulenten gehören zu den genannten Pflanzen des Gartens. 1922 begann die Bepflanzung des Gartens mit exotischen GewĂ€chsen.
Villa Oasis und das zweite Kapitel
Yves Saint Laurent und Pierre BergĂ© entdeckten den Jardin Majorelle 1966. 1980 erwarben sie die Anlage und die Villa. Das GebĂ€ude erhielt den Namen Villa Oasis; der Garten wurde restauriert und als kultureller Ort weitergefĂŒhrt.
Die Verbindung zu Yves Saint Laurent gehört zur jĂŒngeren Geschichte des GelĂ€ndes. Nach seinem Tod im Jahr 2008 ĂŒbergab Pierre BergĂ© den Jardin Majorelle an die Fondation Pierre BergĂ© â Yves Saint Laurent. Die Anlage bewahrt damit mehrere Schichten: den Garten des Malers Jacques Majorelle, das Art-dĂ©co-Atelier von Paul Sinoir und die Villa Oasis aus dem Umfeld des Modeschöpfers. Paul Sinoirs Atelier von 1931 gehört zu den architektonischen Bestandteilen des GelĂ€ndes.
Jardin Majorelle besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der Jardin Majorelle liegt an der Rue Yves Saint Laurent in Marrakesch. Die Adresse befindet sich im Stadtgebiet nahe dem Viertel Guéliz und ist mit Stadtverkehr, Taxi oder zu Fuà aus angrenzenden Stadtteilen erreichbar.
- Das GelĂ€nde besitzt Wege auf unterschiedlichen Ebenen. Zwischen Mauern, PflanzflĂ€chen und Becken liegen enge Passagen; die Anlage ist kein weitlĂ€ufiger Park mit einer einzigen geraden WegfĂŒhrung.
- Marokko hat Arabisch und Amazigh als Amtssprachen. Gezahlt wird in Marokkanischen Dirham.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Jardin Majorelle auf Social-Media-Plattformen
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Jardin Majorelle: hÀufige Fragen
Wo liegt der Jardin Majorelle?
Der Jardin Majorelle liegt in Marrakesch an der Rue Yves Saint Laurent. Die Anlage befindet sich innerhalb des Stadtgebiets und ist mit verschiedenen Verkehrsmitteln erreichbar.
Was bietet ein Besuch?
Zu sehen sind bepflanzte GartenrĂ€ume, WasserflĂ€chen, farbige Mauern und GebĂ€ude. Die Wege fĂŒhren an Bambus, Palmen, Kakteen, Bougainvilleen und weiteren Pflanzen vorbei.
Was kennzeichnet den Jardin Majorelle?
Die Verbindung von Majorelle-Blau, exotischer Bepflanzung und Art-déco-Architektur prÀgt den Ort. Hinzu kommen die Namen Jacques Majorelle, Paul Sinoir, Yves Saint Laurent und Pierre Bergé.
