Jigoku Meguri in Beppu zwischen rotem Schlamm und blauem Wasser
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 03:39 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Jigoku Meguri bezeichnet in Beppu auf Ky?sh? einen Rundgang durch geothermische Quellen, Schlammtöpfe und einen Geysir. Das sichtbare Leitmotiv sind die wechselnden Farben und Formen des Wassers: Kobaltblau, Rot, Weiß, Dampf und aufsteigender Schlamm liegen in benachbarten Anlagen.
Die sieben Höllen verteilen sich auf die Bezirke Kannawa und Shibaseki. Namen wie Umi Jigoku, Chinoike Jigoku und Tatsumaki Jigoku verweisen auf einzelne Quellen, deren Erscheinungsbild jeweils von Temperatur, Mineralien und austretendem Wasser geprägt ist.
Jigoku Meguri und die Farben der heißen Quellen
Umi Jigoku trägt den Namen „Meereshölle“ und zeigt eine kobaltblaue Wasserfläche. Die Quelle gehört zu den national ausgewiesenen Orten landschaftlicher Schönheit. Eine japanische Gartenanlage, Dampf und tropische Pflanzen bilden den räumlichen Rahmen.
Shiraike Jigoku, die „Weiße Hölle“, besitzt ein milchig-weißes Becken und einen japanischen Garten. Die Anlage gehört ebenfalls zu den national ausgewiesenen Orten landschaftlicher Schönheit. Ein Aussichtspunkt erschließt die Quelle aus erhöhter Perspektive; in einem angrenzenden Gebäude werden tropische Fische gezeigt.
Chinoike Jigoku, die „Blutteichhölle“, unterscheidet sich durch die rote Färbung von Wasser und Schlamm. Die Quelle wird im Bungo Fudoki aus dem Jahr 733 unter der Bezeichnung Akaonsen, „rote Quelle“, erwähnt. Ihre rote Tonerde fand Verwendung als Farbstoff und für Salben.
Jigoku Meguri zwischen Schlamm, Dampf und Geysir
Oniishib?zu Jigoku zeigt grauen Schlamm, aus dem runde Blasen aufsteigen. Die Bezeichnung nimmt Bezug auf das Aussehen der Blasen, die an rasierte Mönchsköpfe erinnern. Neben der Quelle liegt ein Geysir, dessen Ausstoß mit einem tiefen Geräusch verbunden ist.
Kamado Jigoku versammelt mehrere unterschiedlich gefärbte Quellen innerhalb einer Anlage. Zu sehen sind blaues und orangefarbenes Wasser, austretender Schlamm und Dampf aus dem Untergrund. Der Name verweist auf den Kamado-Hachiman-Schrein und eine überlieferte Verbindung zwischen Quellendampf und rituell gekochtem Reis.
Oniyama Jigoku ist auch als Krokodil-Hölle bekannt. In der warmen Umgebung werden Krokodile gehalten. Damit verbindet die Anlage eine geothermische Quelle mit einer Tierhaltung, die innerhalb des Rundgangs einen eigenen Schwerpunkt bildet.
Jigoku Meguri als historische Onsenlandschaft
Die heißen Quellen von Beppu werden seit der Nara-Zeit in schriftlichen Überlieferungen genannt. Das Bungo Fudoki, eine regionale Beschreibung aus dem Jahr 733, nennt die rote Quelle von Chinoike Jigoku. Der Name „Jigoku“ verweist auf die buddhistische Vorstellung von Höllen und auf die dampfenden, brodelnden Erscheinungen des Geländes.
Die Entwicklung zum touristischen Rundgang ist mit Aburaya Kumahachi verbunden, der von 1863 bis 1935 lebte und als Förderer des Beppu-Tourismus hervortrat. Er setzte sich für Verkehrsangebote und Ausflugsrouten ein. Der organisierte Besuch der Quellen gehört damit zur Geschichte des modernen Kurortes.
Vier Anlagen besitzen den Status eines national ausgewiesenen Ortes landschaftlicher Schönheit: Umi Jigoku, Chinoike Jigoku, Tatsumaki Jigoku und Shiraike Jigoku. Vier nationale Landschaftsorte verbinden geologische Erscheinungen mit gestalteten Gärten und Aussichtspunkten.
Tatsumaki Jigoku liegt im Bezirk Shibaseki und zeigt einen natürlichen Geysir. Heißes Wasser und Dampf treten schubweise aus dem Untergrund. Die Anlage ist als Naturdenkmal der Stadt Beppu ausgewiesen und gehört ebenfalls zu den nationalen Landschaftsorten.
Die sieben Anlagen bilden zwei räumliche Gruppen. Fünf Quellen liegen in Kannawa, zwei weitere in Shibaseki. Die sieben Quellen in zwei Bezirken zeigen, dass Jigoku Meguri kein einzelnes Becken, sondern eine Folge verschiedener geothermischer Schauplätze ist.
Jigoku Meguri besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Jigoku Meguri liegt in Beppu auf Ky?sh?, in der Präfektur ?ita. Die fünf Anlagen von Kannawa und die beiden Quellen von Shibaseki sind mit Bus, Auto und regionalen Verkehrsverbindungen erreichbar.
- Das Gelände umfasst Wege zwischen Quellbecken, Gartenanlagen, Aussichtspunkten und Dampffeldern. Der Rundgang verbindet die beiden Bezirke, die räumlich voneinander getrennt liegen.
- Amtssprache ist Japanisch, gezahlt wird in Japanischen Yen.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Jigoku Meguri auf Social-Media-Plattformen
Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Jigoku Meguri.
Jigoku Meguri: häufige Fragen
Wo liegt Jigoku Meguri?
Jigoku Meguri liegt in Beppu auf Ky?sh? in der Präfektur ?ita. Die Anlagen befinden sich in Kannawa und Shibaseki.
Was bietet ein Besuch?
Der Rundgang zeigt farbige Quellbecken, brodelnden Schlamm, aufsteigenden Dampf und einen natürlichen Geysir. Gartenanlagen, Aussichtspunkte und einzelne thematische Bereiche ergänzen die geothermischen Erscheinungen.
Was kennzeichnet Jigoku Meguri?
Jigoku Meguri verbindet sieben heiße Quellen mit unterschiedlichen Farben, Formen und Nutzungen. Umi Jigoku ist kobaltblau, Chinoike Jigoku rot, Shiraike Jigoku weiß und Tatsumaki Jigoku von einem Geysir geprägt.
